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	<title>Illyrer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;BernwardAurelian: gr</title>
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		<updated>2025-11-03T15:49:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;gr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Casque illyrien.JPG|mini|Helm illyrischen Typs, vor 530 v. Chr. (im [[Archäologisches Museum Olympia|Archäologischen Museum Olympia]])]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Illyrer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Illyrier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) waren eine Gruppe von [[Liste der illyrischen Stämme|Stämmen]], welche in der [[Antike]] auf der westlichen [[Balkanhalbinsel]] lebten und die eigene kurzlebige [[Liste illyrischer Könige|Königreiche und Dynastien]] hervorbrachten sowie auch zahlreiche [[Liste illyrischer Städte|Städte]] gründeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das geographische Gebiet bezeichnete die antike [[Antikes Griechenland|griechische]] und [[Römisches Reich|römische]] Geschichtsschreibung als [[Illyrien]], das die Forschung heute aber nicht als deckungsgleich mit dem Siedlungsraum der illyrischen Sippen sieht. Ob beispielsweise die Stämme der [[Japoden]], [[Histrier]] und [[Liburner]] auf der nordwestlichen Balkanhalbinsel und diejenigen der [[Japyger]], [[Messapier]], [[Daunien|Daunier]] und [[Peuketien|Peuketier]] auf der südöstlichen [[Apenninhalbinsel]] ([[Geschichte Apuliens|Apulien]]) „illyrisch“ waren, wird kontrovers diskutiert. Ebenso unklar sind die Beziehungen der Illyrer zu den [[Thraker]]n, [[Phryger]]n, [[Kelten]] und [[Paionien|Paioniern]] im Süden und Osten des [[Westbalkan]]s; eine Differenzierung, was dort „illyrisch“ war, ist für Forscher eine Herausforderung. Das größte Hindernis ist im Allgemeinen der Mangel an schriftlichen Zeugnissen, weswegen auch die [[illyrische Sprache]] weitgehend unbekannt ist; sie kann jedoch der [[Indogermanische Sprachen|indogermanischen Sprachfamilie]] zugeordnet werden. Die interdisziplinäre Wissenschaft, welche sich mit diesen Fragen beschäftigt, wird [[Illyrologie]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Moderner Illyrismus|Illyrismus]] werden gesellschaftlich-politische Konzepte vor allem unter [[Albaner]]n und [[Kroaten]] in der Moderne genannt, welche die Abstammung ihrer Ethnie auf die Illyrer zurückführen. Der [[Panillyrismus]] hingegen beschreibt eine mittlerweile überholte Theorie unter Archäologen und Historikern, wonach die Illyrer Träger der [[Urnenfelderkultur]] gewesen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Illyrian Tribes (Deutsch).svg|mini|Eine Karte Illyriens vor der römischen Eroberung]]&lt;br /&gt;
Schon in der Antike wurde der Name &amp;#039;&amp;#039;Illyrer&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Ἰλλύριοι|Illýrioi}}, {{laS|Illyrii}} und {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;Illyri&amp;#039;&amp;#039;}}) uneinheitlich gebraucht, und die Zahl der Stämme, die von antiken Geografen und Historikern zu ihnen gezählt wurden, wuchs im Zuge der Erkundungsfahrten der [[Griechen]] entlang der Adria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals tauchen die Illyrer bei [[Hekataios von Milet]] (5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.) auf, der (in den erhaltenen Fragmenten) die [[Japyger]], [[Taulantier]], [[Chelidonier]], [[Sesarether]] und [[Abrer]] zu ihnen zählt. Sein weiteres Wissen über diese Stämme ist nicht überliefert. [[Herodot]] nennt in seinen &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; (I&amp;amp;nbsp;96) das Volk der {{lang|grc|Ἰλλυριῶν Ἐνετοί|(Illyriōn Enetoí)}} als Nachbarn der [[Triballer]], [[Dardaner (Volk)|Dardaner]] und [[Antike Makedonen|Makedonen]]. Diese Lokalisierung macht eine Gleichsetzung mit den oberitalischen [[Veneter (Adria)|Venetern]] wenig glaubwürdig und hat zu der Annahme geführt, Herodots {{lang|grc|Ἰλλυριῶν Ἐνετοί}} seien nur ein Stamm der Makedonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Periplus&amp;#039;&amp;#039; des [[Pseudo-Skylax]] (4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.) hat nähere Kenntnis von den Illyrern und scheidet sie in Stämme an der Küste und solche im Hinterland. Zu den ersteren zählt der Verfasser die [[Buliner]], [[Hyller]], [[Hierastammer]], [[Nestäer]], [[Manier (Volksstamm)|Manier]], [[Encheleer]], Taulantier, [[Oricum|Oriker]] und [[Amantia (Illyrien)|Amantier]], zu den letzteren die [[Autariaten]], [[Atiutaner]] und [[Dassareten]] (oder auch &amp;#039;&amp;#039;Dexarer&amp;#039;&amp;#039; genannt). Dass die Japyger in dieser Aufzählung fehlen, lässt sich mit deren Vertreibung durch die [[Liburner]] erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Festlegung der Illyrer als Volk an der Adriaküste auf dem Balkan, deren Nachbarn im Norden die Liburner und im Süden die [[Chaonier]] waren, galt im griechischen Kulturraum bis zur Zeit der Eroberung durch die Römer, und noch das Geschichtswerk des [[Skymnos]] (2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.) hält es so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Römerzeit verwischte sich diese Schärfe. Durch die Eroberung der Balkanhalbinsel und die Einrichtung der Provinz [[Illyrien#Illyricum|Illyricum]] beschleunigte sich die unterschiedslose Verwendung des Namens &amp;#039;&amp;#039;Illyrer&amp;#039;&amp;#039;. Der römische Historiker [[Florus]] zählt die Liburner bereits zu den Illyrern (I&amp;amp;nbsp;21), [[Eustathios von Epiphaneia|Eustathios]] und [[Appian]] (Illyr.&amp;amp;nbsp;8) die [[Histrier]] und [[Strabon]] neben diesen die Stämme der [[Breonen|Breuni]] und [[Genaunen|Genauni]] in den [[Alpen]] (VII&amp;amp;nbsp;314).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um der Verallgemeinerung entgegenzuwirken, empfehlen [[Pomponius Mela]] (II&amp;amp;nbsp;56) und [[Plinius der Ältere]] (in seiner &amp;#039;&amp;#039;[[naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; III&amp;amp;nbsp;144), als Illyer nur die {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;Illyrii proprie dicti&amp;#039;&amp;#039;}} („Illyrer im engeren Sinne“) zu bezeichnen. Damit bezogen sie sich auf die illyrischen Stämme der mittleren italischen Adriaküste. In den Berichten [[Römische Kaiserzeit|kaiserzeitlicher]] Autoren sitzen die Illyrer meist zwischen [[Donau]] und [[Save]] im Norden und [[Epirus (historische Region)|Epirus]] (Süd[[albanien]]) im Süden, von der Adria bis ins Hinterland gelten sie als Nachbarn der [[Thraker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde speziell in der [[Historische Linguistik|historischen Linguistik]] und [[Urgeschichte|Urgeschichtsforschung]] des deutschen Sprachraums die Theorie eines &amp;#039;&amp;#039;Panillyrismus&amp;#039;&amp;#039; entwickelt. Ausgehend vom Befund, dass sich viele [[Toponym]]e nicht dem [[Keltische Sprache|Keltischen]], [[Latein]]ischen oder späteren Sprachschichten zurechnen ließen, wurde ein illyrisches Siedlungsgebiet postuliert, das einst nicht nur den Balkan, sondern auch weite Teile [[Mitteleuropa]]s umfasste. Obwohl diese Theorie in der akademischen Welt bereits Mitte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts als unhaltbar verworfen wurde, blieb sie in [[Heimatforscher|heimatkundlicher]] Literatur auch im Folgezeitraum wirkmächtig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Karl Kaus]] |Hrsg=Amt der Burgenländischen Landesregierung |Titel=Die Illyrier und die „illyrische Besiedlung“ des Burgenlandes. Geschichtsfälschung, Wiederbetätigung oder nur Unwissenheit? |Sammelwerk=[[Burgenländische Heimatblätter]] |Nummer=2 |Datum=2009 |Seiten=81–102 |Online={{ZOBODAT|pfad=pdf/Burgenlaendische-Heimatblaetter_71_0081-0102.pdf}} |Format=PDF |KBytes=1000 |Abruf=2022-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte Illyriens ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Dewing 1426.jpg|mini|Spuren griechischer Kolonisation: [[Griechische Drachme|Drachme]] aus dem südillyrischen [[Apollonia (Albanien)|Apollonia]]]]&lt;br /&gt;
