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	<title>Imamiten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;PaFra am 4. Januar 2026 um 18:49 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-04T18:49:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Imamiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|إمامية|d=Imāmīya}}) werden in der [[islam]]ischen [[Doxographie]] diejenigen [[Schia|Schiiten]] bezeichnet, die &lt;br /&gt;
* lehren, dass es zu jeder Zeit einen [[Imam]] geben muss und der Imam durch [[Designation]] (&amp;#039;&amp;#039;naṣṣ&amp;#039;&amp;#039;) festgelegt wird, &lt;br /&gt;
* den Imam für [[ʿIsma|unfehlbar]] und vollkommen halten und&lt;br /&gt;
* das Imamat auf die Nachkommenschaft von [[al-Husain ibn ʿAlī]] beschränken und über die Linie von [[ʿAlī ibn Mūsā ar-Ridā]] weiterführen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Asch-Schaich al-Mufīd|aš-Šaiḫ al-Mufīd]]: &amp;#039;&amp;#039;Awāʾil al-maqālāt fī l-maḏāhib wa-l-muḫtārāt&amp;#039;&amp;#039;. Dār al-Kitāb al-islāmī, Beirut 1983. S. 42. [https://archive.org/details/almoamltv_gmail_20130928/page/%D9%A4%DB%B2/mode/1up Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Die meisten imamitischen Gruppierungen gingen schon im [[Mittelalter]] unter, die einzige imamitische Gruppe, die bis in die Gegenwart fortbesteht, ist die [[Zwölfer-Schia]]. Deswegen wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Imamiten&amp;#039;&amp;#039; heute meist als [[Synonym]] für die Zwölfer-Schiiten verwendet. In nicht-imamitischen Quellen werden die imamitischen Gruppen auch unter der abwertenden Bezeichnung [[Rāfida|Rāfiditen]] zusammengefasst. Der arabische Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Imāmīya&amp;#039;&amp;#039; erscheint zum ersten Mal in einer [[Zaiditen|zaiditischen]] Quelle, die von [[Abū l-Hasan al-Aschʿarī]] (gestorben 935) zitiert wird und wahrscheinlich aus der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts stammt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kohlberg: &amp;#039;&amp;#039;From Imāmiyya to Ithnā-ʿAshariyya&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 328.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Imamitische Gruppen ==&lt;br /&gt;
[[Asch-Schahrastānī]] zählt in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Religionspartheien und Philosophen-Schulen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;[[Muhammad al-Schahrastani|Abu-&amp;#039;l-Fath&amp;#039; Muhammad asch-Schahrastâni&amp;#039;s]] Religionspartheien und Philosophen-Schulen.&amp;#039;&amp;#039; Zum ersten Male vollständig aus dem Arabischen übersetzt und mit erklärenden Anmerkungen versehen von Theodor Haarbrücker. Erster Theil. Schwetschke und Sohn, Halle 1850, S. 184–199, [http://archive.org/stream/abulfathmuhamma00unkngoog#page/n209/mode/2up hier online verfügbar].&amp;lt;/ref&amp;gt; die folgenden Gruppen unter den Imamiten auf: &lt;br /&gt;
* die Bāqirīya und die stehenbleibende Dschaʿfarīya. Sie sind nach [[Muhammad al-Bāqir|Muhammad ibn ʿAlī al-Bāqir]] und seinem Sohn [[Dschaʿfar as-Sādiq]] (gestorben 765) benannt und meinten jeweils von diesen Personen, dass sie nicht gestorben, sondern nur entrückt worden seien.&lt;br /&gt;
* die Nāwusīya. Die Anhänger dieser Gruppe nahmen ebenfalls an, das Dschaʿfar noch weiter lebt und als [[Mahdi]] zurückkehren werde.&lt;br /&gt;
* die Aftahīya. Sie verehrten den ältesten Sohn von Dschaʿfar, ʿAbdallāh al-Aftah, der der [[Murdschiʾa]] zuneigte,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Momen: &amp;#039;&amp;#039;An Introduction to Shiʿi Islam.&amp;#039;&amp;#039; 1985, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; als siebten Imam.&lt;br /&gt;
