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	<title>Ilse Koch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ilse_Koch&amp;diff=423442&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Jugend, Ausbildung und Familienverhältnisse */ Halbgeviertstrich</title>
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		<updated>2026-03-12T11:54:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Jugend, Ausbildung und Familienverhältnisse: &lt;/span&gt; Halbgeviertstrich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ilse Koch.png|mini|Ilse Koch (1945)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Margarete Ilse Koch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, geborene &amp;#039;&amp;#039;Köhler&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. September]] [[1906]] in [[Dresden]]; † [[1. September]] [[1967]] im [[Justizvollzugsanstalt Aichach|Frauengefängnis Aichach]]), war die Ehefrau des [[KZ-Kommandant|Lagerkommandanten]] des [[KZ Buchenwald]], [[Karl Otto Koch]]. In der [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegszeit]] wurde sie als „die Hexe von Buchenwald“ international bekannt und sowohl von einem [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischen]] als auch von einem [[Bundesrepublik Deutschland|deutschen]] Gericht zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Jugend, Ausbildung und Familienverhältnisse ===&lt;br /&gt;
Ilse Köhler, dritte Tochter eines Werkmeisters, absolvierte die [[Volksschule|Volks-]] und [[Handelsschule]] und [[Volontariat|volontierte]] 1922 in einer Buchhaltungsabteilung. Danach arbeitete sie in verschiedenen Betrieben als Sekretärin. Im April 1932 trat sie der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 1.130.836) bei. Über ihre Kontakte zu [[Sturmabteilung|SA]]- und [[Schutzstaffel|SS]]-Männern lernte sie im Frühjahr 1934 ihren späteren Ehemann, den SS-Mann [[Karl Otto Koch]], kennen. Als sie 30 Jahre alt war, heiratete das Paar im [[KZ Sachsenhausen]], dessen Kommandant Karl Otto Koch war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit&amp;quot; /&amp;gt; Nach ihrer Hochzeit zogen sie auf das Areal des KZ Buchenwald bei [[Weimar]], wo sie von Juli 1937 bis Januar 1941 lebten. Hier brachte Ilse Koch drei Kinder, Artwin (1938–1964), Gisela (1939–2021) und Gudrun (1940–1941), zur Welt. Gudrun starb im Februar 1941 im Alter von vier Monaten an einer Lungenentzündung; Artwin beging 1964 [[Suizid]]; Gisela starb im Jahr 2021.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book |last=Jardim |first=Tomaz |title=Ilse Koch on Trial: Making the &amp;#039;Bitch of Buchenwald&amp;#039; |language=en|publisher=Harvard University Press |location=Cambridge, MA |year=2023 |url=https://www.hup.harvard.edu/catalog.php?isbn=9780674249189 |isbn=978-0-674-24918-9|page=29–33; 274}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ihr während der Untersuchungshaft gezeugter Sohn Uwe Köhler&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Arthur Lee Smith Jr.: &amp;#039;&amp;#039;Die Hexe von Buchenwald. Der Fall Ilse Koch.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, Köln 1983, ISBN 3-412-10693-3, S. 203.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde im Oktober 1947 geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konzentrationslager Buchenwald ===&lt;br /&gt;
Während das Ehepaar vor der Berufung Karl Otto Kochs zum Lagerkommandanten in eher bescheidenen Verhältnissen gelebt hatte, führte es in der &amp;#039;&amp;#039;Villa Buchenwald&amp;#039;&amp;#039; im SS-Führerquartier des [[Konzentrationslager]]s ab 1937 ein luxuriöses Leben. Dieses war vor allem durch umfangreiche Unterschlagung von Bargeldbeträgen und Wertsachen, die Lagerinsassen gestohlen wurden (vom NS-Staat als „Staatseigentum“ bezeichnet), und deren Ausbeutung als [[Versklavung|Sklavenarbeiter]] möglich. Die Ehe war nach außen hin harmonisch, Vertraute beschrieben die Beziehung der beiden jedoch als unterkühlt und funktional. Ihren Kindern gegenüber soll sie zwar liebevoll, phasenweise aber auch desinteressiert gewesen sein. So verbrachten die Kinder häufig Zeit in der Obhut einer Stiefschwester Karl Otto Kochs. Ilse Koch war bei dem Wachpersonal und SS-Offizieren, insbesondere deren Frauen, die ebenfalls in Buchenwald lebten, überwiegend unbeliebt. So habe sie ihren Neureichtum prahlerisch zur Schau gestellt und ihre Stellung als Frau des gefürchteten Lagerkommandanten machtbewusst ausgespielt. Ein Grund für ihren schlechten Ruf dürfte auch gewesen sein, dass sie verschiedene sexuelle Affären hatte, darunter mit [[Hermann Florstedt]] und [[Waldemar Hoven]], die selbst verheiratet waren und Kinder hatten. In diesem Zusammenhang wurde auch verschiedentlich beschrieben, dass sich Ilse Koch häufig aufreizend kleidete und damit kokettierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Lee Smith: &amp;#039;&amp;#039;Die „Hexe von Buchenwald“ – Der Fall Ilse Koch.