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	<title>Igelit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T11:31:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Igelit&amp;diff=746211&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ditschie-wiki: /* Literatur */ Karl-Heinz Elsaesser verlinkt</title>
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		<updated>2026-01-01T09:38:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Karl-Heinz Elsaesser verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Igelit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein ehemals eingetragener Handelsname für [[Polyvinylchlorid|Weich-PVC]], insbesondere eines [[Copolymer]]isates mit z.&amp;amp;nbsp;B. 20 % [[Acrylsäureester]] bei 80 % [[Vinylchlorid]]. Außerdem wurde noch der [[Weichmacher]] [[Trikresylphosphat]] (TKP) mit bis 30 % Anteil zugesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name spielt auf den Inhaber der Namensrechte an, die [[I.G. Farben|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I.G.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Farbenindustrie]] A.&amp;amp;nbsp;G. Er wurde von den Nachfolgern der I.G.-Farben bis in die Nachkriegszeit benutzt, musste dann aber, wie andere Handelsnamen mit den Anfangsbuchstaben &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IG-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, im Zuge der Liquidation von I.G. Farben aufgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktionsgeschichte ==&lt;br /&gt;
1938 nahm das Werk Bitterfeld mit einer Monatsproduktion von 120 Tonnen die Fertigung auf. In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] produzierten es die vormaligen I.G.-Farbenwerke [[VEB Elektrochemisches Kombinat Bitterfeld]] und die [[Buna-Werke]] [[Schkopau]] in großen Mengen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 wurde Igelit beworben als „thermoplastischer Kunststoff von vielseitigem Charakter, in jeder Härte einstellbar durch [[Weichmacher]], in jeder Farbe einfärbbar mit Vulkanechtfarbstoffen, […] zeichnet sich aus durch Korrosionsfestigkeit und [[Alterungsbeständigkeit]], ist verwendbar als Isoliermasse, als Mantelmasse, als Bleimantelersatz.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|emb|39|01|1939|863|Kunststoffe für die Kabel-Industrie (Anzeige der I. G. Farbenindustrie)|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material diente u.&amp;amp;nbsp;a. als Lederersatz für Schuhmaterial und Taschen, für Regenmäntel &amp;#039;&amp;#039;(„Hast du Igelit im Haus, kannst du auch bei Regen raus“),&amp;#039;&amp;#039; als Fußbodenauslegware minderer Qualität und auch als Verpackungsmaterial. In der DDR war es vor allem als Schuhmaterial berüchtigt &amp;#039;&amp;#039;(„Im Sommer heiß, im Winter kalt“).&amp;#039;&amp;#039; Igelit wurde in den letzten Kriegsjahren und nach dem Zweiten Weltkrieg als Ersatz für Glas in die Fenster genagelt. Hierzu wurde das etwa 3 mm starke, bei Raumtemperatur flexible Tafelmaterial von Glasern vertrieben oder gegen Naturalien getauscht. Im Raum Leipzig erfolgte dieser Vertrieb z.&amp;amp;nbsp;B. durch die damalige Firma Glas-Nebe. Diese Ersatzlösung für Glas beschränkte sich auf Regionen in Nähe der Igelitproduktion (Leuna/Bitterfeld).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es konnte durch Abgabe von [[Orthotrikresylphosphat]] (OTKP) aus seinem Weichmacher Nervenlähmungen verursachen. Daher wurde seine Verwendung in der DDR bereits 1950 durch eine Verordnung stark eingeschränkt, die u.&amp;amp;nbsp;a. ein Verbot der Verwendung im Nahrungsmittel- und Hygienebereich sowie die Verpflichtung einer Gefahrenkennzeichnung an entsprechenden Produkten beinhaltete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zeiten des Kalten Krieges wurde behauptet, dass der Suppenwürze [[Bino (Markenname)|BINO]] Abfälle der Igelit-Produktion beigefügt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bild2. August1952&amp;quot;&amp;gt;Bild-Zeitung, Ausgabe vom 2. August 1952 [http://www.lado.de/classix/er_ozswmk.html Abbildung (am 26.