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	<title>Ignazio Gardella - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Eliandy am 16. Januar 2026 um 08:21 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-16T08:21:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ignazio Gardella&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. März]] [[1905]] in [[Mailand]]; † [[16. März]] [[1999]] in [[Oleggio]]) war einer der bedeutendsten und einflussreichsten italienischen [[Architekt]]en und [[Designer]] des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gardella Zattere.jpg|miniatur|180px|Wohnhaus „Casa Cicogna alle Zattere“ in Venedig, 1954–1958]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Paolo Monti - Servizio fotografico (Venezia, 1982) - BEIC 6354245.jpg|mini|Wohnhaus „Casa Cicogna alle Zattere“ in Venedig, 1954–1958. Foto von [[Paolo Monti]], 1982.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lampada Alzabile - Lt3, 1948.jpg|mini|Stehlampem Alzabile - Lt3, 1948]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gardella Carlo Felice Genua.JPG|mini|Teatro Carlo Felice in Genua, 1981–1990]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gardella wuchs in einer Architektenfamilie auf und schloss sein Bauingenieurstudium 1930 am [[Polytechnikum Mailand]] ab. 1931 eröffnete er in Mailand sein Büro. In der Folgezeit realisierte er zahlreiche Projekte – zunächst noch mit seinem Vater Arnaldo Gardella – und avancierte zu einem wichtigen Vertreter der italienischen [[Moderne (Architektur)|Moderne]]. Darüber hinaus machte Gardella durch seine Wettbewerbsbeiträge auf sich aufmerksam: So etwa mit dem streng geometrischen, 66 Meter hohen Glockenturm auf dem Domplatz von [[Mailand]] (1934) oder dem von Hochhausscheiben durchsetzten Städtebauprojekt „Milano verde“ (1938), das er zusammen mit den Architekten [[Franco Albini]], Giulio Minoletti, [[Giuseppe Pagano (Architekt)|Giuseppe Pagano]], Giancarlo Palanti, Giangiacomo Predaval und Giulio Romano entwickelt. Zu seinen ersten herausragenden Realisierungen zählte die Tuberkuloseklinik in Alessandria (1933–1938), ein Schlüsselwerk des italienischen [[Rationalismus (Italien)|Razionalismo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1944 stellte Gardella zusammen mit anderen Vertretern der italienischen Moderne den noch ganz im Geiste [[Le Corbusier]]s konzipierten [[Masterplan (Stadtplanung)|städtebaulichen Masterplan]] „Piano AR“ für Mailand vor. Mit dem vergleichsweise kleinen „Haus für einen Weinbauern“ in Càstana (Pavia), das Gardella 1944–1947 realisierte, vollzog sich eine deutliche stilistische Änderung: Gardella wurde zu einem wichtigen Wegbereiter des Neorealismus in der Architektur. Die Rückbesinnung auf die vom [[Italienischer Faschismus|Faschismus]] scheinbar unbefleckte, dörfliche Idylle mit einer betont traditionellen Architektursprache wurde von ihm beispielhaft umgesetzt. Bedeutende Werke dieser Strömung sind insbesondere das Wohnhaus für Angestellte der Fa. Borsalino in Alessandria (1950–1952) oder die Reihenhäuser in Cesate (Mailand), die 1951–1953 in Kooperation mit [[Franco Albini]], Giovanni Albricci und [[BBPR]] entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre später, 1949, diplomierte er im Fach Architektur am &amp;#039;&amp;#039;[[Università Iuav di Venezia|Istituto Universitario di Architettura]]&amp;#039;&amp;#039; (IUAV) in [[Venedig]]. Als er zwischen 1947 und 1953 den Ausstellungspavillon für zeitgenössische Kunst (Padiglione d’Arte Contemporanea PAC) im Park der Villa Reale in Mailand baute, offenbarte Gardella seine freie Interpretation der modernen Architektur: Kleine Satteldächer und eine Glasfassade, die in einer zweiten Schicht von rautenförmigen Metallgittern geschützt werden kann, prägen dieses Haus. Das 1954–1958 realisierte Wohnhaus „Casa alle Zattere“ am Giudeccakanal in Venedig besticht durch seine überaus subtile Einbindung in den historischen Kontext. Ähnlich wie [[BBPR]] widersetzte sich Gardella damit jeglichen dogmatischen Vorgaben der Moderne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zur Landschaft offene, betont polygonale Figur der „Mensa [[Olivetti]]“, die 1953–1959 in [[Ivrea]] entstand, bekräftigte Gardellas veränderte Sprache.&lt;br /&gt;
