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	<title>Indogermanische Religion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T20:13:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Indogermanische_Religion&amp;diff=557596&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Indoeuropäische kosmogonische Mythen */ Tippfehler (Leerzeichen)</title>
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		<updated>2025-09-18T18:42:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Indoeuropäische kosmogonische Mythen: &lt;/span&gt; Tippfehler (Leerzeichen)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Indogermanische&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Indoeuropäische Religion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde kurz nach Entdeckung der [[Indogermanische Sprachen|indogermanischen]] Sprachfamilie geprägt, als eine sprachlich und sachlich recht enge Verwandtschaft zwischen lateinisch &amp;#039;&amp;#039;[[Jupiter (Mythologie)|Jupiter]]/Diēspiter&amp;#039;&amp;#039;, griechisch &amp;#039;&amp;#039;[[Zeus]] pater&amp;#039;&amp;#039; und altindisch &amp;#039;&amp;#039;[[Dyaus Pita]]&amp;#039;&amp;#039; offenkundig wurde. Jedoch konnte daraus&amp;amp;nbsp;– trotz zahlreicher Versuche und Überlegungen, teilweise mittels falscher Vergleiche (germanisch &amp;#039;&amp;#039;Hel&amp;#039;&amp;#039; = altindisch &amp;#039;&amp;#039;Kali&amp;#039;&amp;#039;; germanisch Wodan = altindisch Vata)&amp;amp;nbsp;– kein größerer Zusammenhang rekonstruiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Paul Thieme]] lieferte bahnbrechende Erkenntnisse, als er entdeckte, dass die indogermanischen Götter keine Personifikationen von Naturelementen sind, sondern von ethischen Begriffen. Einen wichtigen Beitrag zu einer vergleichenden indoeuropäischen Religion lieferte [[Georges Dumézil]] mit seiner Ansicht der strukturellen Dreifunktionalität der beherrschenden Götterfiguren in den [[Götterwelt|Panthea]] der indoeuropäischen Völker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Drei-Funktionen-Theorie ==&lt;br /&gt;
Die [[Strukturalismus|strukturelle]] Theorie des französischen [[Religionswissenschaft]]lers Georges Dumézil baut auf der These auf, dass der Götterhimmel ein Abbild der Gesellschaft, der sozialen Ordnung sei. Viele indoeuropäischen Kulturen bestanden aus den drei freien Ständen Lehrstand, Wehrstand und Nährstand. Daraus leitete Dumézil folgendes Schema ab:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Funktion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;amp;nbsp; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Indien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Germanen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kelten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|---&lt;br /&gt;
|1a. Hell-Juridisch || [[Mitra (vedischer Gott)|Mitra]] || [[Dius Fidius]] || [[Tyr]] || [[Teutates]] || Richter, Gesetzgeber&amp;amp;nbsp;– hält sich im Hintergrund&lt;br /&gt;
|---&lt;br /&gt;
|1b. Dunkel-Magisch || [[Varuna (indische Gottheit)|Varuna]] || [[Jupiter (Mythologie)|Jupiter]] || [[Odin]] || [[Esus]] || Herrscher – wird oft als ungerecht empfunden&lt;br /&gt;
|---&lt;br /&gt;
|2. Stärke|| [[Indra]] || [[Mars (Mythologie)|Mars]] || [[Thor]] || [[Taranis]] || [[Held]] – primitive Waffe (Keule, Hammer)&amp;amp;nbsp;– tötet Wasserschlange&lt;br /&gt;
|---&lt;br /&gt;
|3. Fruchtbarkeit|| [[Ashvins|Nasatya]] || [[Quirinus (Mythologie)|Quirinus]] || [[Njörd]] &amp;amp; [[Freyr]] || &amp;amp;nbsp; || oft ein Paar – Wohltäter des Volkes&lt;br /&gt;
|---&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System erwies sich als geeignetes Muster und brachte der vergleichenden Religionswissenschaft einen Schub in der Entwicklung. Die Namen (und ihre Etymologie) traten in den Hintergrund zugunsten von [[Sage]]n, [[Mythos|Mythen]] und strukturellen Eigenschaften, die bestimmte Gottheiten miteinander verbinden. So wurde ein heldenhafter Donnergott fassbarer als bisher: Der germanische Thor und der indische Indra trinken und essen überreichlich, sind jähzornig und bekämpfen, wie auch der baltische Perkunas (slawisch: Perun), ein drachenartiges Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik ===&lt;br /&gt;
