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	<title>Impressum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Impressum&amp;diff=25278&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gak69: Weblink aus Fließtext entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Impressum&amp;diff=25278&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-09T23:06:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Weblink aus Fließtext entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Impressum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|impressum}} „Hineingedrücktes“ bzw. „Aufgedrücktes“) enthält die gesetzlich vorgeschriebene Angabe des [[Presserechtliche Verantwortlichkeit|presserechtlich Verantwortlichen]] für einen im eigenen Namen veröffentlichten Text-, Wort- oder Bildbeitrag. Es muss den [[Verlag]], den [[Autor]], den [[Herausgeber]] oder die [[Redaktion]] benennen. Oft werden auch zusätzliche Informationen wie Druckerei, Erscheinungsweise, [[Erscheinungsjahr]] und [[Erscheinungsort]] aufgeführt. Je nach Art der Publikation und konkreter Gesetzeslage müssen oder mussten auch zusätzliche Angaben enthalten sein, beispielsweise zur steuerlichen Situation des Herausgebers oder eine erfolgte Prüfung durch die [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Impressum im Buch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Select Collection Novels 1722.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;A Select Collection of Novels&amp;#039;&amp;#039;, englisches Titelblatt einer Romansammlung von 1722. Unter der Zierleiste befindet sich das Impressum: {{&amp;quot; |Text=London:&amp;lt;br /&amp;gt;Printed for J. Watts; And Sold by W. Mears at the Lamb without Temple-Bar, J. Brotherton and W. Meadows at the Black-Bull in Cornhill, W. Chetwood in Russel-Street, Covent Garden, and J. Lacy at the Ship between two Temple-Gates, Fleet-Street. MDCCXXII. |Sprache=en}}]]&lt;br /&gt;
Der angestammte Platz des Impressums war im frühen [[Buchdruck]] noch der Fuß des [[Titelblatt]]s eines [[Buch]]es. Oft grenzte ein graphisches Element – eine Linie, eine Leiste von Ornamenten – das Impressum ab. Es notierte zumeist den [[Erscheinungsort]], den [[Verleger]] (manchmal mit Ladenadresse) und das [[Erscheinungsjahr]]. Hinzu kamen zuweilen Angaben zum Drucker (im Englischen: &amp;#039;&amp;#039;{{&amp;quot; |Text=printed by [Drucker] for [Verleger] |Sprache=en}}&amp;#039;&amp;#039;), zu [[Buchhändler]]n, die neben dem Hauptverleger den Titel im Angebot führten und auch die Auskunft über ein [[Privileg]], falls der Hauptverleger für das vorliegende Buch den Schutz des Landesherrn gegen [[Raubdruck]] erlangt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Impressum findet sich im [[Mainzer Psalter]] von [[Peter Schöffer]] und [[Johannes Fust]] von 1457.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mario-derra.de/Mainzer-Psalter-1457/ Mario Derra: Zum Mainzer Psalter von 1457], Vortrag Early Printing Museum Cheongju 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Lair]], geboren 1476 in [[Sieglar]] (heute Troisdorf-Sieglar), gestorben 1554 in [[Siegburg]], auch genannt John Siberch (hergeleitet von seinem Wohnort Siegburg), gründete 1520 die Universitätsdruckerei in [[University of Cambridge|Cambridge]] (England). 