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	<title>Industrieschule - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Legov20: /* Siehe auch */ Link eingefügt</title>
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		<updated>2025-08-09T04:59:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Siehe auch: &lt;/span&gt; Link eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Industrieschulen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurden 1779 in [[Böhmen]] von Bischof [[Ferdinand Kindermann von Schulstein]] gegründet, weitere entstanden in den folgenden Jahren in [[Deutschland]] ([[Friedrich Adolf Sauer]]), [[Österreich]] und vereinzelt in der [[Schweiz]]. Dort sollten v.&amp;amp;nbsp;a. Kinder aus der [[Unterschicht]] zur Arbeit erzogen und ausgebildet werden, damit sie später für das [[Beruf|Erwerbsleben]] in der sich entfaltenden [[Industriegesellschaft]] gerüstet waren: Buben lernten im &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Industrieunterricht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Spinnen, im so genannten [[Schulgarten#Schulgärten auf dem Land|Industriegarten]] (Schulgarten wie er etwa 1791/1792 in [[Unterleinach]] geschaffen wurde)&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Christine Demel u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Leinach. Geschichte – Sagen – Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Gemeinde Leinach, Leinach 1999, S. 174 (&amp;#039;&amp;#039;1817 „Industriearbeiten“ der Schulkinder in den Weinbergen von Unterleinach&amp;#039;&amp;#039;) und 379–383 (&amp;#039;&amp;#039;Industrieschule und Industriegarten (1792)&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; Gartenbau oder [[Baumpflege]], Mädchen Stricken, Nähen, Häkeln oder Flicken und Kochen. Anfang des 19. Jahrhunderts waren in Österreich auf dem Lande jeder Fabrik [[Waisenhaus|Waisen-]] oder [[Findelhaus|Findelhäuser]] angeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=OHJwAgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA85&amp;amp;lpg=PA85&amp;amp;dq=waise+industrieschulen&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=Ur9tB9N9Dn&amp;amp;sig=ktybl8tXv1Uv0_cDH7y0x1Qeato&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjtk-vQ37zeAhWFhSwKHXHsDOYQ6AEwCXoECAcQAQ#v=onepage&amp;amp;q=waise%20industrieschulen&amp;amp;f=false  Meike S. Baader, Florian Eßer, Wolfgang Schröer: Kindheiten in der Moderne. Eine Geschichte der Sorge, Campus Verlag, Frankfurt a.M./ New York 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz verstand man unter dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;Industrieschule&amp;#039;&amp;#039; hingegen gewöhnlich eine mathematisch-naturwissenschaftlich ausgerichtete [[Kantonsschule]] (&amp;#039;&amp;#039;Realgymnasium&amp;#039;&amp;#039;, z.&amp;amp;nbsp;B. ab 1832 [[Kantonsschule Rämibühl|Rämibühl]] in [[Zürich]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schulsystem ==&lt;br /&gt;
Ähnlich den Philanthropen [[Ludwig Gerhard Wagemann]] (1746–1804)&amp;lt;ref&amp;gt;in: &amp;#039;&amp;#039;Göttingisches Magazin für Indüstrie und Armenpflege.&amp;#039;&amp;#039; Hg. L. G. Wagemann. [[Vandenhoeck und Ruprecht]], Göttingen Nr. 1.1788/89 bis 6.1803,1 = 21 Nummern. [[Mikrofiche]] Olms, Hildesheim 1997–1997; Reprint: Topos, Vaduz 1982&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Heinrich Philipp Sextro]] legte auch [[Johann Heinrich Pestalozzi]] Wert auf die Verbindung von manueller Arbeit mit schulischer Erziehung und Wissensvermittlung. „Industriepädagogen“, zu denen auch [[Philipp Emanuel von Fellenberg]] gehörte, setzten auf unablässige Tätigkeit, damit Müßiggang und Laster verhindert und die Armen „veredelt“ würden. Zur Ausbildung von Lehrern für die Industrieschulen wurde 1811 in [[Würzburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;Im „Würzburgischen“ hatte [[Franz Ludwig von Erthal]] bereits am 26. Mai 1789 eine Industrieschule eingerichtet. [[Max Döllner]]: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933.&amp;#039;&amp;#039; 1950; 2. Auflage. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1978, ISBN 3-87707-013-2, S. 498.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Zentralindustrieschule&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Tippach: &amp;#039;&amp;#039;Würzburg – Aspekte der Zentralität.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrich Wagner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; 4 Bände, Band I–III/2 (I: &amp;#039;&amp;#039;Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs.&amp;#039;&amp;#039; 2001, ISBN 3-8062-1465-4; II: &amp;#039;&amp;#039;Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814.