Je nach den landschaftlichen Gegebenheiten bildeten [[Zucht|Viehzucht]] oder [[Ackerbau]] die ökonomische Basis der [[Eisenzeit|eisenzeitlichen]] Bewohner Illyriens. An der Wende vom 2. zum 1.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr. dominierten noch die [[Hirtenvolk|Hirtenkulturen]]. In den Gebirgsgegenden des westlichen Balkans änderte sich daran wenig, während sich in den Ebenen der Feldbau durchsetzte. Die eisenzeitliche illyrische Gesellschaft war in [[Sippe]]n- und Familienverbänden gegliedert. Grabfunde belegen beträchtliche soziale Unterschiede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. legten Griechen Kolonien im illyrischen Siedlungsgebiet an (unter anderem [[Durrës|Epidamnos]], [[Apollonia (Albanien)|Apollonia]] und [[Lezha|Lissos]]). Durch den nicht immer friedlichen Kontakt mit den griechischen [[Polis|Poleis]] übernahmen die Illyrer griechische Kulturelemente. Griechische Luxuswaren wurden Prestigegüter der illyrischen Eliten. In den großen und reich ausgestatteten Sippengrabhügeln im Tal des [[Mat (Fluss)|Mat]] (Nordalbanien) und am [[Ohridsee]] fanden sich zahlreiche griechische Importe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verstärkten griechischen Einflüsse zeigen sich besonders in der Entstehung und im Ausbau der befestigten Höhensiedlungen zu städtischen Zentralorten (wie [[Nikaia (Illyrien)|Nikaia]], [[Byllis]] und [[Berat]]), was mit bedeutenden Veränderungen in der Wirtschaft und der Gesellschaftsstruktur verbunden war. Städtisches Handwerk und Handel gewannen an Bedeutung und die Illyrer betrieben nun auch [[Seefahrt]] an den Küsten der Adria ([[Handel]] und [[Piraterie]]). Auf der Basis der Städte entstanden seit dem 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. kleinere [[Fürstentum|Fürstentümer]]. Es kam auch zu meistens recht kurzlebigen Reichsbildungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am südlichen Rand der heutigen [[Albanien|nordalbanischen]] Stadt [[Shkodra]] gründeten Illyrer im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. auf dem heute von der [[Rozafa|Burg Rozafa]] eingenommenen Hügel die Stadt &amp;#039;&amp;#039;Scodra&amp;#039;&amp;#039;. Während der [[Römisches Reich|Römerzeit]] dehnte sie sich bis in die Ebene am Fuße des Hügels aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. gibt es vermehrt schriftliche Nachrichten griechischer Historiker über die Illyrer. Häufig war das [[Makedonien (antikes Königreich)|Königreich Makedonien]] in jener Zeit in Kriege mit den Illyrern und den [[Molosser (Volk)|Molossern]] in Epirus verwickelt. Der makedonische König [[Perdikkas&amp;amp;nbsp;III.]] fiel im Jahr 359 v.&amp;amp;nbsp;Chr. im Kampf gegen die Illyrer unter deren König [[Bardylis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Nachfolger, König [[Philipp II. (Makedonien)|Philipp&amp;amp;nbsp;II.]] (359 bis 336 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) konnte die Illyrer entscheidend schlagen. Sie wurden jedoch nicht in das Reich [[Alexander der Große|Alexanders des Großen]] (336 bis 323 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) eingegliedert, und im 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert konnten mehrere illyrische Könige (etwa [[Glaukias]], [[Agron]] und die Königin [[Teuta]]) bedeutende regionale Herrschaften errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Illyrer waren zu dieser Zeit auch als Seeräuber berüchtigt. Deshalb unterstellten sich im Jahr 230 v.