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	<title>Ifta - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ifta&amp;diff=56863&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Legov20: /* Literatur */ Trivia eingefügt</title>
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		<updated>2026-04-28T14:57:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Trivia eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Ort Ifta. Zum namensgebenden Bach siehe [[Ifta (Fluss)]]; IFTA ist die Abkürzung für die [[Irish Film &amp;amp; Television Academy]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Ifta&lt;br /&gt;
| Alternativname         = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Treffurt&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = &lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/03/50/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 10/10/47/E&lt;br /&gt;
| Nebenbox               = &lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-TH&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix            = &lt;br /&gt;
| Höhe                   = 235&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = &lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = &lt;br /&gt;
| Fläche                 = 17.68&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/161837 |titel=Gemarkungen Ilfa und Wolfmannsgehau, Stadt Treffurt |werk=GEOindex |abruf=2026-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 1100&lt;br /&gt;
| Einwohner-ca           = 1&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://treffurt.de/stadtteile |titel=Ortsteile Ilfa und Wolfmannsgehau |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Treffurt |abruf=2026-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2019-01-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 99830&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 036926&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = TR19-Ifta.png&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Lage von Ifta im Stadtgebiet von Treffurt&lt;br /&gt;
| Poskarte               = &lt;br /&gt;
| Bild                   = &lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = &lt;br /&gt;
| Bilderwunsch           = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ifta&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Stadtteil]] der Stadt [[Treffurt]] im [[Wartburgkreis]] in [[Thüringen]]. Zum Stadtteil Ifta gehört die [[Ortslage]] [[Wolfmannsgehau]]. Für den Stadtteil gibt es eine [[Ortsteilverfassung]] nach der [[Thüringer Kommunalordnung]] und damit einen [[Ortsteilrat]] und [[Ortsteilbürgermeister]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://treffurt.de/satzungen/rss?file=files/treffurt/inhalte/verwaltung/satzungen/02-allgemeines-stadtrecht-hauptsatzung-vom-25-03-2019.pdf |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;3 und 4 |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Treffurt |format=PDF; 1,51&amp;amp;nbsp;MB |abruf=2026-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:WAK IFTA KLINGBORN.jpg|miniatur|links|Der Klingborn]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ifta Mertelstal.jpg|miniatur|links|Blick vom Kehrberg in das Mertelstal unweit Wolfmannsgehau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ifta Melmental.jpg|miniatur|links|Blick über das Melmental bei Ifta]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortslage von Ifta ist ein [[Straßendorf]], der Ort befindet sich knapp zwei Kilometer östlich der Grenze zu [[Hessen]]. Die Gemeinde besteht heute aus den beiden Ortsteilen Ifta und [[Wolfmannsgehau]], eine zwei Kilometer nordwestlich in einem Seitental gelegene Kleinsiedlung. Der Hauptort Ifta befindet sich rund fünf Kilometer westlich von [[Creuzburg]] und etwa fünfzehn Kilometer nordwestlich von [[Eisenach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ifta zählt naturräumlich zum [[Ringgau]], dessen östliche Ausläufer bei Creuzburg (Blaue Stirn) und [[Pferdsdorf (Krauthausen)|Pferdsdorf]] ([[Kielforst]]) zu finden sind. Eingebettet ist Ifta in die sanften Hügel der Talränder der [[Ifta (Fluss)|Ifta]], eines westlichen Zuflusses der [[Werra]]. Es liegt auf etwa {{Höhe|235|DE-NN|link=true}}. Höchste Erhebungen sind der &amp;#039;&amp;#039;Dreiherrenstein&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|488.5|DE-NN}}), der &amp;#039;&amp;#039;Hagenberg&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|414.6|DE-NN}}), der &amp;#039;&amp;#039;Kehrberg&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|413.3|DE-NN}}) und der &amp;#039;&amp;#039;Entenberg&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|375|DE-NN}}). Der &amp;#039;&amp;#039;[[Heldrastein]]&amp;#039;&amp;#039; ist mit ({{Höhe|503.8|DE-NN}}) eine weithin sichtbare [[Landmarke]] unweit der nördlichen Gemarkungsgrenze. Die Seitentäler &amp;#039;&amp;#039;Mertelstal&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Melmental&amp;#039;&amp;#039; und das &amp;#039;&amp;#039;Ölbachtal&amp;#039;&amp;#039; werden landwirtschaftlich (Ackerbau und Milchviehzucht) genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TK25-Bl.4927&amp;quot;&amp;gt;Thüringer Landesvermessungsamt: &amp;#039;&amp;#039;TK25 – Blatt 4927 Creuzburg&amp;#039;&amp;#039;, Erfurt  1992, ISBN 3-86140-202-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einstige Grenzstreifen bei Ifta ist mit einer Gesamtlänge von etwa zehn Kilometern als Teil des Biotop-Verbundes &amp;#039;&amp;#039;[[Grünes Band Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; unter Naturschutz gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |url          = https://www.wartburgkreis.de/gruenes_band/wolfmannsgehau.html&lt;br /&gt;
 |titel        = Grenzwanderweg in der Wartburgregion – Wolfmannsgehau&lt;br /&gt;
 |werk         = Wartburgkreis-Online&lt;br /&gt;
 |zugriff      = 22. Mai 2009&lt;br /&gt;
 |archiv-url   = https://web.archive.org/web/20110115034332/http://www.wartburgkreis.de/gruenes_band/wolfmannsgehau.html&lt;br /&gt;
 |archiv-datum = 2011-01-15&lt;br /&gt;
 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:WAK IFTA KIRCHE2.jpg|mini|Die Trinitatiskirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WAK IFTA RATHAUS.jpg|mini|Das Rathaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WAK IFTA1.jpg|mini|Markt mit restauriertem Gericht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WAK IFTA2.jpg|mini|Fachwerkhäuser in der Ortslage]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WAK IFTA KITA.jpg|mini|Der Kindergarten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WAK IFTA WACHTURM.jpg|mini|Wachturm südlich von Ifta]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WAK WOLFMANNSGEHAU1.jpg|mini|Ortsteil Wolfmannsgehau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WAK IFTA DKM GRENZST.jpg|miniatur|hochkant|Ein [[Kurfürstentum Hessen|kurhessischer]] Löwe auf dem Hoheitsstein]]&lt;br /&gt;
Der Ort &amp;#039;&amp;#039;Yfide&amp;#039;&amp;#039; wurde im Sommer des Jahres 1260 in einer Urkunde des [[Kloster Frauensee|Klosters Frauensee]] erstmals erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Kahl: &amp;#039;&amp;#039;Ersterwähnungen Thüringer Städte und Dörfer bis 1300&amp;#039;&amp;#039;. 1. Auflage, Erfurt 1996, S. 38, ISBN 3-931426-09-2&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ort ist jedoch wesentlich älter, was durch archäologische Funde an der Ifta belegt werden kann.&lt;br /&gt;