1521 erhielt er seinen ersten Druckauftrag: &amp;#039;&amp;#039;Oratio&amp;#039;&amp;#039;, die Rede, die [[Henry Bullock]] anlässlich der Visite des Kardinals [[Thomas Wolsey]] in Cambridge hielt. Bei dieser Gelegenheit gab es in einem Buchdruck erstmals ein Impressum: &amp;#039;&amp;#039;{{&amp;quot; |Text=Impressa per me Ioannem Siberch&amp;quot; |Sprache=en}}&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Band &amp;#039;&amp;#039;A Select Collection of Novels&amp;#039;&amp;#039; von 1722 lautet das Impressum:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=LONDON:&amp;lt;br /&amp;gt; Printed for &amp;#039;&amp;#039;J. Watts&amp;#039;&amp;#039;; And Sold by &amp;#039;&amp;#039;W. Mears&amp;#039;&amp;#039; at the &amp;#039;&amp;#039;Lamb&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; without &amp;#039;&amp;#039;Temple-Bar&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;J. Broterton&amp;#039;&amp;#039; and &amp;#039;&amp;#039;W. Meadows&amp;#039;&amp;#039; at&amp;lt;br /&amp;gt; the &amp;#039;&amp;#039;Black-Bull&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Cornhill&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;W. Chetwood&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Russel-Street&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Covent-Garden&amp;#039;&amp;#039;, and &amp;#039;&amp;#039;J. Lacy&amp;#039;&amp;#039; at the &amp;#039;&amp;#039;Ship&amp;#039;&amp;#039; between the&amp;lt;br /&amp;gt; two &amp;#039;&amp;#039;Temple-Gates&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Fleet-Street&amp;#039;&amp;#039;. MDCCXXII.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en}}&lt;br /&gt;
London ist hier der Druckort, J. Watts zeichnet als Hauptverleger, die übrigen Namen sind die der Geschäftspartner, die sich die breite Auflage für den gemeinsamen Absatz teilen. Die Ladenadressen sind hier mit Hinweisen auf die Embleme – {{&amp;quot; |Text=Lamb |Übersetzung=Lamm |Sprache=en}}, {{&amp;quot; |Text=Black-Bull |Übersetzung=schwarzer Bulle |Sprache=en}}, {{&amp;quot; |Text=Ship |Übersetzung=Schiff |Sprache=en}} – der Ladenschilder angegeben, die in den notierten Straßen über den Ladentüren hängen. 1722 ist das Druckjahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 16. Jahrhundert waren Drucker verpflichtet, einen Druckvermerk anzuführen. Dieser diente vor allem dazu, den Titel für den Kunden greifbar zu machen, da darin notiert war, über welchen Händler sich das Buch beziehen ließ. Bei billigen Produktionen, die nicht in Buchhandlungen verkauft wurden, fehlten Impressumsangaben dennoch regelmäßig, und bei skandalösen Büchern konnten Buchhändler und Verleger auf ihre Nennung verzichten. Es kündigte einen Titel jedoch wirksam als skandalös an, wenn ein offensichtlich fiktives Impressum gesetzt war. So entstand eine Vielzahl an [[Pseudonym]]en und irreführenden [[Erscheinungsort|Verlagsortangaben]]. Unter den fingierten Verlegeradressen nahm die [[Pierre Marteau]]s zu Köln im Lauf des 17. Jahrhunderts eine herausragende Stellung ein. Verleger im gesamten (die Niederlande einschließenden) französisch- und deutschsprachigen Raum nutzten dessen Name, um politisch brisante Bücher und [[Raubdruck]]e relativ gefahrlos zu publizieren. Gleichzeitig hatten sie den Vorteil, von der gemeinsamen Werbeplattform zu profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst durch die Weiterentwicklung des Verlags- und [[Presserecht]]s gewann das Impressum Verbindlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor und nach der Einführung des &amp;#039;&amp;#039;Gesetzes über die Presse vom 7. Mai [[1874#Deutsches Kaiserreich|1874]]&amp;#039;&amp;#039; – ugs. auch [[Reichspreßgesetz]] genannt – übernahmen bei kritischen Publikationen sogenannte [[Sitzredakteur]]e mit ihrem Namen die [[Verantwortlich im Sinne des Presserechts|Verantwortlichkeit im Sinne des Presserechts]], um [[Chefredakteur]]e oder weitere [[Redakteur]]e zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist es zur Klärung der Haftung des Verlegers und Druckers pressegesetzlich vorgeschrieben. Denn die Verantwortlichen sollen „jederzeit straf-, zivil- und presserechtlich haftbar gemacht werden können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Rautenberg: &amp;#039;&amp;#039;Reclams Sachlexikon des Buches&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;269.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort und Inhalt ===&lt;br /&gt;
