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	<title>Inergen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T10:53:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Inergen&amp;diff=350259&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ernst Poulsen am 25. Juni 2023 um 04:03 Uhr</title>
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		<updated>2023-06-25T04:03:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Inergen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der [[Markenname]] für ein patentiertes Gemisch aus [[Stickstoff]], [[Argon]] und [[Kohlenstoffdioxid]], das als [[Löschmittel]] zur [[Brandbekämpfung]] eingesetzt wird. Der Name ist ein Kunstwort, das sich aus den englischen Bezeichnungen „&amp;lt;u&amp;gt;iner&amp;lt;/u&amp;gt;tgas“ (Argon) und „nitro&amp;lt;u&amp;gt;gen&amp;lt;/u&amp;gt;“ (Stickstoff) zusammensetzt. Bezeichnung ist auch IG-541.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem durch Löschung mit Inergen reduzierten [[Sauerstoff]]anteil in der Raumluft bleibt die Sauerstoffaufnahme über die menschliche Atmung weitgehend erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inergen besteht zu 52 [[Volumenprozent]] (Vol.-%) aus Stickstoff, zu 40&amp;amp;nbsp;Vol.-% aus Argon und zu 8&amp;amp;nbsp;Vol.-% aus Kohlenstoffdioxid. Alle diese Gase sind geruch- und geschmacklos und nicht brennbar. Kohlenstoffdioxid spaltet sich erst bei über 2000&amp;amp;nbsp;°C in [[Sauerstoff]] und [[Kohlenmonoxid]] auf. Die Gase sind kaum treibhauswirksam. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Durch die Zusammensetzung ergibt sich eine Dichte, bei der Inergen nur langsam aus relativ dicht abgeschlossenen Räumen entweicht. So kann die Löschgaskonzentration über einen langen Zeitraum aufrechterhalten werden. Es wird entsprechend dem Löschprinzip nur in stationären Anlagen verwendet, nicht in [[Feuerlöscher|Handfeuerlöschern]]. Beim Ausströmen von Inergen findet keine Vernebelung statt. Somit wird die Sicht nicht behindert, wie es bei CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inergen wird in Flaschen mit 200 oder 300 [[Bar (Einheit)|Bar]] gespeichert. Der [[Partialdruck]] von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; beträgt darin höchstens (0,08 ⋅ 300 bar =) 24 bar, so dass bei Raumtemperatur keine Verflüssigung (57&amp;amp;nbsp;bar Dampfdruck) stattfindet. Mangels Phasenübergang kommt es beim Entspannen nicht zu so starker Abkühlung wie bei Flüssig-CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; und dadurch  tritt auch keine so starke Sichtbehinderung durch Kondensation von Wassernebel auf. Je Kubikmeter Raumvolumen müssen für Inergen ca. 2 Liter (Flaschen-)Speichervolumen&amp;lt;!-- bei einem Speicherdruck von ..??.. --&amp;gt; vorgesehen werden. &amp;lt;!-- Dies entspricht einem Inergen-Anteil von ..?..% und einem verbleibenden Sauerstoffanteil von ..?..% in der Raumluft. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Humanverträglichkeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Inergen Fire Protection System - from Fire Eater.jpg|mini|Mit Inergen gefüllte Stahlflaschen]]&lt;br /&gt;
Wichtig für die Humanverträglichkeit von Inergen ist die physiologische Wirkung von Kohlenstoffdioxid (CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;). Es beschleunigt die Atmung, sodass der Sauerstoffmangel in der Raumluft ausgeglichen wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der menschliche Körper produziert ständig CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;. Der Körper versucht den CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Druck im Blut konstant zu halten (etwa 40 [[Torr]], entspricht 53 [[Bar (Einheit)|mbar]]), damit er nicht übersäuert ([[Azidose]]) oder ein zu geringer Säuregehalt ([[Alkalose]]) entsteht. Das Gehirn bemerkt jede Änderung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration und regt die Lunge dazu an, entweder mehr CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; auszuatmen oder zurückzuhalten. Wenn weniger Sauerstoff in der Umluft vorhanden ist als normal, müsste die Atmung gesteigert werden, um den Körper funktionstüchtig zu halten. Doch das Gegenteil ist der Fall, da durch eine verstärkte Atmung mehr CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; abgegeben werden müsste, als wieder aufgenommen werden kann. &lt;br /&gt;
Befindet sich jetzt allerdings in der Umluft eine CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration, die einen Ausgleich schaffen kann, wird die Atmung gesteigert. Der Säuregrad wird dadurch konstant gehalten und die Durchblutung des Gehirns lässt ebenfalls nicht nach.&lt;br /&gt;
Die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration in einem Raum darf dabei 5&amp;amp;nbsp;Vol.-% nicht überschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird nur mit Inergen statt mit [[Inertgas]]en gelöscht, kann die Sauerstoffkonzentration auf 10 Vol.-% gesenkt werden, ohne dass dies zum Tode führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird Luft im Verhältnis 50:50 mit Inergen (das selbst 8 % CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; enthält) versetzt, so enthält diese Mischung noch gut 10 % Sauerstoff und 4 % CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;, was Verbrennungsvorgänge deutlich dämpft und das (forcierte) Atmen für Menschen noch knapp lebenserhaltend sein lässt. Die gleiche Halbierung des Sauerstoffgehalts durch Argon würde die Atmung nicht beschleunigen, die Halbierung durch CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; alleine lässt den Menschen durch zu hohen Gehalt an CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; von 50 % ersticken. Zur Einordnung: Eine Flamme aus n-Heptan erlischt beim Verhältnis 69:31 Luft zu Inergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[National Fire Protection Association|NFPA]] 2001: [https://www.nfpa.org/codes-and-standards/all-codes-and-standards/list-of-codes-and-standards/detail?code=2001 Standard on clean agent fire extinguishing systems (2018)] (nach Anmeldung kostenlos zugänglich)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dr. Georg Pleß, Dipl.-Chem. Ursula Seliger:&amp;#039;&amp;#039; [https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/2403.pdf Substitution bestimmter umweltschädlicher Feuerlöschmittel in ausgewählten Anwendungsbereichen (2003)] Herausgeber: [[Institut der Feuerwehr Sachsen-Anhalt]] in Heyrothsberge&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ines Juditzki:&amp;#039;&amp;#039; Bibliotheksbrände und die dadurch entstehenden Schäden. Diskussion von Lösch- und Restaurierungsmaßnahmen, unter Berücksichtigung des Schadenfalls in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek (Diplomarbeit) 2005&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20170120233910/http://www.inergen.de/index_inergen_deutsch.html Inergen Fire Supressant] von [http://www.inergen.de/index_inergen_deutsch.html www.inergen.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschmittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ernst Poulsen</name></author>
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