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	<title>Igel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Igel&amp;diff=1772970&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DagdaMor: Die letzte Textänderung von ~2026-26001-90 wurde verworfen und die Version 266566767 von DagdaMor wiederhergestellt.</title>
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		<updated>2026-04-29T17:14:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-26001-90&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-26001-90&quot;&gt;~2026-26001-90&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/266566767&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/266566767&quot;&gt;266566767&lt;/a&gt; von DagdaMor wiederhergestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Säugetierfamilie der Igel, zu weiteren Bedeutungen siehe [[Igel (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Igel&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Erinaceidae&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Gotthelf Fischer von Waldheim|Fischer]], 1814&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Insektenfresser&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Eulipotyphla&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Laurasiatheria&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Überordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Höhere Säugetiere&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Eutheria&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Säugetiere&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Mammalia&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Synapsiden&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Synapsida&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = Jež Hedgehog 1.JPG&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Nördlicher Weißbrustigel]] (&amp;#039;&amp;#039;Erinaceus roumanicus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Igel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erinaceidae&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bilden eine [[Familie (Biologie)|Familie]] von [[Säugetiere]]n, deren in Europa bekannteste Vertreter die Arten [[Braunbrustigel]] (&amp;#039;&amp;#039;Erinaceus europaeus&amp;#039;&amp;#039;) und [[Nördlicher Weißbrustigel]] (&amp;#039;&amp;#039;Erinaceus roumanicus&amp;#039;&amp;#039;) sind. Der Braunbrustigel ist die in [[Westeuropa|West-]] und [[Mitteleuropa]] typischerweise anzutreffende Art. Quer durch das östliche Mitteleuropa (vom westlichen [[Polen]] über [[Tschechien]], [[Österreich]] bis zur [[Friaul-Julisch Venetien|norditalienischen]] [[Adriatisches Meer|Adriaküste]]) erstreckt sich ein etwa 200 Kilometer breiter Bereich, in dem sich das Verbreitungsgebiet des Braunbrustigels mit dem des [[Nördlicher Weißbrustigel|Weißbrustigels]] überlappt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;neumeier&amp;quot;&amp;gt;Monika Neumeier: &amp;#039;&amp;#039;Das Igel-Praxisbuch.&amp;#039;&amp;#039; Kosmos, Stuttgart 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt umfasst die Familie 34 Arten, die in [[Eurasien]] und [[Afrika]] verbreitet sind. Sie teilen sich in zwei äußerlich deutlich verschiedene Unterfamilien, die [[Stacheligel]] (Erinaceinae) und die stachellosen [[Rattenigel|Ratten- oder Haarigel]] (Galericinae). Die systematische Stellung der Igel ist immer noch umstritten: Traditionell werden sie als [[Insektenfresser]] (Eulipotyphla), alternativ als eigene Ordnung (Erinaceomorpha) an der Basis der [[Höhere Säugetiere|Höheren Säugetiere]] (Eutheria) eingeordnet. Jüngere Untersuchungen haben die erstere Variante wieder wahrscheinlicher werden lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Braunbrustigel]] wurde 2009 von der [[Schutzgemeinschaft Deutsches Wild]] und 2024 von der [[Deutsche Wildtier Stiftung|Deutschen Wildtier Stiftung]] zum [[Tier des Jahres]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Althochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;igil&amp;#039;&amp;#039; (9. Jahrhundert), mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;igel&amp;#039;&amp;#039;, altsächsisch &amp;#039;&amp;#039;igil&amp;#039;&amp;#039;, mittelniederdeutsch &amp;#039;&amp;#039;ēgel&amp;#039;&amp;#039;, mittelniederländisch &amp;#039;&amp;#039;ēghel&amp;#039;&amp;#039;, niederländisch &amp;#039;&amp;#039;egel&amp;#039;&amp;#039;, altenglisch &amp;#039;&amp;#039;igil&amp;#039;&amp;#039;, altnordisch &amp;#039;&amp;#039;īgull&amp;#039;&amp;#039;, ist als &amp;#039;&amp;#039;l&amp;#039;&amp;#039;-Ableitung verwandt mit dem griechischen &amp;#039;&amp;#039;échis (ἕχις)&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;Schlange&amp;#039;, aus indogermanisch &amp;#039;&amp;#039;*eĝhi-&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;Schlange&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen griechischen bzw. indogermanischen Ausgangsform gehören mit &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039;-Suffix griechisch &amp;#039;&amp;#039;echinos (έχΐνος)&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;Igel, Seeigel&amp;#039; und mit indogermanischem &amp;#039;&amp;#039;įo&amp;#039;&amp;#039;-Suffix: serbisch-kirchenslawisch &amp;#039;&amp;#039;ježь&amp;#039;&amp;#039;, russisch &amp;#039;&amp;#039;ёж&amp;#039;&amp;#039;, litauisch &amp;#039;&amp;#039;ežys&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;Igel&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle diese Ableitungen sind als ‚Schlangentier, Schlangenfresser‘ zu verstehen, da der Igel außer Insekten, Fröschen, Mäusen etc. auch Schlangen frisst.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]]: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;dtv&amp;#039;&amp;#039; 32511). Ungekürzte, durchgesehene Ausgabe der Taschenbuchausgabe, 5. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), München 2000, ISBN 3-423-32511-9, S.&amp;amp;nbsp;571.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeiner Körperbau ===&lt;br /&gt;
{{Doppeltes Bild|rechts|Hedgehog germany0908.jpg|200|Erinaceus-europaeus 2.jpg|200|Junger Stacheligel|[[Stacheligel]] können sich im Bedrohungsfall einrollen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hylomys suillus - Naturmuseum Senckenberg - DSC02077a.JPG|mini|Der [[Kurzschwanz-Rattenigel]] gehört zu den Rattenigeln, der zweiten Gruppe innerhalb der Igel.]]&lt;br /&gt;
Igel sind kleine bis mittelgroße Tiere. Ihre [[Kopf-Rumpf-Länge]]n variieren von 10 bis 45 Zentimetern. Die Igel-Art mit den größten und schwersten Exemplaren ist der [[Großer Rattenigel|Große Rattenigel]] mit einem Gewicht von bis zu 2 Kilogramm. Im Gegensatz dazu bringen Exemplare des [[Kleine Rattenigel|Kleinen Rattenigels]] 20 bis 80 Gramm auf die Waage. Die Schwanzlänge von Igeln ist variabel, einige Vertreter der Rattenigel haben einen langen Schwanz, während er bei den Stacheligeln meist nur ein kurzer Stummel ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gliedmaße]]n der Igel sind relativ kurz und unspezialisiert. Die Daumen beziehungsweise großen Zehen sind wie bei allen Insektenfressern nicht [[Opposition (Anatomie)|opponierbar]], die Füße enden in meist fünf mit scharfen Krallen versehenen Zehen – lediglich die [[Afrikanische Igel|Afrikanischen Igel]] haben vier Zehen an den Hinterfüßen. Das [[Schienbein|Schien-]] und das [[Wadenbein]] sind wie bei vielen Insektenfressern in der unteren Hälfte verschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Igel sind [[Sohlengänger]]. Bei den Rattenigeln sind die Hinterbeine etwas länger als die Vorderbeine, was eine rasche Flucht ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haarkleid ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hedgehog sting in SEM, 20x.GIF|mini|Stachel im [[Rasterelektronenmikroskop]] („REM“), 20 × vergrößert]]&lt;br /&gt;
Das [[Fell]] der Igel ist meist in unauffälligen Braun- oder Grautönen gehalten. Die Stacheligel haben als wirksame Verteidigungswaffe Stacheln am Rücken und an den Flanken (beim [[Braunbrustigel]] sind es etwa sechs- bis achttausend). Diese Stacheln sind modifizierte, hohle Haare. Jeder Stachel ist mit einem Aufrichtemuskel (&amp;#039;&amp;#039;Musculus arrector pili&amp;#039;&amp;#039;) ausgestattet. Stacheligel können sich im Bedrohungsfall zu einer Kugel zusammenrollen. Das Einrollen des Körpers ist ein komplexes Zusammenspiel zahlreicher Muskeln, darunter des &amp;#039;&amp;#039;Musculus caudo-dorsalis&amp;#039;&amp;#039;, der von den Schwanzwirbeln zum Rücken verläuft und die Stacheln aufrichtet, und eines [[Ringmuskel]]s (&amp;#039;&amp;#039;Musculus sphincter cuculli&amp;#039;&amp;#039;), der die Kugel geschlossen hält und so die ungeschützten Körperteile verbirgt. Der Bauch, das