Die präziseren Angaben zum Druck finden sich heute meist auf der Rückseite des Titelblatts, auf Seite 4 des [[Buchblock]]s. Das Impressum ist Teil der [[Titelei]] und ist auf der &amp;#039;&amp;#039;Impressumsseite&amp;#039;&amp;#039; zu finden. Das Impressum bietet die vom [[Urheberrecht]] geforderten und von Bibliotheken gewünschten Informationen zum Buch. Die im Impressum aufgeführten Daten sind ferner maßgeblich für Zitate.&lt;br /&gt;
Enthalten sind&lt;br /&gt;
* Informationen zur Originalausgabe: Originaltitel, Erscheinungsjahr, Originalverlag, [[Erscheinungsort]]&lt;br /&gt;
* Informationen zur 1. Auflage: Erscheinungsjahr&lt;br /&gt;
* Informationen zur aktuellen Auflage: [[Auflage (Publikation)|Auflagennummer]], Erscheinungsjahr und eventuell Auflagenzahl (Nummer und Jahr des Drucks){{FN|A)}}&lt;br /&gt;
* [[Verlag]], Erscheinungsort&lt;br /&gt;
* [[Herausgeber]]&lt;br /&gt;
* Informationen zu [[Satz (Druck)|Satz]], [[Druckerei]] und [[Buchbinderei]]&lt;br /&gt;
* Informationen zur [[Bucheinband|Umschlaggestaltung]]&lt;br /&gt;
* Informationen zum [[Urheberrecht]]&lt;br /&gt;
* Nennung der Art des [[Papier]]s und der Normen, die es erfüllt ([[Internationale Organisation für Normung|ISO]], [[DIN]])&lt;br /&gt;
* Nennung der Papierfabrik&lt;br /&gt;
* [[Bucheinband|Einbandstoffe]]&lt;br /&gt;
* verwendete [[Schrift]]en&lt;br /&gt;
* Informationen zu Übersetzungsrechten&lt;br /&gt;
* Informationen zu Abbildungsrechten&lt;br /&gt;
* das Land, in dem das Buch gedruckt wurde&lt;br /&gt;
* die [[Internationale Standardbuchnummer|ISBN]]&lt;br /&gt;
* Internetadresse des Verlages, des [[Autor]]s oder anderer an der [[Buchherstellung]] Beteiligter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht alle diese Punkte müssen im Impressum aufgeführt sein. So ist im Impressum eines Buches ohne Abbildungen auch kein Hinweis zu Abbildungsrechten vonnöten. Auch die Art des Papiers wird meist nur dann aufgeführt, wenn das Buch auf besonderes (zum Beispiel auf&lt;br /&gt;
alterungsbeständiges) Papier gedruckt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{FNZ|A)|Nummer und Jahr des Drucks (nicht der Auflage) werden manchmal in Form zweier Zahlenreihen, etwa: &amp;#039;&amp;#039;„26&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;27&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;28&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;29&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;·&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;97&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;96&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;95&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;94“&amp;#039;&amp;#039; aufgeführt. Die das Buch betreffenden Daten stehen in der Regel jeweils außen, im obigen Beispiel also der 26.&amp;amp;nbsp;Druck von 1994. Im Allgemein bezieht sich die jeweils kleinste Zahl und die kleinste Jahresangabe auf das vorliegende Buch. Diese Zahlenreihen haben historische Gründe. Druckvorlagen aus beweglichen Lettern oder Fotosatzvorlagen konnten durch das Wegstreichen der äußeren Zahlen bequem für einen neuen Druck adaptiert werden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Impressum aus buchgestalterischer Sicht ===&lt;br /&gt;
Bei manchen Büchern befindet sich die Impressumsseite aus ästhetischen Gründen auf einer der letzten Seiten, denn [[Internationale Standardbuchnummer|ISBN]], Druckvermerke und [[urheberrecht]]liche Aspekte bieten wenig Potential für einen Gestalter. In anderen Büchern wiederum ist das Impressum aufgeteilt, so dass vorne die wichtigsten Informationen, andere, weniger maßgebliche Informationen aber auf der zweitletzten Seite des Buches zu finden sind. Dies liegt an der Entscheidung des [[Buchgestalter]]s oder [[Typograf]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Impressum in anderen Medien ==&lt;br /&gt;
