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	<title>Ignatius von Senestrey - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T14:54:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ignatius_von_Senestrey&amp;diff=479118&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: entbehrliches „allerdings“ gelöscht, da damals an den römischen Universitäten dem Theologie-Studium durchweg ein Philosophie-Studium vorausging</title>
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		<updated>2026-04-28T21:15:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;entbehrliches „allerdings“ gelöscht, da damals an den römischen Universitäten dem Theologie-Studium durchweg ein Philosophie-Studium vorausging&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bischof Ignatius SenestreyJS.jpg|mini|hochkant|Bischof Ignatius von Senestrey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wa Ignatius von Senestrey.jpg|mini|hochkant|Wappen als Bischof von Regensburg und persönlicher Erzbischof mit Pallium ehrenhalber (1858–1906)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ignatius-von-Senestréy Totenzettel.jpg|mini|hochkant|Totenzettel von Ignatius von Senestrey]]&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Jakob (Regensburg) Grabmal Ignatius von Senestrey.JPG|mini|hochkant|Grabmal von Ignatius von Senestrey in St. Jakob, Regensburg]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ignatius Senestrey&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mitunter &amp;#039;&amp;#039;Senestréy&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, seit 1858 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;von Senestrey&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Juli]] [[1818]] in [[Bärnau]]; † [[16. August]] [[1906]] in [[Regensburg]]), war von 1858 bis 1906 [[Bischof]] von [[Bistum Regensburg|Regensburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Ignatius wurde als Sohn des Landgerichtsassessors &amp;#039;&amp;#039;Karl Georg Ignatius Senestrey&amp;#039;&amp;#039; und dessen Ehefrau Anna, geb. Gmeiner, geboren. Die Familie des Vaters stammte ursprünglich aus [[Graubünden]], wo sie noch den Namen &amp;#039;&amp;#039;Senestraro&amp;#039;&amp;#039; trug. Er durchlebte in Bärnau eine nach eigenen Angaben eher bildungsferne, von körperlicher Arbeit geprägte Kindheit. Durch Vermittlung des Ortspfarrers konnte er aber ab 1829 das Gymnasium in Amberg, ab 1834 das [[Ludwigsgymnasium München|Ludwigsgymnasium]] in München besuchen. 1836 entschloss sich Senestry, Priester zu werden und besuchte das [[Collegium Germanicum]] in Rom. Dort absolvierte er zunächst ein Studium des [[Philosophie]], das er 1839 mit der Promotion abschlossen. Nach dem anschließenden [[Theologie]]-Studium empfing er am 19. März 1842 in Rom die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]]. Aufgrund schwerer Erkrankung, aufgrund derer ihm bereits die Sterbesakramente gereicht wurden, kehrte er nach Bayern zurück. Nach verschiedenen Stationen als Seelsorger wurde er 1858 von Papst [[Pius IX.]] zum Bischof von Regensburg ernannt. Die [[Weihesakrament#Episkopat|Bischofsweihe]] spendete ihm am 2. Mai 1858 der Kurienkardinal [[Flavio Chigi (Kardinal, 1810)|Flavio Chigi]]. Im selben Jahr erwarb Senestrey durch eine Promotion in Theologie einen zweiten Doktorgrad und wurde von König [[Maximilian II. Joseph|Max II.]] nobilitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Senestrey stand stets auf der Seite des [[Papst]]es. Seine Ernennung zum Bischof löste öffentliche Proteste aus. Während des [[Erstes Vatikanisches Konzil|Ersten Vatikanischen Konzils]] war er ein strikter Befürworter des [[Dogma]]s der [[Päpstliche Unfehlbarkeit|päpstlichen Unfehlbarkeit]]. Auch im Streit der Kirche mit weltlichen Herrschern ergriff er konsequent Partei für Rom; so forderte er etwa 1869 in einer Predigt in [[Schwandorf]] offen die Absetzung von König [[Ludwig II. (Bayern)|Ludwig II.]]