Gesicht und die Gliedmaßen sind bei den Stacheligeln mit Fell bedeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz dazu haben Rattenigel keine Stacheln und sehen darum (und aufgrund des meist längeren Schwanzes) einer [[Spitzmäuse|Spitzmaus]] ähnlich. Ihr graubraunes bis schwarzes Fell kann je nach Art seidig-weich oder rau sein. Die Verteidigungsstrategie dieser Tiere ist [[Fluchtverhalten|Flucht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kopf und Zähne ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Atelerix albiventris 01 MWNH 316.jpg|mini|Schädel eines [[Afrikanische Igel|Weißbauchigels]] (&amp;#039;&amp;#039;Atelerix albiventris&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Der [[Schädel]] der Igel ist langgestreckt und flach. Eine Besonderheit ist der geschlossene [[Jochbogen]] und das selbständige [[Jochbein]], was diese Tiere von den meisten anderen Insektenfressern unterscheidet. Der Kopf sitzt auf einem kurzen Hals. Die langgezogene, bewegliche Schnauze ist mit [[Vibrisse|Tasthaaren]] ausgestattet. Die Augen und Ohren sind – verglichen mit anderen Insektenfressern – relativ groß. Der [[Olfaktorische Wahrnehmung|Geruchssinn]] und das [[Auditive Wahrnehmung|Gehör]] dürften die wichtigsten Sinne bei der Nahrungssuche sein, die [[visuelle Wahrnehmung]] spielt hingegen nur eine untergeordnete Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Schädel#Die Knochen des Schädels|Hirnschädel]] ist relativ klein, dementsprechend ist auch das [[Gehirn]] einfach gebaut und im Vergleich zur Körpermasse klein. Der [[Riechkolben]] ist jedoch gut entwickelt. Auch der Igel nutzt das [[Jacobson-Organ|Jacobsonsche Organ]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zähne der Igel sind mit spitzen Höckern und scharfen Schmelzleisten versehen und sehr gut an ihre [[Fleischfresser|fleischliche Ernährungsweise]] angepasst. Alle Arten haben vergleichsweise viele Zähne, bei einigen Vertretern ist die ursprüngliche Zahnzahl 44 der [[Höhere Säugetiere|Höheren Säugetiere]] erhalten geblieben. Der vorderste [[Schneidezahn]] ist oft größer als die übrigen Schneidezähne, die oberen [[Molar (Zahn)|Backenzähne]] haben vier Höcker, wobei der hinterste Backenzahn oft reduziert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; style=&amp;quot;margin-left: 1em; text-align: center; border: 1px solid gray;&amp;quot; class=&amp;quot;Zahnformel&amp;quot; border=&amp;quot;1&amp;quot; rules=&amp;quot;none&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#EEEEEE;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;border-bottom: 1px solid gray; width: 8em;&amp;quot;| [[Zahnformel]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;border-bottom: 1px solid gray; width: 12.5%;&amp;quot;| [[Schneidezahn|I]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;border-bottom: 1px solid gray; width: 12.5%;&amp;quot;| [[Eckzahn|C]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;border-bottom: 1px solid gray; width: 12.5%;&amp;quot;| [[Prämolar|P]]&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;border-bottom: 1px solid gray; width: 12.5%;&amp;quot;| [[Molar (Zahn)|M]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align: right;&amp;quot; | 36–44&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | =&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border-bottom: solid 1px black; color: #ffaa00;&amp;quot; | 3&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border-bottom: solid 1px black; color: #00dd00;&amp;quot; | 1&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border-bottom: solid 1px black; color: #dd00dd;&amp;quot; | 3–4&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;border-bottom: solid 1px black; color: #0000ff;&amp;quot; | 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;color: #ffaa00;&amp;quot; | 2–3&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;color: #00dd00;&amp;quot; | 1&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;color: #dd00dd;&amp;quot; | 2–4&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;color: #0000ff;&amp;quot; | 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verdauungs- und Fortpflanzungstrakt ===&lt;br /&gt;
