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	<title>Industrieclearing - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Industrieclearing&amp;diff=190106&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wowo2008: +Lit.</title>
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		<updated>2024-04-15T11:48:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Lit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Industrieclearing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird im [[Finanzwesen]] ein [[Clearing]] verstanden, bei dem ein direkter Austausch von [[Finanzinstrument]]en zwischen – voneinander unabhängigen – [[Nichtbank]]en stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Industrieclearing ist eine Form des externeren [[Cash Management]], bei dem Nichtbank-[[Unternehmen]] außerhalb des [[Geldmarkt]]s des [[Bankwesen]]s direkt [[Liquiditätsüberschuss|Liquiditätsüberschüsse]] und [[Liquiditätsdefizit]]e miteinander austauschen. Es handelt sich um kurzfristige [[Finanztransaktion]]en zwischen Unternehmen, die [[Kreditgeschäft]]e zum Gegenstand haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Das_kleine_B%C3%B6rsen_Lexikon/PyTRDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Industrieclearing+lexikon&amp;amp;pg=PA446&amp;amp;printsec=frontcover Hans E. Büschgen, &amp;#039;&amp;#039;Das kleine Börsen-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 446]&amp;lt;/ref&amp;gt; Findet das Clearing zwischen [[Verbundenes Unternehmen|verbundenen Unternehmen]] statt, wird vom [[Konzernclearing]] gesprochen. Industrieclearing steht in [[Substitutionskonkurrenz]] zum Geldmarktgeschäft der [[Kreditinstitut]]e. [[Oswald Hahn]] definierte das Industrieclearing deshalb „als Geldmarkt unter Bankkunden unter Ausschaltung der Banken“.&amp;lt;ref&amp;gt;Oswald Hahn, &amp;#039;&amp;#039;Struktur der Bankwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, 1984, S. 55 ff.; ISBN 3-503-02413-1&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Industrieclearing ist die gegenseitige Gewährung [[kurzfristig]]er [[Kredit]]e zwischen [[Industrie]]unternehmen, um gegenseitig Liquiditätsüberschüsse und Liquiditätsdefizite auszugleichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Lexikon_Corporate_Finance/gBodBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Industrieclearing+lexikon&amp;amp;pg=PA243&amp;amp;printsec=frontcover Claudia Breuer/Thilo Schweizer/Wolfgang Breuer, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Corporate Finance&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 243]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich um den von [[Lieferung]]en unabhängigen kurzfristigen [[Geldhandel]] zwischen Nichtbanken des Unternehmenssektors.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Leo Schuster]], &amp;#039;&amp;#039;Industrieclearing – Kredit ohne Banken&amp;#039;&amp;#039;, in: Arbeitskreis der Unternehmensfinanzierung Nürnberg (Hrsg.), 1971, S. 105&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese kurzfristigen Kredite werden an den [[Finanzprodukt]]en des [[Tages- und Termingeldhandel|Tagesgeldes]] oder [[Termingeld]]es der Kreditinstitute orientiert, bei dem ein Unternehmen als [[Kreditgeber]] und das andere als [[Kreditnehmer]] fungiert und beide einen [[Fälligkeit]]stermin vereinbaren. Während der [[Laufzeit (Wirtschaft)|Laufzeit]] der Tages- oder Termingelder hat der Kreditgeber ein [[Kreditrisiko]]. [[Marktteilnehmer]] sind Unternehmen – meist [[Großunternehmen]] – mit [[Triple A (Finanzanalyse)|erstklassiger]] [[Bonität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Unterschieden wird zwischen dem klassischen Industrieclearing und einer neuen Variante.