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	<title>Immobilienmarkt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Immobilienmarkt&amp;diff=559861&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Saehrimnir: /* Sektoren des Immobilienmarktes */ BKL Fix</title>
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		<updated>2026-01-31T18:26:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sektoren des Immobilienmarktes: &lt;/span&gt; BKL Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Immobilienmarkt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Immobilienwirtschaft]] ein [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Markt]], auf dem die [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Anbieter]] und [[Nachfrage]]r von [[Immobilie]]n zusammentreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Immobilien werden unterteilt in [[Wohnimmobilie|Wohn-]] und [[Gewerbeimmobilie]]n, die angebotsseitig die wichtigsten [[Teilmarkt|Teilmärkte]] des Immobilienmarkts bilden. [[Marktsegment]]e sind die Nachfragergruppen der [[Unternehmen]] ([[Dienstleistung]], [[Handel]], [[Industrie]], [[Verwaltung]]) und [[Privatperson]]en. Als [[Marktteilnehmer]] fungieren auf der Anbieterseite die [[Bauunternehmen]], [[Wohnungsbaugenossenschaft]]en, [[Wohnungsunternehmen]] und Privatpersonen als [[Verkäufer]] oder [[Immobiliarmiete|Vermieter]] (bei Wohnimmobilien) und die [[Investor]]en oder [[Projektentwicklung (Immobilien)|Projektentwickler]] (bei Gewerbeimmobilien). Nachfrager sind Mieter oder [[Grundstückskaufvertrag|Immobilienkäufer]]. Der [[Marktpreis]] auf dem Immobilienmarkt heißt [[Immobiliarmiete|Miete]] oder [[Marktwert (Immobilie)|Marktwert]] ([[Kaufpreis]]). Sind Angebot und Nachfrage ausgeglichen, so liegt [[Marktgleichgewicht]] vor, die Preise sind [[Gleichgewichtspreis]]e. Marktungleichgewicht ist entweder bei einer [[Angebotslücke]] (beispielsweise [[Wohnraummangel]]) oder bei einer [[Nachfragelücke]] ([[Leerstand]]) vorhanden. Die Immobilienwirtschaft unterscheidet die Teilmärkte &amp;#039;&amp;#039;Vermietungsmarkt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Investmentmarkt&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Markt für Fertigstellungen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsfaktor Immobilien 2017&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Immobilienmarktbericht Deutschland 2017&amp;#039;&amp;#039;, S. 5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenheiten des Immobilienmarkts ==&lt;br /&gt;
Im Vergleich zu anderen Märkten weist der Immobilienmarkt spezifische Eigenheiten auf, die vor allem auf folgende Aspekte zurückzuführen sind:&amp;lt;ref&amp;gt;Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsfaktor Immobilien 2017&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Immobilienmarktbericht Deutschland 2017&amp;#039;&amp;#039;, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Grund und Boden]] ist nur sehr begrenzt durch [[Landgewinnung]] und [[Melioration]] vermehrbar. Der Boden steht für verschiedene Nutzungen wie [[Landwirtschaft|Land-]] und [[Forstwirtschaft]], [[Verkehr]], [[Wohnung|Wohnen]], [[Handel]] oder [[Büro]]räume. Teilweise dient er dem [[Abbau (Bergbau)|Abbau]] von organischen und anorganischen Stoffen, so dass in bestimmten Situationen eine starke Konkurrenz zwischen den unterschiedlichen Nutzungen bestehen kann. Die Nutzbarmachung von Flächen für bestimmte Zwecke wird teilweise staatlich geregelt, zum Beispiel durch die [[Raumordnung]].&lt;br /&gt;
* [[Grundeigentum]] ist ein unbewegliches, an einen [[Standort]] gebundenes Wirtschaftsgut, dessen [[Lage (Immobilie)|Lage]] den [[Preis (Wirtschaft)|Preis]] wesentlich mitbestimmt.&lt;br /&gt;
