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	<title>Immanenz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T09:26:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Immanenz&amp;diff=485874&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Firma Odin: überflüssigen Punkt entfernt</title>
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		<updated>2025-12-04T17:08:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;überflüssigen Punkt entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Immanenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;immanere&amp;#039;&amp;#039;}}, ‚darin bleiben‘, ‚anhaften‘) bezeichnet das in den Dingen Enthaltene, das sich aus ihrer individuellen und objektiven Existenzweise ergibt. Es ist der Gegenbegriff zur [[Transzendenz]]. Das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;immanent&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine in einem Gegenstand innewohnende Eigenschaft, die somit nicht durch Folgerung oder Interpretation hergeleitet worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistesgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die [[Scholastik]] unterscheidet immanente Handlungen, die sich auf den Handelnden beziehen, von transzendenten, die über den Handelnden hinausweisen. Des Weiteren bedeutet Immanenz:&lt;br /&gt;
* in der Philosophie [[Spinoza]]s die Anwesenheit Gottes in der Welt als Ursache aller Wirkungen&amp;lt;ref&amp;gt;Baruch de Spinoza: &amp;#039;&amp;#039;Kurze Abhandlung von Gott, dem Menschen und dessen Glück.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Werner Baltruschat, Sämtliche Werke, Band&amp;amp;nbsp;1, Meiner, Hamburg 1991, S.&amp;amp;nbsp;34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ganz im Sinne Spinozas (&amp;#039;&amp;#039;[[Deus sive Natura]]&amp;#039;&amp;#039;: „Gott bzw. Natur“) dichtete [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]] 1812:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Was wär ein Gott, der nur von außen stieße,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Kreis das All am Finger laufen ließe!&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ihm ziemt’s, die Welt im Innern zu bewegen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Natur in Sich, Sich in Natur zu hegen,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
So dass, was in Ihm lebt und webt und ist,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nie Seine Kraft, nie Seinen Geist vermisst.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Wolfgang von Goethe: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Ausgabe. Poetische Werke&amp;#039;&amp;#039; [Band 1–16], Band 1, Berlin 1960 ff, S. 535 ([http://www.zeno.org/Literatur/M/Goethe,+Johann+Wolfgang/Gedichte/Gedichte+(Ausgabe+letzter+Hand.+1827)/Gott+und+Welt/Pro%C3%B6mion online] bei Zeno.org)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* nach [[Immanuel Kant|Kant]] in erkenntnistheoretischer Sicht das Verbleiben in den Grenzen möglicher Erfahrung ([[Kritik der reinen Vernunft|KrV]] B&amp;amp;nbsp;352 und B&amp;amp;nbsp;671)&lt;br /&gt;
* bei [[Friedrich Wilhelm Joseph Schelling|Schelling]], der Spinoza eine Verdinglichung des Seienden und damit einen [[Determinismus]] vorhielt, den Einschluss des Endlichen (Naturalismus = Immanenz) in das Absolute (Theismus = Transzendenz) als Vorbedingung der Freiheit, da alles in Gott enthalten und der Mensch ein Reflex Gottes ist&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Wilhelm Joseph Schelling: [http://www.hs-augsburg.de/~harsch/germanica/Chronologie/19Jh/Schelling/sch_frei.html &amp;#039;&amp;#039;Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit und die damit zusammenhängenden Dinge.&amp;#039;&amp;#039;] Sämmtliche Werke, Band VII, Stuttgart/Augsburg 1860, S.&amp;amp;nbsp;336.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* in der [[Phänomenologie]] [[Edmund Husserl]]s die [[Sphäre]] zweifelloser Gegebenheiten&amp;lt;ref&amp;gt;Edmund Husserl: &amp;#039;&amp;#039;Idee der Phänomenologie.&amp;#039;&amp;#039; Husserliana Band II. 1907, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Natur als Transzendenz in der Erscheinung als Immanenz&amp;lt;ref&amp;gt;Edmund Husserl: &amp;#039;&amp;#039;Grundprobleme der Phänomenologie.&amp;#039;&amp;#039; Husserliana Band 13, 1910/11, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bei [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel|Hegel]] bezogen auf das Wesen, das sich aus sich heraus zu sich macht&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Wilhelm Friedrich Hegel: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft der Logik I. Erster Teil: Die objektive Logik&amp;#039;&amp;#039; (Auf der Grundlage der Werke von 1832–1845 neu edierte Ausgabe, Redaktion Eva Moldenhauer und Karl Markus Michel). Frankfurt am Main 1986 (= Werke 5 stw 605), S. 16, 51 und 133.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Müller (Mediziner)|Jürgen Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Oskar Panizza – Versuch einer immanenten Interpretation.