&amp;#039;&amp;#039; [[Böhlau Verlag]], Köln 1983, S.&amp;amp;nbsp;36&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[KZ-Häftling]]en war Ilse Koch sehr bekannt und zudem als [[Sadismus|sadistisch]] gefürchtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Lee Smith: &amp;#039;&amp;#039;Die „Hexe von Buchenwald“ – Der Fall Ilse Koch.&amp;#039;&amp;#039; [[Böhlau Verlag]], Köln 1983, S.&amp;amp;nbsp;28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Inwieweit letzteres auf alltägliche Erfahrungen der Häftlinge zurückgeht oder eher Gerüchten entsprang, wurde in der Nachschau ihrer Buchenwalder Zeit vor und nach Ende des Krieges oft diskutiert. Berichte über Ilse Kochs Grausamkeit gegenüber Häftlingen brachten ihr den Namen „Hexe von Buchenwald“ ein. So soll sie Häftlinge wie Haustiere gehalten haben. Nachweisbar ist, dass mehrere Häftlinge zu Arbeiten im Haushalt der Villa Buchenwald gezwungen wurden, da Ilse Koch Hausfrauenarbeit ablehnte. Sie soll Häftlinge vom Pferd aus – innerhalb des Gefangenenlagers – mit der Reitgerte geschlagen haben. Zeugen wie der Lagerinsasse und spätere Buchautor [[Eugen Kogon]] sagten in der Dachauer Gerichtsverhandlung jedoch aus, sie selbst hätten Ilse Koch den von einem Stacheldrahtzaun abgeschirmten Gefangenenbereich nie betreten sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Lee Smith: &amp;#039;&amp;#039;Die „Hexe von Buchenwald“ – Der Fall Ilse Koch.&amp;#039;&amp;#039; [[Böhlau Verlag]], Köln 1983, S.&amp;amp;nbsp;58/59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings hätte sie auch außerhalb des Stacheldrahts häufig Gelegenheit gehabt, zu Gärtner- und Dienstbotenaufgaben gezwungene Häftlinge zu demütigen. Sicher ist, dass sie anders als andere SS-Ehefrauen häufig Bestrafungen als Zuschauerin beiwohnte, weshalb sie zweifellos Kenntnis über die dort verübten Grausamkeiten hatte und „ihre Haltung dem menschlichen Elend im Lager gegenüber [bestenfalls] kalte Gleichgültigkeit“ war.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Lee Smith: &amp;#039;&amp;#039;Die „Hexe von Buchenwald“ – Der Fall Ilse Koch.&amp;#039;&amp;#039; [[Böhlau Verlag]], Köln 1983, S.&amp;amp;nbsp;53/54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Häftlinge sagten aus, sie seien von Koch gemeldet worden, wenn sie sie nicht gegrüßt hätten, und hätten dann mit harten Strafen rechnen müssen. Zudem habe sie Insassen bestrafen lassen, wenn sie sie ihrer Auffassung nach unzüchtig angesehen hätten, wobei vielfach der Vorwurf erhoben wurde, dass sie genau dies durch ihre Kleidung bewusst provoziert habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Lee Smith: &amp;#039;&amp;#039;Die „Hexe von Buchenwald“ – Der Fall Ilse Koch.&amp;#039;&amp;#039; [[Böhlau Verlag]], Köln 1983, S.&amp;amp;nbsp;60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bestrafungen konnten in Buchenwald aus vielen, meist nichtigen und willkürlichen Gründen erfolgen. Durch ihre häufige Anwesenheit bei Bestrafungen konnten die Häftlinge annehmen, dass sie diese in Auftrag gegeben habe; das tatsächliche Ausmaß dieser Bestrafungen ist jedenfalls unklar. Koch wurde zwar sowohl vom Wachpersonal als auch von den Häftlingen „Kommandeuse“ genannt, hatte aber offiziell keinerlei Einfluss auf Leitung oder Organisation des Lagers. Nachweisbar waren nur gelegentliche Schreibarbeiten Ilse Kochs im Verwaltungsbereich des KZ. Zum informellen Einfluss liegen höchst widersprüchliche Aussagen sowohl der SS-Täter als auch der Gefangenen vor. Viele SS-Offiziere und das Wachpersonal gebrauchten den Begriff „Kommandeuse“ offenbar häufig in ironischer Form.&amp;lt;ref&amp;gt;Arthur Lee Smith: &amp;#039;&amp;#039;Die „Hexe von Buchenwald“ – Der Fall Ilse Koch.