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	<title>Imperia (Statue) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Imperia_(Statue)&amp;diff=80684&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Taadma: /* Entstehung */</title>
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		<updated>2025-11-13T17:02:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entstehung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Konstanz 080.jpg|mini|Die Imperia-Statue]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Imperia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Statue]] im Hafen von [[Konstanz]] am [[Bodensee]], entworfen und ausgeführt von [[Peter Lenk]]. Die am 24. April 1993 aufgestellte Figur ist aus [[Beton]] gegossen, neun Meter hoch, 18 Tonnen schwer und dreht sich tagsüber mit Hilfe eines Drehtisches innerhalb von vier Minuten&amp;lt;!-- genauer: Die Periode der Drehbewegung der Imperia ist 3 min 58 s, gemessen um 12:29, 14. Mai 2011 (UTC+2h) --&amp;gt; einmal um die eigene Achse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.automation-next.com/antriebstechnik-mechanik/werkstoffe/mit-einer-zentralschmieranlage-dreht-die-imperia-ruckfrei-106.html |titel=Erste Wartung nach 24 Jahren. Mit einer Zentralschmieranlage dreht die Imperia ruckfrei |werk=automation-next.com |datum=2018-03-05 |abruf=2024-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Sockelbauwerk ist eine ältere [[Pegellatte|Pegelmessstation]] integriert, die von einem begehbaren Steg umgeben ist. Die satirische Darstellung des [[Konzil von Konstanz|Konzils von Konstanz]] geht auf eine frivole Erzählung von [[Honoré de Balzac]] aus dessen &amp;#039;&amp;#039;[[Tolldreiste Geschichten|Tolldreisten Geschichten]]&amp;#039;&amp;#039; zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Imperia steht seit August 2024 als [[Kulturdenkmal]] unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;Corinna Scheller: [https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/friedrichshafen/imperia-in-konstanz-ist-kulturdenkmal-100.html &amp;#039;&amp;#039;Konstanzer &amp;quot;Imperia&amp;quot; steht ab sofort unter Denkmalschutz&amp;#039;&amp;#039;], auf swr.de vom 23. August 2024, abgerufen am 7. November 2025. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
Die Statue der Imperia erinnert satirisch an das [[Konzil von Konstanz]] (1414–1418). Sie zeigt eine üppige [[Kurtisane]], der ein tiefes [[Dekolleté]] und ein Umhang, der nur von einem Gürtel notdürftig geschlossen wird, eindeutige [[Erotik|erotische]] Ausstrahlung verleihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf ihren erhobenen Händen trägt sie zwei zwergenhafte nackte Männlein. Der Mann in ihrer rechten Hand trägt auf seinem Haupt die [[Krone]] eines Königs und hält einen [[Reichsapfel]] in der Hand; die Figur in ihrer Linken trägt eine [[Papst|päpstliche]] [[Tiara]] und sitzt mit übereinandergeschlagenen Beinen. Es ist nicht eindeutig, ob die Figuren Porträts von den Machthabern zur Zeit des Konstanzer Konzils, Kaiser [[Sigismund (HRR)|Sigismund]] und Papst [[Martin V.]], darstellen, oder ob sie allgemein als [[Personifikation]]en die weltliche und die geistliche Macht repräsentieren sollen. Der Künstler selbst sieht sie als nackte [[Gaukler]], die sich die Insignien der Macht widerrechtlich aufgesetzt haben, wobei er zu verstehen gibt, dass er die genannten als ebensolche sieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=… Es handelt sich bei den Figuren der Imperia nicht um den Papst und nicht um den Kaiser, sondern um Gaukler, die sich die Insignien der weltlichen und geistlichen Macht angeeignet haben. Und inwieweit die echten Päpste und Kaiser auch Gaukler waren, überlasse ich der geschichtlichen Bildung der Betrachter. …&lt;br /&gt;
