<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Indienne</id>
	<title>Indienne - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Indienne"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Indienne&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-28T17:39:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Indienne&amp;diff=429793&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ⵓ: +https ⇄</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Indienne&amp;diff=429793&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-05T18:25:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+https &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/ARreplace&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/ARreplace (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;⇄&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Redundanztext&lt;br /&gt;
|3=Kattundruck&lt;br /&gt;
|4=Indienne&lt;br /&gt;
|12=f|2=Oktober 2016|1=[[Benutzer:Chricki|chricki]] ([[Benutzer Diskussion:Chricki|Diskussion]]) 21:18, 22. Okt. 2016 (CEST)}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Indienne, Wesserling.JPG|mini|Indienne, Textilmuseum von [[Husseren-Wesserling|Wesserling]], [[Elsass]] (Frankreich).]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wandbild Indienne-Fabrikation.jpg|mini|Ein Wandbild im Kreuzgang des ehemaligen Inselklosters in [[Konstanz]] erinnert an die dort von Genfer Emigranten betriebene Indienne-Fabrikation.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Damenoberteil Indiennedruck.jpg|mini|[[Neues Museum Biel]], Damenoberteil aus Indiennedruck, 1860–1870]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Indienne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{FrS|&amp;#039;&amp;#039;Indienne&amp;#039;&amp;#039;}} ‚Indisch‘; englisch &amp;#039;&amp;#039;Indianshirting&amp;#039;&amp;#039;, früher auch &amp;#039;&amp;#039;Druck[[perkal]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Zitz&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man ein ursprünglich mit indisch-exotischen Motiven handbemaltes, später industriell bedrucktes [[Kattun]]gewebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Bemalen von [[Baumwolle|Baumwollstoffen]] wurde in [[Indien]] seit dem 2. Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr. entwickelt und verlangte sowohl hohe künstlerische Fertigkeiten als auch ein sehr spezialisiertes technisches Wissen im Umgang mit den verwendeten Farben.&lt;br /&gt;
Kaufleute aus [[Holland]], [[Dänemark]], [[England]]&amp;lt;ref name=Brockhaus_1 /&amp;gt; und [[Portugal]] führten die Ware in Europa im 17. Jahrhundert ein. Im kulturell führenden Frankreich bekamen die indischen Stoffe ({{FrS|&amp;#039;&amp;#039;toiles indiennes&amp;#039;&amp;#039;}}) ihren Namen. Dort fanden sie als Luxusgut dekorative Verwendung als Überzüge für Sitzmöbel oder als Tapeten.&lt;br /&gt;
Ihre große Beliebtheit verdankten die bunten Baumwollgewebe der Tatsache, dass sie trotz ihrer Farbenpracht sehr viel pflegeleichter als [[Seide]] waren. Zudem boten sie bei einem relativ günstigen Preis einen höheren Tragekomfort als zum Beispiel [[Flachsfaser|Leinen]]. Hinzu kam die in dieser Zeit  in Europa aufkommende und sich bis Ende des 18. Jahrhunderts haltende Vorliebe für [[Chinoiserie|chinoise]] Dessins oder für Chinoiserien generell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Entwicklung der [[Textilindustrie]] in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wuchs auch die Nachfrage nach preiswerten [[Tuch]]en, vor allem für [[Schürze]]n sowie einfache Haus- und [[Kinderkleidung]].&lt;br /&gt;