&amp;#039;&amp;#039; [[Böhlau Verlag]], Köln 1983, S.&amp;amp;nbsp;51&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein später besonders in Medienberichten als Tatsache verbreiteter Verdacht, Ilse Koch habe sich aus tätowierten Hautstücken von Lagerinsassen Gebrauchsgegenstände wie Putztücher, Buchumschläge, Etuis und Lampenschirme fertigen lassen, konnte gerichtlich nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Im Lager wurden nach der Befreiung mehrere gegerbte, tätowierte Menschenhäute, zwei „[[Schrumpfkopf|Schrumpfköpfe]]“ sowie ein Lampenschirm präsentiert. Ob Letzterer aus Menschenhaut gefertigt war, war umstritten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.buchenwald.de/1132 „Stimmt es, dass die SS im KZ Buchenwald Lampenschirme aus Menschenhaut anfertigen ließ?“ Beantwortet von Dr. Harry Stein, Kustos.] Website der [[Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora]], abgerufen am 12. April 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine neuere Untersuchung im Jahre 2024 bezeichnet den Lampenschirm als „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ aus Menschenhaut gefertigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/mitte-thueringen/weimar/kz-gedenkstaette-buchenwald-lampenschirm-aus-menschenheit-gutachten-benecke-100.html |titel=Kriminalbiologe Benecke: Lampenschirm aus KZ Buchenwald doch aus Menschenhaut |werk=mdr.de |datum=2024-03-21 |abruf=2024-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|KZ_Buchenwald#Menschliche_Überreste|titel1=Abschnitt „Menschliche Überreste“ im Artikel KZ Buchenwald}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Verhaftung und SS-Prozess ===&lt;br /&gt;
Im August 1943 wurden erst Karl Otto Koch und wenig später auch Ilse Koch wegen des Vorwurfs der Korruption und des dreifachen [[Mord]]es festgenommen. Die Untersuchungen und schließlich die Anklage gingen maßgeblich auf [[Konrad Morgen]] zurück, der [[Heinrich Himmler]] davon überzeugen konnte, gegen Karl Otto Koch vorzugehen, obwohl Himmler, [[Reinhard Heydrich]] und auch [[Oswald Pohl]] ihn lange protegiert hatten und gewähren ließen, Letzterer vor allem, weil er von Koch mit teuren Geschenken überhäuft worden war. In der Zeit, als Ilse Koch noch in Buchenwald wohnte, hatte Morgen eine überraschende Hausdurchsuchung angeordnet. Gesucht wurde insbesondere nach Buchhüllen oder Lampenschirmen aus Menschenhaut. Trotz nochmaliger genauer Untersuchung durch die [[Gestapo]] war aber im gesamten Haus keine Spur von gegerbter Menschenhaut zu finden. Die Lampenschirme im Haus waren aus gewöhnlichem Pergamentpapier. Gefunden wurden lediglich die Bankbücher der Kochs. Morgen verhaftete sie wegen Mitwisserschaft, [[Hehlerei (Deutschland)|Hehlerei]] und [[Verdunkelungsgefahr]]. Sie verbrachte 16&amp;amp;nbsp;Monate in Untersuchungshaft im [[Marstall Weimar]]. Obwohl die SS sich im anschließenden Prozess alle Mühe machte, Ilse Koch zu überführen – Himmler hatte dem Gericht mitgeteilt, dass er mindestens sechs Jahre Zuchthaus für Ilse Koch erwarte –, musste sie mangels Beweisen freigesprochen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel50&amp;quot; /&amp;gt; Ihr Mann und andere SS-Funktionäre des Lagers wurden wegen Hehlerei, [[Wehrkraftzersetzung]] und Mordes verurteilt und hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ilse Koch verbrachte die letzten Monate vor Kriegsende in [[Ludwigsburg]], wo Teile ihrer Familie lebten. Angesichts ihres von sexuellen Ausschweifungen und Alkoholexzessen geprägten Lebenswandels bemühten sich eine Haushälterin und auch Verwandte, ihr das Sorgerecht für die Kinder entziehen zu lassen, wozu es allerdings bis Kriegsende nicht mehr kam, worauf sie durch [[Alliierte#Zweiter Weltkrieg|Alliierte]] verhaftet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefangennahme durch die US-Armee und Anklage wegen Kriegsverbrechen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DachauerProzess.JPG|mini|Ilse Koch vor dem Militärtribunal in Dachau (Juli 1947)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1945 wurde Ilse Koch in Ludwigsburg von der US-Armee als mutmaßliche [[Kriegsverbrecher]]in verhaftet. Während des Prozesses im Sommer 1947 leugnete Koch, in irgendeiner Weise an Misshandlungen und dem Mord an Lagerinsassen beteiligt oder in Kenntnis gewesen zu