&amp;#039;&amp;#039; Medizinische Dissertation Würzburg (1990) 1991, S. 3 (zitiert) und 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bei [[Karl Jaspers]] Dasein, Bewusstsein überhaupt und Geist als die drei immanenten Weisen des Umgreifenden, die das Subjekt bilden&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Jaspers: &amp;#039;&amp;#039;Chiffren der Transzendenz,&amp;#039;&amp;#039; S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bei [[Gilles Deleuze]] den Grundbegriff einer differenztheoretischen [[Ontologie]], den er mit dem Leben gleichsetzte&amp;lt;ref&amp;gt;Gilles Deleuze: &amp;#039;&amp;#039;Die Immanenz: ein Leben …&amp;#039;&amp;#039; In: F. Balke, J. Vogel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gilles Deleuze – Fluchtlinien der Philosophie&amp;#039;&amp;#039;, Fink, München 1996, S.&amp;amp;nbsp;29–33.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bei [[Niklas Luhmann]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Niklas Luhmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Religion der Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; (=Taschenbuch Wissenschaft 1581), Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002, S.&amp;amp;nbsp;77.&amp;lt;/ref&amp;gt; setzt Religion die Existenz von zwei Sinnbereichen, der Immanenz und der Transzendenz, voraus. Für ihn sei eine Kommunikation immer dann religiös, wenn sie Immanentes unter dem Gesichtspunkt der Transzendenz betrachtete. Denn die spezifische Funktion von Transzendenz sei die ‚Sinngebung‘. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der französische Philosoph [[André Comte-Sponville]] versucht eine &amp;#039;&amp;#039;Spiritualität der Immanenz&amp;#039;&amp;#039; zu entwickeln. Es gebe keine Transzendenz, denn alles, was es gebe, sei Teil des „einen großen Ganzen“, wir Menschen auch. Aber dieses Ganze sei im Sinne [[Ludwig Wittgenstein]]s unaussprechlich „das Mystische“. Comte-Sponville greift ein Wort von [[Jules Laforgue]] auf und spricht von „&amp;#039;&amp;#039;Immansität&amp;#039;&amp;#039; (= Immanenz + Immensität&amp;lt;ref&amp;gt;Französisch &amp;#039;&amp;#039;immensité&amp;#039;&amp;#039;: Unermesslichkeit, unendliche Weite, Gewaltigkeit.&amp;lt;/ref&amp;gt;) (…). Wir sind in dem großen Ganzen, und das geht, endlich oder nicht, in jeder Hinsicht über uns hinaus: Seine Grenzen, wenn es überhaupt welche hat, sind für uns definitiv unerreichbar“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[André Comte-Sponville]]|Titel=Woran glaubt ein Atheist? Spiritualität ohne Gott|Verlag=Diogenes|Ort=Zürich|Datum=2009|ISBN=9783257240276|Seiten=171|Originaltitel=L&amp;#039;esprit de l&amp;#039;atheisme. Introduction a une spiricualite sans Dieu|Originalsprache=fr|Originaljahr=2006|Originalort=Editions Albin Michel, Paris|Übersetzer=Brigitte Große}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch dass es unerreichbar ist mache es noch nicht zur Transzendenz. Transzendenz, etwas das das Ganze übersteigt, gebe es nicht; wenn es etwas derartiges gäbe, sei dies wiederum Teil des größeren Ganzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[André Comte-Sponville]]|Titel=Woran glaubt ein Atheist? Spiritualität ohne Gott|Verlag=Diogenes|Ort=Zürich|Datum=2009|ISBN=9783257240276|Seiten=162f|Originaltitel=L&amp;#039;esprit de l&amp;#039;atheisme. Introduction a une spiricualite sans Dieu|Originalsprache=fr|Originaljahr=2006|Originalort=Editions Albin Michel, Paris|Übersetzer=Brigitte Große}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Systemimmanent]]&lt;br /&gt;
* [[Eduard von Hartmann]]&lt;br /&gt;
* [[Immanente Kritik]]&lt;br /&gt;
* [[Immanenzphilosophie]] (auch als &amp;#039;&amp;#039;immanente Philosophie&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) ist eine [[Philosophie|philosophische]] Strömung, die sich auf das [[Erfahrung#Philosophische Ansätze|Erfahrbare]] und Gegebene beschränkt. „Immanent“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass alles [[Sein (Philosophie)|Sein]] dem [[Ich]] (dem [[Bewusstsein]]) bereits immanent ist, das heißt im Bewusstsein enthalten ist.&lt;br /&gt;
* [[Inhärenz]]&lt;br /&gt;
* [[Reziproke Immanenz]], nach Aussagen der johanneischen Theologie, innertrinitarische Verhältnis von Gott Vater und Gott Sohn, sowie die Beziehung des Menschen zu Gott durch Jesus Christus&lt;br /&gt;
* [[Werkimmanente Interpretation]] (Werkimmanenz, immanente Interpretation, bei [[Emil Staiger]]&amp;lt;ref&amp;gt;Emil Staiger: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der Interpretation. Studien zur deutschen Literaturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 5., unveränderte Auflager. Zürich 1967, S. 9–33.&amp;lt;/ref&amp;gt; bezogen auf die textimmanente Interpretation)&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Müller: &amp;#039;&amp;#039;Oskar Panizza – Versuch einer immanenten Interpretation.&amp;#039;&amp;#039; 1991, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert Hugo Ziegler: &amp;#039;&amp;#039;Elemente einer Metaphysik der Immanenz&amp;#039;&amp;#039;. transcript, Bielefeld 2017, ISBN 978-3-8376-4100-4.&lt;br /&gt;
* L. Oeing-Hanhoff: Artikel &amp;#039;&amp;#039;Immanenz,&amp;#039;&amp;#039; in: [[Historisches Wörterbuch der Philosophie]], Band 4, hrsg. von Joachim Ritter und Karlfried Gründer, Schwabe, Basel/Stuttgart 1976, S.&amp;amp;nbsp;220–237.&lt;br /&gt;
* Susanne Beer: &amp;#039;&amp;#039;Immanenz und Utopie – Zur Kulturkritik von Theodor W. Adorno und Guy Debord.&amp;#039;&amp;#039; LIT-Verlag, Münster 2012, ISBN 978-3-643-11487-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|immanent}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ontologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phänomenologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Firma Odin</name></author>
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