Das System weist aber viele Schwächen auf, so werden die Griechen ausgeklammert (zu starke semitische / kleinasiatische Einflüsse) und auch die urtümliche Religion der [[Balten]] passt nicht so recht in das Schema.&amp;lt;ref&amp;gt;Benjamin W. Fortson IV: &amp;#039;&amp;#039;Indo-European Language and Culture. An Introduction&amp;#039;&amp;#039;. Blackwell Publishing 2004, ISBN 978-1-4051-0316-9. S.&amp;amp;nbsp;28&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Des Weiteren wenden Kritiker, wie beispielsweise die [[Indogermanistik|Indologen und Indogermanisten]] wie [[Paul Thieme]]&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Thieme: &amp;#039;&amp;#039;Mitra and Aryaman&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Transactions of the Connecticut Academy of Arts and Sciences&amp;#039;&amp;#039; 41 (1957) S. 1–96.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Bernfried Schlerath]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bernfried Schlerath: &amp;#039;&amp;#039;Besprechung von G. Dumézil, „Déesses latines et mythes védiques“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; 110 (1961) S. 195–198. Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Besprechung von „Hommages à Georges Dumézil“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kratylos&amp;#039;&amp;#039; 6 (1961) S. 122–127.&amp;lt;/ref&amp;gt; gegen Dumézil ein, dass insbesondere die ältesten indogermanischen Quellen, die der indologischen und iranologischen Philologien, gänzlich in dem Sinne ausfallen, dass die Dreiteilung diesen nicht zu entnehmen ist und speziell das indische Kastensystem erst späterer Natur ist. Mit ihnen und anderen weisen sie Dumézil einen oberflächlichen und eklektischen Umgang mit den Quellen nach und werfen ihm im Einzelnen unhaltbare sprachwissenschaftliche Interpretationen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan Zimmer]]: &amp;#039;&amp;#039;’Sacrifice’ in Proto-Indo-European.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Indo-European Studies]]&amp;#039;&amp;#039; 37, 1,2 (2009), S. 178–190; hier 181 Anmerkung 8.: „The wide-ranging theories of the great G. Dumézil about Proto-Indo-European religion and society, more famous outside Indo-European Studies than inside, have turned out, after long discussions, to lack sufficient textual and linguistic evidence [...] Therefore, his works are not cited here.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiterer Kritikpunkt ist der, dass bisher ein Nachweis aus dem archäologischen Material fehlt. Die dritte Funktion ist zu wenig differenziert, und die Gottheiten Nasatya, Quirinius und Freyr haben gar nichts gemeinsam und wirken in der Zusammenstellung spontan bis willkürlich. Der weibliche Aspekt wurde von Dumézil vernachlässigt, obschon fast alle indoeuropäischen Religionen mehrere [[Göttin]]nen mit deutlichen Charakterzügen haben. Deswegen kam auch der Gedanke auf, dass Gottheiten und besonders Göttinnen, die die Liebe und Fruchtbarkeit repräsentieren, einem vorindogermanischen (matriarchalen) Substrat entstammen, eine These, die die Archäologin [[Marija Gimbutas]] stark vertrat, die das baltische [[Götterwelt|Pantheon]] in ein indoeuropäisches (=&amp;amp;nbsp;Götter) und ein vorindoeuropäisches (=&amp;amp;nbsp;Göttinnen) aufspaltete („[[Alteuropa (Sprachforschung)|Alteuropa]]“).&amp;lt;ref&amp;gt;Gimbutas Alteuropa-Begriff ist von dem Hans Krahes zu unterscheiden. Krahe bezeichnete damit primär das Flußnamensystem, das bereits indogermanische Wurzeln zeigt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin ist eine Dreiteilung ein sehr triviales Schema, auf das prinzipiell jede Menge von Gottheiten abgebildet werden kann. Da die Menge an Gottheiten in den traditionellen indogermanischen Religionen weitaus größer ist, als die zur Verfügung stehenden Kategorien, kommt es zur Funktionsdopplung oder -aufspaltung. Zudem lässt sich bei den meisten Figuren eine genaue, eindeutige Funktion nicht bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fantalovs Reduktion ==&lt;br /&gt;