* Immobilien sind weitgehend [[Homogenität (Wirtschaft)|heterogen]], sodass Nachfrager einen Anlass bekommen, einen bestimmten Anbieter oder qualitativ höherwertige Güter ([[Luxuswohnung]]en) vorzuziehen und die Anbieter einen Anlass haben, bestimmte Nachfrager zu präferieren ([[Einkommensmillionär]]e). [[Qualität]]sunterschiede und [[Präferenz (Wirtschaftswissenschaften)|Präferenz]]en sind typisch für heterogene Güter wie Immobilien.&lt;br /&gt;
* Immobilien befriedigen eines der [[Grundbedürfnis]]se des Menschen, nämlich das [[Wohnen]], und in gewissem Maß auch den Wunsch nach [[Sicherheit]].&lt;br /&gt;
* Immobilien gehören in der [[Volkswirtschaftslehre]] zu den [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)#Nach Möglichkeit des Transports|nicht handelbaren Gütern]] wegen zu hoher [[Transaktionskosten]] und/oder räumlicher Bindung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=NIg0giAwQRwC&amp;amp;pg=PA460&amp;amp;dq=Immobilien+nicht+handelbare+G%C3%BCter&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiQ4qnrk_3jAhVB46QKHdXTDhkQ6AEILzAB#v=onepage&amp;amp;q=Immobilien%20nicht%20handelbare%20G%C3%BCter&amp;amp;f=false Egon Görgens/Karlheinz Ruckriegel/Franz Seitz, &amp;#039;&amp;#039;Europäische Geldpolitik: Theorie - Empirie - Praxis&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 460]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Eigenheiten wirken sich auf die Marktstruktur des Immobilienmarkts aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem ist zu berücksichtigen, dass beim [[Gütermarkt]] vor allem in Zeiten wirtschaftlicher [[Prosperität]] die &amp;#039;&amp;#039;Angebotskonkurrenz&amp;#039;&amp;#039; in der Regel eine wesentlich größere Rolle spielt als die Nachfragekonkurrenz. Beim Immobilienmarkt besitzt dagegen in prosperierenden Zeiten die &amp;#039;&amp;#039;Nachfragekonkurrenz&amp;#039;&amp;#039; eine hohe Bedeutung. Gütermärkte konzentrieren sich auf leicht auffindbare und bekannte Angebotsorte (z.&amp;amp;nbsp;B. Läden, Kaufhäuser). Beim Immobilienmarkt herrscht eine sich ständig ändernde räumliche Angebotsstreuung vor. Schließlich sind die rechtlichen Rahmenbedingungen des Immobilienmarktes ungleich komplizierter als diejenigen der Gütermärkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marktstrukturen ==&lt;br /&gt;
Die [[Markttransparenz]] ist auf dem Immobilienmarkt wegen der [[Heterogenität]] der Immobilien eingeschränkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Y_m051NtBugC&amp;amp;pg=PA10&amp;amp;dq=Immobilienmarkt+transparenz&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjExeWZm8XhAhUowqYKHW7nBbIQ6AEIQzAF#v=onepage&amp;amp;q=Immobilienmarkt%20transparenz&amp;amp;f=false Kathrin Köhling, &amp;#039;&amp;#039;Barwertorientierte Fair Value-Ermittlung für Renditeimmobilien in der IFRS-Rechnungslegung&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 10]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Intransparenz ruft transparenzerzeugende Gewerbe hervor. Deshalb sorgen [[Immobilienmakler]] und [[Internetportal]]e (etwa [[ImmobilienScout24]]; in den USA um ein Vielfaches umfangreicher: [[Zillow]]) für die Verbesserung der Transparenz. Die Nachfrager müssen ihre Investitions- oder Mietentscheidungen oft auf der Grundlage [[Unvollständige Information|unvollständiger Information]] treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=JMA2DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA121&amp;amp;dq=Immobilienmarkt+unvollkommener+Markt&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi81q7f88XhAhXDZ1AKHX74ALcQ6AEILjAB#v=onepage&amp;amp;q=Immobilienmarkt%20unvollkommener%20Markt&amp;amp;f=false Nico B. Rottke/Matthias Thomas (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Immobilienwirtschaftslehre – Management&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 121]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Realisierung eines [[Bauvorhaben]]s (zwischen [[Bauantrag]] und [[Bezugsfertigkeit]] vergehen zwischen 12 und 24 Monaten bei [[Wohngebäude]]n und über fünf Jahren bei [[Industrieanlage]]n) hat lange Produktionszeiten zur Folge, so dass von einer unelastischen [[Angebotselastizität]] auszugehen ist, weil nur mit größerer [[Time-Lag|Zeitverzögerung]] auf Nachfrageänderungen reagiert werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Kathrin Köhling, &amp;#039;&amp;#039;Barwertorientierte Fair Value-Ermittlung für Renditeimmobilien in der IFRS-Rechnungslegung&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 9&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bautätigkeit folgt der Nachfrage in der Regel also mit einem [[Verzögerungseffekt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gesellschaft für&lt;br /&gt;
immobilienwirtschaftliche Forschung (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsfaktor Immobilien 2017&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Immobilienmarktbericht Deutschland 2017&amp;#039;&amp;#039;, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt; Immobilien sind als heterogenes Gut zwar hinsichtlich ihrer [[Eigenschaft]]en verschiedenartig, dennoch sind sie zu einem geringen Grad [[Substitutionsgut|substituierbar]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ronald Weberndorfer, &amp;#039;&amp;#039;Auswirkungen von Naturgefahren auf die Immobilien- und Grundstückspreise&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 60&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Standortgebundenheit legt den [[Nutzungswert]] von Immobilien durch exogene Faktoren fest, welche durch Dritte (wie etwa eine [[Gemeinde|Kommune]]) vorgegeben werden (Wohnimmobilien: [[Einkauf]]smöglichkeit, Nähe zur [[Arbeitsstätte]], [[Sozialer Brennpunkt|soziale Umgebung]], [[Verkehrsanbindung]]; Gewerbeimmobilien: [[Kaufkraft (Konsum)|Kaufkraftpotenzial]], [[Passantenfrequenz]], [[Parkplatz|Parkplätze]]). Immobilien unterliegen wegen ihrer mangelnden [[Fungibilität]] einer eingeschränkten [[Liquidierbarkeit]], die auf einen durch die hohe [[Kapitalbindung]] begrenzten Kreis von Nachfragern zurückzuführen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Kathrin Köhling, &amp;#039;&amp;#039;Barwertorientierte Fair Value-Ermittlung für Renditeimmobilien in der IFRS-Rechnungslegung&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Transaktionskosten]] sind relativ hoch&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kathrin Köhling 2011&amp;quot;&amp;gt;Kathrin Köhling, &amp;#039;&amp;#039;Barwertorientierte Fair Value-Ermittlung für Renditeimmobilien in der IFRS-Rechnungslegung&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt; und erreichen durchschnittlich 12 % des Kaufpreises (siehe [[Nebenkosten beim Grundstückskauf]]). Es gibt &amp;#039;&amp;#039;direkte Transaktionskosten&amp;#039;&amp;#039; ([[Grunderwerbsteuer (Deutschland)|Grunderwerbsteuer]], [[Notargebühr|Notar-]] und [[Gerichtsgebühr]]en) und &amp;#039;&amp;#039;indirekte Transaktionskosten&amp;#039;&amp;#039; (Suchkosten oder [[Informationskosten]] durch die Einschaltung eines Immobilienmaklers). Bei der Liquidierbarkeit ist die Zeitgröße der Liquidationsdauer zu berücksichtigen. Liquidierbarkeit setzt funktionsfähige Märkte voraus. Je höher die Transaktionskosten und Informationskosten sind, umso schlechter wird die Liquidierbarkeit auch von Immobilien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=EFYReDF_FPMC&amp;amp;pg=PA411&amp;amp;dq=Liquidierbarkeit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwix1p2eqsbhAhUO0aYKHe81CnIQ6AEILjAB#v=onepage&amp;amp;q=Liquidierbarkeit&amp;amp;f=false