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	<title>Ikai - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Entferne Kategorie:Kultur (Japan); Ergänze Kategorie:Religion (Japan)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Kultur_(Japan)&quot; title=&quot;Kategorie:Kultur (Japan)&quot;&gt;Kategorie:Kultur (Japan)&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Religion_(Japan)&quot; title=&quot;Kategorie:Religion (Japan)&quot;&gt;Kategorie:Religion (Japan)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur japanischen Supercentenarian, zweitältester Mensch (1994–1997), siehe [[Ikai Tane]].}}&lt;br /&gt;
Die Prägung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ikai&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (japanisch 異界; deutsch „Andere Welt“, auch „Anderswelt“ oder „jene Welt“) (&amp;#039;&amp;#039;ano yo&amp;#039;&amp;#039;) im Sinne eines japanischen [[Jenseits]] oder eines Reichs von landeseigenen Geistern (&amp;#039;&amp;#039;yûrei&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bernhard Scheid |url=https://religion-in-japan.univie.ac.at/Handbuch/Mythen/Daemonen |titel=Dämonen und Kobolde |werk=Religion-in-Japan: Ein digitales Handbuch. |hrsg=Universität Wien |datum=2011-03-23 |sprache=de |abruf=2023-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Spukgestalten (&amp;#039;&amp;#039;yôkai&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bernhard Scheid |url=https://religion-in-japan.univie.ac.at/an/Mythen/Geister |titel=Gespenster und Totengeister |werk=Religion-in-Japan: Ein digitales Handbuch. |hrsg=Universität Wien |datum=2012-11-07 |sprache=de |abruf=2023-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, bezeichnet etwa seit den 1980er Jahren ein kulturelles, medial verbreitetes Konzept, mit dem japanische Publizisten, unter ihnen Literaten und Kunstschaffende, aber auch Kulturhistoriker, Ethnologen, Religionsforscher und Kunstexperten eine indigene „Andere Welt“ als Gegenentwurf zur „westlichen Moderne“ beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &amp;#039;&amp;#039;Ikai&amp;#039;&amp;#039; als Trend zum Indigenen in den 1980ern und 1990ern  ==&lt;br /&gt;
Das Konzept wurde für die deutschsprachige Japanologie Mitte der 1990er Jahre von [[Lisette Gebhardt]] entdeckt und charakterisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lisette Gebhardt |Titel=Ikai. Der Diskurs zur &amp;#039;Anderen Welt&amp;#039; als Manifestation der japanischen Selbstfindungs-Debatte |Hrsg=Irmela Hijiya-Kirschnereit |Sammelwerk=Überwindung der Moderne? Japan am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts. |Verlag=Suhrkamp Verlag |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1996 |ISBN=978-3-518-11999-0 |Seiten=146–171}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lisette Gebhardt |Titel=‘Die Herren der Geister’: Volkskundliche Studien und Ethnofiktion oder warum man in Japan gegenwärtig soviel Geisterforschung betreibt |Hrsg=Günther Distelrath |Sammelwerk=JapanWelten. |Verlag=Bier’sche Verlagsanstalt |Ort=Bonn |Datum=2000 |Seiten=437-453}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lisette Gebhardt |url=https://www.japanologie.uni-frankfurt.de/58652030/Report-from-a-research-on-the-_intellectual-ikai_-of-contemporary-Japan.pdf |titel=Report from a research on the &amp;#039;intellectual ikai&amp;#039; of contemporary Japan. Starting with the ghosts and their world |datum=2001 |sprache=en |abruf=2023-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach handelt es sich bei &amp;#039;&amp;#039;ikai&amp;#039;&amp;#039; in erster Linie um ein Medienphänomen bzw. um eine von bestimmten Akteuren lancierte intellektuelle, nicht selten kulturalistisch kodierte Phantasie, die sich in den 1980ern als Folklorenaissance und &amp;#039;&amp;#039;invented tradition&amp;#039;&amp;#039; im Zuge eines wachsenden Bedürfnisses nach Identität und Heimat manifestierte. Der Trend kam, gefördert von der auch für kulturelle Projekte günstigen Wirtschaftslage ([[Bubble Economy|Bubble-Economy]]) im damaligen Japan, in Kunst, Kultur und Wissenschaft zum Tragen: Während sich japanische Religionsforscher mit von ihnen als heimatliche Weltanschauung identifizierten animistischen oder schamanistischen Vorstellungen auseinandersetzten, wendeten sich Kunsthistoriker überlieferten japanischen Abbildungen von Geistern und Spukgestalten zu. Kulturhistoriker, [[Bibliophilie|bibliophile]] Archivare, Volkskundler und Märchenforscherinnen trugen japanische Überlieferungen vom Jenseits zusammen, Literaturwissenschaftler dechiffrierten überlieferte vormoderne und moderne Geistertexte oder erörterten unter dem Begriff der literarischen Phantastik (&amp;#039;&amp;#039;gensô bungaku&amp;#039;&amp;#039;) neuere literarische Beiträge zur Thematik des Übernatürlichen. Der Religionswissenschaftler [[Shimazono Susumu]] sprach im Falle der akademischen Unternehmungen im Bereich des Jenseitsdiskurses von „spirituellen Intellektuellen“ (&amp;#039;&amp;#039;reiseiteki chishikijin&amp;#039;&amp;#039;); zu ihnen zählten u.&amp;amp;nbsp;a. [[Takeshi Umehara]], Gründungsdirektor des von Y[[asuhiro Nakasone]] unterstützten Forschungsinstituts [[Kokusai Nihon Bunka Kenkyū Center|NICHIBUNKEN]], der bis hin zu einer ideologisch besetzten Selbstorientalisierung (Stichwort Japandiskus / &amp;#039;&amp;#039;Nihonron&amp;#039;&amp;#039;) die Japanizität der Jenseitsvorstellungen hervorhob, sowie [[Tetsuo Yamaori]], [[Tôji Kamata]] und [[Nakazawa Shinˈichirô]]. Der &amp;#039;&amp;#039;ikai&amp;#039;&amp;#039;-Trend, der über die Geister und das indigen Animistische hinaus Esoterisches, Okkultes und New-Age-Vorstellungen (Stichwort &amp;#039;&amp;#039;chô-nôryoku /&amp;#039;&amp;#039; übernatürliche Kräfte) beinhaltete, dauerte bis zum Anschlag der neureligiösen Vereinigung [[Ōmu Shinrikyō|Aum Shinrikyô]] im Jahr 1995 an. Nachdem die sogenannte spirituelle Welt (&amp;#039;&amp;#039;seishin sekai&amp;#039;&amp;#039;) und das Spirituelle in seiner Form als Okkultboom und Andersweltmanie in Misskredit geraten war, wandten sich die Medien und die publizierende Szene unter dem Motto &amp;#039;&amp;#039;[[iyashi]]&amp;#039;&amp;#039; dem Thema der „Heilung“ und damit einem weniger belasteten Framing zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Retrokulissen und japanische Phantastik (&amp;#039;&amp;#039;gensô bungaku&amp;#039;&amp;#039;) ==&lt;br /&gt;
Die neue Popularität der literarischen Phantastik (&amp;#039;&amp;#039;gensô bungaku&amp;#039;&amp;#039;) fiel ebenfalls in die 1980er Jahre. Die literarische Phantastik – z.&amp;amp;nbsp;B. mit einer Vertreterin wie [[Yōko Ogawa|Yôko Ogawa]] – entwarf vorzugsweise Retrokulissen der alten Moderne,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lisette Gebhardt |Titel=Lifestyle und Psychodesign in der japanischen &amp;#039;Moratoriumsliteratur&amp;#039; – Kawakami Hiromi und Ogawa Yôko |Sammelwerk=Forschungen zur zeitgenössischen japanischen Literatur, Heftereihe der Japanologie Frankfurt. |Band=1 |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bevor die 2000er ihre Effienzstandards durchsetzten: alte Häuser, verwitterte Herbergen, Waldhütten, Ateliers, höhlenartige Behausungen, die an vergangene Kindertage erinnern, betagte Schwimmbäder, Studentenwohnheime mit Patina oder verlassene Laboratorien mit seltsamen Geräten – eine Nostalgie, die an magische Orte zurückführt, bestimmte die literarische &amp;#039;&amp;#039;ikai&amp;#039;&amp;#039;-Sensibilität als eine &amp;#039;&amp;#039;gothic nostalgy&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. eine