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	<title>In silico - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T04:04:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=In_silico&amp;diff=72699&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Unfug rückgängig</title>
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		<updated>2024-07-17T14:04:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unfug rückgängig&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt &amp;#039;&amp;#039;in silico&amp;#039;&amp;#039; im allgemeinen Sinn. Zum Musikalbum siehe [[In Silico (Album)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Forest of synthetic pyramidal dendrites grown using Cajal&amp;#039;s laws of neuronal branching.png|mini|Simuliertes Dendritengeflecht entsprechend der neuronalen Verzweigungsregeln von Cajal]]&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;in silico&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (angelehnt an {{laS|in silicio}} für &amp;#039;&amp;#039;in Silicium&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man Vorgänge, die im Computer ablaufen. Der Begriff ist eine Anspielung auf die Tatsache, dass die meisten heutigen [[Computer]]-[[Integrierter Schaltkreis|Chips]] auf der Basis des [[Chemisches Element|chemischen Elements]] [[Silicium]] hergestellt sind (siehe auch [[Wafer]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der Begriff ist im Umfeld der [[Bioinformatik]] entstanden, die eine Computerunterstützung zur Aufklärung von [[Biochemie|biochemischen]] Prozessen in lebenden [[Organismus|Organismen]] anbietet, insbesondere den Körperzellen der Organe des Menschen. Die klassische Aufklärung von Vorgängen in den Zellen erfolgt durch ein Experiment – dabei heißt {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;[[in vivo]]&amp;#039;&amp;#039;}} die Beobachtung im vollständigen lebenstüchtigen Organismus während {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;[[in vitro]]&amp;#039;&amp;#039;}} die Beobachtung von Teilprozessen in einem Laborumfeld (z.&amp;amp;nbsp;B. Reagenzglas oder [[Petrischale]]) bezeichnet. Durch computergestützte [[Simulation]] der zugehörigen biochemischen Prozesse können nun Experimente im Computer angestoßen werden, und die errechneten Resultate wie andere experimentelle Beobachtungen gehandhabt werden – man spricht dann von einem Experiment &amp;#039;&amp;#039;in silico&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel müssen experimentelle Ergebnisse jeweils einer gesteigerten Prüfung unterzogen werden. Zu einem auffälligen biochemischen Vorgang im Computer &amp;#039;&amp;#039;(in silico)&amp;#039;&amp;#039; muss ein Laborexperiment herangezogen werden, das den Vorgang ebenfalls zeigt, damit Ungenauigkeiten im Modell nicht zu falschen Annahmen für die weitere Forschung führen. Ebenso müssen die durchgeführten Laborexperimente &amp;#039;&amp;#039;(in vitro)&amp;#039;&amp;#039; überprüft werden, da ein natürlicher Organismus auf einen eingeleiteten biochemischen Vorgang reagiert, und es zu Wechselwirkung mit anderen aktiven biochemischen Vorgängen kommt, sodass die tatsächliche Wirkung bei Lebewesen &amp;#039;&amp;#039;([[in vivo]])&amp;#039;&amp;#039; anders aussehen kann, als bei den vereinfachten Umgebungsbedingungen des Labors beobachtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;in silico&amp;#039;&amp;#039; ist &amp;#039;&amp;#039;kein&amp;#039;&amp;#039; Latein; er entstand als Wortschöpfung im Südwesten der USA und Nordwesten Mexikos, wo er 1989/1990 mehrfach auf Konferenzen der Genomforschung genutzt wurde, um die Computerexperimente zu beschreiben, die parallel zu den &amp;#039;&amp;#039;in vitro&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;in vivo&amp;#039;&amp;#039; Experimenten stattfinden.&amp;lt;ref&amp;gt;Angabe von Pedro Miramontes, dessen Doktorarbeit der Mathematik erst einige Zeit später erschien,&amp;lt;br /&amp;gt;Pedro Eduardo Miramontes Vidal: &amp;#039;&amp;#039;Un modelo de autómata celular para la evolución de los ácidos nucleicos.&amp;#039;&amp;#039; Tesis de Doctorado, [[Universidad Nacional Autónoma de México]], México 1992 ([https://ru.dgb.unam.mx/handle/DGB_UNAM/TES01000175889 ru.dgb.unam.mx], spanisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei sieht man eine Anlehnung an das verwendete [[Silicium]] der Computerchips, welches in der englischen Sprache {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;silicon&amp;#039;&amp;#039;}} heißt und im Südwesten der USA auch der Namensgeber für das [[Silicon Valley]] („Siliziumtal“) ist, dem Hauptstandort der Computerindustrie weltweit. So gibt es dort eine unmittelbare Assoziation von {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;Silicon&amp;#039;&amp;#039;}} zu Computern, durch Angleichung des Lautendes (Reimbildung) mit &amp;#039;&amp;#039;in viv&amp;lt;u&amp;gt;o&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;in vitr&amp;lt;u&amp;gt;o&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; entstand so vermutlich &amp;#039;&amp;#039;in silic&amp;lt;u&amp;gt;o&amp;lt;/u&amp;gt;.&amp;#039;&amp;#039; Der Begriff etablierte sich zügig, das erste schriftliche Zeugnis findet sich 1990 bei [[Hans B. Sieburg]] in den Mitschriften des Sommerkolloqiums zu komplexen Systemen am [[Santa Fe Institute]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor = Hans B. Sieburg |Titel= Physiological studies &amp;#039;&amp;#039;in silico&amp;#039;&amp;#039; |Sammelwerk = Studies in the Sciences of Complexity |Band =  12 |Seiten = 321–342 |Datum = 1991}}&amp;lt;br /&amp;gt;Siehe auch: {{Literatur |Autor = Hans B. Sieburg |Titel= Physiological studies &amp;#039;&amp;#039;in silico&amp;#039;&amp;#039; |Herausgeber = Lynn Nadel, Daniel I. Stein |Sammelwerk = 1990 Lectures In Complex Systems |Reihe = Santa Fe Institute Studies in the Sciences of Complexity |BandReihe = Lecture Volume 3 |Seiten = 367–390  Datum = 2018 |Verlag = CRC Press |Ort = Boca Raton |ISBN = 9780429972126 | Online = {{Google Buch|BuchID=SO-yDwAAQBAJ|Seite=367}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1991 in einem geprüften Artikel eines französischen Teams in einer internationalen Fachzeitschrift.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor = A. Danchin, C. Médigue, O. Gascuel, H. Soldano, A. Hénaut |Titel = From data banks to data bases |Sammelwerk = Research in Microbiology |Band = 142 |Datum = 1991-10 |Nummer = 7–8 |Seiten = 913–916 |DOI= 10.1016/0923-2508(91)90073-j |PMID = 1784830}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang der 1990er wurde zeitweise noch versucht, eine korrekte lateinische Entsprechung &amp;#039;&amp;#039;in silicio&amp;#039;&amp;#039; einzuführen, dieses konnte sich jedoch nicht durchsetzen. In den [[White Paper]]s der Europäischen Gemeinschaft zur Genomforschung taucht der Fachbegriff nachfolgend regelmäßig auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[ex vivo]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[in situ]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[in utero]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* &amp;#039;&amp;#039;[[in operando]]&amp;#039;&amp;#039;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bioinformatik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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