Hans-Hermann Francke/Heinz Rehkugler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Immobilienmärkte und Immobilienbewertung&amp;#039;&amp;#039;, 2012, S. 406]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die sehr lange [[Nutzungsdauer]] führt dazu, dass [[Neubau (Bauwesen)|Neubauten]] und [[Immobilie#Immobilienaufkäufer|Bestandsimmobilien]] konkurrieren, wobei letztere überwiegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kathrin Köhling 2011&amp;quot;/&amp;gt; Die hohe Kapitalbindung führt zu eher wenigen Anbietern und Nachfragern in den einzelnen Teilmärkten, was [[Oligopol]]strukturen begünstigt. Insgesamt ist der Immobilienmarkt ein sehr unvollkommener Markt, sodass die Immobilienpreise nicht einheitlich zustande kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Nico B. Rottke/Matthias Thomas (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Immobilienwirtschaftslehre – Management&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Angebotsstrukturen&lt;br /&gt;
Der Immobilienmarkt kann hinsichtlich seiner Angebotsstrukturen in vier Teilmarktkategorien eingeteilt werden:&lt;br /&gt;
* Teilmärkte nach &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungszustand&amp;#039;&amp;#039;: [[Landwirtschaftliche Nutzfläche]], [[Bauerwartungsland]], [[Bauland]], erschlossene [[Grundstück]]e, neu bebaute Grundstücke, modernisierter [[Altbau]], Sanierungsgrundstücke, Abbruchobjekte.&lt;br /&gt;
* Teilmärkte nach &amp;#039;&amp;#039;Nutzungskategorien&amp;#039;&amp;#039;: Markt für wohnliche Nutzung, Markt für gewerbliche Nutzung, Markt für Objekte der primären Produktion (z.&amp;amp;nbsp;B. land- und forstwirtschaftliche Betriebe).&lt;br /&gt;
* Teilmärkte nach &amp;#039;&amp;#039;Vertragsalternativen&amp;#039;&amp;#039; zur Besitzerlangung: Kaufimmobilien, [[Erbbaurecht]], [[Leasing|Immobilienleasingobjekte]], Immobilien[[nießbrauch]], Miete, Pacht.&lt;br /&gt;
* Teilmärkte nach &amp;#039;&amp;#039;Raumkriterien&amp;#039;&amp;#039;: [[Markt|Lokale Märkte]] (z.&amp;amp;nbsp;B. für Ladenlokale in Ia-Geschäftslagen), regionale Märkte (z.&amp;amp;nbsp;B. Wohnungsmarkt), überregionale Märkte (z.&amp;amp;nbsp;B. für Anlageobjekte der Zielgruppe [[Immobilienfonds]] und [[Immobilienaktiengesellschaft]]en).&lt;br /&gt;
Viele dieser Teilmärkte spalten sich noch in weitere Untermärkte auf. Bei Wohnimmobilien reicht das Spektrum vom Einzimmer-[[Apartment]] über die 3- bis 4-Zimmer-Wohnung, das [[Reihenhaus]] und das freistehende [[Einfamilienhaus]] bis hin zum [[Mehrfamilienhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Teilbarkeit&lt;br /&gt;
Im kapitalmarkttheoretischen Kontext ist die Immobilie von ihrer [[Teilbarkeit]] einzigartig. Eine Immobilie zur Eigennutzung ist mit verhältnismäßig hohen [[Investitionsausgaben]] verbunden. Durch vertragliche Gestaltung lässt sich diese fehlende Teilbarkeit aufbrechen, so z.&amp;amp;nbsp;B. durch den gemeinschaftlichen Erwerb einer Immobilie in Form einer [[Personengesellschaft]] oder als [[Gesamtschuld]]ner oder die Aufteilung in Eigentumswohnungen. Der Zugang zu einem [[Diversifikation (Wirtschaft)|diversifizierten]] [[Portfolio]] ist jedoch nur über ein spezielles Anlagevehikel wie z.&amp;amp;nbsp;B. einem [[Investmentfonds]] möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bevölkerungsstruktur&lt;br /&gt;