sein, und bestritt auch, von dem Hunger- und Schwächetod zahlreicher Insassen gewusst zu haben. Ihr Mitwissen und ihre zumindest indirekte Beteiligung an der Ausbeutung und Ermordung der Insassen sah das Gericht als erwiesen an. Im August 1947 wurde sie, die einzige weibliche Angeklagte im [[Buchenwald-Hauptprozess]], wegen [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]] zu einer [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslangen Freiheitsstrafe]] verurteilt. Koch war zu diesem Zeitpunkt im fortgeschrittenen Stadium der [[Schwangerschaft]], was sie vor der gegen 22 ihrer 30 Mitangeklagten ausgesprochenen [[Todesstrafe]] bewahrt haben soll.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel50&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44447388.html Ilse Koch: Lady mit Lampenschirm.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. Februar 1950, abgerufen am 22. August 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr während der Untersuchungshaft gezeugter Sohn Uwe wurde im Oktober 1947 geboren. Koch legte erfolgreich [[Revision (Recht)|Revision]] ein: Im Juni 1948 wurde die Haftstrafe auf Vorschlag des Revisionstribunals von General [[Lucius D. Clay]], [[Militärgouverneur]] der [[Amerikanische Besatzungszone|US-amerikanischen Besatzungszone]], auf vier Jahre reduziert,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/1967/36/der-tod-der-ilse-koch Der Tod der Ilse Koch.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039; vom 8. September 1967, abgerufen am 22. August 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel50&amp;quot; /&amp;gt; nachdem ausschließlich gegen alliierte Häftlinge verübte Taten Gegenstand des Verfahrens hätten sein dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ilse Koch&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Munzinger Personen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; In den USA löste die Strafermäßigung große Proteste in den Medien aus, worauf der [[Senat der Vereinigten Staaten|Senat]] in [[Washington, D.C.|Washington]] eine eigene Untersuchungskommission einsetzte. Clay rechtfertigte sich mit den Erkenntnissen der Revision, nach denen die Beweisführung gegen Koch fehlerhaft gewesen sei, überwiegend auf Hörensagen basiert und einer objektiven Nachprüfung nicht standgehalten habe. Die Senatskommission befand dagegen Ende Dezember 1948 das Revisionsurteil für nicht gerechtfertigt und beantragte, Koch vor ein deutsches Gericht stellen zu lassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel50&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erneute Anklage, Verurteilung, Haftstrafe und Suizid ===&lt;br /&gt;
Im Oktober 1948 hatte die [[Office of Military Government for Germany (U.S.)|US-amerikanische Besatzungsbehörde]] die [[bayerische Staatsregierung]] beauftragt, für ein neues Strafverfahren gegen Koch wegen an deutschen Staatsbürgern begangenen Verbrechen zu sorgen.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexandra Przyrembel: &amp;#039;&amp;#039;Der Bann eines Bildes – Ilse Koch, die ‘Kommandeuse von Buchenwald’&amp;#039;&amp;#039;, in: Insa Eschebach/Sigrid Jacobeit/Silke Wenk (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gedächtnis und Geschlecht. Internationale Studien zur Rezeptionsgeschichte des Nationalsozialismus und seiner Verbrechen&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 2002, S.&amp;amp;nbsp;255.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unmittelbar nach ihrer Entlassung aus dem [[Kriegsverbrechergefängnis Landsberg]] im Oktober 1949 wurde Koch in [[Untersuchungshaft (Deutschland)|Untersuchungshaft]] genommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel50&amp;quot; /&amp;gt; Ende 1949 wurde vor dem [[Landgericht Augsburg]] erneut Anklage unter anderem wegen Mordes erhoben. Am 15. Januar 1951 wurde Koch wegen [[Anstiftung (Deutschland)|Anstiftung]] zum [[Mord (Deutschland)|Mord]], versuchten Mordes und Anstiftung zu [[Schwere Körperverletzung (Deutschland)|schwerer Körperverletzung]] zu [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslangem]] [[Zuchthaus]] verurteilt. Sie war damit die einzige Frau, gegen die in der Bundesrepublik im Zusammenhang mit NS-Verbrechen eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt wurde (gegenüber 165 Männern).