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	<title>Ignaz Kiechle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T19:57:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ignaz_Kiechle&amp;diff=47740&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Ehrungen und Auszeichnungen */</title>
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		<updated>2025-09-17T04:33:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ehrungen und Auszeichnungen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1987-1122-014, München, Besuch Werner Felfe, Ignaz Kiechle.jpg|mini|Ignaz Kiechle (links) 1987 mit Gästen aus der DDR: [[Werner Felfe]] (ganz rechts) und [[Ewald Moldt]] (hinten rechts).]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ignaz Kiechle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Februar]] [[1930]] in [[Reinharts]]/[[Sankt Mang (Kempten)|Sankt Mang]]; † [[2. Dezember]] [[2003]] in [[Kempten (Allgäu)]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] Landwirt und [[Politiker]] ([[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]). Er war ab 1969 Mitglied des Deutschen Bundestages für die [[CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag|CDU/CSU-Fraktion]] und von 1983 bis 1993 [[Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft|Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Ignaz Kiechle wurde 1930 als Sohn des Landwirts Georg Kiechle geboren. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte er eine [[landwirtschaft]]liche Lehre und danach ein sechsmonatiges landwirtschaftliches Praktikum im Rahmen des [[Marshallplan]]s in den [[Vereinigte Staaten|USA]]. Nach seiner Rückkehr besuchte er von 1949 bis 1952 die Landwirtschaftliche Fachschule. 1960 legte er die Meisterprüfung ab und bildete seitdem Lehrlinge aus. Von 1958 bis 1968 leitete er den elterlichen Landwirtschaftsbetrieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.csu-geschichte.de/personen/detail/ignaz-kiechle |titel=Ignaz Kiechle |werk=Geschichte der CSU |abruf=2023-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Munzinger|00000016955|Abruf=2023-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignaz Kiechle war mit Cäcilia „Cilly“ Kiechle, geborener Räth, verheiratet, lebte in [[Reinharts|Kempten-Reinharts]] im Allgäu und hatte vier Kinder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bz-berlin.de/archiv-artikel/trauer-um-ignaz-kiechle |titel=Trauer um Ignaz Kiechle |datum=2003-12-04 |werk=Berliner Zeitung |abruf=2023-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |titel=Ex-Landwirtschaftsminister nach langer Krankheit gestorben: Trauer um Ignaz Kiechle |werk=RP Online |datum=2003-12-03 |url=https://rp-online.de/politik/deutschland/trauer-um-ignaz-kiechle_aid-16725231 |abruf=2023-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Sohn [[Thomas Kiechle]] ist kommunalpolitisch engagiert und seit 2014 für die [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]] Oberbürgermeister der Stadt [[Kempten (Allgäu)]]. Seine Tochter Andrea leitet den AVA-Agrarverlag Allgäu GmbH in Kempten, der verschiedene Zeitschriften herausgibt, zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Das schöne Allgäu&amp;#039;&amp;#039; und das &amp;#039;&amp;#039;[[Allgäuer Bauernblatt]]&amp;#039;&amp;#039;. Seine Tochter Manuela gehörte von 2011 bis 2017 dem [[Christlich-Soziale Union in Bayern#Parteivorstand|Parteivorstand]] der CSU an und war bis zum Eintritt in den Ruhestand Ende 2020 Mitglied des Vorstands der [[Versicherungskammer Bayern]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stefan Mayr |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/blitzkarriere-in-der-csu-ministertochter-mit-turbolader-1.1166806 |titel=Ministertochter mit Turbolader |werk=Süddeutsche Zeitung |datum=2011-10-18 |abruf=2023-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partei ==&lt;br /&gt;
Seit 1953 war Kiechle Mitglied der [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Von 1971 bis 1984 war er Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Landwirtschaft der CSU. Von 1972 bis 1982 leitete er als Vorsitzender den CSU-Kreisverband des [[Landkreis Oberallgäu|Landkreises Oberallgäu]]. Von 1980 bis 1997 gehörte er dem CSU-Parteivorstand an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
