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	<title>Imeri Gramvousa - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Yvi8: Ortsnamen besser voneinander abgegrenzt</title>
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		<updated>2025-08-25T12:40:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ortsnamen besser voneinander abgegrenzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Insel&lt;br /&gt;
|NAME= Imeri Gramvousa&lt;br /&gt;
|BILD1= Imeri Gramvousa.jpg&lt;br /&gt;
|BILD1-TEXT= Südseite von Imeri Gramvousa&lt;br /&gt;
|BILD2= &lt;br /&gt;
|BILD2-TEXT= &lt;br /&gt;
|GEWAESSER= Mittelmeer&lt;br /&gt;
|GRUPPE= [[Kreta]]&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 35/36/39/N&lt;br /&gt;
|LAENGENGRAD= 23/34/46/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO= GR-M&lt;br /&gt;
|KARTE= &lt;br /&gt;
|POSKARTE= &lt;br /&gt;
|LAENGE= 1.26&lt;br /&gt;
|BREITE= 1.16&lt;br /&gt;
|FLAECHE= 0.722&lt;br /&gt;
|ERHEBUNG= &lt;br /&gt;
|HOEHE= 124&lt;br /&gt;
|HOEHE-BEZUG= &lt;br /&gt;
|HAUPTORT= &lt;br /&gt;
|EINWOHNER= 0&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{elS|Ήμερη Γραμβούσα}} {{F.Sg.}}, in der Antike &amp;#039;&amp;#039;Mese&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barrington&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Richard Talbert u. a. |Titel=[[Barrington Atlas of the Greek and Roman World]] |Verlag=Princeton University Press |Ort=Princeton |Datum=2000 |Seiten=925, 928}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine Felseninsel vor der Nordwestküste der [[Griechenland|griechischen]] Insel [[Kreta]]. In Abgrenzung zur 2,2&amp;amp;nbsp;Kilometer nordöstlich gelegenen Insel &amp;#039;&amp;#039;[[Agria Gramvousa]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|el|Άγρια Γραμβούσα}}) trägt sie den Zusatz &amp;#039;&amp;#039;Imeri&amp;#039;&amp;#039;, was „zahm“ bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Victoria Kyriakopoulos |Titel= Kreta |TitelErg=Deutsche Ausgabe |Verlag=Lonely Planet |Datum=2009 |ISBN=978-3-8297-1607-9 |Seiten=125 |Online=http://books.google.de/books?id=40_Kc8DNBssC&amp;amp;pg=PA125&amp;amp;lpg=PA125&amp;amp;dq=Imeri+Gramvousa+L%C3%A4nge&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_5SJqhP3fp&amp;amp;sig=oMm6L7CnzF-aBObZ-ftgCt7-19M&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=_4rSTI2yMYfNswaQqOX0DA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=8&amp;amp;ved=0CDYQ6AEwBw#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2010-11-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; liegt in der Gemeinde [[Kissamos]] des [[Chania (Regionalbezirk)|Regionalbezirks Chania]], etwa 15&amp;amp;nbsp;Kilometer nordwestlich der Gemeindehauptstadt, der Kleinstadt Kissamos &amp;#039;&amp;#039;(Kissamou Kastelli)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Balos 5.jpg|mini|links|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Blick von [[Balos]] auf Imeri Gramvousa&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Insel &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; liegt etwas über einen Kilometer vor der Westküste der Halbinsel &amp;#039;&amp;#039;[[Gramvousa]]&amp;#039;&amp;#039; im äußersten Nordwesten Kretas. Die Herkunft der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; ist nicht genau bekannt. Als am wahrscheinlichsten gilt die Ableitung von der venezianischen Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Capo Buso&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt „Kap mit Öffnung“, für das &amp;#039;&amp;#039;Kap Vouxa&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|el|Άκρα Βούξα}}) an der Nordspitze der Halbinsel. Es trägt auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Trypiti&amp;#039;&amp;#039;, „mit Loch“, und die Einheimischen sprechen &amp;#039;&amp;#039;Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; heute noch mit „b“ aus, also &amp;#039;&amp;#039;Grambousa&amp;#039;&amp;#039;, wie in dem ehemaligen venezianischen Namen &amp;#039;&amp;#039;Buso&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.gramvousa.com/pages.aspx?id=322&amp;amp;lang=de |titel=Geschichtlicher Überblick zur Festung von Gramvousa |hrsg=www.gramvousa.com |abruf=2010-11-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 1,5 Kilometer südlich von &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; befindet