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	<title>Immunsuppression - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T15:19:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Immunsuppression&amp;diff=73289&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-28344-6: /* Folgen */ Kommafehler korr</title>
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		<updated>2025-07-28T09:03:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Folgen: &lt;/span&gt; Kommafehler korr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Immunsuppression&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Unterdrückung des körpereigenen Abwehrsystems. Sie bezeichnet einen Vorgang, der die [[Immunologie|immunologische]] Aktivität des [[Humorale Immunantwort|humoralen]] und/oder [[Zelluläre Immunantwort|zellulären Immunsystems]] unterdrückt. Dies kann unerwünschte Folge einer Einwirkung aus der unbelebten Umwelt, einer [[Infektion]], eines [[Krebs (Medizin)|bösartigen Leidens]], einer anders bedingten Erkrankung oder einer seelischen oder körperlichen Überlastung sein, aber auch unerwünschte Folge einer [[Medizinische Diagnostik|medizinischen Diagnostik]] sowie erwünschte oder unerwünschte Folge einer [[Medizinische Behandlung|medizinischen Behandlung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mögliche Ursachen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erkrankung ===&lt;br /&gt;
Im Verlauf einiger Infektionskrankheiten kommt es zu einer Immunsuppression, vor allem durch das [[HIV|Humane Immundefizienz-Virus]], was dem voll ausgebildeten Krankheitsbild den Namen [[AIDS]] gab. Aber auch andere Erreger beeinträchtigen das Immunsystem, so geschieht dies regelmäßig kurzfristig und in einigen Fällen auch über Jahre hinweg nach einer [[Masern|Masern-Infektion]]. Auch Tumorzellen können, beispielsweise als Folge des [[Antigen-Shedding]]s, eine Immunsuppression bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stress ===&lt;br /&gt;
Nach körperlicher und psychischer Überlastung ([[Stress]]) kommt es zu einer Verringerung von Immunzellen im [[Blut]], etwa der [[Granulozyt]]en, der [[Natürliche Killerzelle|natürlichen Killerzellen]] sowie der [[B-Lymphozyt|B-]] und [[T-Lymphozyt]]en. Die immunsuppressive Wirkung von Stress ist Gegenstand der [[Psychoneuroimmunologie]]. In der [[Sportmedizin]] wird die Zeit nach hohen sportlichen Belastungen des Organismus, in der [[Infektionskrankheit]]en vermehrt auftreten, [[Open-Window-Phänomen]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strahlenbelastung ===&lt;br /&gt;
Die Freisetzung radioaktiver Partikel und Gase erhöht die Neigung zu [[Mutation|Mutationen]]. Bei folgenden Ereignissen oder Prozessen tritt diese gehäuft auf: Unfälle in [[Kernkraftwerk]]en, Explosionen von [[Kernwaffe]]n, Abbau radioaktiver Mineralien bzw. Erze, etwa im [[Uranbergbau]], sowie langfristiges Einatmen der Luft in Gebäuden, deren Baumaterial regional bedingt [[Radon]] freisetzt. Zusätzlich kann dabei die Zahl der Immunzellen verringert werden, zumindest in der akuten Phase nach hohen Dosen. Als Folge häufen sich bei den Betroffenen bösartige Erkrankungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Deutschland sozialmedizinisch und gerichtlich anerkannten [[Gesundheitsschäden durch militärische Radaranlagen]], die auf nicht beabsichtigte Freisetzung von Röntgenstrahlen zurückgeführt werden, umfassen vor allem [[Krebs (Medizin)|Krebs]] verschiedener Organe, während Fälle von Immunsuppression in diesem Zusammenhang zwar beschrieben, aber bisher nicht anerkannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schwächung des Immunsystems kann auch eine Folge der immunsuppressiven Wirkung der [[Ultraviolettstrahlung#Biologie|UV-B-Strahlen]] sein, die die [[T-Lymphozyt|T-Zell]]-abhängige Immunantwort stört. Eine übermäßige UVB-Belastung der Haut fördert die Entwicklung von bösartigen Hauttumoren wie [[Basalzellkarzinom]]en und [[Plattenepithelkarzinom]]en&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ipa.ruhr-uni-bochum.de/publik/IPA-Journal_3_11.php ipa.ruhr-uni-bochum.de] UV Strahlung und Hautkrebs, Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung [[Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung|IPA]] 2011, abgerufen am 12. März 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; und mindert die Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien, [[Mykose|Pilzen]] oder Viren deutlich. Auch durch Parasiten hervorgerufene Erkrankungen wie die [[Leishmaniose]], [[Bilharziose]] oder [[Malaria]] verlaufen schwerer und länger nach UV-Exposition.