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	<title>Ignaz Kuranda - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T04:09:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ignaz_Kuranda&amp;diff=897594&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ewald Grothe (ADL) am 17. November 2025 um 14:25 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-17T14:25:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ignaz Kuranda.jpg|mini|Ignaz Kuranda, Lithographie von [[Eduard Kaiser (Maler)|Eduard Kaiser]], 1861]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ignaz Kuranda grave, Vienna, 2017.jpg|mini|Grab von Ignaz Kuranda auf dem Wiener Zentralfriedhof]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ignaz Kuranda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[8. Mai]] [[1811]] in [[Prag]]; † [[3. April]] [[1884]] in [[Wien]]) war ein österreichischer [[Publizist]], [[Politiker]] und Präsident der [[Israelitische Kultusgemeinde Wien|Israelitischen Kultusgemeinde Wien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als Sohn eines Antiquariatsbuchhändlers sollte Kuranda den Beruf seines Vaters übernehmen, ging aber 1834 nach Wien, wo er philosophische Vorlesungen von Lichtenberg hörte und sich mit Schriftstellern wie [[Franz Grillparzer|Grillparzer]] oder [[Nikolaus Lenau|Lenau]] bekannt machte. In diese ersten Jahre in Wien fallen auch seine ersten literarischen Versuche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reisen führten ihn nach [[Stuttgart]] und [[Paris]], wo er die Bekanntschaft [[Johann Ludwig Uhland|Uhlands]] und [[Heinrich Heine|Heines]] machte. In [[Brüssel]] fungierte er als Korrespondent der „[[Allgemeine Zeitung (19. Jahrhundert)|Allgemeinen Zeitung]]“ aus Augsburg. Neben weiteren zahlreichen Reisen quer durch Europa beendete er sein Studium der Staatswissenschaften und Geschichte in [[Leipzig]] mit der Promotion. Seine bereits in Brüssel begonnenen politischen Aktivitäten traten mit der [[Märzrevolution]] 1848 offen zu Tage. Er gehörte dem [[Fünfzigerausschuss]] an und war Mitglied von dessen Deputation zur Vorbereitung der Parlamentswahlen in Prag. Vom 27. Juni bis zum 24. August 1848 war er als Abgeordneter für [[Teplice|Teplitz]] fraktionsloses Mitglied der [[Frankfurter Nationalversammlung]]. Nach dem Scheitern der Revolution wandte er sich der lokalen Politik zu und vertrat ab 1861 die „[[Verfassungspartei (Österreich)|Verfassungspartei]]“ im [[Landtag von Niederösterreich|Niederösterreichischen Landtag]]. Von diesem wurde er in das Abgeordnetenhaus des [[Reichsrat (Österreich)|Reichsrates]] entsandt und hatte als Mitglied des „Subcomités des Verfassungsausschusses“ maßgeblichen Anteil an der Entstehung der [[Dezemberverfassung]] 1867. Ferner war er Mitglied des Wiener Stadtrates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch einen Prozess gegen [[Sebastian Brunner]] und dessen [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitische]] Artikel in der „[[Wiener Kirchenzeitung]]“ erwarb er sich hohes Ansehen bei den liberalen Kräften und osteuropäischen Juden. Kuranda wurde 1872 zum Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien gewählt. Er förderte außerdem jüdische Studien in seiner Position als Vizepräsident der „Israelitischen Allianz“. 1872 wurde er zum Ritter des [[Österreichisch-kaiserlicher Leopold-Orden|Leopoldsordens]] ernannt. Das damit verbundene Adelsprädikat hat er nie verwendet. 1881 wurde er Ehrenbürger der Stadt Wien, wo auch ein Park nach ihm benannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine letzte Ruhestätte fand Ignaz Kuranda im alten israelitischen Teil des [[Wiener Zentralfriedhof]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publizist ==&lt;br /&gt;
Bereits in seinem ersten Jahr in Wien veröffentlichte er als Theaterkritiker im &amp;#039;&amp;#039;Telegraph&amp;#039;&amp;#039; und 1834 das an Schillers Fragment &amp;#039;&amp;#039;Warbeck&amp;#039;&amp;#039; angelehnte Drama &amp;#039;&amp;#039;Die letzte weiße Rose&amp;#039;&amp;#039;, das 1838 in Stuttgart und 1846 am [[Wiener Burgtheater]] aufgeführt wurde. Als Korrespondent in Brüssel knüpfte er Kontakte zu flämischen Gruppen. Um diese Beziehungen zu vertiefen, gründete er dort 1841 die Wochenzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Die Grenzboten]]&amp;#039;&amp;#039;, deren Redaktion schon im folgenden Jahr nach Leipzig verlegt werden musste. In Leipzig wandte er sich zunehmend Themen zu, die die innerdeutschen Beziehungen beleuchteten. &amp;#039;&amp;#039;Die Grenzboten&amp;#039;&amp;#039; war die einzige Zeitschrift für liberal gesinnte Österreicher zur Zeit des Vormärz. 1848 gab er die Leitung an Julian Schmidt und Gustav Freytag ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit der Märzrevolution gründete er die &amp;#039;&amp;#039;[[Ostdeutsche Post]]&amp;#039;&amp;#039;, die zum Sprachrohr seiner politischen Vorstellungen wurde. Er befürwortete darin ein deutsch geprägtes – nicht föderalistisches – [[Österreich]], das nach dem Scheitern einer gesamtdeutschen Lösung 1848/52, doch wenigstens durch enge wirtschaftliche und militärische Bindungen mit den anderen deutschen Staaten eingehen sollte. Nachdem während der Revolutionsunruhen das Erscheinen zeitweise eingestellt werden musste und er unter polizeilicher Beobachtung stand, nahm er 1853 die Arbeit an der „Ostdeutschen Post“ wieder auf. Nach dem Ende des Deutschen Bundes 1866 und damit dem Ende aller politischen Hoffnungen, wurde die Zeitung endgültig eingestellt.&lt;br /&gt;
