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	<title>Importierte Inflation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T12:23:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Importierte_Inflation&amp;diff=474215&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, ISBN-Format, Kleinkram</title>
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		<updated>2024-09-24T11:04:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, ISBN-Format, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Importierte Inflation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|imported inflation}}) ist in der [[Volkswirtschaftslehre]] und [[Wirtschaft]] eine [[Inflation]], deren Ursachen in den [[Außenwirtschaft|Außenbeziehungen]] einer [[Volkswirtschaft]] liegen und die sich in einem hohen [[Preisniveau]]wachstum im [[Ausland]] zeigen, das durch [[Import]]e in das [[Inland]] übertragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
[[Otmar Emminger]] (Bundesbankpräsident von 1977 bis 1979) schrieb in seinen Memoiren, dass er den Begriff im Juni 1956 erstmals öffentlich verwendete und dass diese „Formel sehr bald in den allgemeinen Sprachgebrauch“ überging.&amp;lt;ref&amp;gt;Otmar Emminger, &amp;#039;&amp;#039;DM, Dollar, Währungskrisen&amp;#039;&amp;#039;, 1986, S. 79; ISBN 978-3-421-06333-5&amp;lt;/ref&amp;gt; Ältere Literatur schreibe irrtümlich den Begriff meist [[Wilhelm Röpke (Wirtschaftswissenschaftler)|Wilhelm Röpke]], und zwar ab Ende 1956, zu. Emminger reklamierte den Begriff zu Recht für sich, denn Wilhelm Röpke griff ihn erst 1959 auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Röpke, &amp;#039;&amp;#039;Das Dilemma der Importierten Inflation&amp;#039;&amp;#039;, in: Gegen die Brandung, 1959, S. 291 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der weltweiten Inflationsentwicklung und [[Globalisierung]] gewinnt in der wissenschaftlichen Diskussion über Inflationsursachen die importierte Inflation immer stärkere Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Handw%C3%B6rterbuch_der_Wirtschaftswissensch/vnxLGdmmLF4C?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22Importierte+Inflation%22+lexikon&amp;amp;pg=PA177&amp;amp;printsec=frontcover Harald Scherf, &amp;#039;&amp;#039;Inflation&amp;#039;&amp;#039;, in: Anton Zottmann/Willi Albers (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft (HdWW)&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, 1978, S. 177]&amp;lt;/ref&amp;gt; Gemeint ist dabei die Übertragung inflatorischer Entwicklungen im Ausland auf das Inland. Dadurch sollte die importierte Inflation von der „hausgemachten Inflation“ unterschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Importierte Inflation kann auf drei externe Ursachen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_der_Betriebswirtschaft/rYC7EAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22Importierte+Inflation%22+lexikon&amp;amp;pg=PA299&amp;amp;printsec=frontcover Jean-Paul Thommen, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Betriebswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 299 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine interne Ursache zurückgeführt werden:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Importierte Nachfrageinflation&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|demand push inflation}}): Wenn im Ausland die [[Güternachfrage]] bei gegebenem [[Preisniveau]] und [[Vollbeschäftigung]] das [[Güterangebot]] übersteigt, werden dort die [[Preis (Wirtschaft)|Preise]] steigen und durch Import ins Inland übertragen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Importierte Angebotsinflation&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|supply push inflation}}) liegt vor, wenn im Ausland Kostensteigerungen durch [[Überwälzung]] in die Güterpreise ({{enS|cost push inflation}}) stattfinden oder das Güterangebot eine höhere [[Gewinnmarge]] ({{enS|profit push inflation}}) durchsetzen kann. Die hieraus resultierenden Preissteigerungen werden durch Import ins Inland übertragen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Außenhandelsinduzierte Inflation bei [[Fester Wechselkurs|festen Wechselkursen]]&amp;#039;&amp;#039;: [[Leistungsbilanzüberschuss|Leistungsbilanzüberschüsse]] durch Exporte führen im Inland zu einer Erhöhung der [[Geldmenge]], weil die [[Zentralbank]] von den [[Exporteur]]en die [[Devisen]]überschüsse zum festen Wechselkurs gegen Inlandswährung ankaufen muss ([[Devisenmarktintervention]]). Importiert das Inland aus dem von der Inflation betroffenen Ausland Güter mit einer geringen [[Preiselastizität]] der Nachfrage (d. h. Güter, die für die [[Volkswirtschaft]] von elementarer Bedeutung sind und nicht sofort [[Substitutionsgut|substituiert]] werden können – z.&amp;amp;nbsp;B. Erdöl), so ist ein Durchschlagen der höheren Importpreise auf das inländische Preisniveau wahrscheinlich. Wenn beispielsweise wegen höherer [[Ölpreis|Erdölpreise]] Lohnsteigerungen durchgesetzt werden, kann es über eine [[Lohn-Preis-Spirale]] auch zu einer höheren inländischen Inflation kommen. Die Erhöhung der Geldmenge bewirkt bei konstantem Güterangebot eine Preissteigerung im Inland.&lt;br /&gt;
* Eine [[Abwertung (Währung)|Abwertung]] der [[Inlandswährung]] verteuert die Importe und erhöht damit das inländische Preisniveau.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Volkswirtschaftslehre_2/oNznBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22importierte+inflation%22+abwertung&amp;amp;pg=PA105&amp;amp;printsec=frontcover Dietmar Dorn/Rainer Fischbach/Volker Letzner, &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftslehre 2&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 105]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Ursache ist die einzige durch das Inland ausgelöste „importierte Inflation“.&lt;br /&gt;