Nachdem sich das Internet in den 1990er Jahren der breiten Öffentlichkeit öffnete und das [[World Wide Web]] populär wurde, ergab sich die Forderung nach einem eindeutigen Impressum im deutschsprachigen Raum etwa im Jahre 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zeitungen und Zeitschriften ====&lt;br /&gt;
In [[Deutschland]] ist die [[Impressumspflicht]] für [[Zeitung]]en und [[Zeitschrift]]en in den [[Presserecht|Pressegesetzen]] der einzelnen Bundesländer geregelt. Die Regelungen betreffen den Inhalt; spezifische Vorgaben für die Form und Gestaltung werden nicht gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Digitale Dienste und Telemedien ====&lt;br /&gt;
Für Digitale Dienste, Rundfunkprogramme und sonstige Telemedien schreiben das [[Digitale-Dienste-Gesetz]] (DDG) und der [[Medienstaatsvertrag]] (MStV) spezifische Informationspflichten für Diensteanbieter bzw. Rundfunkveranstalter vor. Zuvor wurden diese Pflichten im [[Telemediengesetz]] (TMG) bzw. [[Teledienstegesetz]] (TDG) sowie im [[Rundfunkstaatsvertrag]] (RStV) bzw. [[Mediendienste-Staatsvertrag]] (MDStV) geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da all diese Vorschriften den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Impressum&amp;#039;&amp;#039; nicht verwenden, haben sich verschiedene weitere Bezeichnungen für die Umsetzung etabliert, zum Beispiel: „Webimpressum“, „Anbieterkennzeichnung“, „Pflichtangaben“ oder auch „Kontakt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle genannten Vorschriften verlangen einheitlich, dass die Angaben leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{§|5|ddg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 DDG lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Diensteanbieter haben für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste folgende Informationen, die leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sein müssen, ständig verfügbar zu halten: [...]&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.buzer.de/5_DDG.htm § 5 DDG]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erforderlichen Angaben können sich nach Rechtsform oder Leistung des Anbieters unterscheiden. Digitale Dienste im Sinne des DDG beschreiben in ihrer Gesamtheit elektronische Informations- und Kommunikationsdienste, aber auch eine große Anzahl an Internetdiensten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfdi.bund.de/DE/Buerger/Inhalte/Telemedien/Telemedien.html |titel=Digitale Dienste und Zuständigkeiten |autor= |hrsg= Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) |werk=bfdi.bund.de |datum= |zugriff=2026-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ein Dienst geschäftsmäßig sein kann, ohne [[Gewerbe|gewerblich]] zu sein, konnten nach altem Recht auch private, unkommerzielle [[Website]]s unter die [[Impressumspflicht]] fallen. Der Wortlaut des DDG konkretisiert, dass nur noch Dienste, die in der Regel gegen Entgelt erbracht werden, unter die Informationspflicht fallen, während rein privat betriebene Websites davon ausgenommen sind. Entgeltlich sind Digitale Dienste und Telemedien aber z.&amp;amp;nbsp;B. schon dann, wenn auf einer Webseite Werbung für entgeltliche Leistungen geschaltet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf aus dem Jahr 2008 muss das Impressum den vollständigen Namen des Verantwortlichen enthalten; eine Abkürzung des Vornamens verstoße gegen {{§|5|tmg|buzer}} TMG.&amp;lt;ref&amp;gt;OLG Düsseldorf, Urteil vom 4. November 2008 – I-20 U 125/08 –, Volltext gefunden bei: [https://www.markenmagazin.de/olg-duesseldorf-unvollstaendige-namensangabe-im-impressum/ markenmagazin.de].