 |Autor=Peter Lenk&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Lenk, interviewt durch Jasmin Hummel: &amp;#039;&amp;#039;20 Jahre Imperia. … und sie dreht sich immer noch.&amp;#039;&amp;#039; In: Labhards Bodensee Magazin 2013, S. 44–45.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Imperia mit Narrenkappe und Glöckchen.jpg|mini|hochkant|Detailansicht: Narrenkappe mit Schellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Figurenkonstellation erinnert an die angebliche [[Pornokratie|Mätressenherrschaft]], die der römischen [[Amtskirche]] von ihren heftigsten Kritikern zu manchen Zeiten vorgeworfen wurde. Auch das [[Patriarchat (Soziologie)|Patriarchat]], das über Jahrhunderte hinweg sowohl in der Politik wie in der Kirche herrschte, wird aufs Korn genommen: Kaiser und Papst sind Spielball ihrer eigenen [[Libido]]; die mächtigsten Männer werden von ihren niedersten [[Triebtheorie|Trieben]] beherrscht. Imperia, als Verkörperung der (körperlichen) Liebe, erscheint als die eigentlich mächtige Figur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch des alten Märchenstoffs „[[Des Kaisers neue Kleider]]“ bedient sich das Kunstwerk: Der Kopfschmuck von Imperia ist eine Art [[Narrenkappe]] mit [[Schelle (Musikinstrument)|Schellen]] – Imperia nimmt also nicht nur die Rolle der intriganten Kurtisane ein, sondern auch die des [[Hofnarr]]en, der das Spiel der Mächtigen durchschaut und auf die Schippe nimmt. Die Mächtigen, wenn sie ihrer würdigen [[Amtstracht]] beraubt werden, sind nur noch lächerliche Witzfiguren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stoffgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Raffael 076.jpg|mini|[[Raffael]]s Darstellung der Dichterin [[Sappho]] in den [[Stanzen des Raffael|Stanzen]] des [[Apostolischer Palast|Vatikanpalastes]] (1510/1511) soll nach Zuschreibung von späteren Geschichtsschreibern ein Porträt der historischen Imperia sein. Dies ist jedoch nicht überprüfbar oder historisch gesichert.]]&lt;br /&gt;
Peter Lenk entnahm das unmittelbare literarische Vorbild für die Statue einer Erzählung von [[Honoré de Balzac]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Honoré de Balzac |url=https://www.projekt-gutenberg.org/balzac/tolldrei/chap018.html |titel=Die schöne Imperia |werk=[[Projekt Gutenberg-DE]] |abruf=2018-05-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In seiner frivolen Erzählung &amp;#039;&amp;#039;La belle Impéria&amp;#039;&amp;#039; (erschienen in den &amp;#039;&amp;#039;[[Tolldreiste Geschichten|Tolldreisten Geschichten]],&amp;#039;&amp;#039; 1832–1837) ist die schöne Imperia eine [[Kurtisane]], die sich während des [[Konstanzer Konzil]]s hier aufhielt. Imperia ist die Geliebte von „[[Kardinal|Kardinälen]], Würdenträgern, [[Fürst]]en und [[Markgraf]]en“ und entpuppt sich als heimliche Herrscherin des Konzils: „Die Höchsten wie die Kühnsten umwarben sie, ein Wink von ihr konnte einen das Leben kosten und selbst unerbittliche Tugendbolde krochen ihr auf den Leim und tanzten gleich den andern nach ihrer Pfeife.“ Balzac nimmt die [[Doppelmoral]] der Geistlichen der [[Katholische Kirche|Katholischen Kirche]] aufs Korn. Die Helden seiner Erzählung sind die sinnenfreudige Imperia und ein „armes Pfäfflein“, ein junger, naiver Geistlicher, der sich in sie verliebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balzacs Erzählung beruht auf literarischen Quellen, die mit einer historischen Person in Verbindung gebracht werden. Bevor Balzac sich des Stoffes bediente, trat Imperia bereits bei den Schriftstellern [[Matteo Bandello]], [[Joachim du Bellay]] und [[François Béroalde de Verville]] als literarisierte Figur auf. Die historische Person, auf die sich die literarische Tradition bezieht, war [[Imperia Cognati]] (1481–1512), auch genannt die &amp;#039;&amp;#039;Göttliche Imperia.