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Grundlagen_finanzwirtschaftlicher_Entsch/xtDnBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Industrieclearing&amp;amp;pg=PT20&amp;amp;printsec=frontcover Jens Jokisch/Matija Denise Mayer, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen finanzwirtschaftlicher Entscheidungen&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 6 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Beim &amp;#039;&amp;#039;klassischen Industrieclearing&amp;#039;&amp;#039; stehen zwei Unternehmen in einer Lieferanten-Beziehung und einigen sich über eine Veränderung der [[Zahlungsfrist]]. Der überliquide Abnehmer akzeptiert ein zeitliches Vorziehen ({{enS|leading}}) der Zahlungsfrist durch [[Vorkasse]], wobei ein niedrigerer Zins als der [[Geldmarktzins]] vereinbart wird. Das Hinauszögern der Zahlung ({{enS|lagging}}) geschieht etwa durch den [[Lieferantenkredit]].&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;neue Variant&amp;#039;&amp;#039;e erfolgt losgelöst von einer Lieferbeziehung und ähnelt den Geldmarktgeschäften der Kreditinstitute, wobei oft ein Mindestbetrag von 5 Millionen Euro bei geringerer [[Standardisierung]] vereinbart wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Jens Jokisch/Matija Denise Mayer, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen finanzwirtschaftlicher Entscheidungen&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die neue Variante hat sich zum eigentlichen Industrieclearing entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Insbesondere [[Multinationales Unternehmen|multinationale Unternehmen]] begannen um 1960 in Deutschland, sich vom [[Bankensektor]] zu emanzipieren und gründeten eigene [[Holding]]- und [[Finanzierung]]sgesellschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilfried Guth]], &amp;#039;&amp;#039;Finanzpolitik multinationaler Unternehmen&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung]], 1970, S. 459 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelte sich um eine frühe Form der [[Disintermediation]], weil der eigentlich zuständige Geldmarkt der Banken nicht mehr genutzt wurde. Die seit Januar 1937 bestehende Zinsverordnung schrieb für Kreditinstitute [[Sollzinsen]] und [[Habenzinsen]] vor, die als [[Höchstpreis|Höchst-]] bzw. [[Mindestpreis]]e anzusehen waren. Im März 1965 gab es eine neue Zinsverordnung, die bis April 1967 galt, als die Bankzinsen freigegeben wurden. Industrieunternehmen konnten diese Zinsreglementierungen umgehen, indem sie sich gegenseitig direkt Kredite vergaben und somit nicht die Habenzinsverordnung beachten mussten. Dadurch konnten sie niedrigere Zinsen vereinbaren. So durften die Kreditinstitute im Oktober 1965 für ein Termingeld mit drei Monaten Laufzeit lediglich einen Habenzins von 2,5 % bezahlen, während ein Terminkredit bei Banken 8,5 % Sollzins kostete. Zur gleichen Zeit lag der Zins am „Industriegeldmarkt“ zwischen 4 % und 5 %.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Der_Konzern_als_Finanzintermedi%C3%A4r/cXOfBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Industrieclearing&amp;amp;pg=PA54&amp;amp;printsec=frontcover Eugen Löffler, &amp;#039;&amp;#039;Der Konzern als Finanzintermediär&amp;#039;&amp;#039;, 1991, S. 54]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Aufhebung der Zinsverordnung im April 1967 verlor das Industrieclearing erheblich an Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans E. Büschgen]], &amp;#039;&amp;#039;An den Banken vorbei? Einführung&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen]], 1981, S. 1072&amp;lt;/ref&amp;gt; Industrieclearing ist aber wegen der Vermeidung der [[Mindestreserve]] (die den Habenzins der Banken vermindert) weiterhin interessant und auch Unternehmenspraxis.&amp;lt;ref&amp;gt;Eugen Löffler, &amp;#039;&amp;#039;Der Konzern als Finanzintermediär&amp;#039;&amp;#039;, 1991, S. 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christel Bax, &amp;#039;&amp;#039;Das Industrieclearing&amp;#039;&amp;#039;, 1985, Lehrstuhl für Allg., Bank- u. Versicherungsbetriebswirtschaftslehre an d. Friedrich-Alexander-Univ., Nürnberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Industrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unbarer Zahlungsverkehr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wowo2008</name></author>
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