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kammer für Handelssachen am LG Karlsruhe entschied im Jahr 2026, dass ein Impressum nach {{§|5|ddg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 DDG nur dann leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sei, wenn der Nutzer in höchstens zwei Schritten zu einer gebündelten Darstellung der Pflichtangaben gelange; Klicks über mehrere Ebenen hinweg seien unzulässig.&amp;lt;ref&amp;gt;LG Karlsruhe, Urteil vom 15. Januar 2026 – 13 O 25/25 KfH –, Volltext gefunden bei: [https://www.verbraucherzentrale-bawue.de/sites/default/files/2026-01/lg-karlsruhe_urteil_15.01.2026_az.13-o-25-25-kfh.pdf verbraucherzentrale-bawue.de].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sonstige Regelungen über Pflichtangaben ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Handels- und Gesellschaftsrecht gibt es eigene Vorschriften über Pflichtangaben für Geschäftsbriefe, womit vergleichbare Informationspflichten geregelt werden. Diese gelten für alle Geschäftsbriefe „gleichviel welcher Form“ und damit insbesondere auch für E-Mails („Mail-Impressum“), Faxschreiben oder sogar Postkarten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ihk.de/berlin/service-und-beratung/recht-und-steuern/kaufmaennische-pflichten/pflichtangaben-geschaeftsbrief-4336766 |titel=Pflichtangaben auf Geschäftsbriefen |titelerg=(Beitrag Nr.&amp;amp;nbsp;4336766) |autor=Sabine Kirschgens |hrsg= IHK Berlin |werk=ihk.de |datum= |zugriff=2026-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Welche Angaben zu machen sind, regeln unter anderem&lt;br /&gt;
* {{§|37a|hgb|juris}} HGB für [[Eingetragener Kaufmann|eingetragene Einzelkaufleute]],&lt;br /&gt;
* {{§|125|hgb|juris}} HGB für [[Offene Handelsgesellschaft|OHG]] und [[Kommanditgesellschaft|KG]], wobei es gemäß {{§|177a|hgb|juris}} HGB nicht darauf ankommt, ob der Kommanditist eine juristische oder natürliche Person ist,&lt;br /&gt;
* {{§|35a|gmbhg|juris}} GmbHG für [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|Gesellschaften mit beschränkter Haftung]] und&lt;br /&gt;
* {{§|80|aktg|juris}} AktG für [[Aktiengesellschaft]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Aufhebung von {{§|15b|gewo|buzer}} GewO gibt es derzeit keine entsprechende Vorschrift für [[Kleingewerbe]]treibende, Einzelunternehmer und [[Gesellschaft bürgerlichen Rechts (Deutschland)|Gesellschaften bürgerlichen Rechts]]. Die [[Industrie- und Handelskammer]]n empfehlen aber „allen Gewerbetreibenden, weiterhin ihren Namen (Nachnamen und mindestens einen ausgeschriebenen Vornamen) und ihre Geschäftsadresse … anzugeben, um ihre Identität zu gewährleisten und Verwechselungen mit anderen Gewerbetreibenden zu vermeiden.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ihk.de/bergische/recht-und-steuern/gewerberecht/drittesmittelstandsentlastungsgesetz-1406866 |titel=§§ 15a und 15b GewO gestrichen |titelerg=(Beitrag Nr.&amp;amp;nbsp;14858) |autor=Dr. Andreas Leweringhaus |hrsg= Bergische Industrie- und Handelskammer |werk=ihk.de |datum= |zugriff=2026-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliche Pflichten zur Herstellung einer hinreichenden Transparenz über die eigene Person ergeben sich aus verschiedenen Spezialgesetzen, zum Beispiel:&lt;br /&gt;
* Für [[Fernabsatzvertrag|Fernabsatzverträge]] und [[Haustürgeschäft]]e verlangt {{§|312d|BGB|juris}} BGB die Pflichtangaben gemäß {{Art.|246a__1|bgbeg|juris|text=Art.&amp;amp;nbsp;246a §&amp;amp;nbsp;1}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 bzw. {{Art.|246b__1|bgbeg|juris|text=Art.&amp;amp;nbsp;246b §&amp;amp;nbsp;1}} Abs.&amp;amp;nbsp;1, und auch das in {{Art.|246a__1|bgbeg|juris|text=Art.&amp;amp;nbsp;246a §&amp;amp;nbsp;1}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 Satz&amp;amp;nbsp;2 [[Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche|EGBGB]] referenzierte {{Art.|253anlage_1|bgbeg|juris|text=Muster für die Widerrufsbelehrung}} sieht die Angabe von Namen, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse vor.&lt;br /&gt;