Art von Ruinenromantik und Suche nach dem Wunderbaren u. Unheimlichen in einer potenziell dem Profanen preisgegebenen menschlichen Existenz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Lisette Gebhardt |url=https://literaturkritik.de/ogawa-zaertliche-klagen-der-mops-als-psychopomp-fruehe-fantastik-von-yoko-ogawa,23177.html |titel=Der Mops als Psychopomp - Frühe Fantastik von Yoko Ogawa |werk=Literaturkritik |datum=2017-03-28 |sprache=de |abruf=2023-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die japanischen Geisterrenaissance fand darüber hinaus ein größeres Echo im Bereich der Printmedien und in Fernsehshows, in denen Prominente live in die Twighlightzone geschickt wurden, d.&amp;amp;nbsp;h. verlassene Bauten (Stichwort „Ruinenboom“ = &amp;#039;&amp;#039;haikyô bûmu&amp;#039;&amp;#039;) aufsuchen mussten, oder von eigenen unheimlichen Erfahrungen berichteten. Das Label &amp;#039;&amp;#039;ikai&amp;#039;&amp;#039; wurde auch im populärkulturellen Kontext eingeführt, z.&amp;amp;nbsp;B. im Bereich von (häufig verfilmten) Schulgespenstergeschichten (&amp;#039;&amp;#039;gakkô no kaidan&amp;#039;&amp;#039;), J-Horror, oder Großstadtlegenden (&amp;#039;&amp;#039;toshi densetsu&amp;#039;&amp;#039;) und – aktuell noch – von Videospielen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Aeriths killer |url=https://jpgames.de/2022/03/duestere-japanische-folklore-das-horror-game-ikai-ist-nun-erhaeltlich/ |titel=Düstere japanische Folklore: Das Horror-Game Ikai ist nun erhältlich |werk=JP Games |datum=2022-03-31 |sprache=de |abruf=2023-04-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Iwata, Keiji|Keiji Iwata]] (1993): &amp;#039;&amp;#039;Animizumu jidai&amp;#039;&amp;#039; [dt. Das Zeitalter des Animismus]. Kyôto:Hôzôkan&lt;br /&gt;
* [[Takeshi Umehara]](1989): Animisumu saikö [dt. Animismus-Renaissance]. In: &amp;#039;&amp;#039;Nihon Kenkyû&amp;#039;&amp;#039; 5, S. 13–23.&lt;br /&gt;
* [[Yasuda, Yoshinori]] (1990): Animism Renaissance. In: &amp;#039;&amp;#039;Nichibunken Newsletter&amp;#039;&amp;#039; 5, S. 2–4.&lt;br /&gt;
* [[Jaqueline Berndt]]; [[Steffi Richter]] (1989): &amp;#039;&amp;#039;Das „Kokusai Nihon Bunka Kenkyû Senta“ – Eine Herausforderung für Japanologen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin: Sektion Asienwissenschaften der Humboldt-Universität (Reihe Japan-Studien).&lt;br /&gt;
* [[Susumu Shimazono]] (1993): &amp;#039;&amp;#039;New Age and New Spiritual Movements: the Role of the Spiritual Intellectuals.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;SYZGY: Journal of Alternative Religion an Culture&amp;#039;&amp;#039; 1 (1–2), S. 9–22.&lt;br /&gt;
* [[Lisette Gebhardt]] (1996) &amp;#039;&amp;#039;Ikai. Der Diskurs zur &amp;#039;Anderen Welt&amp;#039; als Manifestation der japanischen Selbstfindungs-Debatte&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Irmela Hijiya-Kirschnereit]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Überwindung der Moderne? Japan am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag (= edition suhrkamp; 999), S. 146–171.&lt;br /&gt;
* [[Lisette Gebhardt]] (2001): &amp;#039;&amp;#039;Japans neue Spiritualität&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden: Harrassowitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.dijtokyo.org/wp-content/uploads/2016/09/JS7_Gebhardt.pdf Lisette Gebhardt: „Ein Animist wie du und ich: Das Animistische als das Japanische in der japanischen Literatur“. In: &amp;#039;&amp;#039;Japanstudien.&amp;#039;&amp;#039; Jahrbuch des Deutschen Instituts für Japanstudien der Philipp Franz von Siebold Stiftung], 7, S. 435–443&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Japan)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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