Der [[Verdauungstrakt]] ist sehr einfach gebaut. Es gibt keinen [[Blinddarm]], der [[Darm]] ist eine einfache Röhre und, verglichen mit der Körperlänge, sehr kurz. Bei den Männchen liegen die [[Hoden]] stets außerhalb der [[Bauchhöhle]] in [[hodensack]]-ähnlichen Hautfalten, den [[Cremasterfalte]]n. Die Weibchen haben eine zweihörnige [[Gebärmutter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Erinaceus europaeus (Linnaeus, 1758).jpg|mini|Der [[Braunbrustigel]] ist die westliche der zwei europäischen Igelarten.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Long Eared hedgehog.jpg|mini|[[Langohrigel]] leben im nördlichen [[Afrika]] und im westlichen und zentralen [[Asien]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Igel sind auf die [[Alte Welt]] beschränkt, sie kommen in [[Europa]], [[Afrika]] und Teilen [[Asien]]s vor. In [[Amerika]] fehlen sie ebenso wie in [[Australien (Kontinent)|Australien]]. Während sich das Verbreitungsgebiet der Stacheligel von den [[Britische Inseln|Britischen Inseln]] und der [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]] bis nach [[Südafrika]] beziehungsweise [[Korea]] und [[Indien]] erstreckt, sind die Rattenigel auf [[Südostasien]] beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Igel bewohnen eine Vielzahl von Lebensräumen: Die Stacheligel bevorzugen eher trockene [[Habitat]]e; sie finden sich unter anderem in lichten Wäldern, Grasländern und auch Kulturlandschaften. Einige Gattungen wie die [[Wüstenigel|Wüsten-]] und [[Langohrigel]] sind sogar ausgesprochene Steppen- und Wüstenbewohner. Die Rattenigel hingegen bevorzugen feuchte Habitate und finden sich vorrangig in Regenwäldern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht näher mit den Igeln verwandt sind die zu den [[Kloakentiere]]n gehörenden australischen [[Ameisenigel]], die ihren deutschen Namen durch äußere Ähnlichkeiten wie Stachelkleid und Ernährungsspektrum erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Haarigel (Echinosorex gymnura).jpg|mini|[[Großer Rattenigel]]]]&lt;br /&gt;
Igel sind in erster Linie [[terrestrisch]] (bodenlebend); meist suchen sie auf dem Erdboden nach Nahrung. Einige Arten können gut klettern und halten sich manchmal auf Büschen auf. Manche Arten legen zum schnelleren Vorwärtskommen Trampelpfade im dichten Unterholz an. Einige Arten können gut schwimmen. Zumindest eine Art, der [[Großer Rattenigel|Große Rattenigel]], geht auch im Wasser auf Nahrungssuche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stacheligel graben meist eigene [[Behausung#Tierische Behausungen|Baue]], die ihnen als Ruheplätze dienen. Die Eingänge der Baue sind meist in dichter Vegetation verborgen, das Nest wird oft mit trockener Vegetation ausgekleidet. Rattenigel dagegen legen meist keine Baue an, sondern verbergen sich zwischen Felsspalten, im Wurzelwerk der Bäume oder in Erdlöchern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stacheligel rollen sich bei Gefahr zu einer Kugel zusammen und richten ihre Stacheln auf (siehe &amp;#039;&amp;#039;[[#Haarkleid|Haarkleid]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sozialverhalten und Aktivitätszeiten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Igel-Kämpfende Igelmännchen.webm|mini|Um die Gunst eines Igelweibchens kämpfende Igelmännchen]]&lt;br /&gt;
Igel führen außerhalb der Paarungszeit zumeist ein einzelgängerisches Leben. Sie sind vorwiegend [[Temporaler Spezialist|dämmerungs- oder nachtaktiv]], lediglich von einigen Arten der Rattenigel ist bekannt, dass sie auch tagsüber auf Nahrungssuche gehen können. Kranke Tiere fallen durch zielloses Umherlaufen am Tage, Befall durch [[Parasitismus|Parasiten]] oder apathisches Verhalten auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fellbeisser.net/news/igel-im-herbst-vier-pfoten-gibt-tipps-fuer-den-richtigen-umgang |titel=Igel im Herbst – Vier Pfoten gibt Tipps für den richtigen Umgang |werk=fellbeisser.net |datum=2019-09-24 |abruf=2020-10-24 |archiv-datum=2024-09-17 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20240917213747/https://www.fellbeisser.net/news/igel-im-herbst-vier-pfoten-gibt-tipps-fuer-den-richtigen-umgang |offline=ja |archiv-bot=2025-07-15 12:47:09 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Igel in kühleren Regionen halten einen [[Winterschlaf]], wenn die durchschnittlichen Temperaturen unter 5&amp;amp;nbsp;°C betragen. Währenddessen sinkt die Körpertemperatur von normal 36 Grad auf bis zu ca. 2&amp;amp;nbsp;°C ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Nicole Vreden |url=https://www.weltderigel.de/winterschlaf/ |titel=Winterschlaf |hrsg=Welt der Igel e.V. |datum=2021-12 |abruf=2025-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bewohner sehr heißer Gebiete fallen während der Trockenperioden in einen [[Torpor]] (Starrezustand).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nahrung ===&lt;br /&gt;