Mit dem Ausbau der industriellen [[Baumwolle|Baumwollverarbeitung]] und der Verfeinerung maschineller [[Färben|Färbetechniken]] entstanden Indienne-[[Manufaktur]]en in Europa.&amp;lt;ref name=Brockhaus_1 /&amp;gt; Die erste Fabrikationsstätte eröffneten [[Armenien|armenische]] Kaufleute 1640 in [[Marseille]], England und Holland folgten in den 1670er Jahren. Zudem passte man die Motive mehr dem europäischen Geschmack an: So tauchten europäische Pflanzen in indischen Szenerien auf. Bis in die 1790er Jahre kamen die meisten Indiennes aus Indien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders in Frankreich verspürten die traditionellen Produzenten und Lieferanten von (Seiden-)Stoffen und Kleidern allmählich erhebliche Geschäftseinbußen durch das neue Massenprodukt.&lt;br /&gt;
Auf ihr Drängen hin veranlasste [[Ludwig XIV.]] die Protektion der französischen Textilindustrie, die vor allem auf die Produktion von Seidenwaren ausgerichtet war, und ließ 1686 die Produktion und den Import von Baumwollstoffen verbieten.&amp;lt;ref name=Schopfer_1 /&amp;gt; In England wurde der Import von &amp;#039;&amp;#039;indiennes&amp;#039;&amp;#039; 1721 verboten, das Tragen von Baumwollstoffen von 1701 bis 1774, aber 1736 stellte der &amp;#039;&amp;#039;Manchaster Act&amp;#039;&amp;#039; klar, daß sich das Verbot, Leinen und Baumwolle zu tragen, nicht auf im Inland hergestellte Stoffe bezieht. 1774 verfügte das Parlament erneut, daß in England ausschließlich Bauwollstoffe verkauft werden dürfen, die im Inland gesponnen und gewebt worden waren.&lt;br /&gt;
Dies bewirkte einerseits einen zunehmenden [[Schwarzmarkt|Schleichhandel]] mit den weiterhin begehrten, weil billigeren Indiennes und anderseits den Aufbau einer Indiennes-Wirtschaft in den französischen Nachbarstaaten.&lt;br /&gt;
In der Schweiz arbeiteten Ende des 18. Jahrhunderts achttausend bis zehntausend Menschen in den Indiennes-Betrieben. Die größten Fabriken zählten mehrere hundert Beschäftigte, meist nur Saisonarbeiter, da Bleichen und Trocknen unter freiem Himmel im Winter nicht möglich war. Das mittlerweile ringsum aufgebaute Fachwissen führte nach der Öffnung des französischen Markts im Jahr 1759&amp;lt;ref name=Schopfer_1 /&amp;gt; dazu, dass in Frankreich massenhaft ausländisches Leitungspersonal arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gründete [[Christophe-Philippe Oberkampf]] 1759 in [[Jouy-en-Josas]] die größte und bedeutendste französische Fabrik für bedruckte Stoffe im Indienne-Stil. Die Fabrik, zeitweise die größte Europas, überstand die Wirren der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] und der&lt;br /&gt;
[[Koalitionskriege|Napoleonischen Kriege]] und wurde erst 1843 geschlossen. Bis heute ist &amp;#039;&amp;#039;[[Toile-de-Jouy]]&amp;#039;&amp;#039; in Frankreich ein Synonym für Indiennes.&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum entstanden in [[Konstanz]] und im Schweizer Kanton [[Aargau]] erste Indienne-Manufakturen.&lt;br /&gt;
[[Genf]]er Unternehmer, die 1782 vor der [[Patrizier|patrizischen]] [[Konterrevolution]] geflohen waren, betrieben während ihres [[Exil]]s in [[Konstanz]] im ehemaligen Inselkloster eine Indienne-Fabrikation. Im [[Kreuzgang]] des heute als Hotel dienenden Gebäudes ist dazu eine [[Wandmalerei]] zu sehen.&lt;br /&gt;
In der Gegend um [[Möriken-Wildegg]] in der Schweiz hatten sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zahlreiche Kattundruckereien angesiedelt. Das Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;Laué &amp;amp; Cie&amp;#039;&amp;#039; betrieb noch im 19. Jahrhundert eine Indienne-Manufaktur.&lt;br /&gt;