&amp;#039;&amp;#039; Imperia lebte allerdings fast ein Jahrhundert nach dem Konzil – ihr dortiges Auftreten als Kurtisane ist eine Erfindung Balzacs. Die historische Imperia war eine gebildete [[Italien]]erin, die zu Lebzeiten berühmt war und in die Literatur und Geschichtsschreibung der italienischen [[Renaissance]] einging. [[Pietro Aretino]] rühmte ihre Bildung: „(S)ie weiss auswendig den ganzen [[Francesco Petrarca|Petrarca]] und [[Giovanni Boccaccio|Boccaccio]] und zahllose schöne lateinische Verse aus [[Vergil]], [[Horaz]], [[Ovid]] und tausend anderen Autoren“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burckhardt&amp;quot;&amp;gt;Zitat nach [[Jacob Burckhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kultur der Renaissance in Italien.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 1987, S. 429.&amp;lt;/ref&amp;gt; Imperia scheint, so machen die Zeitgenossen glauben, eine einflussreiche Geliebte von hochrangigen Klerikern, aber auch anderen gutsituierten römischen Bürgern gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzählung Balzacs wurde vor Lenks Imperia-Statue in mehreren Kunstwerken aufgegriffen: [[Lovis Corinth]] schuf 1925 das frivole Gemälde &amp;#039;&amp;#039;[[Die schöne Frau Imperia]],&amp;#039;&amp;#039; das die erste Begegnung zwischen Imperia und dem „armen Pfäfflein“ zeigt. 1927 vertonte [[Franco Alfano]] die Erzählung in der Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Madonna Imperia]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der historische Hintergrund der Konzilsprostituierten ist keine Erfindung: Zur Zeit des Konzils, das vier Jahre dauerte, lebten neben der Konstanzer Stadtbevölkerung, die damals zwischen 5.000 und 7.000 Menschen zählte, zeitweilig bis zu 30.000 Geistliche und Fürsten samt ihren Bediensteten, Kaufleute, Handwerker, Gastwirte usw. in der Stadt. Zudem boten während des Konzils auch eine ganze Anzahl an [[Prostitution|Prostituierten]] ihre Dienste an. Der Konzilschronist [[Ulrich Richental]] berichtet: „Öffentliche Huren in den Hurenhäusern und solche, die selber Häuser gemietet hatten und in den Ställen lagen oder wo sie wollten, deren gab es über 700, ohne die ‚Heimlichen‘, die lasse ich ungezählt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weidhase&amp;quot;&amp;gt;Zitat nach Helmut Weidhase: &amp;#039;&amp;#039;Imperia. Konstanzer Hafenfigur.&amp;#039;&amp;#039; Stadler, Konstanz 1997, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben gewöhnlichen [[Bordell]]en (eines soll um die 30 Prostituierte umfasst haben) gab es auch „gehobenere“ Kurtisanen, die sich eigene Häuser mieteten. Von seinen Erlebnissen in den Konstanzer Bordellen berichtet auch der Dichter und Diplomat [[Oswald von Wolkenstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pope Imperia.JPG|mini|hochkant|links|Nackter Papst in Imperias linker Hand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nackter Kaiser in Imperias rechter Hand.jpg|mini|hochkant|links|Nackter Kaiser in Imperias rechter Hand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konstanz Imperia 01.jpg|mini|Hafeneinfahrt mit Imperia]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konstanz Hafenturm pre1890.jpg|mini|Der alte Hafenturm vor 1890]]&lt;br /&gt;
Die Imperia wurde vom Fremdenverkehrsverein der Stadt Konstanz mit ihrem Vorsitzenden Werner Häusler, den [[Bodensee-Schiffsbetriebe]]n (damals im Besitz der [[Deutsche Bundesbahn|Deutschen Bundesbahn]]) und den Wirten initiiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andreas-Schuler-20180424&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Schuler |url=http://www.suedkurier.de/9708691 |titel=25 Jahre und kein bisschen gealtert: Das ist die skurrile Geschichte des Konstanzer Wahrzeichens Imperia |werk=[[Südkurier]] |datum=2018-04-24 |abruf=2018-07-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept des Kunstwerks entwickelte sich stufenweise in Gesprächen. Die Idee zu einer weiblichen Figur wurde durch die [[Freiheitsstatue|Freiheitsstatue von New York]] angestoßen. Die Idee zu einer kleineren, nicht so pathetischen „flotten Madame“ und zu den Würdenträgern auf den Händen entwickelte Lenk im Gespräch mit seiner Frau. Eine Bekannte steuerte schließlich nach Lektüre