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	<title>Ikon - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ikon&amp;diff=350502&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Karl432: /* Verwendung von ikonischen Zeichen */ BKL-Fix</title>
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		<updated>2026-03-06T22:02:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verwendung von ikonischen Zeichen: &lt;/span&gt; BKL-Fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ikon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (gesprochen [{{IPA|ɪˈkoːn}}], [[Genitiv|Gen.]] &amp;#039;&amp;#039;des Ikons&amp;#039;&amp;#039;, [[Plural|Pl.]] &amp;#039;&amp;#039;die Ikone&amp;#039;&amp;#039;; von {{grcS|εἰκών|eikṓn|de=Bild}} über &amp;#039;&amp;#039;{{enS|icon}}&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ikonisches Zeichen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein von [[Charles S. Peirce]] eingeführter Terminus der Zeichentheorie ([[Semiotik]]) und der [[Sprachwissenschaft]] (Linguistik) und bedeutet ein [[Zeichen]], dessen Zeichenfunktion darauf beruht, dass es mit dem bezeichneten Gegenstand ([[Referent (Linguistik)|Referenzobjekt]]) eine wahrnehmbare Ähnlichkeit hat. Die Ähnlichkeit kann visueller, klanglicher oder anderer Art sein, ist in jedem Falle aber von einer rein willkürlichen ([[Arbitrarität|arbiträren]]) Bezeichnung zu unterscheiden. Typische Beispiele für ikonische Zeichen sind [[Abbild|Bilder]], auf denen Motive abgebildet sind, die realen Objekten visuell ähnlich sind (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Porträt]]s).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Adjektiv wird &amp;#039;&amp;#039;ikonisch&amp;#039;&amp;#039; im weiteren Sinne auch [[synonym]] zu &amp;#039;&amp;#039;prägend&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Muster|prototypisch]]&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;[[Systemarchetyp|archetypisch]]&amp;#039;&amp;#039; verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Semiotik ==&lt;br /&gt;
Der Begriff des Ikons wurde vor allem durch den US-amerikanischen Philosoph, Mathematiker und Semiotiker [[Charles S. Peirce]] (1839–1914) geprägt, der zwischen drei Formen von Zeichen unterschied: Ikon, [[Index (Semiotik)|Index]] und [[Symbol]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Terminologie von Peirce unterscheidet sich das Ikon (idealtypisch) vom &amp;#039;&amp;#039;Symbol&amp;#039;&amp;#039;, welches ein Zeichen ist, dessen Beziehung zum Bezeichneten rein konventionell ist und „weder auf Ähnlichkeit noch auf ein[em] Ursache-Folge-Verhältnis“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Ernst (Germanist)|Peter Ernst]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Pragmalinguistik]]. Grundlagen, Methoden, Probleme&amp;#039;&amp;#039;. [[Walter de Gruyter (Verlag)|De Gruyter]], Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2002, ISBN 3-11-017013-2, S.&amp;amp;nbsp;75&amp;lt;/ref&amp;gt; beruht. Positiv definiert, ist ein Ikon ein Zeichen, bei dem zwischen dem Zeichen und dem Bezeichneten „ein Abbild-Verhältnis, eine Ähnlichkeit festzustellen ist“&amp;lt;ref&amp;gt;Piroska Kocsány: &amp;#039;&amp;#039;Grundkurs Linguistik: ein Arbeitsbuch für Anfänger&amp;#039;&amp;#039;. [[Brill Fink|Fink]], Paderborn 2010, S.&amp;amp;nbsp;42&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das &amp;#039;&amp;#039;Ikon&amp;#039;&amp;#039; im Sinne von Peirce ist weitgehend synonym mit dem &amp;#039;&amp;#039;Symbol&amp;#039;&amp;#039; in der Tradition der europäischen Terminologie&amp;lt;ref&amp;gt;Trabant: &amp;#039;&amp;#039;Semiotik&amp;#039;&amp;#039;. 1996, S.&amp;amp;nbsp;32&amp;lt;/ref&amp;gt;. So ist zum Beispiel für den Linguisten [[Ferdinand de Saussure]] diese Ähnlichkeitsrelation entscheidend für den Begriff des Symbols. Peirce fasste Bilder als eigene Zeichengruppe auf und nannte sie „Ikone“&amp;lt;ref&amp;gt;So Søren Kjørup: &amp;#039;&amp;#039;Semiotik&amp;#039;&amp;#039;. W. Fink, Paderborn 2009, S.&amp;amp;nbsp;10 (Original &amp;#039;&amp;#039;{{daS|Semiotik}}&amp;#039;&amp;#039;, Samfundslitteratur 2002. ISBN 9788778671882)&amp;lt;/ref&amp;gt;. In der neueren [[Bildwissenschaft]] spielt der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Ikon&amp;#039;&amp;#039; hingegen als Synonym für „Bild“ eine wichtige Rolle. So wird etwa die wachsende Bedeutung von Bildern in modernen [[Massenmedien|Mediengesellschaften]] und die entsprechende Umorientierung der bislang eher sprachlich orientierten [[Kulturwissenschaft]]en („[[Linguistische Wende]]“) hin zu einem stärkeren Bedenken des Bildhaften unserer [[Kultur]] oft als „[[Ikonische Wende]]“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Charles W. Morris]] führte für den Grad der Ähnlichkeit zwischen dem Ikon und seinem [[Referent (Linguistik)|Referenzobjekt]] den Terminus der &amp;#039;&amp;#039;[[Ikonizität]]&amp;#039;&amp;#039; ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hadumod Bußmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0 (Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Ikonizität&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einer &amp;#039;&amp;#039;Ikonifizierung&amp;#039;&amp;#039; spricht man ([[Rudi Keller]]), wenn ein anderer Zeichentyp zu einem Ikon wird. So kann ein Index (Symptom) ikonifizieren&amp;lt;ref&amp;gt;Rudi Keller: &amp;#039;&amp;#039;Zeichentheorie&amp;#039;&amp;#039;. Francke, Tübingen u.