* Für Anbieter von Vermittlungsdiensten fordert Art. 12 der {{EU-Verordnung|2022|2065|text=Verordnung (EU) 2022/2065 vom 19.&amp;amp;nbsp;Oktober 2022}} ([[Gesetz über digitale Dienste]]) die Benennung einer zentralen Kontaktstelle, „die es den Nutzern ermöglicht, direkt und schnell mit ihnen zu kommunizieren, und zwar auf elektronischem Wege und in einer benutzerfreundlichen Weise“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KlettImpressum&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url=https://deutsch-klett.de/impressum/&lt;br /&gt;
 |titel=Beispielhaft vgl. die Umsetzung der Informationspflichten nach Art. 11, 12 Verordnung (EU) 2022/2065 sowie Verordnung (EU) 2023/988 im Impressum des Ernst Klett Verlags&lt;br /&gt;
 |werk=deutsch-klett.de&lt;br /&gt;
 |hrsg=Ernst Klett Verlag GmbH&lt;br /&gt;
 |abruf=12.&amp;amp;nbsp;Februar 2026&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die {{EU-Verordnung|2023|988|text=Verordnung (EU) 2023/988 vom 10.&amp;amp;nbsp;Mai 2023}} stellt sicher, dass „zum Zweck der Erleichterung von Überprüfungen in der gesamten Lieferkette … die Kontaktdaten von Wirtschaftsakteuren … zusammen mit dem Produkt angegeben werden“ und „Anbieter von Online-Marktplätzen … eine zentrale Kontaktstelle … für die Kommunikation mit Verbrauchern über Fragen der Produktsicherheit“ benennen.&lt;br /&gt;
* Für Dienstleistungserbringer ergeben sich eigene Informationspflichten aus der [[Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung]] (DL-InfoV). Dies betrifft gemäß {{§|1|DL-InfoV|buzer}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 DL-InfoV alle Dienstleistungen, die in den Anwendungsbereich des Artikels 2 der {{EU-Richtlinie|2006|123|text=EG-Richtlinie 2006/123 vom 12.&amp;amp;nbsp;Dezember 2006}} fallen. Die Pflicht gilt also unabhängig davon, ob es sich um eine digitale Leistung handelt oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] ist die [[Impressumspflicht]] für Anbieter von Inhalten auf Internetseiten in {{§|5|ECG|RIS-B}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 [[E-Commerce-Gesetz]] (ECG) geregelt. Mit dem E-Commerce-Gesetz hat der österreichische Gesetzgeber –&amp;amp;nbsp;ebenso wie der deutsche Gesetzgeber mit dem Teledienstegesetz oder dem Mediendienste-Staatsvertrag&amp;amp;nbsp;– die europäische E-Commerce-Richtlinie umgesetzt. Damit sind die Impressumspflichten innerhalb der EU weitgehend harmonisiert. Unterschiede ergeben sich nur durch landesspezifische Besonderheiten. Die Unterlassung dieser Informationen kann sowohl verwaltungsstrafrechtlich geahndet ({{§|26|ECG|RIS-B}} ECG, Geldstrafe bis zu 3.000&amp;amp;nbsp;EUR) als auch zivilrechtlich mit Unterlassungsklage verfolgt werden. Die Behörde kann allerdings auch einen Anbieter auf den Missstand hinweisen und ihm auftragen, diesen bis zu einer festgelegten Frist zu beheben. Wenn er dies tut, hat er gemäß {{§|27|ECG|RIS-B}} ECG nicht mit einer Strafe zu rechnen. Zudem kann die Verletzung der Informationspflichten nach § 5 ECG eine Rechtsverletzung darstellen, die nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb ([[Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (Österreich)|UWG]]) mit Unterlassungsklage geltend gemacht werden kann (OGH 24. Juni 2014, 4 Ob 59/14a).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflichtangaben, welche im Rahmen der Offenlegungspflicht gemacht werden müssen, unterscheiden sich je nach Rechtsform des Webseitenbetreibers oder nach Verwendung der Webseite. Ein Link zum abrufbaren Impressum sollte auf jeder Unterseite der Homepage an „prominenter Stelle“ – also auf jeder Unterseite gut sichtbar und erkennbar – platziert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