von [[Honoré de Balzac|Balzacs]] [[Süffisanz|süffisanten]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marc Reichwein |url=https://www.welt.de/geschichte/article133964786/Sex-war-das-Boom-Gewerbe-auf-dem-Kirchenkongress.html |titel=Sex war das Boom-Gewerbe auf dem Kirchenkongress |werk=[[Die Welt]] |datum=2016-04-15 |sprache=de |abruf=2024-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Tolldreiste Geschichten#Inhalt|Tolldreisten Geschichten]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Florian Stark |url=https://www.welt.de/geschichte/kopf-des-tages/article251987882/Konstanzer-Konzil-Fuer-Sexspiele-mit-ihr-zahlten-Bischoefe-ein-Vermoegen.html |titel=Für Sexspiele mit ihr zahlten Bischöfe ein Vermögen |werk=[[Die Welt]] |datum=2023-11-03 |sprache=de |abruf=2024-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die Idee mit der [[Imperia Cognati|Imperia]] bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Lenk, interviewt durch Jasmin Hummel: &amp;#039;&amp;#039;20 Jahre Imperia. ... und sie dreht sich immer noch.&amp;#039;&amp;#039; In: Labhards Bodensee Magazin 2013, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der Skulptur gibt es ein kleineres Modell.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://cms.uni-konstanz.de/informatik/saupe/forschung/laufende-projekte/3d-surface-acquisition/models/imperia-of-konstanz/ |titel=3D-Modell der Imperia |hrsg=Universität Konstanz, Arbeitsgruppe Multimedia Signalverarbeitung |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110405191726/http://cms.uni-konstanz.de:80/informatik/saupe/forschung/laufende-projekte/3d-surface-acquisition/models/imperia-of-konstanz/ |archiv-datum=2011-04-05 |abruf=2025-09-09 |abruf-verborgen=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[commons:File:Imperia 3d-modell.png|Imperia 3D-Modell]] bei commons.wikimedia.org&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Sockel gehörte früher zu einem [[Mole]]nturm am Konstanzer Hafen, der 1842 errichtet und 1890 wieder abgerissen wurde – bis auf das heute noch bestehende Sockelhäuschen. Die Pegelmessstation besteht sogar bereits seit 1816 und ist damit die älteste im heutigen [[Baden-Württemberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.elwis.de/gewaesserkunde/Wasserstaende/Wasserstaende_start.php.html?target=2&amp;amp;pegelID=aa9179c1-17ef-4c61-a48a-74193fa7bfdf |text=Pegelstand der Messstation Imperia im Konstanzer Hafen (Rheingebiet &amp;gt; Bodensee &amp;gt; Konstanz) |wayback=20131024001322}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lange Zeit stand auf dem Sockel nur ein Stahlgestell, das als [[Bake (Seezeichen)|Bake]] diente. Es musste der Imperia weichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lenk mietete in [[Stuttgart]] einen Saal und gestaltete dort die Imperia. Die Einzelteile der Statue wurden durch eine Fähre aus [[Friedrichshafen]] mit der Bahn als Eigentümerin und nicht durch eine städtische Konstanzer Fähre in einer [[Liste geflügelter Worte/N#Nacht-und-Nebel-Aktion|Nacht- und Nebelaktion]] seeseitig antransportiert, montiert und dann verhüllt. Mehrere tausend Menschen waren am Hafen bei der Einweihung am 24. April 1993 anwesend. Dabei wurde die Statue Stück für Stück enthüllt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Andreas-Schuler-20180424&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Statue war zu Beginn heftig umstritten. Vor allem die Konstanzer Kirchen und konservative Stadträte protestierten gegen die Erhebung einer Prostituierten zum Denkmal und gegen die als zu derb empfundene Darstellung des Papstes, auch das [[Erzbistum Freiburg]] meldete sich mit Bedenken zu Wort. Zu den Gegnern zählte auch der Kunstverein, der die künstlerische Qualität der Statue bezweifelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Statue jedoch auf dem Privatgrundstück der Deutschen Bahn errichtet wurde und nicht auf städtischem Gelände, war es dem Gemeinderat nicht möglich, den Bau zu verhindern. Der [[Denkmalschutz]] sah in der Statue keine Beeinträchtigung der Stadtsilhouette.