Ein ähnliches System stellt der Russe [[Alex Fantalov]] vor, der fünf Archetypen im indoeuropäischen Pantheon annimmt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Himmelsgottheit|Himmelsgott]]&lt;br /&gt;
* [[Donnergottheit|Donnergott]]&lt;br /&gt;
* [[Erdgottheit|Erdgott]] der Unterwelt&lt;br /&gt;
* [[Kulturheros]]&lt;br /&gt;
* [[Große Göttin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten beiden wären Vertreter der herrschenden Klasse und der Erdgott und der Kultheros Vertreter der Natur, Landwirtschaft und des Handwerks. Der Kulturheros solle zudem mehr ein Vermittler der beiden Gegensätze sein, während die Große Göttin als Gattin des Hauptgottes zu denken sei. Mit der Ausbildung feinerer Gesellschaftsstrukturen hätten sich diese Archetypen in immer mehr Gottheiten aufgeteilt. Als Kritik sei angemerkt, dass im Gegensatz zum System von Dumézil und dessen verbesserten Nachfolgemodellen, dieses System keine wirklichen Fortschritte im Verständnis der indogermanischen Religionsgeschichte erbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linguistik ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Dieser Absatz kommt nicht ohne Abkürzungen aus: ie.: [[Indogermanische Ursprache|Indogermanisch]]; ai.: [[Indische Mythologie|Altindisch]]; agr.: [[Griechische Mythologie|Altgriechisch]]; phryg.: [[Phryger|Phrygisch]]; lat.: [[Römische Mythologie|Lateinisch]]; gall.: [[Keltische Mythologie|Gallisch]]; lit.: [[Baltische Mythologie|Litauisch]]; lett.: [[Baltische Mythologie|Lettisch]]; an.: [[Nordgermanische Religion|Altnordisch]]; ae.: [[Angelsächsische Mythologie|Altenglisch]]; wgerm. [[Germanische Gottheiten|Westgermanisch]].&amp;amp;nbsp;– m.: männlich; f.: weiblich; Dl.: Dual, Pl.: Plural; vgl. [[Indogermanische Wortwurzeln]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Möglichkeit der Annäherung einer indoeuropäischen Religion bietet die [[Historische Linguistik]] mit der [[Vergleichende Sprachwissenschaft|Vergleichenden Sprachwissenschaft]]. Doch erlaubt diese nur, etwas über die Benennung und Grundfunktion der rekonstruierten Gottheiten zu sagen, nicht aber über das Wesen derselben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Weltbild aller indoeuropäischen Kulturen gibt es ein Allem übergeordnetes universelles Prinzip eines absoluten Gleichgewichts, Ausgeglichenheit und Ordnung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;*h&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;r-tós&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;perfekt passend, richtig, wahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;, wahrscheinlich abgeleitet von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;*h&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;er-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ai. [[Rita (Hinduismus)|ऋत ṛta]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://en.wiktionary.org/wiki/%E0%A4%8B%E0%A4%A4 Etymologie Rita], abgerufen am 8. Oktober 2019 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;, lat. &amp;#039;&amp;#039;[[Aletheia (Mythologie)|Veritas]],&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wortbedeutung.info/veritas/ Wortbedeutung Veritas], abgerufen am 8. Oktober 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; an. &amp;#039;&amp;#039;[[Urd|Urðr]]&amp;#039;&amp;#039;, ae. &amp;#039;&amp;#039;wyrd&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;Schicksal, absolute Ordnung, Regel, universelles Gesetz, Wahrheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Monier-Williams (1976). &amp;#039;&amp;#039;A Sanskrit-English Dictionary&amp;#039;&amp;#039;. Oxford: Clarendon Press. (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; An dieses universelle übergeordnete Prinzip sind alle Wesen gebunden, Menschen, Tiere, Pflanzen und Götter. Es ist die Ordnung sowohl des Himmels als auch der Erde. Obwohl es