&amp;amp;nbsp;Chr. einige griechische Kolonien im adriatischen Küstengebiet und auf den vorgelagerten [[Dalmatien|dalmatinischen]] Inseln dem Schutz Roms. Im anschließenden [[Illyrische Kriege#Der Erste Illyrische Krieg|Ersten Illyrischen Krieg]] von 229 bis 228 v.&amp;amp;nbsp;Chr. errichteten die Römer einen Brückenkopf an der dalmatinischen Küste. Im [[Illyrische Kriege#Der Zweite Illyrische Krieg|Zweiten Illyrischen Krieg]] (219 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) gelangte die Region größtenteils unter römische Herrschaft. Der letzte illyrische König [[Genthios]], der in [[Shkodra|Scodra]] (Nordalbanien) residierte, wurde von den Römern 168 v.&amp;amp;nbsp;Chr. besiegt und gefangen nach Rom geführt. Die illyrischen Gebiete wurden in von den Römern abhängige [[Satellitenstaat]]en aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde das Gebiet der Illyrer schließlich als Provinz &amp;#039;&amp;#039;[[Illyrien (Provinz)|Illyricum]]&amp;#039;&amp;#039; in das Imperium eingegliedert. Im Anschluss an den missglückten „[[Pannonischer Aufstand|Pannonischen Aufstand]]“ kurz nach der Zeitenwende setzte eine intensive [[Romanisierung]] der Städte in Illyrien ein. Mit dem Erreichen der Donaugrenze unter [[Augustus]] wurde Illyrien in die beiden Provinzen &amp;#039;&amp;#039;Illyricum superius&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Illyricum inferius&amp;#039;&amp;#039; geteilt, die später in [[Dalmatia]] und [[Pannonia (Provinz)|Pannonia]] umbenannt wurden. Die Truppen des spätrömischen Reiches in dieser Region bestanden zu großen Teilen aus romanisierten Illyrern. Mehrere römische Kaiser kamen aus Illyrien, beispielsweise [[Claudius Gothicus]], [[Aurelian]], [[Probus (Kaiser)|Probus]], [[Diokletian]] und [[Konstantin der Große|Konstantin]]. Nach der [[Landnahme der Slawen auf dem Balkan]] ging die romanisierte illyrische Vorbevölkerung im Laufe weniger Jahrhunderte zum großen Teil in den [[Südslawen]] auf oder wurde in entlegene Bergregionen verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Organisationsformen ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste illyrischer Könige}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ballaios Epirus.jpg|mini|Münze nach 168 v.&amp;amp;nbsp;Chr.: links Kopf des [[Ballaios]], rechts Gestalt der Göttin [[Demeter]] mit Fackel]]&lt;br /&gt;
Viele Quellen berichten von Feldzügen illyrischer Könige wie auch von Bündnissen und Verträgen. Es wurden Münzen von illyrischen Stämmen, Städten und Herrschern geprägt. Man kann daraus schlussfolgern, dass es zu vorrömischer Zeit in Illyrien einige politische Organisationsformen gab. Ab dem frühen 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. prägten unter anderem die Könige [[Monunios]], [[Mytilos]], [[Ballaios]] und [[Genthios]] Münzen. Von Letzterem weiß man, dass er von seinen Untertanen regelmäßig Steuern erheben ließ. Man weiß allerdings nichts über ihre [[Religion|religiösen]] Aktivitäten, nichts über eine [[Rechtsprechung]], auch nichts von einem Versuch, ihre Machtstellung durch eine [[Mythologie|mythische]] [[Genealogie]] herzuleiten, wie es bei den benachbarten [[Molosser (Volk)|Molossern]] und [[Antike Makedonen|Makedoniern]] der Fall war. Die einzige Ausnahme bildete die Königsfamilie bei den [[Encheleer]]n, die ihre Abstammung von [[Kadmos]] und [[Harmonia]] behauptete. Eindeutiger ist auch das Fehlen einer dauerhaften [[Dynastie]]bildung. Mehrfach wechselt der Oberbefehl über illyrische Heere zwischen Anführern aus verschiedenen Stämmen. Am erfolgreichsten war dabei das Geschlecht des [[Pleuratos]] bei den [[Ardiäer]]n, das sich vom 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. mit Lücken über Agron und Teuta bis zu Genthios und dessen Eroberung durch Rom nachweisen lässt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;siewert&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das illyrische Königtum war jedoch nicht von langer Dauer. Als 232 v.