sich das &amp;#039;&amp;#039;Kap Tigani&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|el|Ακρωτήρι Τηγάνι}}, „Pfannenkap“) mit der Lagune von &amp;#039;&amp;#039;[[Balos]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|el|Μπάλος}}), einer touristischen Sehenswürdigkeit der Natur Westkretas. In den Sommermonaten verkehren täglich Ausflugsschiffe von Kissamos zur Insel und der Lagune. Auf &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; ist dabei die Ruine einer venezianischen [[Festung]] zu besichtigen. Sie war die westlichste Verteidigungsstellung der [[Republik Venedig]] vor Angriffen auf die im späten [[Mittelalter]] zu [[Venedig]] gehörenden Insel Kreta und blieb auch nach der Eroberung Kretas durch das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]] 1669 noch 23&amp;amp;nbsp;Jahre in venezianischer Hand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; hat eine Fläche von 72,2 [[Hektar]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Charles Arnold |Titel=Die Inseln des Mittelmeers |TitelErg=Ein einzigartiger und vollständiger Überblick |Auflage=2. |Verlag=Mare Buchverlag |Ort=Hamburg |Datum=2008 |ISBN=978-3-86648-096-4 |Seiten=340}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Insel ist über 1200&amp;amp;nbsp;Meter lang und 1100&amp;amp;nbsp;Meter breit. Die höchste Erhebung mit 124&amp;amp;nbsp;[[Höhe über dem Meeresspiegel|Metern]] befindet sich im Südwesten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://msi.nga.mil/MSISiteContent/StaticFiles/NAV_PUBS/SD/Pub132/Pub132bk.pdf |titel=Sailing Directions (enroute) |titelerg=Pub. 132 |seiten=132 |format=PDF 7,02 MB |sprache=en |abruf=2011-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf ihr befindet sich die ehemalige venezianische Festung &amp;#039;&amp;#039;Garabusa&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Grabusa&amp;#039;&amp;#039;, griechisch &amp;#039;&amp;#039;Kastro Gramvousas&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|el|Κάστρο Γραμβούσας}}). Mit Ausnahme der Südküste ziehen sich [[Steilküste]]n um die Insel. In der Mitte von &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; befindet sich eine 40 bis 50&amp;amp;nbsp;Meter hohe Ebene, die an einigen Stellen [[Abbruchkante|Abbrüche]] zum Meer aufweist. Am ausgeprägtesten sind diese an den beiden kleinen Buchten der Südseite, wodurch hier der Zugang zur Insel erleichtert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Imeri Gramvousa 09.JPG|mini|links|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Südküste der Insel&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
An der Westseite der westlichen kleinen Bucht, südlich der Festungsruine, befindet sich der Bootsanleger für die Ausflugsschiffe von Kissamos. Die Bucht ist teilweise von einem Strand umgeben, hinter dem inmitten einer Vielzahl von [[Agaven]] einige kleine Gebäude stehen, die aber nicht dauerhaft bewohnt sind. Zwischen den beiden Buchten der Südküste liegt ein [[rost]]endes Schiffswrack, die dort im Januar 1968 gestrandete [[Dimitrios P (Schiff, 1921)|&amp;#039;&amp;#039;Dimitrios P&amp;#039;&amp;#039;]], auf Grund. Neben den Gebäuden führt ein steiler Weg zur Festungsanlage hinauf. Er endet am Eingang zur Festung an deren Nordostseite. Die Festungsanlage hat die Form eines Dreiecks, von dem zwei Seiten zur Küste im Westen und Süden liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kastro Gramvousas 07.JPG|mini|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Umgang mit Kulturerbe: [[Markuslöwe]] vor dem Festungseingang&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Imeri Gramvousa 15.JPG|mini|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Blüte des Orientalischen Kapernstrauchs&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Während die Festungsmauern der etwa 175&amp;amp;nbsp;Meter langen Südseite und der ungefähr 325&amp;amp;nbsp;Meter messenden Nordostseite noch gut erhalten sind, ist am Steilabfall zum Meer an der 285&amp;amp;nbsp;Meter langen Westseite keine Mauer vorhanden. Am besten erhalten ist der Eingangsbereich mit dem Torhaus etwa im Zentrum der Nordostseite. Auf dem Zugangsweg zum Eingangstor liegen Relikte einer steinernen Löwenfigur, des venezianischen [[Markuslöwe|Löwen von San Marco]], und eines ebenfalls steinernen Wappenschildes. Im Inneren der Festungsanlage