sich dabei um eines der wichtigsten Konzepte des indoeuropäischen Weltbilds handelt, erscheint es im Gegensatz zu den Göttern oft nicht als [[Personifikation|personifizierte]] Gottheit, sondern als rein abstraktes Prinzip. (vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[Rita (Hinduismus)|ṛta]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Germanische Schicksalsvorstellungen#Unpersönliche Schicksalsmacht|urlag]]&amp;#039;&amp;#039;). Das universelle Prinzip in den indoeuropäischen Weltmodellen symbolisiert auf der höchsten Ebene eine Vereinigung von zwei [[Komplementarität|komplementären]], perfekt ausgeglichenen Prinzipien, wie sie auch in den hermaphroditen [[#Indoeuropäische kosmogonische Mythen|Urwesen]] der indoeuropäischen Weltentstehungsmythen auftaucht. Die Indoeuropäer betrachten das Universum als in einem unzerstörbaren Gleichgewicht, das durch dieses höchste Prinzip aufrechterhalten wird. Dies wird unter anderem daran deutlich, dass das Gleichgewicht und die Ausgeglichenheit des Universums immer mit dem Schicksal verbunden sind. In der Nordischen Mythologie sind &amp;#039;&amp;#039;Urðr&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Urlag&amp;#039;&amp;#039; eng verbunden, &amp;#039;&amp;#039;Urlag&amp;#039;&amp;#039; ist die unterste Lage des Weltgewebes und liegt im [[Urdbrunnen]]. &amp;#039;&amp;#039;Urlag&amp;#039;&amp;#039; bedeutet &amp;#039;&amp;#039;Ursprüngliches Gesetz&amp;#039;&amp;#039; und ist als unterste Lage des Weltgewebes die Verbindung in die Zeit der Weltentstehung, als die zwei komplementären, perfekt ausgeglichenen Prinzipien noch vereint sind&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Cassirer: The Philosophy of Symbolic Forms: Mythical thought, Yale University Press, 1955, S. 116 &amp;lt;/ref&amp;gt;. In der Römischen Mythologie hängen &amp;#039;&amp;#039;Veritas&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Fatum&amp;#039;&amp;#039; auf ähnliche Weise zusammen&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Haase: Religion (Heidentum: Römische Religion, Allgemeines), Walter de Gruyter 2016, S. 408 &amp;lt;/ref&amp;gt; wie &amp;#039;&amp;#039;Urðr&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Urlag&amp;#039;&amp;#039; in der Nordischen Mythologie. Während der Weltentstehung spalteten sich die beiden komplementären Prinzipien teilweise auf, werden aber immer noch als untrennbar verbunden angenommen. Dies wird ebenfalls in der indoeuropäischen Sprache deutlich, Wortpaare die Gegensätze ausdrücken haben oft denselben Wortstamm: &amp;#039;&amp;#039;*leuk-&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;hell, Licht&amp;#039;) – &amp;#039;&amp;#039;*leug-&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;dunkel&amp;#039;); &amp;#039;&amp;#039;*yeu-&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;zusammenfügen&amp;#039;) – &amp;#039;&amp;#039;*yeu-&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;trennen&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/00437956.1993.11435902] Michael York: Toward a Proto-Indo-European vocabulary of the sacred , Routledge Taylor and Fracis Group, S. 5 (238) (englisch, Kapitel 3.1 Binary homophones) &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieses Muster findet sich auch in der Trias der Schicksalsgottheiten, von denen eine &amp;#039;&amp;#039;Geburt&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Leben&amp;#039;&amp;#039;, die andere &amp;#039;&amp;#039;Tod&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Zerstörung&amp;#039;&amp;#039; ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem übergeordneten Prinzip unterstellt sind die von den Indoeuropäern verehrten Götter (1. *deiuos &amp;#039;&amp;#039;m.&amp;#039;&amp;#039; ai. devaḥ; phryg. tios; lat. deus; lit. diēvas – 2. dhēh&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;s: agr. theos; phryg. deos; an. dís &amp;#039;&amp;#039;f.&amp;#039;&amp;#039;), die als unsterblich betrachtet werden (*deiuos nmrtos &amp;#039;&amp;#039;m.Pl.