&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Eichmüller: &amp;#039;&amp;#039;Keine Generalamnestie: Die Strafverfolgung von NS-Verbrechen in der frühen Bundesrepublik.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 2012, S.&amp;amp;nbsp;238.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Eichmüller: &amp;#039;&amp;#039;Die Strafverfolgung von NS-Verbrechen durch westdeutsche Justizbehörden seit 1945. Eine Zahlenbilanz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039; 56 (2008), S.&amp;amp;nbsp;624&amp;amp;nbsp;ff. ([https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2008_4_4_eichmueller.pdf PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie erhängte sich am 1.&amp;amp;nbsp;September 1967 in ihrer Zelle in der bayerischen [[Justizvollzugsanstalt Aichach|Frauenanstalt Aichach]], wo sie seit 1949 einsaß.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeit&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Pierre Durand (Widerstandskämpfer)|Pierre Durand]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bestie von Buchenwald.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Brandenburgisches Verlagshaus, Berlin 1990 (aus dem französischen Original &amp;#039;&amp;#039;La Chienne de Buchenwald&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Arthur Lee Smith Jr.: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Ilse Koch – Die Hexe von Buchenwald.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, Köln 1983, ISBN 3-412-10693-3.&lt;br /&gt;
* Benoît Cazenave, &amp;#039;&amp;#039;Ilse Koch – Xanthippe&amp;#039;s Arnadeggon&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;in&amp;#039;&amp;#039; Fondation Auschwitz – Scientific Journal: ‘Testimony: Between History and Memory(Hrsg),  Éditions Kimé, Paris, 2008, ISBN 978-2-84174-461-9, &amp;lt;abbr&amp;gt;S.&amp;lt;/abbr&amp;gt; 25–42.&lt;br /&gt;
* [[Alexandra Przyrembel]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Bann eines Bildes – Ilse Koch, die „Kommandeuse von Buchenwald“.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Insa Eschebach|Eschebach Insa]], [[Sigrid Jacobeit|Jacobeit Sigrid]], [[Silke Wenk|Wenk Silke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gedächtnis und Geschlecht – Deutungsmuster in Darstellungen des nationalsozialistischen Genozids.&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, Frankfurt am Main/New York 2002, S.&amp;amp;nbsp;245–267.&lt;br /&gt;
* Alexandra Przyrembel: &amp;#039;&amp;#039;Ilse Koch – „normale“ SS-Ehefrau oder „Kommandeuse“ von Buchenwald.&amp;#039;&amp;#039; In [[Klaus-Michael Mallmann]], [[Gerhard Paul (Historiker)|Gerhard Paul]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Karrieren der Gewalt. Nationalsozialistische Täterbiographien.&amp;#039;&amp;#039; [[Wissenschaftliche Buchgesellschaft|WBG]], Darmstadt 2004, ISBN 3-534-16654-X.&lt;br /&gt;
* Alexandra Przyrembel: &amp;#039;&amp;#039;Im Bann des Bösen. Ilse Koch – ein Kapitel deutscher Gesellschaftsgeschichte 1933 bis 1970.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer-Verlage, Frankfurt 2023, ISBN 978-3-10-002393-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;LG Augsburg, 15. Januar 1951&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Justiz und NS-Verbrechen]]. Sammlung deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945–1966, Bd.&amp;amp;nbsp;VIII, bearbeitet von Adelheid L. Rüter-Ehlermann, H. H. Fuchs, [[C. F. Rüter]]. Amsterdam : University Press, 1972, Nr.&amp;amp;nbsp;262, S.&amp;amp;nbsp;29–137 [https://web.archive.org/web/20010910144138/http://www1.jur.uva.nl/junsv/brd/files/brd262.htm &amp;#039;&amp;#039;Anstiftung zur und Teilnahme an der Ermordung und Misshandlung von Häftlingen des KL Buchenwald seitens der Ehefrau des Kommandanten Koch und durch SS-Wachpersonal&amp;#039;&amp;#039;].&lt;br /&gt;
* [[Kathrin Kompisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Täterinnen. Frauen im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, Köln 2008, ISBN 978-3-412-20188-3, S. 207.&lt;br /&gt;
* Tomaz Jardim: &amp;#039;&amp;#039;Ilse Koch on Trial Making the „Bitch of Buchenwald“.&amp;#039;&amp;#039; Harvard University Press, London 2023, ISBN 978-0-674-24918-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* Ken Kipperman: &amp;#039;&amp;#039;Schatten des Schweigens.&amp;#039;&amp;#039; (Dokumentarfilm, USA 2005)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ilse Koch – Die Hexe von Buchenwald.&amp;#039;&amp;#039; (TV-Reihe &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Mitteldeutschlands&amp;#039;&amp;#039;, MDR 2012)&lt;br /&gt;