Ein weiteres Zentrum der europäischen Indienne-Produktion im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert war das Gebiet um den [[Neuenburgersee]] und den [[Bielersee]], so die [[Indiennemanufaktur Biel]]. Insbesondere im damaligen [[Kanton Neuenburg|Fürstentum Neuenburg]] bestanden mehrere große Indienne-Manufakturen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seebutz.ch/images/Die%20IndienneDr03.pdf Ingrid Ehrensperger: &amp;#039;&amp;#039;Die Indienne-Druckerei im Drei-Seen-Land im 18. und 19. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;]; Pierre Caspard: &amp;#039;&amp;#039;Au temps des Indiennes: Neuchâtel au milieu du monde&amp;#039;&amp;#039; in: Elisabeth Crettaz-Stürzel und Chantal Lafontant Valloton: &amp;#039;&amp;#039;Sa Majesté en Suisse&amp;#039;&amp;#039;, Neuchâtel 2013, ISBN 978-2-940489-31-2, S. 252&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größte Verbreitung erlangten die Indiennes in den 1780er Jahren, als sie auch für weite Teile der Bevölkerung erschwinglich wurden. Sie waren Teil eines globalisierten Handels: Indische Arbeiter stellten Massenware für den europäischen Markt her, da europäische Produktionsmethoden in Indien Fuß fassten. Baumwolle und Baumwolltücher wurden aus Asien und Amerika nach Europa transportiert. Nicht zuletzt dienten die fertig gestellten Indiennes als Tausch- und Handelsware im [[Atlantischer Dreieckshandel|atlantischen Dreieckshandel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gilles Forster: &amp;#039;&amp;#039;Les indiennes de traite: une contribution neuchâteloise à l&amp;#039;essor del&amp;#039;économie atlantique&amp;#039;&amp;#039; in: Elisabeth Crettaz-Stürzel und Chantal Lafontant Valloton: &amp;#039;&amp;#039;Sa Majesté en Suisse&amp;#039;&amp;#039;, Neuchâtel 2013, ISBN 978-2-940489-31-2, S. 270&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch heute kommen die besten Indienne-Stoffe aus Frankreich. Das Zentrum der Produktion liegt in [[Rouen]]. Eine Besonderheit war Indienne aus [[Marseille]], das – mit aus [[Färberkrapp|Krapp]] gewonnenen Naturfarben gefärbt – ausschließlich in Rottönen gehalten war. Ein weiteres Zentrum der Indienne-Herstellung mit großblumigen Mustern und Szenen aus der [[Mythologie]] war [[Nancy]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kaliko]]&lt;br /&gt;
* [[Zeugdruck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|13962|Indiennes|Autor=Pierre Caspard, Matthieu Péry}}&lt;br /&gt;
* [[Kim Siebenhüner]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Imitation und Innovation. Die schweizerische Indienne-Industrie im 18. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[WerkstattGeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 74, 2017, S. 7–27 ([https://werkstattgeschichte.de/wp-content/uploads/2019/09/WG_74_007-027_SIEBENHUENER_IMITATION.pdf pdf]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Indienne}}&lt;br /&gt;
* [https://www.musee-impression.com/gb/collection/indiennes.html Musée de l’Impression sur Etoffes Mulhouse (Stoffdruckmuseum in Mülhausen/Elsass)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=Schopfer_1&amp;gt;{{Literatur | Autor=H. Schöpfer | Titel=Geschichte der Tapetenfabrikation in Frankreich | Sammelwerk=Zeitschrift für schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte | Jahr=1990 | ISSN=0044-3476 | Online=[https://www.baufachinformation.de/denkmalpflege/Geschichte-der-Tapetenfabrikation-in-Frankreich/1988017128124 online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=Brockhaus_1&amp;gt;{{Literatur | Titel=Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon | Band=Band 2 | Ort=Leipzig | Jahr=1838 | Seiten=587 | Online=[http://www.zeno.org/nid/20000837466 online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flachgewebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baumwollgewebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buntpapier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde (Indien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ⵓ</name></author>
	</entry>
</feed>