sind kaum noch Gebäudereste vorhanden. Die ehemalige Festungskapelle ist das einzige Gebäude mit erhaltenem Dach, einem [[Tonnengewölbe]]. Die [[Apsis]] der kleinen Kirche hingegen ist zur Hälfte eingestürzt. Von anderen Gebäuden sind nur noch Mauerreste und Fundamente erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Teil der Festungsfläche ist inzwischen mit niederen Pflanzen bewachsen, wie sie auf der gesamten Insel vorkommen. Dabei unterscheidet sich der Bewuchs von &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; nur unwesentlich von der Vegetation der Halbinsel &amp;#039;&amp;#039;Gramvousa&amp;#039;&amp;#039;. Auf der Insel wurden bisher 173 unterschiedliche Farn- und Samenpflanzenarten gefunden. Von diesen kommt die [[Hundskamillen|Hundskamille]] &amp;#039;&amp;#039;[[Anthemis glaberrima]]&amp;#039;&amp;#039; nur auf den beiden &amp;#039;&amp;#039;Gramvousa&amp;#039;&amp;#039;-Inseln vor, hat auf &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; aber nur ein kleines Vorkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url={{IUCN|ID=61617|ScientificName=Anthemis glaberrima|PureURL=yes}} |titel=Anthemis glaberrima |hrsg=www.iucnredlist.org |abruf=2010-11-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie und das auf &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; wachsende [[Zeitlosengewächse|Zeitlosengewächs]] &amp;#039;&amp;#039;[[Androcymbium rechingeri]]&amp;#039;&amp;#039; sind gesetzlich geschützt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.gramvousa.com/pages.aspx?id=323&amp;amp;lang=de |titel=Vegetation und Flora |hrsg=www.gramvousa.com |abruf=2010-11-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außer wenigen [[Tamarisken]] &amp;#039;&amp;#039;(Tamarix)&amp;#039;&amp;#039; nahe der Anlegestelle im Südwesten ist die Insel baumlos. Neben der vor allem an der Südküste verbreiteten [[Agave americana|Amerikanischen Agave]] &amp;#039;&amp;#039;(Agave americana)&amp;#039;&amp;#039; zählt der [[Kaper|Echte Kapernstrauch]] &amp;#039;&amp;#039;(Capparis spinosa)&amp;#039;&amp;#039; zu den am häufigsten vorkommenden Pflanzen der Insel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.my-kaliviani.com/html/gramvoussa.html |titel=Ausflug – per Schiff – Insel Gramvoussa |hrsg=www.my-kaliviani.com |abruf=2010-11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Dem britischen Entdecker, Historiker und Schriftsteller [[Tim Severin]] zufolge handelt es sich bei &amp;#039;&amp;#039;Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; um die [[Griechische Mythologie|mythische]] Insel &amp;#039;&amp;#039;[[Aiolia (Insel)|Aiolia]]&amp;#039;&amp;#039; (Αἰολία), der Heimatinsel des Gottes [[Aiolos (Mythologie)|Aiolos]], dem Herrn der Winde. Hier soll [[Odysseus]] auf seiner Rückreise vom [[Trojanischer Krieg|Trojanischen Krieg]] nach [[Ithaka]] einen Monat verbracht und Aiolos diesem einen vernähten Sack mit Sturmwinden übergeben haben, der verschlossen bleiben sollte, um eine glückliche Heimkehr des Odysseus zu garantieren. Nachdem die Gefährten des Odysseus den Sack kurz vor Ithaka öffneten, trieben die entweichenden Stürme die Schiffe des Odysseus zurück zur aiolischen Insel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gottwein.de/Grie/hom/od10de.php |titel=Odyssee – Aiolos, die Laistrygonen, Kirke (Deutsche Übersetzung des 10. Gesangs der Odyssee) |hrsg=www.gottwein.de |abruf=2010-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Antikes Griechenland|Antike]] hieß &amp;#039;&amp;#039;Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; deshalb auch &amp;#039;&amp;#039;Korykos&amp;#039;&amp;#039; (‚Ledersack‘) beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Korykiai Insulae&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt; Ein anderer antiker Name für &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; war &amp;#039;&amp;#039;Mese&amp;#039;&amp;#039;, die Nachbarinsel &amp;#039;&amp;#039;Agria Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; hieß vermutlich &amp;#039;&amp;#039;Tretos&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barrington&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kastro Gramvousas 04.JPG|mini|links|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Venezianische Festungsanlage&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Nach dem [[Vierter Kreuzzug|Vierten