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	<title>In dubio mitius - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-10T15:21:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;LayerCake: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2023-03-10T15:13:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;In dubio mitius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (iudicare) ist eine [[Latein im Recht|lateinische Redewendung]] und ein Rechtsgrundsatz. Übersetzt bedeutet es ‚im Zweifel milder (entscheiden/urteilen): Umstände, die nicht feststellbar sind, sollen zugunsten des [[Beschuldigter|Beschuldigten]] ausgelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dubio mitius konkretisiert die [[Unschuldsvermutung]] und ist mit [[in dubio pro reo]] verwandt. Das Prinzip war schon Bestandteil in der [[Antikes Griechisches Recht|griechischen]] wie auch der [[Römisches Recht|römischen Rechtsauffassung]]. Gesichert ist der Gebrauch der Formulierung „in dubio mitius“ jedoch erst später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angewandt dient der Grundsatz unter anderem der Auslegung von [[völkerrecht]]lichen Verträgen über das Austauschverhältnis der [[Leistungspflicht]]en. Dabei wird vermutet, dass es der Wille aller Vertragsparteien ist, den Vertrag möglichst &amp;#039;&amp;#039;[[souveränität]]s&amp;lt;nowiki /&amp;gt;schonend&amp;#039;&amp;#039; auszulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Länderspezifisches ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Der Grundsatz wird in [[Deutschland]] aus {{Art.|103|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|GG]], {{Art.|6|MRK|dejure}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 [[Europäische Menschenrechtskonvention|EMRK]] sowie aus {{§|261|stpo|juris}} [[Strafprozessordnung (Deutschland)|StPO]] abgeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im formellen [[Strafrecht (Deutschland)|deutschen Strafrecht]] (Strafprozessrecht) ist das mildere Gesetz dann anzuwenden, wenn die Schuld des [[Angeklagter|Angeklagten]] nach der [[Hauptverhandlung]] nicht zweifelsfrei erwiesen ist oder jedenfalls noch vernünftige Zweifel bestehen. Grundsätzlich ist bei jeder Prüfung der Merkmale der Strafbarkeit stets der In-dubio-Satz anwendbar, da die Ermittlungsbehörde ([[Staatsanwaltschaft]]) die Verwirklichung des [[tatbestand]]smäßigen Verhaltens beweisen und zugleich auch entlastende Umstände ermitteln muss. In den Prozessen, in denen nicht die [[Inquisitionsmaxime]] herrscht, steht dem [[Beweislast]]pflichtigen der In-dubio-Satz entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
In der [[Strafrecht (Österreich)|österreichischen Strafrechts]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;ordnung ist unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;lex mitius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auch {{§|61|StGB|RIS-B|DokNr=NOR12029604}} [[Strafgesetzbuch (Österreich)|StGB]] als Ergänzung zu {{§|1|StGB|RIS-B|DokNr=NOR12029542}} StGB zu verstehen: Die sonst vermiedene [[Rückwirkung]] von Strafgesetzen wird angewendet, wenn das nach der Tat beschlossene, neue Gesetz für den Beschuldigten günstiger ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafprozessrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtssprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafverfahrensrecht (Österreich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;LayerCake</name></author>
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