&amp;#039;&amp;#039;; ai. devāḥ amrtaḥ; gr. theoi ambrotoi; lat. dī immortāles). Mögliche Gottheiten sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;bheh&amp;lt;sub&amp;gt;a&amp;lt;/sub&amp;gt;gos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;f. &amp;quot;Schicksal (wörtl. &amp;#039;Zuteilung, Anteil&amp;#039;)&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;: agr. [[Moiren|Μοῖραι]], lat. [[Parzen|Parcae]]; an. [[Nornen|nornir]]; lit. [[Laima]], ai. [[Trimurti#Tridevi|Tridevi]]; [[Slawische Sprachen|ostslawisch]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Roschanizy|Rodzanice]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Suditse&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://slavicchronicles.com/mythology/suditse-the-three-graces-of-slavic-mythology/ |titel=Suditse – The Three Graces of Slavic Mythology – Slavic Chronicles |werk=slavicchronicles.com |datum=2017-06-10 |abruf=2019-09-13 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auf der höchsten Ebene des indoeuropäischen Pantheon waren die [[Schicksalsgöttin|Schicksalsgottheiten]] angesiedelt&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lukian von Samosata]]: &amp;#039;&amp;#039;Lucians von Samosata sämtliche Werke: Zweyter Theil, Band 2&amp;#039;&amp;#039;. Weidmanns Erben und Reich, 1788, Seite 449 ([https://books.google.de/books?id=QJloAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA449&amp;amp;lpg=PA449&amp;amp;dq=Parzen+Jupiter&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=9NKpI1cZQE&amp;amp;sig=oKRPUkJVeIt6GRhTXS2ud7MZ0G0&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwj894G717fcAhXQC-wKHYxYCYoQ6AEIOTAC#v=onepage&amp;amp;q=Parzen%20Jupiter&amp;amp;f=false online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Autor: John Lemprière Titel: &amp;#039;&amp;#039;A Classical Dictionary: Containing a Copious Account of All the Proper Names Mentioned in Ancient Authors; with the Value of Coins, Weights and Measures, Used Among the Greeks and Romans; and a Chronological Table&amp;#039;&amp;#039; Verlag: Collin &amp;amp; Company Erscheinungsjahr: 1827 Seite 580 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Friedhelm Prayon: &amp;#039;&amp;#039;Die Etrusker. Geschichte – Religion – Kunst.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2004&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;, ISBN 3-406-41040-5, S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die das physikalische Prinzip von [[Zeit]] und das universelle Prinzip des &amp;#039;&amp;#039;Gleichgewichts von Erschaffung, Erhaltung und Zerstörung&amp;#039;&amp;#039; [[Personifikation|personifizierten]].&amp;lt;ref&amp;gt;J. P. Mallory, Douglas Q. Adams: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Indo-European Culture&amp;#039;&amp;#039;. Taylor &amp;amp; Francis, 1997, S. 212 [https://books.google.de/books?id=tzU3RIV2BWIC&amp;amp;pg=PA212&amp;amp;lpg=PA212&amp;amp;dq=fate+encyclopedia+indo+euro&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=wXm_1-47eH&amp;amp;sig=R9trQHUzOn5mXBkWs7ZzTyiHzOU&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjrtM6QxrzcAhWJzaQKHYr1CfIQ6AEIKjAA#v=onepage&amp;amp;q=fate%20encyclopedia%20indo%20euro&amp;amp;f=false online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei war der Lauf der Zeit, und damit ein Lebenszyklus, gleichbedeutend mit dem &amp;#039;&amp;#039;Gleichgewicht&amp;#039;&amp;#039; von &amp;#039;&amp;#039;Erschaffung, Erhaltung (Geburt, Leben, [[Glück]])&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Zerstörung (Tod, [[Unglück]])&amp;#039;&amp;#039;. Die Schicksalgottheiten bildeten meistens eine [[Trias (Religion)|Trias]], wobei eine Gottheit &amp;#039;&amp;#039;Erschaffung und Erhaltung&amp;#039;&amp;#039; symbolisierte, die zweite das &amp;#039;&amp;#039;Gleichgewicht&amp;#039;&amp;#039;, die dritte &amp;#039;&amp;#039;Zerstörung&amp;#039;&amp;#039;. Die drei Aspekte wurden aber auch in einer einzigen Gottheit zusammengefasst, beispielsweise in der litauischen &amp;#039;&amp;#039;Laima&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dyēus ph&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;tēr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;m. „Himmel-Vater“&amp;#039;&amp;#039;: ai. [[Dyaus Pita|Dyauḥ pitā]]; agr. [[Zeus|Zeus patēr]]; phryg. Ties; lat. [[Jupiter (Mythologie)|Iūpiter]], skyth. Papaios; phryg. Papas.