Igel fressen in erster Linie Wirbellose, beispielsweise [[Insekten]] und deren Larven sowie [[Ringelwürmer]] oder Schnecken. Würmer und Schnecken sind allerdings nur Notbehelfe bei Nahrungsmangel, da sie Krankheitserreger übertragen und für Igel damit gefährlich werden können. Darüber hinaus jagen Igel auch kleine [[Wirbeltiere]] und fressen [[Aas]]. Gelegentlich fressen sie auch versehentlich pflanzliches Material, beispielsweise Früchte, können dieses aber nicht verdauen. Entgegen verbreiteten Behauptungen fressen Igel also keine Äpfel und Pilze, sondern durchsuchen diese höchstens nach für sie essbaren Tieren wie Maden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falsch ist auch die Behauptung, dass Igel ihre Nahrungsvorräte auf den Stacheln lagern. Zwar finden sich manchmal Blätter oder Früchte auf ihren Rücken aufgespießt, die Igel ernähren sich aber nicht davon. Sie nehmen diesen Ballast unabsichtlich auf, beispielsweise in ihrem Nest, und zeigen wenig Eifer, diesen zu entfernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Erinaceus europaeus 20070827.jpg|mini|Igel mit Jungtier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Igel bringen einmal (in wärmeren Regionen auch zweimal) im Jahr Nachwuchs zur Welt. Nach einer rund 30- bis 48-tägigen Tragzeit wirft das Weibchen ein bis elf Jungtiere (bei den europäischen Arten sind es im Durchschnitt vier bis fünf). Die jungen Stacheligel haben bei der Geburt noch weiche Stacheln, so dass sie den Geburtskanal der Mutter nicht verletzen. Neugeborene sind zunächst blind und hilflos. Nach 12 bis 24 Tagen öffnen die Jungtiere die Augen, nach sechs bis acht Wochen werden sie von der [[Muttermilch]] entwöhnt. Die Geschlechtsreife tritt meist nach 6 bis 12 Monaten ein. Die Lebenserwartung in freier Natur beträgt – soweit bekannt – drei bis sieben Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Igel und Menschen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Junger Igel.jpg|mini|hochkant|Junger Braunbrustigel, ca. 240 Gramm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Atelerix albiventris.jpg|mini|[[Afrikanische Igel|Weißbauchzwergigel]] werden manchmal als Heimtiere gehalten.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Braunigel Drohgeräusche.ogg|mini|Drohgeräusche eines Igels]]&lt;br /&gt;
Bereits in der Antike wurden Igel als Haustiere gehalten. In der [[mittelalter]]lichen Literatur und Kunst gelten sie als schlau, teilweise auch als durchtrieben oder sogar dämonisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Clara Wille: &amp;#039;&amp;#039;Quelques observations sur le porc-épic et le hérisson dans la littérature et l’iconographie médiévale.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reinardus: Yearbook of the International Reynard Society.&amp;#039;&amp;#039; Band 17, 2004, S. 181–201.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein verbreiteter Mythos besagte, dass sie sich im Herbst unter Obstbäumen und Weinstöcken über den Boden wälzen, um die Früchte auf ihre Stacheln aufzuspießen und für den Winter in ihren Bau mitzunehmen. Diese Behauptung ist zuerst bei [[Plinius der Ältere|Plinius dem Älteren]] belegt, wurde aber auch von [[Plutarch]] und von [[Timotheos von Gaza]] sowie im [[Mittelalter]] von [[Bartholomaeus Anglicus]] aufgegriffen. In der frühchristlichen Naturlehre des &amp;#039;&amp;#039;[[Physiologus]]&amp;#039;&amp;#039; wurde diese angebliche Eigenschaft der Tiere für eine religiöse Metapher genutzt, die in verschiedene mittelalterliche [[Bestiarium|Bestiarien]] Eingang fand: Der Igel repräsentiert demnach den [[Teufel]], der sich im [[Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg|Weinberg des Herrn]] herumtreibt und möglichst viele „Früchte“ Gottes, also gläubige Christen, daraus rauben möchte.&amp;lt;ref&amp;gt;Clara Wille: &amp;#039;&amp;#039;Quelques observations sur le porc-épic et le hérisson dans la littérature et l’iconographie médiévale.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reinardus: Yearbook of the International Reynard Society.