Von 1966 bis 1972 war Ignaz Kiechle Mitglied im Gemeinderat von [[Sankt Mang (Kempten)|Sankt Mang]] und im [[Landkreis Kempten (Allgäu)|Kreistag von Kempten]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christine Tröger: „Schwierige Situation“ In: Kreisbote Kempten, 4. Juli 2012, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1969 bis 1994 war er als Abgeordneter des damaligen Wahlkreises 242/Kempten [[Mitglied des Deutschen Bundestages]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Hier hatte er von 1976 bis 1982 den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten der [[CDU/CSU-Bundestagsfraktion]] inne. Von Oktober 1982 bis März 1983 war er außerdem stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Zuletzt (12. Wahlperiode 1990) war Kiechle mit 58,1 % der Stimmen direkt gewählter Abgeordneter des [[Bundestagswahlkreis Oberallgäu|Bundestagswahlkreises Oberallgäu]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Ämter ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Bundestagswahl 1983]] wurde er am 30. März 1983 als Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in die von [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] [[Helmut Kohl]] geführte [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] berufen. Gesundheitliche Probleme zwangen ihn, am 21. Januar 1993 aus der Regierung auszuscheiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Whoswho|ignaz-kiechle|Abruf=2023-03-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; Sein Nachfolger wurde [[Jochen Borchert]]. Kiechle hatte bis dahin den Kabinetten [[Kabinett Kohl II|Kohl II]], [[Kabinett Kohl III|Kohl III]] und [[Kabinett Kohl IV|Kohl IV]] angehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Kiechle vertrat den Grundsatz: „Es müssen Bauern und ihre Familien sein, die das Gesicht der Länder und Regionen Europas prägen, erhalten und Nahrungsmittel in jeglicher Form wachsen lassen, nicht reine Produzenten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine seiner größten Aufgaben als Landwirtschaftsminister war die europaweite Einführung der [[Milchquote]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; um „Milchseen“ und „[[Butterberg]]e“ verhindern zu können, was 1984 realisiert wurde. Der Widerstand war zuerst enorm und mit persönlichen Angriffen verbunden, wovon sich Ignaz Kiechle aber nicht beirren ließ. Als die Quote Anfang der 1990er Jahre auslief, wurde sie in stiller Einmütigkeit zuerst bis 2000, dann bis zum 31. März 2015 verlängert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Minister für Landwirtschaft pflegte Ignaz Kiechle auch eine Politik der Freundschaft und Zusammenarbeit mit Landwirtschaftsministern in Osteuropa. Im Jahr 1987 besuchte er die DDR und traf sich mit seinem DDR-Amtskollegen [[Bruno Lietz]]. Auf der 24. Generalkonferenz der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO in [[Rom]] im November 1987 vereinbarte Ignaz Kiechle mit dem Minister für Landwirtschaft und Forsten der Volksrepublik Bulgarien [[Alexi Ivanov]] ein Bulgarisch-Deutsches Investitionsprogramm für die Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Ignaz Kiechle wurde 1979 mit dem Bundesverdienstkreuz, mit dem [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland]], 1980 mit dem [[Bayerischer Verdienstorden|Bayerischen Verdienstorden]], 1985 mit dem Bayerischen Bierorden, 1993 mit der [[Ernst-Reuter-Plakette]], der Ehrennadel in Gold für Verdienste um die landwirtschaftliche Sozialversicherung, der [[Andreas Hermes|Andreas-Hermes-Medaille]] des [[Deutscher Bauernverband|Deutschen Bauernverbandes]], und der Goldenen Bürgermedaille der Stadt [[Kempten (Allgäu)]] ausgezeichnet. Außerdem erhielt er das [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)|Große Goldene Ehrenzeichen am Bande der Republik Österreich]], in Frankreich den Orden „Pour le Mérite Agrar“ und den Orden „del Merito Agrario“ in Spanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kiechle, Ignaz.&amp;#039;&amp;#039; In: Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 629.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118813226}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/74a21840-3afd-4b21-b8c4-eea449981a3b/ Nachlass Bundesarchiv N 1436]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118813226|LCCN=n/87/881574|VIAF=69725933}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kiechle, Ignaz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftsminister (Bundesrepublik Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Kempten (Allgäu))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande für Verdienste um die Republik Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Ernst-Reuter-Plakette]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2003]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kiechle, Ignaz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CSU), MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Februar 1930&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Reinharts ([[Sankt Mang (Kempten)|Sankt Mang]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Dezember 2003&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kempten (Allgäu)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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