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	<title>In principio - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T09:36:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=In_principio&amp;diff=467893&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Der wahre Jakob: präzis</title>
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		<updated>2026-04-05T11:01:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;präzis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Latein|lateinische]] Formulierung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;in principio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet „am Anfang“ oder „im Anfang“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karl Ernst Georges |url=http://www.zeno.org/nid/20002587114 |titel=principium |werk=Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. Hannover 81918 (Nachdruck Darmstadt 1998), Band 2, Sp. 1924–1925. |sprache=Deutsch |abruf=2025-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
=== Hebräische Bibel ===&lt;br /&gt;
Ihre kulturgeschichtliche Bedeutung bekam die kleine Phrase dadurch, dass die verbreitetste lateinische [[Bibelübersetzung]], die [[Vulgata]], damit beginnt. Der Bericht von der [[Erschaffung der Welt]] im [[1. Buch Mose]] 1,1 beginnt dort wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;In principio creavit Deus caelum et terram.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{B|Genesis|1|1|VUL}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:»Am Anfang erschuf Gott Himmel und Erde – Ἐν ἀρχῇ ἐποίησεν ὁ ϑεὸς τὸν οὐρανὸν καὶ τὴν γῆν«.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hebräische Sprache|hebräische]] (und damit im [[Judentum]] gebräuchliche) Name des ersten Buches der Bibel &amp;#039;&amp;#039;Bereschit&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{B|Genesis|1|1|OT}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bedeutet „Im Anfang“, nach dem ersten Wort (sogenanntes [[Incipit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neues Testament ===&lt;br /&gt;
Der Verfasser des [[Johannesevangelium]]s nahm diese Tradition auf und begann sein [[Evangelium (Buch)|Evangelium]] mit ebendiesen Worten. Die ziemlich wortgetreue Übersetzung des [[Koine|griechischen]] Texts von Joh. 1,1 in der Vulgata lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;In principio erat verbum et verbum erat apud Deum et Deus erat verbum.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{B|Johannes|1|1|VUL}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:»Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort – ᾽Εν ἀρχῇ ἦν ὁ λόγος, καὶ ὁ λόγος ἦν πρὸς τὸν ϑεόν, καὶ ϑεὸς ἦν ὁ λόγος«.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Johannesevangelium (Papyrus 66).jpg|zentriert|mini|800px|Beginn des (griechischen) Johannesevangeliums aus dem Papyrus Bodmer II (P66): „&amp;#039;&amp;#039;En arché ēn ho logos kai ho logos ēn pros ton theón…&amp;#039;&amp;#039;“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Der [[Johannes (Evangelist)|Verfasser des Johannesevangeliums]] wurde seit der Alten Kirche ([[Irenäus von Lyon]]) gleichgesetzt mit dem [[Johannes (Apostel)|Lieblingsjünger Jesu]], so dass dem vierten [[Evangelium (Buch)|Evangelium]] in der [[Katholizismus|katholischen]] Überlieferung des [[Mittelalter]]s eine gewisse Vorrangstellung eingeräumt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Philipp Vielhauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der urchristlichen Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Vierter Druck. Walter de Gruyter, Berlin – New York 1985, ISBN 3-11-007763-9, S. 456&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Evangelium nach Johannes#Prolog und Aufbau|Johannesprolog]] {{Bibel|Johannes|1|1–14|VUL}} nahm als [[Schlussevangelium]] eine herausragende Stellung in der Liturgie der [[Heilige Messe|Heiligen Messe]] und anderer [[Sakrament]]sfeiern ([[Taufe]], Trauung) ein. Dieser Text wurde als „Segensperikope“ verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Theobald |Titel=Die Fleischwerdung des Logos |TitelErg=Studien zum Verhältnis des Johannesprologs zum Corpus des Evangeliums und zu 1 Joh |Hrsg= |Sammelwerk=Neutestamentliche Abhandlungen, Neue Folge |Band=20 |Nummer= |Auflage= |Verlag=Aschendorff |Ort=Münster |Datum=1988 |ISBN= |Seiten=175}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (Der Brauch kam im 13. Jahrhundert auf, wurde von Pius V. bei der Reform des römischen Missale vorgeschrieben und in der [[Liturgiereform]] des 2. Vatikanischen Konzils wieder abgeschafft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;) Es wurde auch empfohlen, diese Perikope bei Krankenbesuchen zu lesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der katholischen Glaubenspraxis des Mittelalters vermischten sich [[Volksfrömmigkeit]] und [[Aberglaube]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die ersten Worte des Johannesevangeliums wurden auf Amulette geschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Caroline D. Eckhardt |Titel=Chaucer&amp;#039;s General Prologue to the Canterbury Tales. An Annotated Bibliography, 1900 to 1982 |Verlag=University of Toronto Press |Ort=Toronto |Datum=1990 |ISBN=0802025927 |Seiten=291}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Beispiel dafür ist das beschriftete Bleitäfelchen aus dem Hochmittelalter (12./13. Jahrhundert), das in [[Elbeu]] gefunden wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.lda-lsa.de/de/landesmuseum_fuer_vorgeschichte/fund_des_monats/2011/januar/ |titel=Wirkmacht des Wortes - Ein hochmittelalterliches Beschwörungstäfelchen