Ende Februar 2006 tagte in [[Wien]] eine von der [[EU]] unterstützte Konferenz [[Real Estate]]. Sie stellte fest, dass die [[Überalterung]] europäischer Gesellschaften beginnt, sich bremsend auf die dortigen Immobilienmärkte auszuwirken. Beispielsweise wird [[Italien]]s Bevölkerung bis 2050 um 20 bis 25 % schrumpfen, was die private Wohnvorsorge schon jetzt etwas verringert. Außerdem fehlen derzeit [[Konjunktur#Hochkonjunktur (Boom)|boomende]] [[Wirtschaftszweig|Wirtschaftsbranchen]], so dass neben dem Wohnungs- auch der Büromarkt stagniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland und [[Österreich]] wird die Bevölkerungsschrumpfung ein etwas geringeres Ausmaß erreichen&amp;lt;!--welche Statistik?--&amp;gt;, doch die Stagnationseinflüsse könnten auch hier in einigen Jahren zu wirken beginnen. Von Westeuropa ist nur [[Frankreich]] in einer besseren Position, während der negative Bevölkerungstrend in den östlichen [[EU-Erweiterung|EU-Beitrittsländern]] lediglich um einige Jahre verzögert als in [[Westeuropa]] eintreten dürfte.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch &amp;#039;&amp;#039;FAZ&amp;#039;&amp;#039; vom 24. Februar 2006, S. 47 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sektoren des Immobilienmarktes ==&lt;br /&gt;
Der private Immobilienmarkt wird in [[Mehrfamilienhaus|Mehrfamilienhäuser]], [[Reihenhaus|Reihenhäuser]] und [[Einfamilienhaus|Einfamilienhäuser]] unterteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=zs_SmsIgVEwC&amp;amp;pg=PA21&amp;amp;dq=Marktsegmente+des+Immobilienmarkts&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiT8t-cmcXhAhVL4KYKHXheDgc4ChDoAQhEMAY#v=onepage&amp;amp;q=Marktsegmente%20des%20Immobilienmarkts&amp;amp;f=false Stefan Michel, &amp;#039;&amp;#039;Marketingkonzept&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 21]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weitere Aufteilung differenziert nach der Art der Nachfrager zwischen [[Sozialer Wohnungsbau in Deutschland|Sozialwohnungen]], Standardwohnungen und [[Luxuswohnung]]en oder zwischen [[Mietwohnung]]en und [[Wohnungseigentum (Deutschland)|Wohnungseigentum]]. Für die Preisbildung (Miete oder Kaufpreis) ist neben der Bauqualität die [[Wohnlage]] ausschlaggebend. Der gewerbliche Immobilienmarkt lässt sich nach der [[Nutzung (Gebäude)|Nutzungsart]] aufteilen in Gewerbeimmobilien für Handel und Dienstleistung ([[Lagerhalle]]n, [[Laden (Geschäft)|Läden]], [[Bürogebäude]]), Verwaltung ([[Verwaltungsgebäude]]) und [[Industrie]] ([[Industrieanlage]]n aller Art). Der Preisbildung liegen hier die [[Geschäftslage]] und das [[Wertermittlung|Objektrating]] zugrunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch manche Aktivitäten &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; dem Beginn eines [[Bauvorhaben]]s zählen zum Immobilienmarkt, vor allem zur [[Erschließung (Grundstück)|Erschließung]] von [[Baugrundstück]]en: Amtliche [[Flächenwidmung]] und Genehmigungsverfahren, [[Stadtplanung]], Natur- und Ensembleschutz, Planung und Errichtung der [[Versorgungsleitung|Versorgungs-]] und [[Entsorgung]]sleitungen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besteuerung von Immobilien ==&lt;br /&gt;
=== Ertragsteuern ===&lt;br /&gt;
Immobilien und deren Einkünfte genießen einen besonderen steuerlichen Status. Ihnen wird in der Besteuerung von Privatpersonen eine eigene Einkunftsart, in [[Deutschland]] die der [[Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (Deutschland)|Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung]] zugeordnet. Bevorteilt sind diese Einkünfte vor allem gegenüber etwa gewerblichen Einkünften, die neben der [[Einkommensteuer]] zusätzlich der [[Gewerbesteuer (Deutschland)|Gewerbesteuer]] unterliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehrsteuern ===&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Verkehrsteuer]]n sind Immobilien durch das [[Grunderwerbsteuergesetz (Deutschland)|Grunderwerbsteuergesetz]] anders gestellt als bewegliche Vermögensgegenstände. Eine Grundstückstransaktion kostet in der Regel je nach Bundesland mit bis zu 6,5 % des Wertes der [[Gegenleistung]] (Stand: 2019). Bei Anwendung der Grunderwerbsteuer wird die Transaktion von der [[Umsatzsteuer]] freigestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Substanzsteuern ===&lt;br /&gt;