Die Geschichte Iftas ist eng mit dem benachbarten [[Creuzburg]] und dem [[Amt Creuzburg (Sachsen-Eisenach)|Amt Creuzburg]] verwoben, die Einwohner Iftas leisteten Frondienste in dem Creuzburger Klosterhof in Ifta und auf der Creuzburg. Ifta lag im Mittelalter an der viel befahrenen Geleitstraße &amp;#039;&amp;#039;[[Kurze und lange Hessen|Lange Hessen]]&amp;#039;&amp;#039;, in Ifta auch mit dem Flurnamen &amp;#039;&amp;#039;Heerweg&amp;#039;&amp;#039; belegt. Oberhalb von Ifta befand sich wohl ein Wachturm auf der &amp;#039;&amp;#039;Wartekuppe&amp;#039;&amp;#039; – er diente der Überwachung der seit Jahrhunderten genutzten Straße. Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] lagerten [[Kroatische Reiterei|Kroaten]] unterhalb des &amp;#039;&amp;#039;Entenberges&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;Kroatengraben&amp;#039;&amp;#039;; auf ihren Plünderzügen im [[Ringgau]] verbreiteten sie um 1637 Angst und Schrecken. Auch Iftas Bevölkerung musste mehrfach in die Wälder fliehen, um zu überleben. Ähnlich erging es dem Ortsteil Wolfmannsgehau, eine Waldarbeitersiedlung unterhalb des [[Heldrastein]]s, noch heute versteckt in einem Seitental gelegen. 1640 zählte man in Ifta 30 aufgelassene (wüste) Höfe, nur ein Zwölftel der landwirtschaftlichen Flächen waren noch brauchbar; in Wolfmannsgehau waren die 4 Höfe abgebrannt, alle Männer tot und die Witwen zogen in die Nachbarstädte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort besaß im Mittelalter mehrere Mühlen, sie wurden vom &amp;#039;&amp;#039;Klingborn&amp;#039;&amp;#039; angetrieben, einer stark sprudelnden Quelle im &amp;#039;&amp;#039;Lochgrund&amp;#039;&amp;#039;. Ein weiterer Quellbach ermöglichte den Betrieb der &amp;#039;&amp;#039;Ölmühle&amp;#039;&amp;#039; an der [[Archfeld]]er Grenze gelegen. Etwa 200&amp;amp;nbsp;m östlich von Ifta wurde an der &amp;#039;&amp;#039;Wehrecke&amp;#039;&amp;#039; der Mühlbach für die Creuzburger Mühlen abgezweigt, das Bodendenkmal ist noch auf ganzer Länge (etwa 5&amp;amp;nbsp;km) im Gelände sichtbar.&lt;br /&gt;
Iftas Bevölkerung war überwiegend in der Landwirtschaft tätig, für die durchreisenden Fuhrleute und Handelsleute bestanden im Ort Werkstätten und Herbergen. Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde [[Tabak]]anbau und -verarbeitung in Ifta heimisch, hierzu wurde eine kleine Zigarrenfabrik eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 wurden, basierend auf der [[Volkszählung]] von 1875, erstmals statistische Angaben zum Ort Ifta publiziert. Ifta hatte in diesem Jahr 160 Wohnhäuser mit 811 Einwohnern. Die Größe der Iftaer Flur betrug 1247,4&amp;amp;nbsp;ha davon Höfe und Gärten 18,9 ha, Wiesen 102,6&amp;amp;nbsp;ha, Ackerfläche 707,1&amp;amp;nbsp;ha. Wald 345,7&amp;amp;nbsp;ha, Teiche, Bäche und Flüsse 2,0&amp;amp;nbsp;ha, auf Wege, Triften, Ödland und Obstbauplantagen entfielen 70,9&amp;amp;nbsp;ha. Die damals noch nicht zu Ifta gehörigen Höfe der Kleinsiedlung &amp;#039;&amp;#039;Wolfmannsgehau&amp;#039;&amp;#039; wurden separat ausgewiesen. Die Größe der Wolfmannsgehauer Flur betrug 222,9&amp;amp;nbsp;ha davon Höfe und Gärten 2,7&amp;amp;nbsp;ha, Wiesen 4,1&amp;amp;nbsp;ha, Ackerfläche 124,9&amp;amp;nbsp;ha. Wald 87,0&amp;amp;nbsp;ha, Teiche, Bäche und Flüsse 0,0&amp;amp;nbsp;ha, auf Wege, Triften, Ödland und Obstbauplantagen entfielen 3,9&amp;amp;nbsp;ha.&lt;br /&gt;
Beachtlich war auch der Viehbestand in den Orten: Ifta hatte 68 Pferde, 383 Rinder, 1039 Schafe, 269 Schweine und 74 Ziegen; in Wolfmannsgehau zählte man 7 Pferde, 53 Rinder, 94 Schafe, 19 Schweine und 4 Ziegen. Ifta wurde in dieser Übersicht als &amp;#039;&amp;#039;wohlhabender Ort&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kronfeld&amp;quot;&amp;gt;C. Kronfeld, &amp;#039;&amp;#039;Landeskunde des Großherzogthumes Sachsen-Weimar-Eisenach.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Teil. Weimar 1879.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Flur Ifta-Wolfmannsgehau kamen nach 1945 noch die zuvor als Landeseigentum ausgewiesenen Staatsforste am Entenberg und am Heldrastein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] mussten 20 Frauen und Männer, vorwiegend [[Ostarbeiter]], in Ifta und Wolfmannsgehau in der Landwirtschaft [[Zwangsarbeit]] verrichten. Im August 1944 wurde der Iftaer Arbeiter Georg Schwanz als Plünderer im Landgericht [[Weimar]] hingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 324, ISBN 3-88864-343-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ifta lag zwischen 1945 und 1989 in der [[Sperrgebiet#DDR|5-km-Sperrzone]] entlang der [[Innerdeutsche Grenze|Innerdeutschen Grenze]], hier war eine [[Kompanie (Militär)|Kompanie]] der [[Grenztruppen der DDR]], zuletzt des Grenzregimentes [[Mühlhausen/Thüringen|Mühlhausen]], – GR-1 „[[Eugen Leviné]]“, stationiert. Der Ortsteil Wolfmannsgehau lag im 500-Meter-Schutzstreifen und war dementsprechend besonders bewacht. Unmittelbar an der Landesgrenze befand sich auf hessischer Seite ein [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischer]] [[Militärbasis|Stützpunkt]] (Observation point) dessen Wachturm gegenwärtig noch vorhanden ist.&lt;br /&gt;