&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pl̥th&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;uih&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; meh&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;tēr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;f. „Erd-Mutter“&amp;#039;&amp;#039;: ai. Prthivī mātā; gall. [[Litavis|Litavia]]; ae. [[Jörd|Folde fíra módor]].&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deiuos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;m. „Gott“&amp;#039;&amp;#039;: an. [[Tyr|Týr]]; ae. Tíw; lit. [[Dievs|Diēvas]]. Scheint ein anderer Name für den Hauptgott gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diuih&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;f. „Göttliche“&amp;#039;&amp;#039;: ai. [[Devi|Devī]]; agr. [[Dia (Mythologie)|Dīa]]; lat. [[Dea Dia]]; germ. Ala-teivia.&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diuos suHnuh&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;m.Dl. „Gottes-Söhne“&amp;#039;&amp;#039;: ai. Divaḥ sūnū (= Nāsatyā); lit. [[Dieva dēli|Diēvo sūnēliai]] &amp;#039;&amp;#039;Pl.&amp;#039;&amp;#039;, mit gleicher Bedeutung: agr. [[Dioskuren|Dioskorō]] &amp;#039;&amp;#039;Dl.&amp;#039;&amp;#039; Die beiden Gottessöhne werden als (weiße) Pferde gedacht: ai. [[Ashvins|Aśvinā]] &amp;#039;&amp;#039;Dl. „Pferde“&amp;#039;&amp;#039;; agr. Leukō pōlō &amp;#039;&amp;#039;Dl. „Weiße Fohlen“&amp;#039;&amp;#039;; ae. [[Hengest|Hengist]] &amp;amp; [[Horsa]].&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meh&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;teres&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;f.Pl. „Mütter“&amp;#039;&amp;#039;: ai. Mātā; agr. Materes; gall. [[Matronen|Mātres]]; lett. [[Mātes|Māte]]; ae. Módra. Die Mütter bezeichnen eine meist unbestimmte Anzahl von lokalen Göttinnen.&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Perkuh&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;nios&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;m. „Eichenherr?“&amp;#039;&amp;#039;: an. [[Fjörgynn]]; lit. [[Pērkons|Perkūnas]]; thrak. Perkōn. Diese Gleichung ist eher unsicher und könnte einen Helden bezeichnet haben. Früher wurde auch ai. [[Parjanya]] hinzugezogen, was aber sprachlich nicht passt.&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Peh&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;usōn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;m. „Hirte“&amp;#039;&amp;#039;: ai. Pūṣā; agr. [[Pan (Mythologie)|Pān]]. Also ein Hirtengott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Naturgottheiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;derew(o)-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;quot;standhaft sein, fest, unerschütterlich, Baum, Holz&amp;quot;) (vgl. PIE &amp;#039;&amp;#039;*dóru&amp;#039;&amp;#039;): agr. [[Dryade|Dryádes]] , ai. &amp;#039;&amp;#039;vanadevata&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;vana – Wald&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;devata – Gottheit&amp;#039;&amp;#039;), [[Naturgeist|Feenwesen der Bäume und Wälder]] Dryaden sind eng mit [[Eichen]] verbunden&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yourdictionary.com/dryad Etymologische Herleitung von &amp;#039;Dryade&amp;#039; (englisch), abgerufen am 19. September 2019]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.etymonline.com/word/*deru- Etymologische Herleitung von &amp;#039;Dryade&amp;#039; (englisch), abgerufen am 19. September 2019] &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Astralgottheiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seh&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;uelios&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;m. „Sonne“&amp;#039;&amp;#039;: ai. [[Surya|Sūryaḥ]]; agr. [[Helios|Hēlios]]; lat. [[Sol invictus|Sōl]]; lit. [[Saule|Saulė]] &amp;#039;&amp;#039;f.