* die Schumaitīya. Sie waren die Anhänger von Yahyā ibn Abī Schumait und meinten, dass sich das Imamat nach Dschaʿfar über seinen vierten Sohn Muhammad ad-Dībādsch vererbe.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Momen: &amp;#039;&amp;#039;An Introduction to Shiʿi Islam.&amp;#039;&amp;#039; 1985, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Mūsāwīya und die Mufaddalīya. Sie behaupteten, dass das Imamat nach dem Tode Dschaʿfars auf seinen Sohn [[Mūsā ibn Dschaʿfar al-Kāzim|Mūsā al-Kāzim]] übergegangen sei. Einige ließen das Imamat bei ihm enden.&lt;br /&gt;
* die stehenbleibende Ismāʿīlīya. Nach ihrer Auffassung ging das Imamat nach Dschaʿfars Tod auf seinen Sohn Ismāʿīl über, endete aber mit ihm oder seinem Sohn Muhammad. Asch-Schahrastānī unterscheidet diese Ismailiten von den „bekannten“ späteren Ismailiten, die das Imamat über verborgene Personen weiterführten und die [[Fatimiden|fatimidischen]] [[Kalif]]en als Erben dieses Imamats betrachteten.&lt;br /&gt;
* die [[Zwölfer-Schia]] (&amp;#039;&amp;#039;al-Ithnāʿašarīya&amp;#039;&amp;#039;). Sie gehen aus denjenigen Imamiten hervor, die das Imamat über Mūsā al-Kāzim bis zu [[Hasan al-Askari]] weiterführten. Als letzterer kinderlos gestorben war, machte sich große Verunsicherung unter den Schiiten breit. Es kam zu einer Reihe von unterschiedlichen Lehrmeinungen über die Nachfolge im Imamat. Asch-Schahrastānī zählt insgesamt elf verschiedene Gruppen auf. Die Zwölfer-Schiiten, bei ihm die sechste Gruppe, behaupteten, dass Hasan al-ʿAskarī einen kleinen Sohn zurückgelassen hätte, der sich allerdings aus Angst vor seiner Tötung in die Verborgenheit zurückgezogen habe. Dieser Sohn mit dem Namen Muhammad sei der erwartete Imam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Imamitische Gelehrte bis zur Herausbildung der Zwölfer-Schia ==&lt;br /&gt;
In der frühen Abbasidenzeit begannen verschiedene imamitische Gelehrte, [[Hadith]]sammlungen zu erstellen. Sie enthalten Worte, Taten und überlieferte Verhaltensweise des [[Mohammed|Propheten]], der Imāme und der Prophetentochter [[Fatima bint Muhammad|Fātima]]. Die ältesten schiitischen Hadithsammlungen sind die &amp;#039;&amp;#039;400 Uṣūl&amp;#039;&amp;#039; (Prinzipien), die von Schülern des sechsten Imams Dschaʿfar as-Sādiq kompiliert wurden. Von diesen &amp;#039;&amp;#039;400 Uṣūl&amp;#039;&amp;#039; existieren einzelne Auszüge, die noch zu Lebzeiten der Imame zusammengestellt wurden. Ein weiterer bekannter imamitischer Traditionarier war Yūnus ibn ʿAbd ar-Rahmān (743–821). Er gehörte zu den Anhängern von Mūsā al-Kāzim. Der imamitische Traditionist Abū l-Hasan ʿAlī ibn Ibrāhīm al-Qummī (gestorben nach 919) stellte einen &amp;#039;&amp;#039;Tafsīr&amp;#039;&amp;#039; zusammen. Dieses Werk ist eine der wichtigsten Quellen für die frühe imamitische Koranexegese. Es enthält auch lange Auszüge aus dem &amp;#039;&amp;#039;Tafsīr&amp;#039;&amp;#039; von Abū l-Dschārūd, dem Gründer der [[Zaiditen|zaiditischen]] Sekte der Dschārūdīya.&amp;lt;ref&amp;gt;Bar-Asher: &amp;#039;&amp;#039;Scripture and Exegesis in Early Imāmī Shiism&amp;#039;&amp;#039;. 1999, S. 33–56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere imamitische Traditionarier waren schon in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts in [[Ahvaz]] in [[Chusistan]] aktiv. Auch die imamitische Gemeinde von [[Schahr-e Rey|Raiy]] geht auf diese Zeit zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilferd Madelung]]: &amp;#039;&amp;#039;Religious Trends in Early Islamic Iran.