Kreuzzug]] (1202–1204), bei dem die Republik Venedig die Kreuzfahrer bei der Einnahme [[Konstantinopel]]s unterstützte, erhielten die Venezianer die Insel Kreta zugesprochen. Ausgangs des [[Mittelalter]]s gerieten die ehemaligen [[Byzantinisches Reich|byzantinischen]] [[Venezianische Kolonien|Besitzungen Venedigs]] im östlichen Mittelmeer in Bedrängnis. Nach dem [[Belagerung von Konstantinopel (1453)|Fall Konstantinopels]] an das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]] führten die Venezianer [[Türkenkriege#Übersicht der Türkenkriege|vier Kriege]] gegen das aufstrebende Reich im Osten (1463–1479, 1499–1503, 1537–1540 und [[Eroberung Zyperns durch die Osmanen 1570/71|1570/71]]). Im venezianisch-osmanischen Vertrag von 1573 musste Venedig die Insel [[Zypern]] an das Osmanische Reich abtreten, blieb aber im Besitz von [[Tinos]], [[Korfu]] und Kreta. Zum Schutz Kretas entstanden im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert drei Festungen auf der Hauptinsel vorgelagerten Inseln, neben &amp;#039;&amp;#039;[[Souda]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Spinalonga]]&amp;#039;&amp;#039; auch auf &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kastro Gramvousas 16.JPG|mini|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Haupteingang zur Festung&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kastro Gramvousas 25.JPG|mini|&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&amp;gt;Ehemalige Festungskapelle&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Der Bau der Festungsanlage von &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; wurde 1579 begonnen und 1584 vollendet. Sie diente den Venezianern zur Beobachtung und Kontrolle der &amp;#039;&amp;#039;Straße von [[Kythira]]&amp;#039;&amp;#039;, der Meerenge zwischen Westkreta und dem [[Peloponnes]]. Die als uneinnehmbar geltende Festung blieb auch nach der Eroberung Kretas durch die Osmanen ab 1645 entsprechend dem 1669 durch [[Francesco Morosini]] beim Abzug aus [[Iraklio|Candia]] ausgehandelten Vertrag bei Venedig, wie auch &amp;#039;&amp;#039;Souda&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Spinalonga&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Großer Türkenkrieg|Großen Türkenkrieges]] 1683 bis 1699 griff im Jahr 1692 eine venezianische Flotte unter [[Domenico Mocenigo]] Kreta an und belagerte Candia. Die Festung von &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; diente dabei als Basisstützpunkt wie auch als Zufluchtsort kretischer Freiheitskämpfer, die sich gleichzeitig gegen die Osmanen erhoben. Die Venezianer blieben jedoch erfolglos und der Offizier [[Luca della Rocca]] übergab im Sommer 1692 die Festung von &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; kampflos an die Osmanen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Joseph von Hammer-Purgstall|Joseph Freiherr von Hammer-Purgstall]] |Titel=Geschichte des Osmanischen Reiches |TitelErg=Sechster Band |Verlag=C. A. Hartleben’s Verlage |Ort=Pest |Datum=1830 |Seiten=573 |Online=http://books.google.de/books?id=WHE8AAAAMAAJ&amp;amp;pg=PA573&amp;amp;lpg=PA573&amp;amp;dq=Luca+della+Rocca+Kreta&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=Yslke-h-LK&amp;amp;sig=TqC7V4KkFtm_aIUb6j2UMFh5B6k&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=hxrbTP_XAozoOemx0McJ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=3&amp;amp;ved=0CCQQ6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=Luca%20della%20Rocca%20Kreta&amp;amp;f=false |Abruf=2010-11-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die aus der Sicht Venedigs verräterische Übergabe erhielt der aus [[Kalabrien]] stammende Offizier einige Ämter in der Hauptstadt des Osmanischen Reiches Konstantinopel, wo er ironisch „Kapitän Gramvousa“ genannt wurde. Die Osmanen verstärkten die Befestigungsanlagen auf der Insel und statteten die Festung mit 66 großen Kanonen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des Ausbaus der Festung, bei dem auch eine [[Moschee]] errichtet wurde, hatte &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; für die Osmanen nur eine geringe strategische Bedeutung. Erst mit der durch [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|Großbritannien]], [[Restauration (Frankreich)|Frankreich]] und [[Russisches Kaiserreich|Russland]] unterstützten [[Griechische Revolution|griechischen Revolution]] von 1821 bis 1829 geriet die Festungsinsel wieder in den Blickpunkt der europäischen Mächte. 