&amp;#039;&amp;#039;; an. [[Sol (nordische Mythologie)|Sól]] &amp;#039;&amp;#039;f.&amp;#039;&amp;#039; Bei den Germanen und Balten eine Göttin. Der Sonnengottheit wird eine Tochter zugeschrieben:&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seh&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;uelieso d&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;ugh&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;tēr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;f. „Sonnen-Tochter“&amp;#039;&amp;#039;: ai. duhitā Sūryasya; lit. [[Saules meita|Saules dukrytė]]; an. Sólar dóttir.&lt;br /&gt;
* daneben noch die Vorstellung des Sonnenrades: *sh&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;uens kwekul &amp;#039;&amp;#039;„Sonnen-Rad“&amp;#039;&amp;#039;: ai. sūras cakraḥ; gr. hēliou kyklos; an. sunnu hvél; ae. sunnan hweogul.&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meh&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;nōs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;m. „Mond“&amp;#039;&amp;#039;: ai. [[Chandra (Gott)|Candra-māḥ]]; agr. Mēnē &amp;#039;&amp;#039;f.&amp;#039;&amp;#039; ([[Selene|Selēnē]]); phryg. Mās; lit. [[Mēness|Mėnuo]]; an. [[Mani (Mythologie)|Máni]]. Bei den Griechen und Römern eine Göttin.&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;eusōs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;f. „Morgenröte“&amp;#039;&amp;#039;: ai. [[Ushas|Uṣāḥ]]; agr. [[Eos (Mythologie)|Ēōs]]; lat. [[Aurora (Mythologie)|Aurōra]]; lit. [[Aušrinė]]; ae. [[Ostara|Éostre]].&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;eus-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;m. „Morgenstern“&amp;#039;&amp;#039;: ai. [[Shukra|Uśanā]]; agr. Heōios, Heōs-phoros; aisl. [[Aurvandill|Aur-vandill]]; ae. Éar-endel; lett. [[Auseklis|Aus-eklis]]. Der Morgenstern in der Mythologie ist immer ein Gott oder Held. Erst in der Astrologie wird durch babylonischen Einfluss der Planet mit der Göttin Aphrodite/Venus gleichgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Urwesen, Urmenschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;iemos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;m. „Zwilling“&amp;#039;&amp;#039;: ai. [[Yama (Todesgott)|Yamaḥ]]; an. [[Ymir]]. Das erste Wesen, das starb.&lt;br /&gt;
* *&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Monus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;m. „Mensch“&amp;#039;&amp;#039;: ai. [[Manu (Hinduismus)|Manuḥ]]; phryg. Manēs; wgerm. [[Mannus (Gott)|Mannus]], der erste Mensch und Kultheros.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indoeuropäische kosmogonische Mythen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den indoeuropäischen [[Kosmogonie|kosmogonischen Mythen]] symbolisierte ein [[Weltenei]] den [[Das Absolute|absoluten Urzustand]] des Universums, aus dem sich ein Urwesen entwickelte, das oft ein [[Zwilling]] oder Zwitter war, oder das in anderer Weise die &amp;#039;&amp;#039;Vereinigung von zwei [[Komplementarität|komplementären]] Prinzipien&amp;#039;&amp;#039; symbolisierte ([[Ymir]], [[Yama (Todesgott)|Yama]], in der verwandten chinesischen Mythologie [[Pangu]], in der verwandten altiranischen Mythologie [[Dschamschid|Yima]] …).&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |last1=Leeming |first1=David Adams |title=Creation Myths of the World: An Encyclopedia, Book 1 |date=2010 |publisher=ABC-CLIO |page=144 |url=https://books.google.de/books?id=9I62BcuPxfYC&amp;amp;pg=PA144&amp;amp;lpg=PA144&amp;amp;dq=world+egg+indo+european&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=4YNySlb_dO&amp;amp;sig=ATKsPAzPzGNEqD5Y9LuSM0ejFNo&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjEiqjNz7fcAhUOaFAKHf5QAGAQ6AEIbDAS#v=onepage&amp;amp;q=world%20egg%20indo%20european&amp;amp;f=false}} (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jenseitsvorstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Glaube an [[Reinkarnation|Wiedergeburt]] war ein zentraler Inhalt der [[Jenseits]]vorstellungen in der indoeuropäischen Religion.