&amp;amp;nbsp;Chr. das epirotische Königshaus gestürzt wurde und dadurch die Süd-Illyrer wieder ihre Unabhängigkeit gewannen, richteten sie keine Monarchien, sondern beliebig regierte [[Koinon|Koina]] (Singular &amp;#039;&amp;#039;Koinon&amp;#039;&amp;#039;) ein. Als Organe der südillyrischen Koina erscheinen Volksversammlungen und -beschlüsse, [[Prytan]]en, [[Strategos|Strategen]] und [[Demiurg]]en. [[Föderalismus|Föderative Staaten]], wie dies im benachbarten Epirus der Fall war, existierten nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;siewert&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus einem Gedicht des [[Skymnos]] bekannt ist, kann man grundsätzlich drei Arten von politischen Organisation unterscheiden: 1.&amp;amp;nbsp;Einige Stämme standen unter der Herrschaft fremder Königreiche (wie Epirus oder Makedonien). 2.&amp;amp;nbsp;Andere Stämme waren monarchisch organisiert, der König regierte über das Stammesgebiet. 3.&amp;amp;nbsp;Wiederum andere Stämme hatten kein Oberhaupt, es existierte eine Art „[[Anarchie]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;siewert&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Peter Siewert]] |Titel=Politische Organisationsformen im vorrömischen Südillyrien |Sammelwerk=Dall’Adriatico al Danubio. L’Illirico nell’età greca e romana. Atti del convegno internazionale Cividale del Friuli |Ort=Pisa |Datum=2003-09-27 |Seiten=53–61 |Online=[http://www.fondazionecanussio.org/atti2003/siewert.pdf online] |Format=PDF |KBytes=125 |Abruf=2022-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Städte ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste illyrischer Städte}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Byllis Theater.jpg|mini|Überreste des Theaters aus dem 3. vorchristlichen Jahrhundert in der illyrischen Stadt [[Byllis]] im heutigen Süd[[albanien]] (2008)]]&lt;br /&gt;
Die Urbanisierung Illyriens begann im späten 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. mit den Stadtanlagen von [[Amantia (Illyrien)|Amantia]], [[Klos (Mat)|Klos]] und dem am [[Butrintsee]] gelegenen [[Kalivo]] und nahm im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. mit Byllis, Lissos, [[Zgërdhesh|Albanopolis/Zgërdhesh]] und Shkodra einen starken Aufschwung. Politisch genossen sie zwar Selbstverwaltung, bildeten aber keine unabhängigen Stadtstaaten mit eigener Außenpolitik wie die altgriechischen [[Polis|Poleis]]. In der Verwaltung wurde ausnahmslos [[Altgriechisch]] und später [[Latein]] benutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;siewert&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Illyrios]], Stammvater der Illyrer in der altgriechischen Mythologie&lt;br /&gt;
* [[Nordwestblock]], ein Beispiel von Panillyrismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten|grund=&amp;#039;&amp;#039;Es müsste dringend überprüft werden, welche Literatur relevant ist. Diese Zusammenstellung ist zu detailliert und enthält mit Sicherheit veraltete Forschung.&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* [[Hans Krahe]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sprache der Illyrier.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 1955.&lt;br /&gt;
* [[Anton Mayer (Höhlenforscher)|Anton Mayer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sprache der alten Illyrier.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schriften der Balkankommission (Linguistische Abteilung).&amp;#039;&amp;#039; Wien 1957.&lt;br /&gt;
* [[Hasan Ceka]], Selim Islami, Skënder Anamali, Frano Prendi: &amp;#039;&amp;#039;Ilirët dhe Iliria. Te autorët antike – Burime të zgjedhura për historinë e Shqiperisë.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, [[Universität Tirana|Universiteti Shtetëror i Tiranës]], Instituti i Historisë, 1965 (albanisch).&lt;br /&gt;