&amp;#039;&amp;#039; Band 17, 2004, S. 181–201, hier S. 186 f. und 192 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[volksmedizin]]ischen oder [[Aberglaube|abergläubischen]] Gründen wurden einige Igelarten bejagt; sie waren aber nie vom Aussterben bedroht. [[Weißbauchigel|Weißbauchzwergigel]] werden mancherorts als [[Haustier]]e gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Altertum bis ins Mittelalter wurden Igel zur Herstellung von Arzneimitteln gebraucht. Verwendet wurden Asche, verbrannte Haut, Fleisch und getrocknete Leber, wobei neben dem „erdischen“ Igel ([[Stacheligel]] wie der Braunbrustigel) auch Igel „in dem mere“ ([[Seeigel]]) bekannt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Beßler]]: &amp;#039;&amp;#039;Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart.&amp;#039;&amp;#039; Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 182 (zu &amp;#039;&amp;#039;Ericius&amp;#039;&amp;#039;, „eyn dornecht tyr“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiße trockene Sommer in Europa (zum Beispiel [[Dürre und Hitze in Europa 2018|2018]] und [[Hitzewellen in Europa 2019|2019]], siehe auch [[Globale Erwärmung#Die zehn wärmsten Jahre seit 1880|Globale Erwärmung]]) begünstigen das [[Insektensterben]]; vielerorts sind die Böden trocken und hart. Die Zahl der Igel in Deutschland, Großbritannien und anderen Ländern ist seit Mitte der 1990er Jahre (oder früher) deutlich zurückgegangen. Die wärmer werdenden Winter führen zu einer häufigen Unterbrechung und Verkürzung des Winterschlafes&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;, wobei der Igel dann mangels Insekten keine Nahrung findet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://igelzentrum.ch/beurteilungdesigels/winter |titel=Der Igel im Winter – Igelzentrum |hrsg=Igelzentrum Zürich |datum=2019 |abruf=2025-10-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Pestizid]]einsatz schadet ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch veraltete [[Rasenmähroboter]] sind Igel zusätzlich gefährdet. Fahren Mähroboter ohne Igelschutzfunktion in der Dämmerung oder nachts, während Igel aktiv sind, kann es durch das Überfahren eingerollter Igel zu Verletzungen oder Tötung der Igel kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die regenwaldbewohnenden Rattenigel sind durch die Abholzung der [[Tropischer Regenwald|tropischen Regenwälder]] bedroht. Die [[IUCN]] hat zwei Rattenigelarten als „stark gefährdet“ (&amp;#039;&amp;#039;endangered&amp;#039;&amp;#039;) und eine als „gefährdet“ (&amp;#039;&amp;#039;vulnerable&amp;#039;&amp;#039;) eingestuft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{IUCNSearch|Text=Erinaceidae|Linktext=Igel|Download=9. November 2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Braunbrustigel#Braunbrustigel und Mensch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
=== Äußere Systematik ===&lt;br /&gt;
Die systematische Stellung der Igel zählt zu den umstrittensten Fragen in der Systematik der Säugetiere. Lange Zeit wurden sie in die Ordnung der [[Insektenfresser]] (Insectivora) eingeordnet, zu der unter anderem auch [[Spitzmäuse]] und [[Maulwürfe]] zählen. Diese Ordnung war aber nur durch relativ schwache Gemeinsamkeiten definiert, immer wieder sind Gruppen ein- oder ausgegliedert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Beginn des 21. Jahrhunderts gab es einige [[Molekulargenetik|molekulargenetische]] Untersuchungen, etwa von [[Mitochondriale DNA|mitochondrialen Genen]], denen zufolge die Igel nicht näher mit den übrigen Insektenfressern verwandt sind, sondern eine eigene Ordnung ([[Erinaceomorpha]]) bilden. Diese Untersuchungen platzierten die Igel an die Basis der [[Höhere Säugetiere|Höheren Säugetiere]] und sahen in ihnen die [[Schwestergruppe]] aller übrigen Höheren Säuger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt jedoch Kritik an diesen Untersuchungen. Besonders mitochondriale DNA-Sequenzen haben bei diesen Tieren eine schnelle Evolution mit einer hohen Mutationsrate durchlaufen und unterscheiden sich deshalb genetisch stärker von ihren nächsten Verwandten als diese sich von weiter entfernten Arten. Nachfolgende Analysen, unter anderen von [[Zellkern|nukleären]] Genen,&amp;lt;ref&amp;gt;Christophe J. Douady, Pascale I. Chatelier, Ole Madsen, Wilfried W. de Jong, Francois Catzeflis, Mark S. Springer, Michael J. Stanhope: &amp;#039;&amp;#039;Molecular phylogenetic evidence confirming the Eulipotyphla concept and in support of hedgehogs as the sister group to shrews.