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	<title>Ina Rösing - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T02:23:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>92.219.51.112: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-06-26T13:13:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ina Rösing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Februar]] [[1942]] in [[Breslau]]; † [[7. Dezember]] [[2018]] in [[Ulm]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://trauer.nzz.ch/traueranzeige/ina-roesing|titel=Traueranzeigen: Ina Rösing|werk=Neue Zürcher Zeitung|datum=2018-12-11|zugriff=2018-12-19|sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/person/gnd/115557849 www.deutsche-digitale-bibliothek.de].&amp;lt;/ref&amp;gt;) war eine deutsche [[Kulturanthropologie|Kulturanthropologin]], [[Ethnologe|Ethnologin]], [[Psychologe|Psychologin]], [[Soziologe|Soziologin]] und [[Thanatologie|Thanatologin]]. Sie war Professorin und Direktorin des Instituts für Kulturanthropologie des [[Universitätsklinikum Ulm|Universitätsklinikums Ulm]]. Sie war außerdem Direktorin des Instituts für Transkulturelle Forschung e. V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ina Rösings Mutter war die Anthropologin [[Ilse Schwidetzky]] und auch ihr Bruder, [[Friedrich Wilhelm Rösing|Friedrich W. Rösing]], ist im Bereich der Anthropologie tätig. Rösing studierte Experimentalpsychologie und Anthropologie an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]], der [[Harvard University]] und der [[Duke University]]. Sie promovierte an der [[Universität Bochum]], war ausgebildet in Psychotherapie und hatte in Wissenschaftssoziologie an der [[Universität Konstanz]] habilitiert. Rösing war seit 1975 Professorin an der [[Universität Ulm]] und wurde für die Andenforschung sieben Jahre im Dienstinteresse beurlaubt. Danach übernahm sie die Leitung des Instituts für Kulturanthropologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wurde seit den 1980er Jahren gefördert von der [[Deutsche Forschungsgemeinschaft|Deutschen Forschungsgemeinschaft]], der [[Robert Bosch Stiftung]], der [[Volkswagen-Stiftung]] und der Deutschen Altamerika-Stiftung. Für ihre Anden-Forschung erhielt sie den Landesforschungspreis von Baden-Württemberg, den Forschungspreis der Stadt [[Ulm]] und den Merckle-Forschungspreis. Sie wurde 1997 als ordentliches Mitglied in die [[Heidelberger Akademie der Wissenschaften]] aufgenommen und 2008 mit der Ehrendoktorwürde der [[Universität Luzern]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unilu.ch/fakultaeten/ksf/ueber-die-fakultaet/ehrenpromotionen/ |titel=Ehrenpromotionen - Universität Luzern |abruf=2019-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Über einen Zeitraum von 25 Jahren führte Rösing kulturanthropologische Feldforschung in der [[Kallawaya]]-Region der [[Provinz Bautista Saavedra]] in den [[Bolivien|bolivianischen]] Anden, am [[Titicaca-See]] und im Süden [[Peru]]s durch. Die Orte, an denen sie ihre Vergleichsforschung durchführte, liegen im [[Himalaja]], in [[Ladakh]]/Indien und der [[Changpa]]-Hochebene bei den [[Nomade]]n in [[Changthang]]. Sie erforschte die rituelle Heilungstradition und die Kollektiv[[ritual]]e der Kallawaya-Medizinleute und der [[Schamane]]n der Changpa-Hochebene. Daneben untersuchte sie die Beziehung von Andenreligion und Christentum, Schamanismus und Buddhismus, der sozialen Strukturen und der symbolischen zehn Geschlechter von [[Amarete]] in Bolivien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der transkulturellen Vergleichsforschung zwischen den Anden, dem Himalaja und der westlichen Kultur untersuchte sie die Werte und Begriffe von Dummheit, Intelligenz, Weisheit, [[Burn-out]] und verwundeter Heiler.&lt;br /&gt;