&amp;#039;&amp;#039; Persian Heritage Foundation, Albany 1988. S. 84&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Mitte des 8. Jahrhunderts begannen imamitische Gelehrte, sich auch stärker mit dem [[Kalām]] zu beschäftigen. Zu den führenden imamitischen Kalām-Gelehrten des späten achten Jahrhunderts gehörten Schaitān at-Tāq (gestorben 796; von Imamiten selbst oft „Mu&amp;#039;min at-Tāq“ genannt) und [[Hischām ibn al-Hakam]] (gestorben nach 795).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. van Ess: &amp;#039;&amp;#039;Theologie und Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. 1992, S. 336–382.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um die Mitte des neunten Jahrhunderts hielten [[Muʿtazila|muʿtazilitische]] Ansichten in der imamitischen Schia Einzug. Zu denjenigen, die diesen Trend beförderten, gehörten der philosophisch orientierte Gelehrte [[al-Hasan ibn Mūsā an-Naubachtī]] sowie die Gelehrten Abū ʿAbdallāh Muhammad ibn ʿAbdallāh Ibn Mumlak al-Isfahānī und Abū Dschaʿfar Ibn Qiba ar-Rāzī (gestorben vor 931), die beide als Muʿtaziliten begonnen hatten, dann aber zur imamitischen Schia übergingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Modarressi: &amp;#039;&amp;#039;Crisis and Consolidation.&amp;#039;&amp;#039; 1993, S. 115–117.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Meir Bar-Asher: &amp;#039;&amp;#039;Scripture and Exegesis in Early Imāmī Shiism&amp;#039;&amp;#039;. Brill, Leiden 1999.  &lt;br /&gt;
* [[Josef van Ess]]: &amp;#039;&amp;#039;Theologie und Gesellschaft im 2. und 3. Jahrhundert der Hidschra. Eine Geschichte des religiösen Denkens im frühen Islam.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. de Gruyter Berlin u. a. 1991, ISBN 3-11-011859-9, S. 272–403.&lt;br /&gt;
* Toufic  Fahd  (ed.): &amp;#039;&amp;#039;Le  Shî&amp;#039;isme imâmite.&amp;#039;&amp;#039; Paris, 1970. &lt;br /&gt;
* [[Heinz Halm]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Schia.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1988, ISBN 3-534-03136-9, S. 34–47.&lt;br /&gt;
* [[Etan Kohlberg]]: &amp;#039;&amp;#039;From Imāmiyya to Ithnā-ʿAshariyya&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the School of Oriental and African Studies&amp;#039;&amp;#039; 39 (1976) 521–534. – Wiederabdruck in Abdullah Saeed (ed.): &amp;#039;&amp;#039;Islamic Political Thought and Governance. Critical Concepts in Political Science&amp;#039;&amp;#039;. 4 Bde. Routledge, London and New York, 2011. Bd. I, S. 319–332.&lt;br /&gt;
* Etan Kohlberg: &amp;#039;&amp;#039;Belief and Law in Imami Shi&amp;#039;ism&amp;#039;&amp;#039;. Variorum Reprints, Aldershot, 1991.&lt;br /&gt;
* Hossein Modarressi: &amp;#039;&amp;#039;Crisis and Consolidation in the formative period of Shiʿite Islam. Abū Jaʿfar ibn Qiba al-Rāzī and his contribution to Imāmite Shīʿite thought.&amp;#039;&amp;#039; Darwin Press, Princeton, New Jersey, 1993. &lt;br /&gt;
* Moojan Momen: &amp;#039;&amp;#039;An Introduction to Shiʿi Islam. The History and Doctrines of Twelver Shiʿism.&amp;#039;&amp;#039; Yale University Press, New Haven CT u. a. 1985, ISBN 0-300-03499-7.&lt;br /&gt;
* W. Watt: &amp;quot;The Significance of the early stages of Imāmī Shiism&amp;quot; in Nikki Keddie (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Religion and Politics in Iran. Shiʿism from Quietism to Revolution&amp;#039;&amp;#039;. New Haven 1983. S. 21–33.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4161301-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islamische Richtung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PaFra</name></author>
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