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Phylogenetics and Evolution.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;25, Nr.&amp;amp;nbsp;1, 2002, {{ISSN|1055-7903}}, S.&amp;amp;nbsp;200–209, [[doi:10.1016/S1055-7903(02)00232-4]].&amp;lt;/ref&amp;gt; und auch von mitochondrialen Genen&amp;lt;ref&amp;gt;Masato Nikaido, Ying Cao, Masashi Harada, Norihiro Okada, Masami Hasegawa: &amp;#039;&amp;#039;Mitochondrial phylogeny of hedgehogs and monophyly of Eulipotyphla.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Phylogenetics and Evolution.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;28, Nr.&amp;amp;nbsp;2, 2003, S.&amp;amp;nbsp;276–284.&amp;lt;/ref&amp;gt; bestätigten wiederum die Zugehörigkeit der Igel zu den Insektenfressern. Auch wenn diese Ansicht nicht unumstritten ist, gewinnt sie doch immer mehr an Evidenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Untersuchungen zufolge sind die nächsten Verwandten der Igel die [[Spitzmäuse]], innerhalb der Insektenfresser ergibt sich somit folgendes [[Kladistik#Kladogramme|Kladogramm]]:&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Robin M. D. Beck, Olaf R. P. Bininda-Emonds, Marcel Cardillo, Fu-Guo Robert Liu, Andy Purvis: &amp;#039;&amp;#039;A higher-level MRP supertree of placental mammals.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;BMC Evolutionary Biology.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;6, Nr.&amp;amp;nbsp;93, 2006, {{ISSN|1471-2148}}, [[doi:10.1186/1471-2148-6-93]], {{PMC|1654192}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Klade&lt;br /&gt;
|label1=Eulipotyphla ([[Insektenfresser]])&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
 |label1=&amp;amp;nbsp;N.N.&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
 |1={{Klade&lt;br /&gt;
 |1=&amp;amp;nbsp;Talpidae ([[Maulwürfe|Maulwurf]])&lt;br /&gt;
 |label2=&amp;amp;nbsp;N.N.&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
 |2={{Klade&lt;br /&gt;
 |1=&amp;amp;nbsp;Erinaceidae (Igel)&lt;br /&gt;
 |2=&amp;amp;nbsp;Soricidae ([[Spitzmäuse]])&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
 |label2=&amp;amp;nbsp;N.N.&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
 |2={{Klade&lt;br /&gt;
 |1=&amp;amp;nbsp;Solenodontidae ([[Schlitzrüssler]])&lt;br /&gt;
 |2=&amp;amp;nbsp;Nesophontidae † ([[Karibische Spitzmäuse]])&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innere Systematik ===&lt;br /&gt;
Die Igel werden in zwei Unterfamilien mit insgesamt 11 Gattungen und 34 Arten unterteilt:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Rattenigel]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Galericinae)&lt;br /&gt;
** [[Großer Rattenigel]] (&amp;#039;&amp;#039;Echinosorex gymnura&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
** [[Kleine Rattenigel]] (&amp;#039;&amp;#039;Hylomys&amp;#039;&amp;#039;), sieben Arten&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Neohylomys]]&amp;#039;&amp;#039;, zwei Arten&lt;br /&gt;
** [[Spitzmausigel]] (&amp;#039;&amp;#039;Neotetracus sinensis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
** [[Langohr-Rattenigel]] (&amp;#039;&amp;#039;Otohylomys megalotis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
** [[Philippinen-Rattenigel]] (&amp;#039;&amp;#039;Podogymnura&amp;#039;&amp;#039;), vier Arten&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Stacheligel]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Erinaceinae)&lt;br /&gt;
** [[Kleinohrigel]] (&amp;#039;&amp;#039;Erinaceus&amp;#039;&amp;#039;), vier Arten (darunter die beiden in Europa lebenden Vertreter)&lt;br /&gt;
** [[Afrikanische Igel]] (&amp;#039;&amp;#039;Atelerix&amp;#039;&amp;#039;), vier Arten&lt;br /&gt;
** [[Steppenigel]] (&amp;#039;&amp;#039;Mesechinus&amp;#039;&amp;#039;), fünf Arten&lt;br /&gt;
** [[Langohrigel]] (&amp;#039;&amp;#039;Hemiechinus&amp;#039;&amp;#039;), zwei Arten&lt;br /&gt;
** [[Wüstenigel]] (&amp;#039;&amp;#039;Paraechinus&amp;#039;&amp;#039;), vier Arten&lt;br /&gt;
Aufgrund der genetisch weitzurückreichenden Trennung der Stacheligel und der Rattenigel, die im Unteren [[Eozän]] vor rund 53,4 Millionen Jahren einsetzte, und der morphologischen Verschiedenheit beider Gruppen wurde im Jahr 2014 von [[Anna A. Bannikova]] und Kollegen vorgeschlagen, beide Unterfamilien auf den Rang von Familien hochzustufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bannikova et al. 2014&amp;quot;&amp;gt;Anna A. Bannikova, Vladimir S. Lebedev, Alexei V. Abramov und Viatcheslav V. Rozhnov: &amp;#039;&amp;#039;Contrasting evolutionary history of hedgehogs and gymnures (Mammalia: Erinaceomorpha) as inferred from a multigene study.