Sie veröffentlichte 30 wissenschaftliche Monographien zur Anden- und Himalaja-Kulturanthropologie. Weitere vertretene Gebiete waren Wissenschaftssoziologie und Thanatologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei ihrer Arbeit mit den Kallawaya arbeitete Ina Rösing auch mit [[Esther Balboa Bustamante]], der späteren Vizepräsidentschaftskandidatin der bolivianischen Indigenen-Partei [[Movimiento Indígena Pachakuti]], und deren Ehemann José Antonio Rocha Torrico zusammen. Nach Rochas Worten lernte Rösing [[Quechua in Bolivien|Quechua]] so gut fließend sprechen, dass auch die gemeinsamen Gespräche mit Balboa und Rocha meist in dieser Sprache abliefen. In den 1990er Jahren schrieben Esther Balboa (zum Thema [[Cusco-Quechua]], 1999) und José Antonio Rocha (zu Ideologie und Politik unter den [[Quechua (Volk)|Quechua]] von [[Cochabamba]], 1997) ihre Doktorarbeiten bei Ina Rösing.&amp;lt;ref&amp;gt;José Antonio Rocha Torrico, Dr. Biol. Hum., Esther Balboa Bustamante, Dr. Biol. Hum.: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.uni-ulm.de/universitaet/hochschulkommunikation/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilungen/meldungen-vom-campus/nachrufe/nachruf-auf-prof-ina-roesing-am-7122018/ In Memoriam – Unsere Doktor-Mutter Prof. Dr. Dr. h.c. Ina Roesing ist verstorben.] (Nachruf auf Prof. Ina Rösing † am 7. Dezember 2018)&amp;#039;&amp;#039;. Universität Ulm, 18. Februar 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Die Liebe zu meinem Väterchen Valentin Quispe&amp;#039;&amp;#039;. Fabri-Verlag, Ulm 2015. ISBN 978-3-931997-53-3.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;The ten genders of Amarete&amp;#039;&amp;#039;. Madrid und Frankfurt 2013. ISBN 978-3-86527-790-9,&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Sie blicken dich an – sie schauen weg. Indianische Portraits der andinen Kallawaya-Region.&amp;#039;&amp;#039; Weishaupt Verlag, Gnas/Österreich 2009, ISBN 978-3-7059-0286-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Anden-Alltag. Im Schatten der UNESCO-Weltkulturerbe-Ernennung der Kallawaya-Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Weishaupt Verlag, Gnas/Österreich 2008, ISBN 978-3-7059-0275-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Religion, Ritual und Alltag in den Anden. Die zehn Geschlechter von Amarete, Bolivien.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter ANKARI-Zyklus: Kollektivrituale der Kallawaya-Region in den Anden Boliviens. MUNDO ANKARI Band 6. 2. Auflage: Reimer Verlag, Berlin 2008, ISBN 3-496-02706-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ist die Burnout-Forschung ausgebrannt? Analyse und Kritik der internationalen Burnout-Forschung.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage: Asanger Verlag, 2, Kröning 2008, ISBN 978-3-89334-409-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der verwundete Heiler. Kritische Analyse einer Metapher.&amp;#039;&amp;#039; Asanger Verlag, Kröning 2007, ISBN 978-3-89334-441-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weisheit: Meterware, Maßschneiderung, Missbrauch.&amp;#039;&amp;#039; Asanger Verlag, Kröning 2006, ISBN 3-89334-442-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dreifaltigkeit und Orte der Kraft: Die Weiße Heilung. Nächtliche Heilungsrituale in den Hochanden Boliviens.&amp;#039;&amp;#039; MUNDO ANKARI Band 2, Buch I und II.4. Auflage: Asanger Verlag, Kröning 2006, ISBN 3-89334-465-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abwehr und Verderben: Die Schwarze Heilung. Nächtliche Heilungsrituale in den Hochanden Boliviens.&amp;#039;&amp;#039; MUNDO ANKARI Band 3. 3. Auflage: Asanger Verlag, Kröning 2006, ISBN 3-89334-466-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Schließung des Kreises: Von der Schwarzen Heilung über Grau zum Weiß. Nächtliche Heilungsrituale in den Hochanden Boliviens.&amp;#039;&amp;#039; MUNDO ANKARI Band 4. 