1961 wurden als politisch unzuverlässig geltende Familien im Rahmen der [[Aktion Ungeziefer|Aktion Kornblume]] aus dem nur 2.000&amp;amp;nbsp;m von der Grenze entfernten Ort in das Innere der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] zwangsausgesiedelt. Mehrere Familien waren vorgewarnt und konnten noch nach Hessen fliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Kaczmarek: &amp;#039;&amp;#039;Unter ständiger Überwachung. Iftaer erinnern sich an das Leben im Sperrgebiet.&amp;#039;&amp;#039; Thüringische Landeszeitung, 2. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1990er Jahren gehörte Ifta der [[Verwaltungsgemeinschaft Creuzburg]] an, nach deren Auflösung der [[Verwaltungsgemeinschaft Hainich-Werratal]]. Im Rahmen der [[Gebietsreform in Thüringen]] verständigten sich die Gemeinde Ifta und die Stadt Treffurt, beim Freistaat Thüringen einen Antrag auf Eingemeindung Iftas nach Treffurt zum 1. Januar 2019 zu stellen. Die [[Thüringer Landesregierung]] nahm das Vorhaben in das Zweite Gesetz zur freiwilligen Neugliederung kreisangehöriger Gemeinden auf&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parldok.thueringen.de/ParlDok/dokument/69487/gesetz_und_verordnungsblatt_nr_14_2018.pdf Thüringer Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 14/2018 S. 795 ff.], aufgerufen am 2. Januar 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;, das am 13. Dezember 2018 vom [[Thüringer Landtag]] verabschiedet wurde und zum Jahreswechsel 2018/19 in Kraft trat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Ehemaliger Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat in Ifta setzte sich zuletzt aus zwölf Gemeinderatsmitgliedern zusammen:&lt;br /&gt;
* [[FDP Thüringen|FDP]]: 4 Sitze&lt;br /&gt;
* UWG Ifta: 5 Sitze&lt;br /&gt;
* FWG Ifta: 3 Sitze&lt;br /&gt;
(Stand: [[Kommunalwahlen in Thüringen 2014|Kommunalwahl am 25. Mai 2014]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&amp;amp;wJahr=2014&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=063&amp;amp;gemnr=63039 |titel=Kommunalwahlen in Thüringen am 25. Mai 2014. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse |hrsg=Der Landeswahlleiter |zugriff=26. Mai 2014}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister 1990–2018 ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Kommunalwahlen in der DDR 1990|Kommunalwahl am 6. Mai 1990]] wurde Rüdiger Schwanz (FDP) zum Bürgermeister von Ifta gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://www.fdp-wartburgkreis.de/news/8171-ruediger_schwanz_kandidiert_in_ifta_als_buergermeister.html | wayback=20140527213313 | text=FDP Wartburgkreis}}, aufgerufen am 26. Mai 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Schwanz wurde bei der [[Kommunalwahlen in Thüringen 1999|Kommunalwahl 1999]] von seinem Parteifreund Marko Wallstein abgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=BM&amp;amp;wJahr=1999&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=063&amp;amp;gemnr=63039 Kommunalwahl 1999 – Thüringer Landesamt für Statistik], aufgerufen am 26. Mai 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallstein legte sein Amt zum 31. Dezember 2013 nieder. Die Amtsgeschäfte führte bis zur Kommunalwahl 2014 kommissarisch der bisherige Beigeordnete Wolfgang Uth.