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	<title>Immanuel Birnbaum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Immanuel_Birnbaum&amp;diff=1065329&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Josef J. Jarosch am 15. März 2026 um 13:43 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-15T13:43:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Immanuel Birnbaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. August]] [[1894]] in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]], [[Ostpreußen]]; † [[22. März]] [[1982]] in [[München]]) war ein deutscher [[Journalist]] und [[Publizist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Immanuel Birnbaum war ein Sohn des [[Chasan (Kantor)|Oberkantors]] Edward Birnbaum (1855–1920) und der Ida Klein (1867–1922). Sein Bruder wurde als polnischer Widerstandskämpfer 1942 von den Deutschen erschossen, seiner Schwester gelang die Flucht. Die Familie hatte die österreichische Staatsbürgerschaft und ab 1904 die preußische und deutsche. Birnbaum wurde 1940 aus dem Deutschen Reich ausgebürgert; er erhielt 1947 die österreichische und 1955 erneut die deutsche Staatsbürgerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte von 1912 bis 1919 – unterbrochen durch die zeitweilige Teilnahme am Ersten Weltkrieg – Rechtswissenschaften und Philosophie in [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg]], [[Albertus-Universität Königsberg|Königsberg]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]]. Nach dem Ende des Krieges war Birnbaum in München als Sprecher der [[Freistudentenschaft|nichtkorporierten Studenten]] an der Gründung des dortigen [[Allgemeiner Studierendenausschuss|Allgemeinen Studentenausschusses]] (AStA) im November 1918 und wenig später auch an der des Dachverbandes [[Deutsche Studentenschaft]] führend beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Studium arbeitete das [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]-Mitglied (seit 1917) Birnbaum als Journalist. 1919 begann er hauptberuflich für SPD-Parteizeitungen zu schreiben, zunächst als Politikredakteur der &amp;#039;&amp;#039;[[Münchener Post]]&amp;#039;&amp;#039;. Nach einigen Monaten wechselte er nach Bremen und wurde leitender Redakteur des kurzlebigen &amp;#039;&amp;#039;[[Bremer Zeitungswesen|Bremer Volksblatts]]&amp;#039;&amp;#039;; 1920 wurde er als Nachfolger des SPD-Politikers [[Paul Löbe]] als Chefredakteur der Breslauer &amp;#039;&amp;#039;[[Volkswacht (Breslau)|Volkswacht]]&amp;#039;&amp;#039; berufen.&amp;lt;ref&amp;gt;mmanuel Birnbaum: &amp;#039;&amp;#039;Achtzig Jahre dabei gewesen&amp;#039;&amp;#039;. München 1977, S. 84, 86 ff., 94 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er lebte seit 1927 als Korrespondent für verschiedene deutschsprachige Zeitungen in [[Warschau]]. Er war Korrespondent des [[Ullstein-Nachrichtendienst|Ullstein-Nachrichtendienstes]], der Presseagentur des großen Berliner Medienkonzerns, wobei er hauptsächlich für die &amp;#039;&amp;#039;[[Vossische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; berichtete und kommentierte. Als der Ullstein-Verlag 1933 dem Druck der Hitler-Regierung nachgab und auf die nationalsozialistische Linie einschwenkte, kündigte Birnbaum. Er schrieb nun vorrangig für deutschsprachige Zeitungen in Osteuropa, außerdem zwei Jahre lang für die &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, der das Regime etwas mehr redaktionellen Spielraum einräumte. 1935 musste Birnbaum aufgrund seiner jüdischen Herkunft die Tätigkeit für das Frankfurter Blatt einstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Immanuel Birnbaum: &amp;#039;&amp;#039;Achtzig Jahre dabei gewesen&amp;#039;&amp;#039;. München 1977, S. 103, 129–130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Warschau unterhielt er nach 1933 auch Verbindungen zur Exil-SPD ([[Sopade]]) und zu [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945#Polnischer Widerstand 1939–1945|polnischen Widerstandskreisen]]. Nach dem [[Überfall auf Polen|deutschen Einmarsch in Polen]] emigrierte er 1939 über Lettland zunächst nach Finnland und später Schweden, wo er von 1940 bis 1943 wegen illegaler Widerstandsarbeit interniert wurde. 1946 kehrte er zunächst als Presse[[attaché]] der österreichischen [[Gesandtschaft]] nach Warschau zurück, wurde von dort aber 1949 ausgewiesen und übersiedelte nach [[Wien]], wo er wieder als Korrespondent für mehrere Zeitungen, darunter die &amp;#039;&amp;#039;[[Süddeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; in München, tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1953 bis 1972 leitete Birnbaum schließlich das Ressort Außenpolitik der &amp;#039;&amp;#039;Süddeutschen Zeitung&amp;#039;&amp;#039;; von 1960 bis 1976 war er dort zudem stellvertretender [[Chefredakteur]]. In dieser Zeit galt er als scharfsinniger Vordenker einer auf Verständigung zielenden „[[Neue Ostpolitik|Neuen Ostpolitik]]“. Für sein journalistisches und politisches Wirken wurde er mehrfach ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birnbaum heiratete 1923 Lucia Richter (1900–1945). Sie hatten zwei Kinder, darunter den Zeithistoriker und Politikwissenschaftler [[Karl E. Birnbaum]]. 1949 heiratete er die Bibliothekarin Lydia Alicja Orszanowska (1927–2006), mit der er ebenfalls zwei Kinder hatte. Der jüngste Sohn [[Michael Birnbaum]] war ebenfalls Journalist und bei der Süddeutschen Zeitung unter anderem Afrika-Korrespondent. Der schwedische Kurator [[Daniel Birnbaum]] ist ein Enkel Birnbaums. Er veröffentlichte 2018 die fiktionale Biografie &amp;#039;&amp;#039;Dr. B.&amp;#039;&amp;#039; über dessen Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland und die Exiljahre in Schweden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)|Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich]] (1960)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.parlament.gv.at/dokument/XXIV/AB/10542/imfname_251156.pdf Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952] (PDF-Datei; 6,59&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Theodor-Wolff-Preis]] (1970)&lt;br /&gt;