* Hasan Ceka: &amp;#039;&amp;#039;Probleme të numismatikës ilire.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Universiteti Shtetëror i Tiranës, Instituti Histori-Gjuhësi, 1967 (albanisch).&lt;br /&gt;
* Hasan Ceka: &amp;#039;&amp;#039;Illyrie. Etudes et materiaux archeologiques&amp;#039;&amp;#039;, Band I., Akademia e Shkencave e RPS të Shqipërisë; Qendra e Kërkimeve Arkeologjike; Universiteti i Tiranēs, Sektori i Arkeologjisë, 1971 (französisch).&lt;br /&gt;
* Hasan Ceka, Kolë Luka: &amp;#039;&amp;#039;Questions de numismatique Illyrienne, avec, un catalogue des monnaies d’Apollonie et de Durrhachium.&amp;#039;&amp;#039; Universite d’Etat de [[Tirana]], Institut d’Histoire, 1972 (französisch).&lt;br /&gt;
* Pierre Cabanes (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;L’Illyrie méridionale et l’Epire dans l’antiquité. Actes du colloque international de Clermont-Ferrand (22 – 25 octobre 1984).&amp;#039;&amp;#039; Clermont-Ferrand 1987.&lt;br /&gt;
* [[Arne Eggebrecht]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Albanien: Schätze aus dem Land der Skipetaren.&amp;#039;&amp;#039; Katalog zur Ausstellung im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim vom 18. Juli bis 20. November 1988. Philipp von Zabern, Mainz 1988, ISBN 3-8053-0978-3 ([http://d-nb.info/881425567/04 Inhaltsverzeichnis]).&lt;br /&gt;
* Hansjörg Frommer: &amp;#039;&amp;#039;Die Illyrer. 4000 Jahre europäischer Geschichte. Vom 3. Jahrtausend bis zum Beginn der Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; Karlsruhe 1988, ISBN 3-88190-100-0.&lt;br /&gt;
* Pierre Cabanes: &amp;#039;&amp;#039;Les Illyriens de Bardylis à Genthios (IVe – IIe siècles avant J.-C.)&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Regards sur l’histoire. 65). Paris 1988, ISBN 2-7181-3841-6.&lt;br /&gt;
* Pierre Cabanes: &amp;#039;&amp;#039;Grecs et illyriens dans les inscriptions en langue grecque d’Epidamne-Dyrrhachion et d’Apollonia d’Illyrie.&amp;#039;&amp;#039; 1989, ISBN 2-86538-241-9.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Parzinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Archäologisches zur Frage der Illyrier.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bericht der römisch-germanischen Kommission&amp;#039;&amp;#039;, Band 72, 1991, S. 205–261.&lt;br /&gt;
* Pierre Cabanes (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grecs et Illyriens dans les inscriptions en langue grecque d’Epidamne-Dyrrhachion et d’Apollonia d’Illyrie. Actes de la table ronde internationale. (Clermont-Ferrand, 19 – 21 octobre 1989).&amp;#039;&amp;#039; Paris 1993, ISBN 2-86538-241-9.&lt;br /&gt;
* John Wilkes: &amp;#039;&amp;#039;The Illyrians.&amp;#039;&amp;#039; Oxford [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1995, ISBN 0-631-19807-5.&lt;br /&gt;
* Pierre Cabanes, [[Neritan Ceka]]: &amp;#039;&amp;#039;Inscriptions d’Apollonia d’Illyrie.&amp;#039;&amp;#039; Botsaris, Athen 1998 (französisch).&lt;br /&gt;
* Neritan Ceka: &amp;#039;&amp;#039;Në kërkim të historisë ilire&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Auf der Suche nach illyrischer Geschichte&amp;#039;&amp;#039;). 1998, ISBN 978-2-86958-094-7 (albanisch).&lt;br /&gt;
* Neritan Ceka: &amp;#039;&amp;#039;Ilirët&amp;#039;&amp;#039; Tiranë 2000, ISBN 99927-0-098-X (albanisch).&lt;br /&gt;
* {{RGA|15|355|357|Illyrier|[[Rüdiger Schmitt (Indogermanist)|Rüdiger Schmitt]]}} [http://books.google.de/books?id=C3yO2zzdfOUC&amp;amp;lpg=PP1&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA355#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false (online)]&lt;br /&gt;