&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Rindt: &amp;#039;&amp;#039;Als die Hülle der Edelhure fiel.&amp;#039;&amp;#039; In: Südkurier vom 17. April 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Kürze entwickelte sich die Imperia jedoch zu einer Touristenattraktion und zu einem [[Wahrzeichen]] der Stadt. Es dürfte sich zudem um das weltweit größte Denkmal für eine Prostituierte handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Peter Lenk - Der kleine Papst von der Imperia.jpg|mini|hochkant|Kopie des &amp;#039;&amp;#039;Päpstleins&amp;#039;&amp;#039; im [[Bodman-Ludwigshafen|Bodmaner]] Skulpturengarten 2025 {{Coordinate|NS=47.801295|EW=9.030266|type=landmark|region=DE-BW|name=Lage|text=ICON0|dim=60}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die neue Touristinformation im [[Bahnhof Konstanz|Konstanzer Bahnhof]] fertigte Lenk eine Kopie des nackten Papstes an. Auch sie wurde heftig kritisiert. Der Aufsichtsrat der Fremdenverkehrsgesellschaft unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister [[Horst Frank (Politiker)|Horst Frank]] beschloss Mitte 2010 die Entfernung der Skulptur;&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Hupka: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.badische-zeitung.de/nackte-konstanzer-papstfigur-muss-abgebaut-werden Südwest: Nackte Konstanzer Papstfigur muss abgebaut werden].&amp;#039;&amp;#039; In: Badische Zeitung vom 3. Juli 2010, abgerufen am 3. Juli 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; kurz darauf wurde sie abtransportiert und auf dem Wertstoffhof zwischengelagert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.augsburger-allgemeine.de/kultur/Ende-einer-Satire-Papst-Figur-wieder-entfernt-id8149736.html |titel=Ende einer Satire – Papst-Figur wieder entfernt |werk=[[Augsburger Allgemeine]] |datum=2010-07-14 |abruf=2019-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 9. August 2010 verließ die 700 kg schwere Figur Konstanz und wurde in das &amp;#039;&amp;#039;Kunsthaus [[Weiz]]&amp;#039;&amp;#039; in der Ost-Steiermark verbracht. Auf dem Weg dorthin machte sie auf zehn Stationen halt, darunter Orten wie der [[Wallfahrtskirche Birnau]], Bregenz, Salzburg, Maria Zell, Bruck an der Mur und Graz. Das „Päpstlein“ blieb bis zum 4. September 2010 in Weiz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Holger Reile |url=https://www.woz.ch/1034/das-paepstlein/asyl-fuer-den-gnom |titel=&amp;#039;&amp;#039;Asyl für den Gnom&amp;#039;&amp;#039; |werk=Das &amp;quot;Päpstlein&amp;quot; |hrsg=Die Wochenzeitung |datum=26. August 2010 |abruf=2025-07-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin fand die Figur – wenige Meter neben ihrem kaiserlichen [[Pendant]] – ihren endgültigen Verbleib im &amp;#039;&amp;#039;Skulpturengarten in [[Bodman-Ludwigshafen|Bodman]]&amp;#039;&amp;#039; des Bildhauers. Dort kann sie, etwas [[Patina|patiniert]] – auf dem [[Kapitell]] einer Säule thronend – im Rahmen einer Führung mit Peter Lenk samstags ab 11:00 Uhr in Augenschein genommen werden. Die Führungen durch den Bildhauergarten finden ab Anfang April bis Ende Oktober statt und benötigen keine Voranmeldung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Lenk |url=https://peter-lenk.de/fuehrungen |titel=Führungen |werk=Bildhauer Peter Lenk |hrsg=Peter Lenk |datum=2024 |abruf=2025-07-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzierung ==&lt;br /&gt;