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tlz.de/politik/article219862979/Das-schmutzige-Geschaeft-Politik-Buergermeister-Wallstein-verlaesst-Ifta.html Bürgermeister Wallstein verläß Ifta], aufgerufen am 5. Januar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der [[Kommunalwahlen in Thüringen 2014|Kommunalwahl am 25. Mai 2014]] wurde Uth zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt. Er erhielt 63,1 % der Stimmen und setzte sich damit gegen den erneut angetretenen Rüdiger Schwanz durch.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=BM&amp;amp;wJahr=2014&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=063&amp;amp;gemnr=63039 Thüringer Landesamt für Statistik], aufgerufen am 26. Mai 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Uth führte die Gemeinde bis zu deren Eingemeindung nach Treffurt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsteilbürgermeister ===&lt;br /&gt;
Nach der Eingemeindung fungierte Uth als [[Ortsteilbürgermeister]]. Bei der Wahl am 5. Juli 2020 unterlag er seinem Mitbewerber Michael Regenbogen, der 76 % der Stimmen erhielt und damit neuer Ortsteilbürgermeister wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Jensen Zlotowicz: &amp;#039;&amp;#039;Michael Regenbogen schlägt den Amtsinhaber in Ifta deutlich&amp;#039;&amp;#039;, [[Thüringer Allgemeine]]/Eisenacher Allgemeine, Ausgabe vom 6. Juli 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Aktion Baumkreuz ===&lt;br /&gt;
Das „[[Baumkreuz bei Ifta]]“ wurde am 16. und 17. November 1990 mit 140 Bäumen auf der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, als „Start-Skulptur“, für eine West und Ost verbindende Allee zwischen [[Kassel]] und [[Eisenach]] gepflanzt. Das Baumkreuz besteht aus einer [[Eschen (Pflanzengattung)|Eschenallee]] auf dem früheren Grenzstreifen, die eine [[Linden (Gattung)|Lindenallee]] entlang der [[Bundesstraße 7]], die Thüringen mit Hessen verbindet, kreuzt. Zwischen den drei Eschenreihen steht der Grenzzaun, einer der längsten noch original erhaltenen Teile in Deutschland. Die „Aktion Baumkreuz“ knüpfte an den „[[Erweiterter Kunstbegriff|Erweiterten Kunstbegriff]]“ von [[Joseph Beuys]] an, den dieser mit dem Projekt „[[7000 Eichen]]“ in Kassel verbunden hatte. Seit 1990 kommen jedes Jahr im November Menschen aus ganz Deutschland und helfen mit, das Projekt fortzupflanzen. Es ist mittlerweile auf mehr als eintausend Bäume angewachsen. Getragen wurde die Aktion bis 2014 von dem inzwischen gelöschten „Unternehmen Wirtschaft und Kunst – erweitert“, danach vom [[Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland|BUND Thüringen]]. Das Baumkreuz ist ohne große Einschränkungen jederzeit erleb- und begehbar. Hier informieren auch Schautafeln über das Baumkreuz und die Region.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wartburgkreis.bund.net/themen_und_projekte/naturschutz/baumkreuz/ BUND – Baumkreuz]; abgerufen am 2. Juni 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
Ifta verfügt über einen großen Bestand historischer Fachwerkhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, hierzu zählt auch das Wirtshaus &amp;#039;&amp;#039;Zum roten Hirsch&amp;#039;&amp;#039;. Im Zentrum des Ortes befindet sich die evangelische [[Trinitatiskirche Ifta|Trinitatiskirche]], ein [[Barock|barocker]] Saalbau aus dem Jahr 1714 mit farbenfroher Ausstattung. Neben der Kirche befinden sich die Gemeindeverwaltung und der Dorfplatz mit einem nachgestalteten Gerichtstisch und neben der Bushaltestelle eine neu gepflanzte Linde am Anger. Einen Dorfanger und ein intaktes Ortsbild besitzt auch der Ortsteil Wolfmannsgehau. Unweit von Ifta ist ein [[Beobachtungsturm der Grenztruppen der DDR|Wachturm]] (4 × 4&amp;amp;nbsp;m Grundfläche und 10&amp;amp;nbsp;m hoch) aus der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR-Zeit]] als Mahnmal erhalten (dieser befindet sich im Privatbesitz und wird vom [[Feuerwehrverein]] verwaltet und betreut), ebenso ein Stück [[Innerdeutsche Grenze|Grenzzaun]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Westrand von Ifta liegt gegenüber dem Sportplatz die ehemalige [[Kaserne]] der [[Grenztruppen der DDR|Grenzkompanie]] – ein genormtes Militärgebäude aus der DDR-Zeit. Abgerissen wurde die Mühle am Klingborn. Beheimateter Sportverein ist der SV Eintracht Ifta.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturdenkmal ===&lt;br /&gt;