2. Auflage: Asanger Verlag, Kröning 2006, ISBN 3-89334-467-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rituale zur Rufung des Regens. Zweiter ANKARI-Zyklus: Kollektivrituale der Kallawaya-Region in den Anden Boliviens.&amp;#039;&amp;#039; MUNDO ANKARI Band 5. 2. Auflage: Asanger Verlag, Kröning 2006, ISBN 3-89334-468-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Intelligenz und Dummheit. Wissenschaftliche Konzepte. Alltagskonzepte. Fremd-kulturelle Konzepte. Ein Werk- und Denk-Buch.&amp;#039;&amp;#039; Asanger Verlag, Kröning 2004, ISBN 3-89334-426-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Trance, Besessenheit und Amnesie. Bei den Schamanen der Changpa-Nomaden im ladakhischen Changthang.&amp;#039;&amp;#039; Weishaupt Verlag, Gnas/Österreich 2003, ISBN 3-7059-0174-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die heidnischen Katholiken und das Vaterunser im Rückwärtsgang. Zum Verhältnis von Christentum und Andenreligion.&amp;#039;&amp;#039; Universitätsverlag C. Winter, Heidelberg 2001, ISBN 3-8253-1196-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschlechtliche Zeit – Geschlechtlicher Raum.&amp;#039;&amp;#039; Universitätsverlag C. Winter, Heidelberg 1999, ISBN 3-8253-0916-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Jeder Ort – ein heiliger Ort. Religion und Ritual in den Anden.&amp;#039;&amp;#039; Benziger Verlag, Zürich/Düsseldorf 1997, ISBN 3-545-34144-5.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ulmer Quechua-Lehren I: Aussprache und Orthographie: Regeln, Beispiele, Übungen.&amp;#039;&amp;#039; Mit Minimal-Grammatik und Aussprachekassette. (Zweisprachig). Universität Ulm, Zentrum für Sprachen und Philologie, Ulm 1995, ISBN 3-930935-00-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwiesprachen mit Gottheiten von Bergen, Blitzen, Quellen und Seen: Weiße Kallawaya-Gebete.&amp;#039;&amp;#039; (Ina Rösing, Marcos Apaza et al.) Asanger Verlag, Kröning 1994, ISBN 3-930983-00-1.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Die Verbannung der Trauer. (Llaki Wij&amp;#039;chuna.) Nächtliche Heilungsrituale in den Hochanden Boliviens.&amp;#039;&amp;#039; MUNDO ANKARI Band 1. 3. Auflage: Zweitausendeins, Frankfurt 1992, ISBN 3-86150-251-8. (Erste Auflage Greno-Verlag, ISBN 3-89190-109-7)&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Der Blitz: Drohung und Berufung. Glaube und Ritual in den Anden Boliviens.&amp;#039;&amp;#039; Trickster, München 1990, ISBN 3-923804-40-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|115557849}}&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-ulm.de/kua/ Institut für Kulturanthropologie ulm]&lt;br /&gt;
* [http://www.ina-roesing.de Institut für Transkulturelle Forschung]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Sabine Etzold |url=https://www.zeit.de/2005/30/P-R_9asing/komplettansicht |titel=Rituale für die Seele |werk=[[Die Zeit]] 30/2005 |datum=2005-07-21 |zugriff=2018-12-20 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115557849|LCCN=n/83/19428|VIAF=267518809}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rosing, Ina}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Ulm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Luzern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2018]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rösing, Ina&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN= Ina Spiegel-Rösing&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Kulturanthropologin und Ethnologin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Februar 1942&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Dezember 2018&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ulm]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>92.219.51.112</name></author>
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