In der Wirklichkeit können sich diese Ursachen häufig überlagern, so dass sich oft keine eindeutige Ursache feststellen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Eine importierte Inflation kann es nur in einer [[offene Volkswirtschaft|offenen Volkswirtschaft]] geben; in der [[geschlossene Volkswirtschaft|geschlossenen Volkswirtschaft]] ist sie ausgeschlossen, weil vom [[Außenhandel]] abstrahiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Importiert beispielsweise ein [[Importeur]] [[Vorleistungsgut|Vorprodukte]], die er zur [[Weiterverarbeitung (Produktion)|Weiterverarbeitung]] in eigener [[Produktion]] benötigt, so wird er die bei diesen Vorprodukten vorhandenen Preissteigerungen in seiner [[Preiskalkulation]] [[Überwälzung|überwälzen]], wodurch sich auch im Inland Preissteigerungen ergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kompakt_Lexikon_Wirtschaftspolitik/PiskBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22Importierte+Inflation%22+lexikon&amp;amp;pg=PA192&amp;amp;printsec=frontcover Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 192]&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch importierte Inflation kann daher auch die inländische Inflation in Gang gesetzt oder verstärkt werden. Steigen die Inlandspreise im Verhältnis zu den Preisen im Ausland in geringerem Maße, so kann dies tendenziell zu Erhöhungen des Exports führen. Dies hat – [[ceteris paribus]] – eine Verknappung des inländischen Güterangebots und eine Erhöhung der inländischen Geldmenge zur Folge, wovon zusätzliche inflatorische Impulse ausgehen („inflatorische Lücke“).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Kompakt_Lexikon_Umwelt_undWirtsch/LmmfBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22Importierte+Inflation%22+lexikon&amp;amp;pg=PA161&amp;amp;printsec=frontcover Michael Olsson/Dirk Piekenbrock, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt Lexikon Umwelt- und Wirtschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 88]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1956 wurde die importierte Inflation überwiegend im System fester Wechselkurse diskutiert und schließlich zur Vermeidung dieser auslandsinduzierten Inflation die Einführung flexibler Wechselkurse gefordert.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Scherf, &amp;#039;&amp;#039;Inflation&amp;#039;&amp;#039;, in: Anton Zottmann/Willi Albers (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der Wirtschaftswissenschaft (HdWW)&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, 1978, S. 177&amp;lt;/ref&amp;gt; Importierte Inflation konnte in diesem [[Wechselkursregime]] vor allem durch eine [[Aufwertung (Währung)|Aufwertung]] verhindert werden. Im März 1973 wurden dann durch das „[[Blockfloating]]“ der damaligen [[EU-Mitgliedsstaaten]] [[flexibler Wechselkurs|flexible Wechselkurse]] eingeführt. Doch selbst bei flexiblen Wechselkursen kommt es nicht zu den von der [[Kaufkraftparitätentheorie]] erwarteten kompensierenden Wechselkursänderungen, weil sie durch andere Einflussgrößen ([[Konjunktur]]entwicklung, [[Spekulation (Wirtschaft)|Spekulation]], [[Zins]]entwicklung) überdeckt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 192&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kein wirksames Mittel, das die Gefahr eines Inflationsimports grundsätzlich verhindert. Eine vor allem in [[Schwellenland|Schwellen-]] und [[Entwicklungsland|Entwicklungsländern]] praktizierte Maßnahme gegen aus dem Ausland importierte Inflation ist die [[Geldpolitik|geldpolitische]] Strategie der [[Wechselkurssteuerung]]. Hierbei wird den Importgütern im Rahmen der inländischen [[Preisbildung]] von der Zentralbank ein derart großes Gewicht beigemessen, dass sie ihre gesamte [[Geldpolitik]] an diesem Mechanismus ausrichtet. Zurückzuführen ist die Popularität fester Wechselkurse in Entwicklungsländern auf das Phänomen des [[Fear of Floating]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feste Wechselkurse beispielsweise sind zwar eine wirkungsvolle Maßnahme gegen die durch Währungsabwertungen hervorgerufene importierte Inflation, allerdings sind es gerade feste Wechselkursregime, die eine importierte Inflation im engeren Sinne erst möglich machen. Bei flexiblen Wechselkursen möchten die Exporteure die Auslandswährung ebenfalls in Inlandswährung umtauschen. Dabei kommt es jedoch auf dem [[Devisenmarkt]] zu einem [[Angebotsüberhang]] der Auslandswährung, so dass der Kurs der Auslandwährung gegen die Inlandswährung fällt. Dabei kompensiert die Abwertung der Auslandswährung die Preisniveausteigerung im Ausland. Die Inflation im Ausland wird in diesem Fall also &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; importiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Einführung der [[Europäische Wirtschafts- und Währungsunion|Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion]] (EWWU) entfiel die Möglichkeit der Absicherung gegen importierte Inflation aus Mitgliedsländern. Als Ausgleich dafür sind die [[EU-Konvergenzkriterien|Maastricht-Kriterien]] eingeführt worden, nach denen ein Land nur dann den [[Euro]] einführen darf, wenn seine [[Inflationsrate]] die durchschnittliche Inflationsrate der drei preisstabilsten Mitgliedsländer nicht um mehr als 1,5 Prozent überschreitet. Für die bereits im Euro-System befindlichen Mitgliedsländer bestehen allerdings keine verpflichtenden Konvergenzkriterien, so dass in der Praxis deutlich größere Abweichungen bei den Inflationsraten entstehen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://vorsorge-knowhow.de/altersvorsorge/inflationsrate-in-der-europaeischen-union/ |titel=Inflationsrate in der Europäischen Union (Verbraucherpreise) |werk=Vorsorge Knowhow |datum=2021-05-08 |abruf=2021-05-21 |sprache=de-DE}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4161422-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenhandelstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inflation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Makroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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