Als Herausgeber der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Grenzboten|Grenzboten]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Ostdeutschen Post&amp;#039;&amp;#039; gehörte Kuranda zu den herausragenden Exponenten des [[Liberalismus]] in Österreich und verschaffte diesem damit Gehör.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
als Autor:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die letzte weiße Rose&amp;#039;&amp;#039;, 1834 (dramatisches Gedicht).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Preußen und die Juden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Grenzboten&amp;#039;&amp;#039;, Zweiter Jahrgang, Erstes Semester, S. 301–306, [http://books.google.de/books?id=8q5aAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA301 online].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Haus Rothschild und die Juden in Deutschland. Ein Vorschlag zur Güte&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Orient&amp;#039;&amp;#039;. Fritzsche, Leipzig 1843, 4. Jg. (13. Juni 1843), Heft 24 (13. Juni 1843), S. 191, [https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/id/2369582 online].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Belgien seit seiner Revolution&amp;#039;&amp;#039;. Fr. Ludw. Herbig, Leipzig 1846, [https://books.google.de/books?id=liDZw7rpYgQC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ViewAPI&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false online].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Herausgeber:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die Grenzboten]]&amp;#039;&amp;#039; (Wochenzeitschrift, 1841–1848), [https://brema.suub.uni-bremen.de/periodical/structure/282153 SU Bremen].&lt;br /&gt;
** Zweiter Jahrgang, Erstes Semester, Leipzig 1842, 748 Seiten, [http://books.google.de/books?id=8q5aAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA1#PPP5 online].&lt;br /&gt;
** Dritter Jahrgang, Zweites Semester, II. Band, Leipzig 1844, 612 Seiten.&lt;br /&gt;
** Vierter Jahrgang, I. Semester, I. Band, 622 Seiten, [http://books.google.de/books?id=muBaAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA1#PPP5 online].&lt;br /&gt;
**  &amp;#039;&amp;#039;Novellen-Bibliothek zu den Grenzboten&amp;#039;&amp;#039;. Red. von Ignaz Kuranda.  Herbig, Leipzig 1844.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ostdeutsche Post&amp;#039;&amp;#039; (Zeitung, 1848–1866).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Grundbesitz. Volkswirthschaftliche Zeitung für Gesamt-Österreich&amp;#039;&amp;#039;. Eurich, Wien 1859, [https://search.obvsg.at/primo-explore/fulldisplay?vid=OBV&amp;amp;context=L&amp;amp;lang=de_DE&amp;amp;docid=OBV_alma71312336730003331 obv].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wenzel August Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Preßprozeß Doktor Brunner – Ignaz Kuranda, verhandelt am 10. Mai vor einem Dreirichter Collegium des bisherigen Landesgerichtes in Strafsachen, nach stenographischen Niederschriften zusammengestellt und mit erläuteernden Noten sammt Ahang&amp;#039;&amp;#039;. Mayer &amp;amp; Co., Wien 1860.&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Kuranda, Ignaz|13|407|416|}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|51|445|450|Kuranda, Ignaz|O. Doublier|ADB:Kuranda, Ignaz}}&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|4|363||Kuranda Ignaz|Hanus–Karner}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|13|320|321|Kuranda, Ignaz|Gerhard Winkler|116615923}}&lt;br /&gt;
* {{Czeike|4|647}}&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Best]], Wilhelm Weege: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 1998, ISBN 3-7700-0919-3, S. 213–214.&lt;br /&gt;
* Susanne Blumesberger, Michael Doppelhofer, Gabriele Mauthe: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;J–R.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der Österreichischen Nationalbibliothek. Saur, München 2002, ISBN 3-598-11545-8, S.&amp;amp;nbsp;765.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ignaz Kuranda}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116615923}}&lt;br /&gt;
* {{Wien Geschichte Wiki|Ignaz Kuranda}}&lt;br /&gt;
* [http://s522097707.online.de/fnv_db/fnv_db.php Datenbank der Mitglieder der preußischen Nationalversammlung, BIORAB-Frankfurt] (der genaue Datensatz muss mit der Suchfunktion ermittelt werden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116615923|LCCN=nr/2006/24959|VIAF=9809025}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kuranda, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publizist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungsjournalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Niederösterreich, Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Vorparlaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des ö.k. Leopold-Ordens (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1811]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kuranda, Ignaz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Publizist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=8. Mai 1811&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Prag]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. April 1884&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ewald Grothe (ADL)</name></author>
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