* Monster - Die Geschichte von Ed Gein (Nebenfigur in der Netflix-Serie von 2026)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerische Aufarbeitung ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kommandeuse&amp;#039;&amp;#039;, Ein-Personen-Theaterstück von [[Gilla Cremer]]. Uraufführung 1995 in Hamburg (Regie: [[Johannes Kaetzler]])&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9157989.html Geschichte: Angemessen großartig.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 13. März 1995, abgerufen am 22. August 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Kommandantin in [[Lina Wertmüller]]s Film &amp;#039;&amp;#039;[[Sieben Schönheiten (Film)|Sieben Schönheiten]]&amp;#039;&amp;#039; ist ebenso von Ilse Koch inspiriert wie der [[Naziploitation]]-Film &amp;#039;&amp;#039;[[Ilsa, She Wolf of the SS]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Ilse Koch wird in der 2025 erschienenen 3. Staffel der Serie &amp;quot;Monster&amp;quot; von Ryan Murphy - &amp;quot;[[Monster: Die Geschichte von Ed Gein|Monster - The Ed Gein Story]]&amp;quot; - als &amp;quot;The bitch of Buchenwald&amp;quot; in einer Nebenrolle portraitiert, die dem Hauptcharakter, seineszeichens Serienmörder und Leichenschänder, als Inspiration dient. Sie liefert dort die Vorlage für eine Comicreihe, in der ihre sadistischen Praktiken bildlich zusammengestellt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118723995}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/009932}}&lt;br /&gt;
* [http://www.nizkor.org/features/techniques-of-denial/appendix-8-01.html Nizkor: Dokumente zu Ilse Koch (englisch)]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44447388.html Ilse Koch: Lady mit dem Lampenschirm.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; 7/1950&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Mauz]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46462444.html Die Kommandeuse und die Kollektivschuld.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 11. September 1967.&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=41121767 |Titel=Der SS-Staat |Jahr=1947 |Nr=16 |Datum=1947-04-19}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Harry Stein |url=http://www.mittelbau-dora.de/index.php?p=nachgefragt_lampenschirme |titel=„Stimmt es, dass die SS im KZ Buchenwald Lampenschirme aus Menschenhaut anfertigen ließ?“ |hrsg=[[Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora]] |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131005005930/http://www.mittelbau-dora.de/index.php?p=nachgefragt_lampenschirme |archiv-datum=2013-10-05 |abruf=2013-03-03}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesprochene Version&lt;br /&gt;
|datei      = De-Ilse Koch-article.ogg&lt;br /&gt;
|titel      = &lt;br /&gt;
|länge      = 15:32&lt;br /&gt;
|größe      = 6,9 MB&lt;br /&gt;
|sprecher   = Blik&lt;br /&gt;
|geschlecht = männlich&lt;br /&gt;
|dialekt    = Hochdeutsch&lt;br /&gt;
|version    = 222235741&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118723995|LCCN=n83010330|VIAF=67260535}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Koch, Ilse}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Dachauer Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauen im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehepartner einer Person des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1967]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Koch, Ilse&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Köhler, Margarete Ilse (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Frau des Kommandanten des KZ Buchenwald, Karl Otto Koch&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. September 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dresden]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. September 1967&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Justizvollzugsanstalt Aichach|Frauengefängnis Aichach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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