&amp;amp;nbsp;a. 1995 (UTB; 1849), S.&amp;amp;nbsp;162&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kritik der Peirceschen Zeichentheorie als einer nur [[Repräsentationismus|repräsentationistischen]] wird im Rahmen einer [[Instrumentalismus (Wissenschaftstheorie)|instrumentalistischen]] Zeichentheorie ein Ikon wie folgt definiert: „Was ein Ikon zu einem Ikon macht, ist nicht die Ähnlichkeit, sondern die Methode der Interpretation, der assoziative Schluß“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudi Keller,: &amp;#039;&amp;#039;Zeichentheorie&amp;#039;&amp;#039;. Francke, Tübingen u.&amp;amp;nbsp;a. 1995 (UTB; 1849), S.&amp;amp;nbsp;125 (unter &amp;#039;&amp;#039;Berufung auf Goodman&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ein Ikon wirke als „Assoziationsimpuls“&amp;lt;ref&amp;gt;Rudi Keller: &amp;#039;&amp;#039;Zeichentheorie&amp;#039;&amp;#039;. Francke, Tübingen u.&amp;amp;nbsp;a. 1995 (UTB; 1849), S.&amp;amp;nbsp;125&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung von ikonischen Zeichen ==&lt;br /&gt;
Viele alte [[Schrift]]en benutzten Ikone, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Hieroglyphenschrift]]en oder die [[Keilschrift]]. In der gesprochenen Sprache gibt es Vergleichbares, die so genannten [[Onomatopoesie|Onomatopoetika]]. Es gilt zu beachten, dass diese Zeichen teils nur noch sehr [[rudimentär]] die ursprüngliche Information enthalten (und damit schon nah am konventional definierten [[Symbol]] einzuordnen sind). Eine Vogel-Hieroglyphe steht vielleicht nicht mehr für das abgebildete Tier an sich, sondern für das abstrakte Prinzip „leichter als Luft“, oder es kann ein Verweis auf eine Vogelgottheit sein und steht dann für deren Funktion, etwa den Tod/das Sterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutzutage werden Ikone in vielfältigster Weise gebraucht, unter anderem in Form von [[Piktogramm]]en. Beispiele hierfür sind [[Verkehrsschild]]er, Pflegehinweise an [[Textil]]ien, [[Toilette|WC]]-Piktogramme, Verbotsschilder (auf denen etwa durchgestrichene Zigaretten, Hunde oder Handys abgebildet sind) oder Informationstafeln und Landkarten. Auch im Computerbereich sind [[Icon (Computer)|Icons]] ein gebräuchliches Mittel zur einfacheren Gestaltung von grafischen Benutzeroberflächen (etwa in Form eines [[Papierkorb#Informationstechnik|Papierkorbs]] oder einer Aktenmappe). Allgemein dienen derartige Piktogramme der schnellen und unkomplizierten Information, was zur Voraussetzung hat, dass die Vorlage des [[Stilisierung|stilisierten]] Abbildes dem Betrachter geläufig und das [[Zeichen]] dadurch intuitiv verständlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Beispiele für Ikone werden genannt: Schaubilder in Medien, Hinweisschilder, Lagepläne, musikalische Wiedergabe von Geräuschen&amp;lt;ref&amp;gt;Hadumod Bußmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0 (Stichwort &amp;#039;&amp;#039;Ikon&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt;; Wachsfigur im [[Wachsfigurenkabinett|Panoptikum]]; Fotos, Gemälde&amp;lt;ref&amp;gt;Menne (Logik), 12&amp;lt;/ref&amp;gt;; Zeichnungen&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert E. Brekle]]: &amp;#039;&amp;#039;Semantik. Eine Einführung in die sprachwissenschaftliche Bedeutungslehre&amp;#039;&amp;#039;. 3.&amp;amp;nbsp;Aufl. München 1972, ISBN 3-7705-1181-6, S.&amp;amp;nbsp;38&amp;lt;/ref&amp;gt;; auch lautmalende Wörter&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert E. Brekle: &amp;#039;&amp;#039;Semantik. Eine Einführung in die sprachwissenschaftliche Bedeutungslehre&amp;#039;&amp;#039;. 3.&amp;amp;nbsp;Aufl. München 1972, ISBN 3-7705-1181-6, S.&amp;amp;nbsp;38&amp;lt;/ref&amp;gt;, wie &amp;quot;Kikeriki!&amp;quot; oder &amp;quot;tschack!&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Semiotisches Dreieck]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hadumod Bußmann]] (Hrsg.): Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0&lt;br /&gt;
* [[Umberto Eco]]: &amp;#039;&amp;#039;Zeichen. Einführung in einen Begriff und seine Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 2024, ISBN 978-3-518-10895-6.&lt;br /&gt;
* [[Peter Ernst (Germanist)|Peter Ernst]]: Pragmalinguistik. Grundlagen, Methoden, Probleme. De Gruyter, Berlin 2002, ISBN 3-11-017013-2.&lt;br /&gt;
* [[Charles S. Peirce]]: &amp;#039;&amp;#039;Phänomen und Logik der Zeichen.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 2024, ISBN 978-3-518-28025-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semiotik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Piktogramm|!Ikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Linguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Karl432</name></author>
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