Zu den [[Substanzsteuer]]n gehört die [[Grundsteuer]], die sehr unterschiedlich berechnet wird. Daneben können vom Staat weitere Abgaben wie zum Beispiel für die [[Entwässerung]] auferlegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steuerliche Abschreibungen ===&lt;br /&gt;
Immobilienanlagen wurden in der Vergangenheit wiederholt steuerlich gefördert. Häufig erfolgte dies mittelbar über steuerliche [[Abschreibung]]smöglichkeiten oberhalb des tatsächlichen Substanzverzehrs. Der Nachsteuerertrag konnte zeitweise stark erhöht ausgewiesen werden, was in der Abwägung gegenüber anderen Investitionsmöglichkeiten die Immobilien bevorteilte. Nicht zu übersehen ist jedoch der Minderertrag in Folgeperioden sowie Preiserhöhungen der Verkäufer. Besondere steuerliche Abschreibungen führten daher häufig zu Marktverwerfungen (Beispiel: Fördergebietsgesetz in den neuen Bundesländern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Immobilienbezogene Vorgänge und Berufe ==&lt;br /&gt;
In vielen Staaten haben sich für die [[Immobilienverwaltung]] und den [[Wohnungsmarkt]] besondere Rechtsvorschriften entwickelt, die auch spezielle [[Verwaltungsverfahren]] und [[Beruf]]e hervorgebracht haben, insbesondere:&lt;br /&gt;
* [[Grundbuch]], [[Bergbuch]] (für den Bergbau), [[Eisenbahnbuch]] u.&amp;amp;nbsp;ä., früher auch die [[Landtafel]] (adeliger Grundbesitz) – sie dienen den &amp;#039;&amp;#039;bücherlichen Rechten&amp;#039;&amp;#039; wie [[Eigentum]], [[Hypothek]]en, [[Wegerecht (Sachenrecht)|Wege]]-, [[Wasserrecht]] und anderen Rechten als spezielle Sicherstellung.&lt;br /&gt;
* [[Kataster]] (je nach Art ein Steuer- bzw. ein [[Grundstückskataster]]), der vom [[Vermessungsamt]] (in Teilen Deutschlands [[Katasteramt]]) angelegt, betreut und aktuell gehalten wird.&lt;br /&gt;
* [[Notar]]e für [[Beglaubigung]]en, [[Beurkundung]]en von [[Grundstückskaufvertrag|Grundstückskaufverträgen]], [[Erbschaft|Erb]]-, [[Schenkungsversprechen]] und anderen [[Vertrag|Verträgen]].&lt;br /&gt;
* [[Rechtsanwalt|Rechtsanwälte]], die auf [[Grundstücksrecht]], [[Wohnungsrecht]] etc. spezialisiert sind.&lt;br /&gt;
* [[Hausverwaltung]]en und [[Immobilienmakler]].&lt;br /&gt;
* [[Immobilienkaufmann]] als Beruf in der [[Immobilienwirtschaft]].&lt;br /&gt;
* [[Kreditinstitut]]e für die [[Immobilienfinanzierung]] und das [[Immobilienbanking]].&lt;br /&gt;
* [[Analyst]]en, [[Research]]er und [[Marktforschung|Marktforscher]] im Zusammenhang mit der Beobachtung des Immobilienmarktes und deren Analyse und Interpretation.&lt;br /&gt;
* Weitere, vor allem mit dem [[Bauwesen]] zusammenhängende Berufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Der Immobilienmarkt ist ein [[Faktormarkt]], weil auf ihm der volkswirtschaftliche [[Produktionsfaktor]] [[Boden (Produktionsfaktor)|Boden]] als [[Handelsobjekt]] gehandelt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=esPnBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA32&amp;amp;dq=immobilienmarkt+faktormarkt&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwje_5rhoNz1AhVNPOwKHYdEAXQQ6AF6BAgHEAE#v=onepage&amp;amp;q=immobilienmarkt%20faktormarkt&amp;amp;f=false Hermann Witte, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2007, S. 32]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die übrigen Produktionsfaktoren [[Arbeit (Volkswirtschaftslehre)|Arbeit]] und [[Kapital]] werden auf einem eigenen Faktormarkt ([[Arbeitsmarkt]] bzw. [[Kapitalmarkt]]) gehandelt. Voraussetzung