&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.kreisbote.de/lokales/fuessen/der-historiker-magnus-peresson-erzaehlt-von-den-politischen-raenkespielen-rund-um-den-tod-koenig-ludwigs-ii-90799400.html Kreisbote: Ludwig II. – ein mysteriöser Todesfall&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Berufung Senestreys auf die Regensburger Kathedra war vor allem im [[Domkapitel]] nicht auf Begeisterung gestoßen, als am 27. Januar 1858 die Nomination in Regensburg bekannt wurde. Konservative warfen ihm eine zu große Staatshörigkeit vor, Liberale sahen in ihm den [[Jesuiten]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;zögling, weil er am [[Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum de Urbe|Germanikum]] studiert hatte. Auch innerhalb des bayrischen [[Bischofskonferenz|Episkopates]] waren die Bischöfe gespalten. In dieser Stimmung wurde Senestrey am 2. Mai vom päpstlichen [[Apostolischer Nuntius|Nuntius]] als Zeichen der Wertschätzung, die ihm vom Vatikan entgegengebracht wurde, offiziell inthronisiert. Er machte zu dieser Zeit den Publizisten [[Willibald Apollinar Maier]] zu seinem Bischofssekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Domherren überreichten Senestrey eine „Rechnung“ für die Feierlichkeiten anlässlich seiner Bischofsweihe, die sie gemäß der diözesanen [[Primiz]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;ordnung erstellt hatten. Senestrey weigerte sich, die Kosten zu begleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nach der Übernahme der Amtsgeschäfte ließ der Bischof nicht nur die Gemächer in den ehemaligen [[Stift Niedermünster|Damenstift Niedermünster]] verlegen, sondern leitete auch die Bauarbeiten am Dom ein. Die beiden Turmstümpfe wurden von 1859 bis 1869 vollendet und gaben der Westfassade des [[Regensburger Dom]]s ihr heutiges Aussehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gelang Senestrey, das [[Schottenkloster St. Jakob (Regensburg)|Schottenkloster St. Jakob]], das vor dem Hintergrund seines exterritorialen Status die Klosterauflösungen der [[Säkularisation]] 1803 nach dem Übergang Regensburgs an Bayern 1810 überstanden hatte, im Jahr 1862 „wegen Personalmangels“ von Papst [[Pius IX.]] auflösen und dem Bistum Regensburg übertragen zu lassen. Nach Umbaumaßnahmen zwischen 1866 und 1872 bezog das [[Katholisches Priesterseminar|Priesterseminar]] des Bistums die ehemaligen Klosterräume. Senestrey bestimmte seine spätere Grablege in der Kirche des Schottenklosters, der späteren Seminarkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Ersten Vatikanischen Konzil trat Ignatius von Senestréy mit Nachdruck für die Definierung der päpstlichen Unfehlbarkeit ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Hausberger |Titel=Geschichte des Bistums Regensburg. II. Vom Barock bis zur Gegenwart |Verlag=Friedrich Pustet |Ort=Regensburg |Datum=1989 |ISBN=3-7917-1188-1 |Seiten=171-179}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1877 ließ eine angebliche Wunderheilung im Weiler Mettenbuch den schon vorher auf Grund der Schilderungen von „wundergesichtigen Kindern“ entstandenen Wallfahrerstrom anschwellen. Senestrey war jedoch wie der Ortspfarrer misstrauisch und ließ die Kinder in verschiedenen Klöstern isoliert verhören. Als Ergebnis ließ Senestrey am 23. Januar 1879 in allen Kirchen seines Bistums einen Hirtenbrief verlesen, der die Mettenbucher Erscheinungen als unecht bezeichnete. Trotz der Ablehnung lebt die Mettenbucher Wallfahrt zur „Trösterin der Betrübten“ bis heute weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;MERIAN Monatsheft, 16. Jahrgang (1963), Heft 6, S. 88 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20190219093754/https://wize.life/nutzertreffen/3230/mettenbucher-wallfahrt-seit-1876 Mettenbucher Wallfahrt seit 1876]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Zeit als Regensburger Bischof geriet er unter den Einfluss der Mystikerin [[Louise Beck]],&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Johann Michael von Sailer. Das postume Inquisitionsverfahren&amp;#039;&amp;#039;. Schöningh, Paderborn 2002, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; die (wohl zum Teil auch durch Erpressung) immer stärkeren Einfluss auf seine Amtsführung und sein Leben gewann und über ihn die bayerische Kirchenpolitik beeinflusste. Als sie am 9. August 1879 starb, äußerte Senestrey, er wisse nun nicht mehr, wie er die Diözese leiten solle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Senestrey initiierte (auch mit Beteiligung [[Konstantin