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=27929 pharmazeutische-zeitung.de] Urlaubsattacken auf das Immunsystem, Pharmazeutische Zeitung online 2005, abgerufen am 12. März 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die medizinische Anwendung von Strahlen zur Diagnostik ([[Röntgen]], [[Kernspin]]) und zur Behandlung kann das Immunsystem ebenfalls beeinträchtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medizinische Behandlung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Immunmodulation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Fehlfunktion des Immunsystems kann es nötig sein, die Immunantwort auf spezifische Auslöser medikamentös zu hemmen. Beispiele sind [[Autoimmunerkrankung|Autoimmunerkrankungen]] wie [[Schuppenflechte]] oder [[Entzündlich-rheumatische Erkrankung|entzündlich-rheumatische Erkrankungen]], bei denen das Immunsystem körpereigene Zellen angreift. Außerdem hilft die gezielte Absenkung der Immunantwort, um nach einer [[Transplantation]] von Zellen, Geweben oder Organen Abstoßungsreaktionen zu vermeiden, oder um immunologisch bedingte Reaktionen auf eine [[Bluttransfusion]] zu hemmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei starken allergischen Reaktionen auf Umwelt-Allergene wie etwa bei [[Allergische Rhinitis|Heuschnupfen]], [[Allergisches Asthma|allergischem Asthma]] und [[Allergisches Kontaktekzem|allergischem Kontaktekzem]] wird eine – ebenfalls möglichst spezifische – Immunsuppression angestrebt. Die Medikamente, die dafür eingesetzt werden, heißen [[Immunsuppressivum|Immunsuppressiva]]. Das erste immunsuppressive Medikament war [[Cortison]], die Vorstufe des körpereigenen Hormons [[Cortisol]]. Inzwischen gibt es jedoch neuere Wirkstoffe mit teils höherer Wirksamkeit und geringeren Nebenwirkungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Ein Unterdrücken des [[Immunsystem|Immunsystems]] – egal ob gezielt herbeigeführt oder aufgrund einer Erkrankung – macht Betroffene anfällig für [[Opportunistischer Erreger|opportunistische Erreger]], wie etwa [[Influenza]]-Viren, [[Pneumokokkenimpfstoff|Pneumokokken]] oder [[Meningokokken]]. In der Folge leiden immunsupprimierte Personen häufiger an Infektionskrankheiten, die zusätzlich im Durchschnitt schwerer verlaufen als bei immungesunden Personen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ständige Impfkommission (STIKO) |Titel=Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2021 |Datum=2021-08-26 |Online=https://edoc.rki.de/handle/176904/8683 |Abruf=2021-10-06 |DOI=10.25646/8824}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tim Niehues, Christian Bogdan, Jane Hecht, Thomas Mertens, Miriam Wiese-Posselt |Titel=Impfen bei Immundefizienz: Anwendungshinweise zu den von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen(I) Grundlagenpapier |Sammelwerk=Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz |Band=60 |Nummer=6 |Datum=2017-06 |ISSN=1436-9990 |Seiten=674–684 |Online=http://link.springer.com/10.1007/s00103-017-2555-4 |Abruf=2021-10-06 |DOI=10.1007/s00103-017-2555-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb stuft die [[Ständige Impfkommission|Ständige Impfkommission (STIKO)]] am [[Robert Koch-Institut|Robert Koch-Institut (RKI)]] immunsupprimierte Menschen als [[Risikogruppe]] ein und empfiehlt einen möglichst weitreichenden Schutz mit vollständigen altersentsprechenden Standardimpfungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Außerdem hat die STIKO in Zusammenarbeit mit einigen medizinischen Fachgesellschaften Anwendungshinweise für bestimmte [[Indikationsimpfung|Indikationsimpfungen]] erarbeitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Als sicher für immunsupprimierte Personen gelten hierbei vor allem [[Totimpfstoff|Totimpfstoffe]], etwa gegen [[Herpes Zoster]], [[Influenza]], [[Pneumokokken]] sowie [[Meningokokken]] der [[Serotyp|Serogruppen]] ACWY und B. [[Lebendimpfstoff|Lebendimpfstoffe]] wie zum Beispiel gegen [[MMR-Impfstoff|Mumps-Masern-Röteln]], [[Windpocken|Varizellen]] oder [[Rotavirus|Rotaviren]] bedürfen dagegen einer ärztlichen Einzelfallentscheidung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Norbert Wagner, Frauke Assmus, Gabriele Arendt, Erika Baum, Ulrich Baumann |Titel=Impfen bei Immundefizienz: Anwendungshinweise zu den von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen. (IV) Impfen bei Autoimmunkrankheiten, bei anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen und unter immunmodulatorischer Therapie |Sammelwerk=Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz |Band=62 |Nummer=4 |Datum=2019-04 |ISSN=1436-9990 |Seiten=494–515 |Online=http://link.springer.com/10.1007/s00103-019-02905-1 |Abruf=2021-10-06 |DOI=10.1007/s00103-019-02905-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Gefahr für immunsupprimierte Patienten stellt ein Anstieg des Krebsrisikos dar, z. B. in Form eines [[Non-Hodgkin-Lymphom|Non-Hodgkin-Lymphoms]],&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Donner: [https://www.derbund.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Krebsrisiko-steigt-nach-Organspende-massiv/story/18889724 &amp;#039;&amp;#039;Krebsrisiko steigt nach Organspende massiv&amp;#039;&amp;#039;] In: derbund.ch, 11. September 2018, abgerufen am 11. September 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie ein Anstieg des Risikos für eine [[Mukositis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Basistherapie]]&lt;br /&gt;
* [[Immundefekt]]&lt;br /&gt;
* [[Immunmodulation]]&lt;br /&gt;
* [[Immunologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immunologie]]&lt;/div&gt;</summary>
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