aus Elbeu |werk=Fund des Monats |hrsg=Landesmuseum für Vorgeschichte Halle |datum=2011-01 |zugriff=2018-10-28 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Brauch, „das Evangelium“ (das heißt, einzelne Evangelientexte im Miniaturformat) als Amulett zu verwenden, ist aber viel älter. Schon aus der Spätantike ist dies bezeugt und wurde von [[Augustinus von Hippo|Augustinus]] wie auch von [[Johannes Chrysostomos]] gutgeheißen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christoph Markschies |Titel=Das antike Christentum |TitelErg=Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=2 |Verlag=C.H. Beck |Ort=München |Datum=2012 |ISBN= |Seiten=102-103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Floskel &amp;#039;&amp;#039;in principio&amp;#039;&amp;#039; wurde zu einer Bekräftigungs-, Beschwörungs- und sogar [[Zauberspruch|Zauberformel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Morton W. Bloomfield |Titel=The Magic of In Principio |Sammelwerk=Modern Language Notes |Datum=1955 |Sprache=en |Band=70 |Nummer=8 |Seiten=559–565 |JSTOR=3040442}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb verbot beispielsweise die Synode von [[Seligenstadt#Mittelalter|Seligenstadt]] 1028 den [[Laie (Religion)|Laien]], das &amp;#039;&amp;#039;In Principio erat Verbum&amp;#039;&amp;#039; {{Bibel|Johannes|1|1–14|VUL}} mehrmals in der Woche zu hören.&amp;lt;ref&amp;gt;E. G. C. Atchley: &amp;#039;&amp;#039;A Paper on the Usage of a Second Gospel at Mass.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Transactions of the St. Paul’s Ecclesiological Society&amp;#039;&amp;#039; Vol. IV. (1900)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Bild von dieser Sprachpraxis geben [[Geoffrey Chaucer]]s (1343?–1400) &amp;#039;&amp;#039;[[Canterbury Tales]]&amp;#039;&amp;#039;, in denen die Worte an mehreren Stellen in der geschilderten Weise gebraucht werden; dabei ironisiert der Autor diese Praxis durchaus, wenn er sie etwa dem (etwas großsprecherischen) Hahn &amp;#039;&amp;#039;Chanticleer&amp;#039;&amp;#039; in der [[Tierfabel]] der Erzählung des Nonnenpriesters in den Mund legt (Zeile 3163–3164):&lt;br /&gt;
: For, al so siker as In principio&lt;br /&gt;
: Mulier est hominis confusio&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Denn so sicher wie das In principio ist,&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;dass die Frau die Seele des Mannes in Verwirrung bringt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass der eitle Hahn, der seiner Gattin &amp;#039;&amp;#039;Pertelote&amp;#039;&amp;#039; eigentlich ein charmantes Kompliment machen will, weder das zweite noch wohl das erste lateinische [[Zitat]] begreift, geht aus den nächsten beiden Verszeilen hervor (Zeile 3165–3166):&lt;br /&gt;
: Madame, the sentence of this latyn is,&lt;br /&gt;
: womman is mannes joye and al his blis.&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Madame, der Sinn ist des latein’schen Stück&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;die Frau ist Freud des Mannes und sein ganzes Glück.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts ==&lt;br /&gt;
=== Goethe ===&lt;br /&gt;
Den [[Mythos|mythischen]] Gehalt – und damit die [[Tabu]]isierung – von &amp;#039;&amp;#039;in principio&amp;#039;&amp;#039; stellt [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]] im ersten Teil seiner Tragödie [[Faust I|Faust]] (Vers 1224 ff) infrage:&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. {{Literatur |Autor=Ursula Reutner |Titel=Sprache und Tabu |TitelErg=Interpretationen zu französischen und italienischen Euphemismen |Verlag=Walter de Gruyter |Ort= |Datum=2009 |ISBN=9783484971219 |Seiten=158&amp;amp;nbsp;f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;{{Zitat|Geschrieben steht: »Im Anfang war das Wort!«&lt;br /&gt;
Hier stock ich schon! Wer hilft mir weiter fort?&lt;br /&gt;
Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen!&lt;br /&gt;
Ich muss es anders übersetzen,&lt;br /&gt;
wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.}}&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend von &amp;#039;&amp;#039;Logos&amp;#039;&amp;#039; erwägt Faust die Übersetzungen „Sinn“ und „Kraft“ und entscheidet sich für „Im Anfang war die &amp;#039;&amp;#039;Tat&amp;#039;&amp;#039;“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernst Jandl ===&lt;br /&gt;
Das Sprechgedicht &amp;#039;&amp;#039;fortschreitende räude&amp;#039;&amp;#039; (1957)&amp;lt;ref&amp;gt;ernst jandl: &amp;#039;&amp;#039;der künstliche baum&amp;#039;&amp;#039; (= sammlung luchterhand 9). Hermann Luchterhand Verlag, 7. Auflage, Darmstadt und Neuwied 1980, ISBN 3-472-61009-3, S. 109&amp;lt;/ref&amp;gt; des österreichischen Dichters [[Ernst Jandl]] (1925–2000) nutzt die umfassende Bekanntheit der ersten Worte des Johannesevangeliums – vor allem im katholischen Teil des deutschen Sprachraums – dagegen in wesentlich provokanterer Weise. Jandl führt den berühmten Satz in dem Sinne fort, dass am Anfang zwar das Wort war, dieses aber nach zu vielen Wiederholungen am Ende in unverständliches Gestammel münde.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. {{Internetquelle |autor=Torsten Gellner |url=https://literaturkritik.de/id/3222 |titel=Warum kotzt ottos mops? |titelerg=In memoriam Ernst Jandl: Interpretationen zu seinen Texten |datum=2016-11-21 |zugriff=2018-10-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schöpfungslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genesis (Bibel)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Der wahre Jakob</name></author>
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