&amp;amp;nbsp;April 2007)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das entbehrte jeder Grundlage.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Matter, Günter |Titel=„Maggi des Ostens“: Wie es dazu kam, dass „Bino“ zu DDR-Zeiten in Bitterfeld produziert wurde. |Sammelwerk=Mitteldeutsche Zeitung |Datum=2021-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kurt Brandenburger: &amp;#039;&amp;#039;Kunststoff-Ratgeber. Tabellen u. Gestaltungsregeln f. d. Verarbeitg v. Kunststoffen, insbesondere Kunstharzpreßmassen&amp;#039;&amp;#039;. Essen: Girardet 1939 (2. Auflage 1950).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Igelit für die Elektrotechnik&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt (Main): I. G. Farbenindustrie A. G., Verkaufsgemeinschaft Chemikalien, 1940.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Verarbeitung von weichmacherhaltigem Igelit nach dem Schlagpreßverfahren&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt (Main): I. G. Farbenindustrie A. G., 1942&lt;br /&gt;
* Georg Wick und [[Arnd Iloff]]: &amp;#039;&amp;#039;Neue Verarbeitungsverfahren für Igelit PCU&amp;#039;&amp;#039;. In: Kunststoffe, Jg. 32. 1942, Mai-Heft. München: Lehmann 1942.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Igelit-PCU-Pasten&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt (Main): I.G. Farbenindustrie A. G., 1942.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Igelit für die Weichgummi-Industrie&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt (Main): I.G. Farbenindustrie A. G., 1942.&lt;br /&gt;
* [[Karl-Heinz Elsaesser]]: &amp;#039;&amp;#039;Nervenlähmungen durch Weich-Igelit (Orthotrikresylphosphat-Intoxikation)&amp;#039;&amp;#039;. In: Zeitschrift für Lebensmitteluntersuchung und -Forschung A, Band 90, Nr. 1, Januar 1950.&lt;br /&gt;
* Erika Krüger: &amp;#039;&amp;#039;Prüfung eines synthetisch hergestellten Materials (Igelit) auf blutgerinnungshemmende Eigenschaften&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation (Medizin) Berlin 1951.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Igelit, PCU: [ein Erzeugnis d. chemischen Werke Buna, Schkopau ü. Merseburg]&amp;#039;&amp;#039;. Schkopau ü. Merseburg: Chemische Werke Buna, 1953.&lt;br /&gt;
* Werner Schrader: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunststoffverarbeitung und Schweissung: PVC (Vinidur, Decelith und Igelit). Probleme d. Praxis u. ihre Lösgn&amp;#039;&amp;#039;. Halle (Saale): Carl Marhold, 1954.&lt;br /&gt;
* Heinz Jungnickel u. Heinz Wippenhohn: &amp;#039;&amp;#039;PVC-Kunststoffe für Industrie und Handwerk&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig: Fachbuchverlag 1955 (Titel der 1. Auflage 1952: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunststoffe Vinidur und Igelit. Herstellung, Eigenschaften, Verarbeitung u. Anwendung&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Günter Eber: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen über gesundheitliche Schädigungen beim Verarbeiten von Igelit, insbesondere beim Schweißen und Kleben&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation (Medizin) Jena 1955.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kohle, Leichtmetall und Igelit. Die Industriestruktur im Raum Bitterfeld&amp;#039;&amp;#039;. In: Der Bitterfelder Aufstand, (2003), S. 31–34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/QHOXWCP5MIMBCO7MRSZG4PEX4KLUJFCO?isThumbnailFiltered=true&amp;amp;query=igelit&amp;amp;rows=20&amp;amp;offset=60&amp;amp;viewType=list&amp;amp;hitNumber=6016 Igelit-Universalschuh von 1948/49] im [[Deutsches Historisches Museum|Deutschen Historischen Museum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunststoff nach Markenname]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Copolymer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:I.G. Farben]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ditschie-wiki</name></author>
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