300 bis 400 kretische Aufständische unter der Führung von Dimitrios Kallergis und Emmanouil Antoniadis erreichten von [[Spetses]] kommend Kreta und bemächtigten sich am 9.&amp;amp;nbsp;August 1825 der Festung durch eine List. Sie nutzten sie fortan als befestigten Rückzugsort, errichteten die Kirche &amp;#039;&amp;#039;Panagia Kleftrina&amp;#039;&amp;#039; und legten am 16.&amp;amp;nbsp;November 1826 den Grundstein einer Schule.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Theocharis E. Detorakis |Titel=Geschichte von Kreta |Verlag=Th. Detorakis |Ort=[[Iraklio]] |Datum=1997 |ISBN=960-90199-4-3 |Seiten=327/328, 391 |Originalsprache=el |Übersetzer=Johanna Ribow, Gregori Kapandaidakis}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zeitweise lebten bis zu 3000 Menschen auf der Insel, deren Versorgung jedoch durch die vom übrigen Kreta isolierte Lage stark beeinträchtigt war. Als Ausweg griff man von &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; aus die durch die Meerenge zwischen &amp;#039;&amp;#039;Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Andikythira]]&amp;#039;&amp;#039; fahrenden Schiffe an. Die Ausbeute dieser [[Piraterie|Piratenaktionen]] soll teilweise in den Höhlen der Bucht von &amp;#039;&amp;#039;Balos&amp;#039;&amp;#039; versteckt worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eberhard Fohrer |Titel=Kreta |Verlag=Michael Müller Verlag |Ort=Erlangen |Datum=2009 |ISBN=978-3-89953-453-5 |Seiten=658}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Absprache mit den aufständischen Griechen auf dem Peloponnes unter [[Ioannis Kapodistrias]] nahm eine britisch-französische Flotte in einer Überraschungsaktion in den ersten Monaten des Jahres 1828 &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; ein und vertrieb die Piraten. Die Festung wurde einer russischen Besatzung überantwortet. Nach dem [[Frieden von Adrianopel (1829)|Frieden von Adrianopel]] im Jahr 1829 musste das Osmanische Reich in den [[Londoner Protokolle zu Griechenland|Londoner Protokollen]] von 1829, 1830 und 1832 die Unabhängigkeit eines griechischen Staates anerkennen, blieb dabei aber im Besitz Kretas. Entsprechend den Vereinbarungen wurde die Festung von &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; 1831 durch die russische Garde an die Osmanen zurückgegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt; Heute ist die Festungsanlage verfallen und dient als touristische Sehenswürdigkeit auf den Ausflugsfahrten von Kissamos zur „Piratenbucht von Balos“. Jährlich am 29.&amp;amp;nbsp;Juni wird durch die Einheimischen das [[Kirchweih]]fest auf der Insel &amp;#039;&amp;#039;Imeri Gramvousa&amp;#039;&amp;#039; gefeiert. Die Gläubigen aus Kissamos reisen auf Sonderfahrten per Schiff an, um in der kleinen Kirche der Insel die [[Apostel]] [[Simon Petrus|Petrus]] und [[Paulus von Tarsus|Paulus]] zu ehren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.my-kaliviani.com/html/petrus___paulus.html |titel=Das Kirchweihfest auf der Insel Gramvousa |hrsg=www.my-kaliviani.com |abruf=2010-11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Imeri Gramvousa}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gramvousa.com/pages.aspx?id=322&amp;amp;lang=de Geschichtlicher Überblick zur Festung von Gramvousa]&lt;br /&gt;
* [https://eistorias.wordpress.com/2013/12/11/%CE%B7-%CE%B3%CF%81%CE%B1%CE%BC%CE%B2%CE%BF%CF%85%CF%83%CE%B1-%CE%BA%CE%B1%CE%B9-%CF%84%CE%BF-%CE%BA%CE%B1%CF%83%CF%84%CF%81%CE%BF-%CF%84%CE%B7%CF%83/ Η Γραμβούσα και το κάστρο της] (griechisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.cretanbeaches.com/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=757%3Agramvousa&amp;amp;catid=29&amp;amp;Itemid=152&amp;amp;lang=el Παραλία Ήμερη Γραμβούσα] (griechisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gramvousa, Imeri}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unbewohnte Insel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel der Region Kreta]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Insel (Mittelmeer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kissamos]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yvi8</name></author>
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