&amp;lt;ref&amp;gt;James G. Matlock: Signs of Reincarnation: Exploring Beliefs, Cases, and Theory, Rowman &amp;amp; Littlefield, 15. Juni 2019, ISBN 978-1-5381-2481-9 (englisch) - Seite 63 (A brief history of the belief in rebirth - West and East)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hilda Roderick Ellis Davidson: The Road to Hell, Cup Archives, 1943 (englisch) - Seite 138 u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben der Wiedergeburt in einer Pflanze, einem Tier oder einem menschlichen Körper wurde auch die Wiedergeburt an Orten als möglich angesehen, denen man keine Entsprechung in der physisch wahrnehmbaren Welt zuschrieb ([[Himmel (Religion)|Himmel]] und [[Hölle#Andere Religionen und Kulturen|Hölle]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Hilda Roderick Ellis Davidson: The Road to Hell, Cup Archives, 1943 (englisch) - Seite 147 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nordischen Mythologie ist der [[Baum des Lebens|Weltenbaum]] [[Yggdrasil]] ein Symbol für den Zyklus aus Leben, Tod und Wiedergeburt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wassertropfen aus den [[Yggdrasil#Yggdrasil in der Edda|Quellen]] an den Wurzeln des Weltenbaums steigen im Baum hoch, verwandeln sich an den Blättern in [[Tau (Niederschlag)|Tau]], fallen wieder in die Quellen zurück um dann wieder aufzusteigen. Ein Wassertropfen symbolisiert ein Leben. In Yggdrasil existieren neun Welten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.historicmysteries.com/yggdrasil-world-tree/ Yggdrasil Tree of Life and the Nine Worlds of Norse Mythology] (englisch), abgerufen am 13. September 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://mythology.wikia.org/wiki/Yggdrasil Yggdrasil] (englisch), abgerufen am 13. September 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; An den Quellen unter Yggdrasil wohnen die [[Nornen]], die Schicksalsgöttinnen in der nordischen Strömung der indoeuropäischen Religion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georges Dumézil: &amp;#039;&amp;#039;Les dieux Indo-Européens&amp;#039;&amp;#039;. Presses Universitaires de France, Paris 1952. (&amp;#039;&amp;#039;Mythes et religions&amp;#039;&amp;#039; 29)&lt;br /&gt;
* Georges Dumézil: &amp;#039;&amp;#039;Gods of the Ancient Northmen&amp;#039;&amp;#039;. Univ. of California Press, Berkeley CA 1977, ISBN 0-520-02044-8. (&amp;#039;&amp;#039;Publication of the UCLA Center for the Study of Comparative Folklore and Mythology&amp;#039;&amp;#039; 3)&lt;br /&gt;
* Thomas V.Gamkrelidze, Vjaceslav V. Ivanov: &amp;#039;&amp;#039;Indo-European and the Indo-Europeans. A Reconstruction and Historical Analysis of a Proto-Language and Proto-Culture. Part I: The Text. Part II: Bibliography, Indexes&amp;#039;&amp;#039;. Mouton de Gruyter, Berlin / New York 1995, ISBN 3-11-081503-6. (&amp;#039;&amp;#039;Trends in Linguistics. Studies and Monographs&amp;#039;&amp;#039;, 80)&lt;br /&gt;
* Bruce Lincoln, C. Scott Littleton: &amp;#039;&amp;#039;Indo-European Religions&amp;#039;&amp;#039;. In: Lindsay Jones (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Religion&amp;#039;&amp;#039; Bd. 7, 2. Auflage. Thomson Gale, Farmington MI 2005, ISBN 0-02-865740-3, S. 4452–4466.&lt;br /&gt;
* James P. Mallory, Douglas Q. Adams: &amp;#039;&amp;#039;The Oxford Introduction to Proto-Indo-European and the Proto-Indo-European World&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, 2006, ISBN 0-19-928791-0.&lt;br /&gt;
* James P. Mallory, Douglas Q. Adams: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Indo-European Culture&amp;#039;&amp;#039;. Routledge, London 1997, ISBN 1-884964-98-2.&lt;br /&gt;
* [[Martin L. West]]: &amp;#039;&amp;#039;Indo-European Poetry and Myth&amp;#039;&amp;#039;. Oxford University Press, 2007, ISBN 978-0-19-928075-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heidentum]]&lt;/div&gt;</summary>
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