In der Schweiz besteht nach Art. 322 des [[Strafgesetzbuch (Schweiz)|Strafgesetzbuches]] eine [[Impressumspflicht]] für Zeitungen und Zeitschriften.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lawbrary.ch/law/art/STGB-v2026.01-de-art-322/ Art. 322], auf lawbrary.ch&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese müssen „in einem Impressum den Sitz des Medienunternehmens, namhafte Beteiligungen an anderen Unternehmungen sowie den verantwortlichen Redaktor angeben“. Bücher brauchen in der Schweiz gemäß Art. 322 des Strafgesetzbuches kein Impressum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1. April 2012 wurde die Impressumspflicht auf bestimmte Webseiten ausgedehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fedlex.admin.ch/eli/oc/2011/703/de |titel=AS 2011 4909 |werk=Amtliche Sammlung, Ausgaben der AS |hrsg=Bundeskanzlei |datum=2011-06-17 |abruf=2026-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Anlehnung an die europäische E-Commerce-Richtlinie schreibt Art. 3 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Buchstabe&amp;amp;nbsp;s Ziffer&amp;amp;nbsp;1 des [[Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (Schweiz)|Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb]] (UWG) ab diesem Datum vor, dass „wer Waren, Werke oder Leistungen im elektronischen Geschäftsverkehr anbietet“, dabei „klare und vollständige Angaben über seine Identität und seine Kontaktadresse einschließlich derjenigen der elektronischen Post“ machen muss.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://lawbrary.ch/law/art/UWG-v2025.01-de-art-3/ Art. 3], auf lawbrary.ch&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jonas Baeriswyl |url=https://www.hostpoint.ch/blog/impressumspflicht-f%c3%bcr-websites/ |titel=Impressumspflicht für Websites: Um was geht es und wer ist betroffen? |werk=Hostpoint Blog |datum=2025-05-22 |abruf=2026-02-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jost Hochuli |Titel=Buchgestaltung in der Schweiz |Auflage=2. |Verlag=Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung |Ort=Zürich |Datum=1998 |ISBN=3-908102-10-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Helmut Hiller, [[Stephan Füssel]] |Titel=Wörterbuch des Buches |Auflage=6. |Verlag=[[Verlag Vittorio Klostermann|Klostermann]] |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2002 |ISBN=3-465-03220-9}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Thomas Schulte, Ulrich Schulte am Hülse |Titel=Informationspflichten im elektronischen Geschäftsverkehr |Sammelwerk=[[Neue Juristische Wochenschrift|NJW]] |Datum=2003 |Seiten=2140–2142}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=U. Rautenberg |Titel=Reclams Sachlexikon des Buches |Verlag=[[Reclam-Verlag|Reclam]] |Ort=Stuttgart |Datum=2003 |ISBN=3-15-010542-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ulrich Schulte am Hülse |Titel=Die Informationspflichten auf Internetseiten nach Art. 5 Abs. 1 ECG – Zur österreichischen Rechtslage mit Blick auf Entscheidungen aus Deutschland, Medien und Recht |Sammelwerk=MR |Nummer=6 |Datum=2004 |Seiten=444–449}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jessica Schupp |Titel=Websitegestaltung ohne Rechtsprobleme |Verlag=[[VDM Publishing|VDM]] |Ort=Düsseldorf |Datum=2004 |ISBN=3-86550-038-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Edition notice pages|Impressum im Buch}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Gesamtabfrage&amp;amp;Dokumentnummer=NOR40025801 Österreichisches Rechtsinformationssystem (RIS): Informationspflichten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verlagswirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gak69</name></author>
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