von Schaezler]]s) ein – letztlich nicht erfolgreiches – posthumes [[Inquisitionsverfahren]] gegen seinen Vorgänger im Amt [[Johann Michael Sailer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Jahrzehnt des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde er mit dem Ehrentitel des [[Erzbischof#Erzbischof ad personam|Erzbischofs &amp;#039;&amp;#039;ad personam&amp;#039;&amp;#039;]] und dem [[Pallium]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Hausberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Bistums Regensburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Vom Barock bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 1989, 156–192.&lt;br /&gt;
* [[Paul Mai (Geistlicher)|Paul Mai]]: &amp;#039;&amp;#039;Bischof Ignatius von Senestréy als Mitglied der Deputation für Glaubensfragen auf dem I. Vatikanum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 109 (1969), S. 115–143.&lt;br /&gt;
* Paul Mai: &amp;#039;&amp;#039;Ignatius von Senestréy. Bischof von Regensburg (1858–1906).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte des Bistums Regensburg.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 23/24 (1989), S. 751–760.&lt;br /&gt;
* Paul Mai: &amp;#039;&amp;#039;Ignatius von Senestréy, ein umstrittener Bischof von Regensburg. Gedanken zu seinem 100. Todestag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 146, 2006, S. 143–154 ([https://www.heimatforschung-regensburg.de/2542/1/1011508_DTL1866.pdf online als PDF] bei [[Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg]]).&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|252|253|Senestrey, Ignatius|Paul Mai|118613235}}&lt;br /&gt;
* [[Otto Weiß (Historiker, 1934)|Otto Weiß]]: &amp;#039;&amp;#039;Weisungen aus dem Jenseits? Der Einfluss mystizistischer Phänomene auf Ordens- und Kirchenleitungen im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Pustet, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7917-2389-1.&lt;br /&gt;
* {{BBKL | url=http://www.bautz.de/bbkl/s/s2/senestrey_i.shtml|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629120505/http://www.bautz.de/bbkl/s/s2/senestrey_i.shtml |archivedate=29. Juni 2007 |band=20|spalten=1328-1331|autor=Johannes Kreuzenbeck|artikel=Senestrey, Ignatius von}}&lt;br /&gt;
* [[Hubert Wolf (Theologe)|Hubert Wolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Johann Michael von Sailer. Das postume Inquisitionsverfahren&amp;#039;&amp;#039;. Schöningh, Paderborn 2002, ISBN 3-506-77671-1, vor allem S. 22–31 ([https://digi20.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb00045359_00002.html online]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118613235}}&lt;br /&gt;
* {{Catholic-hierarchy|Typ=Bischof|ID=bsene|Artikel=Ignatius von Senestrey|Abruf=2017-05-30}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://home.vrweb.de/pfarrei.ruhmannsfelden/index.htm?senestr.htm |text=allgemeine Infos |wayback=20070214093956}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Valentin Riedel]]|AMT=[[Liste der Bischöfe von Regensburg|Bischof von Regensburg]]|ZEIT=1858–1906|NACHFOLGER=[[Anton von Henle]]}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste der Bischöfe von Regensburg (seit 1668)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118613235|LCCN=no2017163985|VIAF=67258384}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Senestrey, Ignatius von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Regensburg|Ignatius von Senestrey]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzilsvater (Erstes Vatikanisches Konzil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1818]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Senestrey, Ignatius von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ignatius von Senestréy; Senestrey, Ignatius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Bischof von Regensburg (1858–1906)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Juli 1818&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bärnau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. August 1906&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Regensburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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