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	<title>Ignaz Maybaum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T15:46:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ignaz_Maybaum&amp;diff=563473&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-11-14T14:06:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ignaz Maybaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[2. März]] [[1897]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]] – [[12. Juni]] [[1976]] in [[London]]) war ein deutsch-britischer [[Rabbiner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ignaz Maybaum war das dritte von vier Kindern des Schneiders Meyer (Max) Moritz Maybaum und dessen Frau Josefine, geborene Kohn. Er war ein Neffe des Rabbiners [[Siegmund Maybaum]]. Im Oktober 1915 machte er vorzeitig sein Abitur. Danach war er bis 1918 [[Leutnant]] im Infanterieregiment der österreichischen Armee. Von 1918 bis 1919 war er Hörer an der [[Israelitisch-Theologische Lehranstalt|Israelitisch-Theologischen Lehranstalt Wien]]. Ab 1919 studierte er an der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berliner Universität]] [[Philosophie]] und [[Kunstgeschichte]], ab 1920 studierte er auch an der [[Hochschule für die Wissenschaft des Judentums]]. 1924 promoviert er mit &amp;#039;&amp;#039;Die beiden Formen des sittlichen Handelns und ihr Verhältnis zur Religion im System Schleiermachers&amp;#039;&amp;#039;. 1926 wurde er zum Rabbiner [[Semicha|ordiniert]]. Er war von 1925 bis 1928 Rabbiner in Bingen, danach bis 1936 [[Liste der Rabbiner in Frankfurt (Oder)|in Frankfurt (Oder)]] und bis zu seiner Flucht 1939 in Berlin-Wilmersdorf. Ab 1935 lehrte der Schüler von [[Franz Rosenzweig]] an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums und an der Jüdischen Lehrerbildungsanstalt in Berlin (hier Bibelexegese, Biblische Geschichte und Religionsphilosophie) in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 wurde er wegen privater Äußerungen über Hitler denunziert und von der Gestapo verhaftet und war vom 18. Dezember 1935 bis zum 21. Januar 1936 im [[KZ Columbia]] inhaftiert. Im März 1939 emigrierte er mit seiner Frau Franziska (geborene Schor) und seinen zwei Kindern Michael (geboren 1929) und Alisa (geboren 1935) nach London. Hier blieb er zehn Jahre ohne rabbinische Anstellung, bis er 1949 Rabbiner der &amp;#039;&amp;#039;Edgware and District Reform Synagogue&amp;#039;&amp;#039; wurde. In der Zeit davor war er von 1941 bis 1945 Mitarbeiter im Hilfsprogramm für die Flüchtlingsjugend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1956 bis zum Beginn seines Ruhestands 1963 hielt er Vorlesungen in [[Homiletik]] und jüdischer Religion am [[Leo Baeck College]]. 1957 war er Gastdozent an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war im interreligiösen Dialog aktiv, zu seinen Studenten gehörte auch Nicholas de Lange.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Maybaum viele verschiedene Betrachtungen zum [[Holocaust]] verfasste, ist er doch vor allem durch seine Ansicht bekannt geworden, die er anlässlich des [[Jom Kippur]] 1963 entwickelte, um die Worte &amp;#039;&amp;#039;gesera&amp;#039;&amp;#039; («schreckliche Fügung, strenges Urteil») und &amp;#039;&amp;#039;churban&amp;#039;&amp;#039; («Zerstörung»), die in der Liturgie dieses Tages eine Rolle spielen, zu erklären. Als erster &amp;#039;&amp;#039;churban&amp;#039;&amp;#039; gilt die Zerstörung der ersten ([[Salomonischer Tempel|Salomonischen) Tempels]], als zweiter &amp;#039;&amp;#039;churban&amp;#039;&amp;#039; die Zerstörung des [[Zweiter Tempel|Zweiten Tempels]] durch die Römer, als dritter &amp;#039;&amp;#039;churban&amp;#039;&amp;#039; die Auslöschung des europäischen Judentums unter den Nationalsozialisten. Der &amp;#039;&amp;#039;churban&amp;#039;&amp;#039; sei eine &amp;#039;&amp;#039;gesera&amp;#039;&amp;#039;, die sich im Endeffekt als messianisches Ereignis, als wichtige Weichenstellung in der [[Menschheitsgeschichte]], erweisen könne. [[Hitler]] sei durch die Entwicklungsunfähigkeit der westlichen Welt hervorgebracht worden, in prophetischer Deutung als Gottes Werkzeug, analog zu [[Nebukadnezar II.|Nebukadnezar]] (vgl. Jer 27,6) beim ersten &amp;#039;&amp;#039;churban&amp;#039;&amp;#039;, um eine sündige Welt zu reinigen. Die sechs Millionen Juden seien als unschuldige Opfer für die Sünden anderer gestorben. Damit brachte er die jüdischen Opfer in Verbindung zur Figur des «leidenden [[Deuterojesaja #Gottesknechtlieder|Gottesknechts]]» im Buch [[Jesaja]], Kapitel 52 und 53.