* Staso Forenbaher, Timothy Kaiser: &amp;#039;&amp;#039;Spila Nakovana: Ilirsko svestiste na Peljescu / An Illyrian sanctuary on the Peljesac peninsula.&amp;#039;&amp;#039; Zagreb 2003.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Lippert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Illyrer.&amp;#039;&amp;#039; Katalog zu einer Ausstellung von archäologischen Funden der albanischen Eisenzeit (12. – 4.&amp;amp;nbsp;Jh. v.&amp;amp;nbsp;Chr.) aus den Sammlungen des Archäologischen Institutes der Albanischen Akademie der Wissenschaften in Tirana und des Archäologischen Museums in Durrës. Sonderausstellung im Museum für Urgeschichte des Landes Niederösterreich, Asparn an der Zaya vom 3. April bis 30. November 2004 (=&amp;amp;nbsp;Katalog des NÖ. Landesmuseums. N.F. 448). St.&amp;amp;nbsp;Pölten 2004, ISBN 3-85460-215-4.&lt;br /&gt;
* Maria Adele Cavallaro: &amp;#039;&amp;#039;Da Teuta a Epulo. Interpretazione delle guerre illyriche e histriche tra 229 e 177 a.&amp;amp;nbsp;C.&amp;#039;&amp;#039; Bonn 2004, ISBN 3-7749-3150-X.&lt;br /&gt;
* [[Peter Siewert]]: &amp;#039;&amp;#039;Politische Organisationsformen im vorrömischen Südillyrien.&amp;#039;&amp;#039; In: G.&amp;amp;nbsp;Urso (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dall’Adriatico al Danubio. L’Illirico nell’età greca e romana.&amp;#039;&amp;#039; Pisa 2004, S. 53–61 ([http://www.fondazionecanussio.org/atti2003/siewert.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
* Gianpaolo Urso (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dall’Adriatico al Danubio. l’Illirico nell’età greca e romana.&amp;#039;&amp;#039; Atti del Convegno internazionale, Cividale del Friuli, 25–27 settembre 2003 (=&amp;amp;nbsp;I convegni della Fondazione Niccolò Canussio. 3). Pisa 2004, ISBN 88-467-1069-X.&lt;br /&gt;
* Marjeta Šašel Kos: &amp;#039;&amp;#039;Appian and Illyricum&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Situla. Razprave Narodnega Muzeja Slovenije / Dissertationes Musei Nationalis Sloveniae.&amp;#039;&amp;#039; Band 43). Narodni muzej Slovenije, Ljubljana 2005, ISBN 961-6169-36-X.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Andreas Lippert, Joachim Matzinger |Titel=Die Illyrer |TitelErg=Geschichte, Archäologie und Sprache |Auflage=1. |Verlag=Kohlhammer Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=2022 |ISBN=978-3-17-037710-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Illyria and Illyrians|Illyrien und Illyrer}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Otto Helmut Urban]] |url=https://sciencev1.orf.at/science/urban/110917 |titel=Die Illyrer – ein kriegerisches Bergvolk? |hrsg=[[Österreichischer Rundfunk]] |datum=2004-04-14 |abruf=2022-12-18}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Danijel Džino |url=https://www.cairn.info/revue-dialogues-d-histoire-ancienne-2014-2-page-45.htm |titel=‘Illyrians’ in ancient ethnographic discourse |werk=Cairn.info |datum=2014 |sprache=en |abruf=2022-12-18}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Bill Thayer |url=http://penelope.uchicago.edu/Thayer/E/Roman/Texts/secondary/EB1911/Illyria*.html |titel=Illyria |werk=[[LacusCurtius]] |datum=2018-05-01 |sprache=en |abruf=2022-12-18}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Jona Lendering |url=https://www.livius.org/articles/people/illyrians/ |titel=Illyrians |werk=[[Livius.org]] |datum=2020-09-23 |abruf=2022-12-18}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Kurt Gostentschnigg |url=https://unipub.uni-graz.at/gls/content/titleinfo/1894746/full.pdf |titel=Die Frage der albanischen Ethnogenese. Ein historischer Abriss ihrer Diskussion bis zum Ende des 20. Jahrhunderts |hrsg=Universität Graz und Universität Shkodra |datum=2006 |format=PDF |abruf=2022-12-18 |kommentar=PDF-Datei, 2,8&amp;amp;nbsp;MB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4095922-3|LCCN=sh85064423}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Illyrer| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische europäische Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Ethnie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BernwardAurelian</name></author>
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