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biological Journal of the Linnean Society.&amp;#039;&amp;#039; Band 112, 2014, S. 499–519.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der Familie kommen in folgendem Diagramm zum Ausdruck:&lt;br /&gt;
{{Klade&lt;br /&gt;
|label1=&amp;amp;nbsp;Igel&amp;amp;nbsp;(Erinaceidae)&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
   |label1=&amp;amp;nbsp;Rattenigel&amp;amp;nbsp;(Galericinae)&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
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      |label1=N.N.&lt;br /&gt;
      |1={{Klade&lt;br /&gt;
         |1=&amp;amp;nbsp;Kleine Rattenigel (&amp;#039;&amp;#039;Hylomys&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
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         |3=&amp;amp;nbsp;Spitzmausigel (&amp;#039;&amp;#039;Neotetracus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
         }}&lt;br /&gt;
      |label2=N.N.&lt;br /&gt;
      |2={{Klade&lt;br /&gt;
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         }}&lt;br /&gt;
      }}&lt;br /&gt;
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         }}&lt;br /&gt;
      }}&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stammesgeschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Deinogalerix koenigswaldi-Naturalis-PeterMaas2.JPG|mini|Schädel von &amp;#039;&amp;#039;Deinogalerix koenigswaldi&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die Fossilgeschichte der Igel reicht bis in das [[Paläozän]] zurück, als ihr ältester bekannter Vertreter gilt &amp;#039;&amp;#039;[[Litolestes]]&amp;#039;&amp;#039; aus Nordamerika. Aus Nordamerika und Europa ist die Gruppe der [[Amphilemuridae]] bekannt, die bereits sehr ähnliche Verteidigungsstrategien wie die heutigen Vertreter aufwies. Aus dem [[Miozän]] ist aus Europa die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Deinogalerix]]&amp;#039;&amp;#039; bekannt, ein Vertreter der Rattenigel, der wahrscheinlich rund zehn Kilogramm wog. Im [[Pliozän]] dürften die Igel in Amerika ausgestorben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hermann Holz, Jochen Niethammer: &amp;#039;&amp;#039;Erinaceidae – Igel.&amp;#039;&amp;#039; In: Jochen Niethammer, Franz Krapp (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Säugetiere Europas.&amp;#039;&amp;#039; Band 3/1: &amp;#039;&amp;#039;Insektenfresser, Herrentiere.&amp;#039;&amp;#039; AULA-Verlag, Wiesbaden 1990, ISBN 3-89104-027-X, S. 20–74.&lt;br /&gt;
* Ronald M. Nowak: &amp;#039;&amp;#039;Walker’s Mammals of the World.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u. a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Storch]]: &amp;#039;&amp;#039;Lipotyphla, Insektenfresser.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Westheide]], [[Reinhard Rieger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Spezielle Zoologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Wirbel- oder Schädeltiere.&amp;#039;&amp;#039; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg u. a. 2004, ISBN 3-8274-0307-3, S. 514–524.&lt;br /&gt;
* [[Don E. Wilson]], DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Mammal Species of the World]]. A taxonomic and geographic Reference.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Erinaceidae|Igel (Erinaceidae)}}&lt;br /&gt;
{{Wikispecies|Erinaceidae|Igel}}&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* {{Gartenlaube |Wikisource=Ein geharnischter Harmloser |Titel=Ein geharnischter Harmloser |Autor=Adolf und Karl Müller |Jahr=1878 |Heft=2 |Seite=31–34}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4026509-2|TEXT=Literatur zum Thema}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4221878-0|LCCN=sh85059909}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Igel| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DagdaMor</name></author>
	</entry>
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