* [[Bayerischer Verdienstorden]] (1971)&lt;br /&gt;
* [[Wasaorden|Königlicher Wasa-Orden]] (Schweden, 1972)&lt;br /&gt;
* [[Orden des Löwen von Finnland]] (1973)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung der studentischen Selbstverwaltung in Deutschland 1918/19.&amp;#039;&amp;#039; In: Victor-Emanuel Preusker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für [[Hermann Wandersleb]] zur Vollendung des 75. Lebensjahres.&amp;#039;&amp;#039; Bonn 1970, S. 37–48.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Achtzig Jahre dabeigewesen. Erinnerungen eines Journalisten&amp;#039;&amp;#039;. München : Süddeutscher Verlag, o.&amp;amp;nbsp;J. (1974)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Munzinger-Archiv|Munzinger]] &amp;#039;&amp;#039;Internationales Biographisches Archiv.&amp;#039;&amp;#039; 31/1982 vom 26. Juli 1982.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Walk]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Leo Baeck Institute, Jerusalem, Saur, München 1988, ISBN 3-598-10477-4.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Sternfeld]], Eva Tiedemann: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Exilliteratur 1933–1945. Eine Bio-Bibliographie.&amp;#039;&amp;#039; Vorwort von [[Hanns Wilhelm Eppelsheimer]], Schneider, Heidelberg/Darmstadt, 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Birnbaum, Immanuel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Birk–Braun.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München 1995, ISBN 3-598-22683-7, S. 10–19.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Birnbaum, Immanuel&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 1980, S. 65 f.&lt;br /&gt;
* [[Klaus G. Saur]]: &amp;#039;&amp;#039;Birnbaum, Immanuel.&amp;#039;&amp;#039; In: Karin Peter, Gabriele Bartelt-Kircher, Anita Schröder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitungen und andere Drucksachen. Die Bestände des Dortmunder Instituts für Zeitungsforschung als Quelle und Gegenstand der Forschung.&amp;#039;&amp;#039; Klartext-Verlag, Essen 2014, ISBN 978-3-8375-1015-7, S. 444.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--;Belletristik&lt;br /&gt;
* [[Daniel Birnbaum]]: &amp;#039;&amp;#039;Dr. B.: Roman&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzerin Ursel Allenstein. München : Piper, 2021 ([https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/daniel-birnbaums-roman-dr-b-17469879.html Rezension])--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Peter Glotz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der weiße Elefant. SZ-Serie: Aufmacher (XIII) - Immanuel Birnbaum, kultureller Zwischenträger.&amp;#039;&amp;#039; Süddeutsche Zeitung, 17. Mai 2010. ([https://www.sueddeutsche.de/kultur/sz-serie-aufmacher-xiii-der-weisse-elefant-1.431087 Volltext auf sueddeutsche.de])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118663437}}&lt;br /&gt;
* [https://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-115565 Ausführlicher Lebenslauf in der Zentralen Nachlassdatenbank des Bundesarchivs]&lt;br /&gt;
* [[Peter Glotz]]: [https://www.sueddeutsche.de/kultur/sz-serie-aufmacher-xiii-der-weisse-elefant-1.431087 Porträt von Immanuel Birnbaum] in Süddeutsche Zeitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118663437|LCCN=n/2001/60166|VIAF=35250365}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Birnbaum, Immanuel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungsjournalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Auslandskorrespondent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Süddeutsche Zeitung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentenfunktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsche Studentenschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Theodor-Wolff-Preises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Löwen von Finnland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Wasaordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Birnbaum, Immanuel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Roth, Ferdinand&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Journalist und Publizist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. August 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Königsberg (Preußen)|Königsberg]], [[Provinz Ostpreußen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. März 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Josef J. Jarosch</name></author>
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