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	<title>Immanuel Röder - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T13:51:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Immanuel_R%C3%B6der&amp;diff=2320704&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2025-12-25T16:14:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Immanuel Röder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Januar]] [[1916]] in [[Heilbronn]]; † [[17. Oktober]] [[1940]] in [[Brandenburg an der Havel|Brandenburg]]-[[Görden]]) war, soweit bisher bekannt, das einzige Mitglied der [[Evangelische Landeskirche in Württemberg|Evangelischen Landeskirche in Württemberg]], das in der [[NS-Zeit]] den [[Kriegsdienstverweigerung|Kriegsdienst verweigerte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kindheit und Jugend ==&lt;br /&gt;
Immanuel Röders Eltern waren der [[Evangelist (Prediger)|Evangelist]], d.&amp;amp;nbsp;h. Laienprediger in der Zeltmission, Karl Röder und seine Frau Mathilde Röder, geborene Springer. Immanuel Röder war das zweite von vier Geschwistern. Er wurde am 17.&amp;amp;nbsp;Februar 1916 in Heilbronn in der [[Christuskirche (Heilbronn)#Südkirche|Südkirche]] getauft und in Korntal konfirmiert. 1925 zog die Familie Röder nach [[Korntal-Münchingen|Korntal]]. Die Eltern wurden Mitglied der [[Evangelische Brüdergemeinde Korntal|Evangelischen Brüdergemeinde Korntal]]. Die Familie Röder wohnte im Haus Neuhalde 46.&amp;lt;ref&amp;gt; Maier, Seite 17 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immanuel Röder wurde in Heilbronn eingeschult. Ab der zweiten Klasse besuchte er die Grundschule in Korntal. Anschließend besuchte er die Höhere Knabenschule, die er mit der [[Mittlerer Schulabschluss|Mittleren Reife]] abschloss. Er hatte insgesamt durchschnittliche Schulnoten, aber er konnte sehr gut [[Zeichnung (Kunst)|zeichnen]] und [[Klavierspiel|Klavier spielen]].&amp;lt;ref&amp;gt; Maier, Seite 19–20 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Jugendlicher stand er dem [[Nationalsozialismus]] kritisch gegenüber. 1931 beschrieb er das Verhalten einiger Mitschüler während einer Klassenfahrt: „Wieder andere betätigen sich politisch, indem sie ihren Gefühlen Ausdruck geben und zum hundertsten Male das Hitlerlied anstimmen.“&amp;lt;ref&amp;gt; Maier, Seite 34–35 &amp;lt;/ref&amp;gt; Mit einem Onkel mütterlicherseits, der Mitglied in der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] war, hatte Immanuel Röder offenbar immer wieder Konflikte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fotografenschule und Reichsarbeitsdienst ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 1. September 1936 besuchte Immanuel Röder eine Fotografenschule in München. Am 25. August 1937 wurde er zum [[Reichsarbeitsdienst]] eingezogen und kehrte von dort Ende März 1938 nach Korntal zurück. Nach der [[Novemberpogrome 1938|Pogromnacht]] vom 9. auf den 10. November 1938 schrieb der 22-Jährige seiner Mutter auf einer offenen Postkarte: „Dieses [[Reich (Territorium)|Reich]] wird untergehen.“&amp;lt;ref&amp;gt; Maier, Seite 29 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriegsdienstverweigerung und Flucht ==&lt;br /&gt;
Über die Jahre 1938 bis 1940 gibt es widersprüchliche Angaben aus seinem Familien- und Freundeskreis. Auch die Aktenlage ist trotz intensiver Recherchen nicht eindeutig. Wahrscheinlich sollte Immanuel Röder in den Wochen als der [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] begann zum Militärdienst eingezogen werden. Um dem Dienst an der Waffe zu entgehen, meldete er sich zum [[Militärischer Sanitätsdienst|Dienst als Sanitäter]]. Sein Antrag wurde jedoch abgelehnt. Im September 1939 wurde er der 2. Batterie schwere [[Artillerietruppe von Wehrmacht und Waffen-SS|Artillerie]], Ersatzabteilung 43 zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Personenstammblatt für Immanuel Röder bei der Wehrmachtauskunftsstelle in Berlin&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 26.&amp;amp;nbsp;November 1939 der 3. Batterie Regiment 43 Landshut. Ab 15.&amp;amp;nbsp;Januar 1940 zurück in die 2. Batterie Artillerie, Regiment 43, jeweils als Kanonier. Zu Beginn des Dokuments liest man: „Diensteintritt nicht verzeichnet.“&lt;br /&gt;
Er entzog sich der Rekrutierung von München aus durch Flucht in die [[Tschechoslowakei]]. Der am 15. März 1939 begonnene Einmarsch deutscher Truppen mit dem Ziel der [[Zerschlagung der Rest-Tschechei]] machte seine Pläne zunichte. Er wurde aufgegriffen und in Haft genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zuchthaus und Hinrichtung ==&lt;br /&gt;