für die Handelbarkeit aller Produktionsfaktoren ist deren [[Faktormobilität]], die durch [[Arbeitsmobilität]] und [[Kapitalmobilität]] bei den anderen Produktionsfaktoren mehr oder weniger intensiv vorhanden ist. Immobilien sind jedoch unbeweglich, weil ein Grundstück naturgemäß dauerhaft an einen [[Standort]] gebunden ist. Ihre Faktormobilität wird anstatt dessen durch die Möglichkeit, dass sie den [[Grundbesitzer]] wechseln können und dass die vorhandene [[Bodennutzung]] durch eine [[Nutzungsänderung]] verändert werden kann, sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die güterwirtschaftliche Eigenheit der Immobilien als [[Handelsobjekt]]e auf dem Immobilienmarkt eignen sie sich auch – wie andere Güter – zu [[Spekulation (Wirtschaft)|Spekulationszwecken]], speziell [[Immobilienspekulation]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Grundstücksbewertung]]&lt;br /&gt;
* [[Immobilienmarkt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
* [[Immobilienmarkt (China)]]&lt;br /&gt;
* [[Zersiedelung]]&lt;br /&gt;
* [[Bausubstanz]]&lt;br /&gt;
* [[Schrottimmobilie]]&lt;br /&gt;
* [[Bundesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen]],&lt;br /&gt;
* [[Ring Deutscher Makler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Immobilienmarkt.&amp;#039;&amp;#039; Wochenbeilage der [[FAZ]]&lt;br /&gt;
* Steffen Metzner: &amp;#039;&amp;#039;Immobilienökonomische Methoden zur Entscheidungsunterstützung und Planung.&amp;#039;&amp;#039; Monsenstein und Vannerdat, Münster 2013, ISBN 978-3-95645-027-3.&lt;br /&gt;
* Nico B. Rottke, Matthias Thomas (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Immobilienwirtschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039; Immobilien-Manager-Verlag, Köln 2011, ISBN 978-3-89984-208-1.&lt;br /&gt;
* Egon Murfeld (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Spezielle Betriebswirtschaftslehre der Immobilienwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. Haufe, Freiburg/München 2014, ISBN 978-3-648-04507-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://immobilientutor.de/anlage/studie-ifo-immobilienwirtschaft.html Studie: &amp;#039;&amp;#039;Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Immobilienwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;] (Kurzfassung des Gutachtens des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung e.&amp;amp;nbsp;V. an der Universität München)&lt;br /&gt;
* [http://www.immobilienmarktbericht-deutschland.info/ Immobilienmarktbericht Deutschland]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/12981/Dissertation_K%C3%BCster.pdf Schönheit und Wert von Wohnimmobilien: Ergebnisse einer Befragung der TU Chemnitz]&amp;#039;&amp;#039;, Dr. Nicole Küster &amp;amp; Prof. Dr. Friedrich Thießen, Mai 2014 – [https://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/bwl4/pub/Thiessen_Kuester_2014.pdf Kurzzusammenfassung] (2 Seiten, PDF)&lt;br /&gt;
* [http://www.pantera.de/presse/artikel/article//denkmal-stud/?cHash=fe01b56d76dc172ea75aa3aecc10ee29 Bundesweite Denkmal-Studie von IfD Allensbach/pantera Immobilien: &amp;#039;&amp;#039;Historische Baudenkmale sind beliebteste Immobilienform&amp;#039;&amp;#039;], Dezember 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4123416-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immobilienmarkt| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelszweig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humangeographie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Immobilienwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Städtebau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Saehrimnir</name></author>
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