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Brocke, Herbert Jochum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wolkensäule und Feuerschein. Jüdische Theologie nach dem Holocaust&amp;#039;&amp;#039;, München: Chr. Kaiser 1993, S. 14–16 ([http://www.pkgodzik.de/fileadmin/user_upload/Geschichte_und_Politik/Ignaz_Maybaum___Thomas_Mann.pdf Auszug online auf pkgodzik.de]; PDF; 77&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Interpretation wurde kontrovers diskutiert und von den [[Gott-ist-tot-Theologie|Gott-ist-tot]]-Theologen zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz Maybaums Mutter wurde 1942 in Minsk ermordet, seine Schwester Babette wurde am 14. Juni 1942 in Sobibor ermordet, Schwester Hermine wurde bereits 1940 ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein für Ignaz Maybaum.JPG|mini|Stolperstein für Ignaz Maybaum in Frankfurt (Oder)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. März 2011 wurde in [[Liste der Stolpersteine in Frankfurt (Oder)|Frankfurt (Oder) ein Stolperstein]] für den Rabbiner Ignaz Maybaum verlegt. Die Inschrift lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|&amp;lt;div style=&amp;quot;margin-left:4em; font-size:80%; text-align:center;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
HIER WIRKTE&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
IGNAZ MAYBAUM&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
RABBINER&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
JG. 1897&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
FLUCHT 1939&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ENGLAND&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ÜBERLEBT&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Creation and guilt&amp;#039;&amp;#039;. Vallentine, Mitchell, London 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Face of God after Auschwitz&amp;#039;&amp;#039;. Polak &amp;amp; van Gennep, Amsterdam 1965.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Jewish mission&amp;#039;&amp;#039;. Clarke, London 1949.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Jewish Home&amp;#039;&amp;#039;, zus. mit L. V. Snowman. Clarke, London 1945.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Synagogue and Society&amp;#039;&amp;#039;. Clarke, London 1944.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Man and catastrophe&amp;#039;&amp;#039;. Allenson, London 1941.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neue Jugend und alter Glaube&amp;#039;&amp;#039;. Philo-Verl., Berlin 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Parteibefreites Judentum&amp;#039;&amp;#039;. Philo Verlag, Berlin 1935.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die beiden Formen des sittlichen Handelns und ihr Verhältnis zur Religion im System Schleiermachers&amp;#039;&amp;#039; (Dissertation)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* John F. Oppenheimer (Red.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Judentums.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh u.&amp;amp;nbsp;a. 1971, ISBN 3-570-05964-2, Sp. 475.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Lotter]]: &amp;#039;&amp;#039;Rabbiner Ignaz Maybaum – Leben und Lehre. Die Grundlagen jüdischer Diasporaexistenz.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Frank &amp;amp; Timme; Auflage: 1 (Januar 2010), ISBN 3-86596-276-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Maybaum, Ignaz&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 1980, ISBN 3-598-10087-6, S. 485.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Maybaum, Ignaz Dr.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Brocke]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Rabbiner&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 2, 2: &amp;#039;&amp;#039;Die Rabbiner im Deutschen Reich 1871–1945. Landau–Zuckermann&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München u.&amp;amp;nbsp;a. 2009, ISBN 978-3-598-24874-0, S. 421–423.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|129410101}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129410101|LCCN=n/81/91991|VIAF=111627969}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Maybaum, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner (Vereinigtes Königreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Columbia]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Leo Baeck College)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant im Vereinigten Königreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Brandenburg ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Maybaum, Ignaz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-britischer Rabbiner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. März 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Juni 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[London]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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