Immanuel Röder wurde von einem [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Militärgericht]] zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt. Dieses Urteil erschien dem zuständigen Kommandeur zu milde; er legte Berufung ein. Daraufhin wurde Immanuel Röder nach Berlin gebracht und dort – vermutlich im Spätsommer 1940 – vom [[Gericht der Wehrmachtskommandantur Berlin|Gericht der Wehrmachtskommandantur]] wegen „[[Fahnenflucht#Zeit des Nationalsozialismus|Fahnenflucht]] gemäß [[Kriegssonderstrafrechtsverordnung]]“ zum [[Todesstrafe|Tode verurteilt]]. Das Urteil wurde am 17.&amp;amp;nbsp;Oktober 1940 im [[Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel|Zuchthaus Brandenburg-Görden]] vollstreckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eberhard Cherdron, Arnd Götzelmann |Titel=Zwischen Nachtgestirn und Sonnentag: Freundschaftliche Beiträge zu Theologie, Tiefenpsychologie und Sozialarbeitswissenschaft. Festschrift für Dieter Wittmann zum 80. Geburtstag |Verlag=BoD – Books on Demand |Datum=2021 |ISBN=978-3-7543-2073-0 |Seiten=105 |Online=https://www.google.de/books/edition/Zwischen_Nachtgestirn_und_Sonnentag/qlpEEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=%22immanuel+r%C3%B6der%22&amp;amp;pg=PA104&amp;amp;printsec=frontcover |Abruf=2025-12-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Roeder-immanuel-korntal-johannes-daur-strasse06.jpg|mini|Stolperstein für Immanuel Röder]]&lt;br /&gt;
Ein [[Stolpersteine|Stolperstein]] für Immanuel Röder wurde in [[Korntal-Münchingen|Korntal]] vor der Alten Lateinschule, der heutigen Musikschule, verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johannes Maier: &amp;#039;&amp;#039;Immanuel Röder 1916–1940. Ein Kriegsdienstverweigerer in Korntal.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag, Waldkirch 2016, 73 Seiten [In den Einzelnachweisen &amp;quot;Maier&amp;quot; genannt]&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor= |Titel=Initiative Stolpersteine: Immanuel Röder 1916–1940 |Sammelwerk=Amtsblatt Korntal-Münchingen |Nummer=19 |Datum=2019-05-09 |Seiten=13 |Online=[https://www.korntal-muenchingen.de/site/Korntal-Muenchingen/get/documents_E-592268736/korntal-muenchingen/Korntal-Muenchingen_Bilder/Amtsblattausgaben/Amtsblatt%20Korntal-M%c3%bcnchingen%20KW19_2019.pdf#page=13 PDF] |Abruf=2019-07-03}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.korntal-wuerdigt-nazi-opfer-erinnerung-an-einen-ermordeten.a469918b-354f-4cd1-afdc-5b6aecbf5d8a.html Stuttgarter Zeitung, 2. Juni 2019, von Heidi Knobloch. Korntal würdigt Nazi-Opfer. Erinnerung an einen Ermordeten.]&lt;br /&gt;
* [https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009810.html Lebenshaus Schwäbische Alb, online-Magazin, 11. Mai 2016, von Johannes Maier. Immanuel Röder, ein kaum bekannter Kriegsdienstverweigerer des Zweiten Weltkrieges aus Korntal, Württemberg.]&lt;br /&gt;
* [https://www.evangelisches-gemeindeblatt.de/fileadmin/user_upload/EG/e-Paper/2018/23-2018/ePaper-EvG-23-2018.pdf Evangelisches Gemeindeblatt für Württemberg 23 / 2018, vom 10. Juni 2018, Seite 20. Von Andreas Steidel. Entehrt und enthauptet.]&lt;br /&gt;
* [https://upgr.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de/uploads/Dateien/Presseberichte/JM-IR20160122.pdf Johannes Maier, Zum Gedenken an den Korntaler Kriegsdienstverweigerer des Zweiten Weltkrieges Immanuel Röder - aus Anlass seines 100. Geburtstages am 7. Januar 2016, Aufsatz, 3 Seiten mit Foto, Waldkirch im Breisgau, 2016]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1161689729|VIAF=2131153063214819320008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Roder, Immanuel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Evangelische Landeskirche in Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Militärjustiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Friedensbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Friedensbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsdienstverweigerung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gericht der Wehrmachtskommandantur Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Baden-Württemberg ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Röder, Immanuel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Kriegsdienstverweigerer im Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Januar 1916&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Heilbronn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Oktober 1940&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Brandenburg-Görden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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