Nach dem Bau der von auffallend schmalen vertikalen Wandöffnungen geprägten Architekturfakultät in der Altstadt von Genua (1975–1989) folgte Gardellas letztes großes Projekt: Das mit [[Fabio Reinhart]], Angelo Sibilla und [[Aldo Rossi]] erbaute Teatro Carlo Felice in Genua (1981–1990). Diese in der Sprache der Postmoderne entwickelte Wiederherstellung und Erweiterung eines Theaterbaus von 1828 wird von einem hochaufragenden Bühnenturm, in den kleine quadratische Fensteröffnungen eingeschnitten sind, dominiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Bautätigkeit entwarf Gardella seit den 1940er Jahren zahlreiche Möbel und Leuchten, die ihn auch als Designer in Italien bekannt machten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einfluss übte Gardella vor allem auch auf seine beiden prominenten Schüler, [[Aldo Rossi]] und [[Vittorio Gregotti]], aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 wurde ihm auf der Architekturbiennale in Venedig ein Goldener Löwe für sein Gesamtwerk verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999 verstarb Ignazio Gardella kurz vor seinem 94. Geburtstag in Oleggio.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Bauwerke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1933–1938: Tuberkuloseklinik in Alessandria – &amp;lt;ref&amp;gt;[https://luigimonzo.wordpress.com/2013/03/05/eine-neue-synthese-von-form-und-funktion/ vgl. Luigi Monzo: Eine neue Synthese von Form und Funktion : Ignazio Gardellas Lungensanatorium in Alessandria (1928/33-38)] (13. März 2013).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1938: Städtebauprojekt „Milano verde“ für das Stadtzentrum von Mailand (mit [[Franco Albini]], Giuseppe Pagano u.&amp;amp;nbsp;a.)&lt;br /&gt;
* 1944–1947: Haus für einen Weinbauern in Càstana ([[Pavia]])&lt;br /&gt;
* 1947–1953: Ausstellungspavillon für zeitgenössische Kunst (PAC) in Mailand&lt;br /&gt;
* 1950–1952: Wohnhaus für Angestellte der Fa. Borsalino in Alessandria&lt;br /&gt;
* 1951–1953: Reihenhäuser der [[INA-Casa]] Siedlung in [[Cesate]] / Mailand (mit Albini, Albricci, BBPR)&lt;br /&gt;
* 1950–1954: Thermengebäude auf der Insel [[Ischia (Insel)|Ischia]]&lt;br /&gt;
* 1954–1958: Wohnhaus „Casa alle Zattere“ in Venedig&lt;br /&gt;
* 1953–1959: Mensa Olivetti in [[Ivrea]]&lt;br /&gt;
* 1968–1970 (mit [[Anna Castelli Ferrieri]]) Kirche St. [[Niklaus von Flüe]] in Mailand&lt;br /&gt;
* 1975–1989: Architekturfakultät in Genua&lt;br /&gt;
* 1981–1990: Teatro Carlo Felice in Genua (mit [[Fabio Reinhart]], Angelo Sibilla und [[Aldo Rossi]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Designobjekte (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1950: Stehleuchte &amp;#039;&amp;#039;Alzabile&amp;#039;&amp;#039; für Azucena&lt;br /&gt;
* 1950: Wandleuchte &amp;#039;&amp;#039;LP12A&amp;#039;&amp;#039; für Azucena&lt;br /&gt;
* 1950: Bücherregal &amp;#039;&amp;#039;LIB2&amp;#039;&amp;#039; für Azucena&lt;br /&gt;
* 1956: Tischleuchte &amp;#039;&amp;#039;Arenzano&amp;#039;&amp;#039; für Azucena&lt;br /&gt;
* 1957: Rundtisch &amp;#039;&amp;#039;T1&amp;#039;&amp;#039; für Azucena&lt;br /&gt;
* 1957: Lounge chair &amp;#039;&amp;#039;Digamma&amp;#039;&amp;#039; für Gavina Poltrone&lt;br /&gt;
* 1960: Stehleuchte &amp;#039;&amp;#039;Prisma&amp;#039;&amp;#039; für Azucena&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000071873 Monzo, Luigi: croci e fasci – Der italienische Kirchenbau in der Zeit des Faschismus, 1919–1945. 2 Bde. Karlsruhe 2017 (Dissertation, Karlsruher Institut für Technologie, 2017), S. 842–844.] (zur Sanatoriumskapelle in Alessandria)&lt;br /&gt;
* Guidarini, Stefano: &amp;#039;&amp;#039;Ignazio Gardella nell’architettura italiana. Opere 1929-1999.&amp;#039;&amp;#039; Skira Editore: Mailand 2002&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ignazio Gardella: progetti e architetture 1933–1990,&amp;#039;&amp;#039; Marsilio Editori: Venedig 1992&lt;br /&gt;
* Zermani, Paolo: &amp;#039;&amp;#039;Ignazio Gardella,&amp;#039;&amp;#039; Laterza Editore: Rom-Bari 1991&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Daniel A. Walser: [https://www.nzz.ch/aktuell/startseite/articleCOIOZ-1.113596 Die Eleganz der Moderne. Zum 100. Geburtstag des Architekten Ignazio Gardella.] In: [[NZZ]], 30. März 2005&lt;br /&gt;
* Daniel A. Walser: [https://www.e-periodica.ch/digbib/view?rid=wbw-004:1999:86::474 Ignazio Gardella 1904-1999] in: [[Werk, Bauen + Wohnen]], No. 86, 1999, S. 60–61&lt;br /&gt;
* Luigi Monzo: [https://luigimonzo.wordpress.com/2013/03/05/eine-neue-synthese-von-form-und-funktion/ Eine neue Synthese von Form und Funktion: Ignazio Gardellas Lungensanatorium in Alessandria (1928/33-38)] (13. März 2013).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12406325X|LCCN=n82062979|VIAF=100244344}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gardella, Ignazio}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Designer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italiener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1905]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1999]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gardella, Ignazio&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Architekt und Designer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. März 1905&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mailand]], Italien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. März 1999&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oleggio]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eliandy</name></author>
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