&amp;#039;&amp;#039; 2004, ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2: &amp;#039;&amp;#039;Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band III (2007), S. 369–393 und 1296–1298, hier: S. 372.&amp;lt;/ref&amp;gt; eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Unterrichtskatalog in [[Württemberg]], basierend auf einer Verflechtung von praktischen handwerklichen Tätigkeiten und theoretischen Lerneinheiten, sollten die Kinder zu fleißigen und gottgefälligen Bürgern herangezogen werden. 1830: „Neben diesen Hand-Arbeiten wird übrigens in mehreren Industrie-Schulen während der Arbeit mit den Kindern gesungen und gebetet, es werden ihnen lehrreiche Geschichten erzählt, oder es wird ihnen aus der Bibel, oder aus moralischen, historischen, und anderen Jugend-Schriften vorgelesen. Man erklärt ihnen das Vorgelesene, macht sie mit den Regeln der deutschen Sprache und mit Gegenständen der Naturgeschichte bekannt, läßt sie etwas auswendig lernen, oder im Kopfe rechnen, und nimmt sonstige Denk- oder Verstands-Uebungen mit ihnen vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leo-bw.de/en/themen/wissenswertes/soziale-umbruche-und-entwicklungen-nach-1800/die-zentralleitung-des-wohltatigkeitsvereins-im-konigreich-wurttemberg/industrieschulen Industrieschulen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an Industrieschulen ==&lt;br /&gt;
Die Industrieschulen setzten sich nicht durch, weil die Anstalten als Einrichtungen zur Förderung der [[Kinderarbeit]] und sozialer [[Ausbeutung]] in Verruf gerieten. In Wahrheit wurden die Kinder pausenlos beschäftigt und die Vermittlung von Wissen sowie Fertigkeiten war in der Regel auf die unmittelbar bezogene Tätigkeit beschränkt. Sie arbeiteten oft von 05:00 Uhr morgens bis 19:00 oder 21:00 Uhr am Abend. Die Aufseherinnen und Aufseher ahndeten durch harte [[Prügelstrafe]]n jedes „Fehlverhalten“. Die „Vaterpflicht“ und die „Vatermacht“ für die [[Waise]]n übernahm oft der Fabrikant. Bis zur [[Volljährigkeit]] waren die Kinder oft der Ausbeutung wehrlos ausgeliefert. Wenige aufgeklärte Pädagogen, Pfarrer oder Beamte der Zeit kritisierten die starke Ausrichtung auf industrielle Fertigung und wirtschaftlichen Gewinn. Später ging dieses Schulsystem in anderen Schulsystemen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Allgemeinbildende Schulen]]&lt;br /&gt;
* [[Berufsbildende Schulen]]&lt;br /&gt;
* [[Industrieschule für israelitische Mädchen]]&lt;br /&gt;
* [[Jugendwerkhof]]&lt;br /&gt;
* [[Kunstgewerbeschule]]&lt;br /&gt;
* [[Magdalenenheim]]&lt;br /&gt;
* [[Weiterführende Schulen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Wolfram Hauer&lt;br /&gt;
 | Titel=Lokale Schulentwicklung und städtische Lebenswelt: Das Schulwesen in Tübingen von seinen Anfängen im Spätmittelalter bis 1806&lt;br /&gt;
 | Auflage=&lt;br /&gt;
 | Verlag=Steiner&lt;br /&gt;
 | Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
 | Jahr=2003&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-515-07777-4&lt;br /&gt;
 | Seiten=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* Wolfgang Marquardt: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Strukturanalyse der Industrieschule. [[Arbeitserziehung]], Industrieunterricht, [[Kinderarbeit]] in niederen Schulen (ca. 1770–1850/1870).&amp;#039;&amp;#039; Diss. phil. [[TU Hannover]] 1975 (nicht im Handel; bei Dt. Nationalbibliothek Standort Ffm. vorhanden; Standardwerk).&lt;br /&gt;
* Markus Meumann: &amp;#039;&amp;#039;[[Findelkind]]er, Waisenhäuser, Kindsmord in der Frühen Neuzeit. Unversorgte Kinder in der frühneuzeitlichen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Ancien Regime, Aufklärung und Revolution.&amp;#039;&amp;#039; Band 29). Oldenbourg Wissenschaft, München 1994, ISBN 3-486-56099-9.&lt;br /&gt;
* Dorit Prater: &amp;#039;&amp;#039;Industriepädagogik. Industrie-, Fabrik- und Arbeitsschulen im ausgehenden 18. und im 19. Jahrhundert und ihre Rezeption in BRD und DDR.&amp;#039;&amp;#039; AV Akademikerverlag, Saarbrücken 2012, ISBN 978-3-8364-5238-0.&lt;br /&gt;
* Jürgen Schallmann: &amp;#039;&amp;#039;Arme und Armut in Göttingen 1860–1914&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Geschichte der Stadt Göttingen.&amp;#039;&amp;#039; Band 25). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2014, ISBN 3-525-85427-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4161624-8|TYP=Literatur zur}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4161624-8|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Schultyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformpädagogik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Legov20</name></author>
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