Die Errichtung wurde von der [[Computer Gesellschaft Konstanz]] (CGK) gesponsert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.dj1xk.de/konstanz.htm |wayback=20110513191319 |text=Konstanz, Computergesellschaft Konstanz }}, abgerufen am 9. September 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher trägt der Sockel der Imperia nach wie vor ein CGK-Logo, obwohl das Unternehmen seit 2008 unter anderem Namen firmiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herstellungskosten beliefen sich 1993 auf etwa 250.000 DM und wurden ausschließlich von privaten Sponsoren, dem Fremden-Verkehrsverein Konstanz und dem Künstler selbst getragen. Anfang 2002 wechselte der Besitz vom bislang verantwortlichen Verein für symbolische 20.000 DM zur Tourist-Information Konstanz GmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Maike Stork und Julia Sondermann |url=https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/wem-gehoert-die-imperia-und-was-ist-die-statue-am-bodenseeufer-heute-wert;art372448,11543102 |titel=&amp;#039;&amp;#039;Wem gehört die Imperia...&amp;#039;&amp;#039; |werk=Kreis Konstanz |hrsg=Südkurier |datum=2022 |abruf=2025-07-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunstaktion während der Corona-Pandemie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Imperia Coronakampagne.jpg|mini|hochkant|Imperia Corona-Kampagne]]&lt;br /&gt;
Als zu Beginn der [[COVID-19-Pandemie in Deutschland|Corona-Pandemie]] im April 2020 die Pflicht zum Tragen einer [[Alltagsmaske|Mund-Nasen-Bedeckung]] eingeführt wurde, zogen Unbekannte der Imperia ebenfalls einen eigens gefertigten, übergroßen medizinischen Mundschutz an. Die Reaktion des Künstlers Peter Lenk war negativ, er empfinde die Aktion als „billigen Gag“ und sie sei obendrein gefährlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sebastian Küster |url=https://www.suedkurier.de/baden-wuerttemberg/unbekannte-verhuellen-die-imperia-mit-mundschutz-peter-lenk-empfindet-es-als-billigen-gag-und-gefaehrlich-obendrein;art417930,10503419 |titel=Konstanz: Unbekannte verhüllen die Imperia mit Mundschutz: Peter Lenk empfindet es als „billigen Gag – und gefährlich obendrein“ |datum=2020-04-28 |sprache=de |abruf=2021-03-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den [[Online-Community|sozialen Netzwerken]] und [[Blog]]s gab es jedoch auch wohlwollende Kommentare.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.facebook.com/konstanzer.seegefluester/posts/3231416120236290 |titel=Konstanzer Seegeflüster |sprache=de |abruf=2020-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://diezitronenfalterin.de/2020/05/09/alles-neu-macht-der-mai/ |titel=Alles neu macht der Mai... |werk=Die Zitronenfalterin |datum=2020-05-09 |sprache=de-DE |abruf=2020-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Pressebilder der Imperia mit Mundschutz kursierten in den Wochen nach der Aktion in diversen Medien, auch überregional.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart Germany |url=https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.sorgen-in-den-tourismushochburgen-sommersaison-mit-maske.9fe7ff36-0b20-4945-acc9-35c70760ec7a.html |titel=Sorgen in den Tourismushochburgen: Sommersaison mit Maske |sprache=de |abruf=2025-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischenzeitlich wurde die Imperia mit Mundschutz sogar von der Stadt Konstanz im Rahmen ihrer offiziellen Coronakampagne verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helmut Weidhase: &amp;#039;&amp;#039;Imperia. Konstanzer Hafenfigur.&amp;#039;&amp;#039; Stadler, Konstanz 1997, ISBN 3-7977-0374-0.&lt;br /&gt;
* Chris Inken Soppa: &amp;#039;&amp;#039;Imperia. Powerfrau und Hafenikone.&amp;#039;&amp;#039; In: dies.: &amp;#039;&amp;#039;Über jede Grenze hinweg. Bemerkenswerte Frauen am Bodensee.&amp;#039;&amp;#039; Gmeiner, Meßkirch 2021, ISBN 978-3-8392-0524-2, S. 210–213.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Imperia, Konstanz|Imperia}}&lt;br /&gt;
* [http://www.suedkurier.de/Imperia Berichte zur Skulptur Imperia bei suedkurier.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.bodenseepeter.de/imperia Fotos und Video aus Drohnen-Perspektiven]&lt;br /&gt;
* [https://peter-lenk.de Website von Peter Lenk]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Taadma</name></author>
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