Der Iftaer &amp;#039;&amp;#039;Klingborn&amp;#039;&amp;#039; zählt zu den beeindruckendsten [[Karstquelle]]n im Wartburgkreis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geologie&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor=Geyer, Jahne, Storch&lt;br /&gt;
| Herausgeber=Landratsamt Wartburgkreis, Untere Naturschutzbehörde&lt;br /&gt;
| Titel=Geologische Sehenswürdigkeiten des Wartburgkreises und der kreisfreien Stadt Eisenach&lt;br /&gt;
| Sammelwerk=Naturschutz im Wartburgkreis&lt;br /&gt;
| Band=Heft 8&lt;br /&gt;
| Verlag=Druck- und Verlagshaus Frisch&lt;br /&gt;
| Ort=Eisenach und Bad Salzungen&lt;br /&gt;
| Jahr=1999&lt;br /&gt;
| Seiten=32–33&lt;br /&gt;
| ISBN=3-9806811-1-4 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Durch Ifta führte seit dem Mittelalter die Handelsstraße &amp;#039;&amp;#039;[[Kurze und lange Hessen|Lange Hessen]]&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Heerstraße&amp;#039;&amp;#039; genannt. Sie ist heute ein Abschnitt der [[Bundesstraße 7]], die [[Kassel]] im Nordwesten unter anderem über Ringgau, Creuzburg und Krauthausen mit Eisenach im Südosten verbindet. An dieser Straße befindet sich zehn Kilometer südöstlich die Anschlussstelle 37 (&amp;#039;&amp;#039;Eisenach-West&amp;#039;&amp;#039;) der [[Bundesautobahn 4|A&amp;amp;nbsp;4]]. Am &amp;#039;&amp;#039;Roten Kopf&amp;#039;&amp;#039; beginnt die [[Bundesstraße 250|B&amp;amp;nbsp;250]] und führt zur Nachbarstadt Treffurt. Ifta ist der letzte thüringische Ort an der Bundesstraße 7 vor der hessischen Landesgrenze und war ab November 1989 einer der meistfrequentierten [[Grenzübergang|Grenzübergänge]] nach [[Hessen]]. In den Ortsteil Wolfmannsgehau führt die [[Liste der Kreisstraßen im Wartburgkreis#K 500|Kreisstraße K&amp;amp;nbsp;500]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Industrie ===&lt;br /&gt;
In Ifta fanden die Einwohner zumeist in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der ortsansässigen Tabakfabrik Beschäftigung. Am westlichen Ortsrand befand sich in den 1980er-Jahren ein kleiner Produktionsstandort für Leiterplattenbestückung des [[Kombinat Mikroelektronik Erfurt|VEB Mikroelektronik „Wilhelm Pieck“ Mühlhausen]], der nach der Privatisierung 1990 zunächst als &amp;#039;&amp;#039;Berthold Kühn GmbH&amp;#039;&amp;#039; zum größten Arbeitgeber im Ort wurde und zuletzt in das benachbarte [[Krauthausen]] abwanderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute befindet sich im Gewerbegebiet &amp;#039;&amp;#039;In der Silbergrube&amp;#039;&amp;#039; der Standort der Firma &amp;#039;&amp;#039;Brand-Fenstertechnik GmbH&amp;#039;&amp;#039;. Am südlichen Rand der Ortslage befinden sich das Sägewerk und Zimmerei &amp;#039;&amp;#039;Frank Hermann GmbH&amp;#039;&amp;#039; und ein Agrarbetrieb (Milchviehwirtschaft).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Ifta ist eines der wenigen Dörfer, die noch einen [[Ortsrufanlage|Dorffunk]] besitzen, in dem Nachrichten, Informationen und Aktuelles aus dem Ort gesendet wird. Zur [[Kirchweih|Kirmes]] werden die Reden von Pfarrer und Bürgermeister durch den Dorffunk übertragen, sodass sie überall hörbar sind. Zu Beginn einer Durchsage wird das Lied „[[Alte Kameraden (Marsch)|Alte Kameraden]]“ gespielt, damit die Aufmerksamkeit der Bewohner geweckt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Thüringer Allgemeine]] und die [[Thüringische Landeszeitung]] sind als Tageszeitung mit Lokalredaktionen in Eisenach vertreten und berichten regelmäßig über den Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Ifta&amp;#039;&amp;#039; stand als Abkürzung bis 1989 auch für das (staatliche) Institut für [[Tierarzneimittel]] (Berlin-Weißensee). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Louis Hesse: &amp;#039;&amp;#039;Ifta in vergangener und gegenwärtiger Zeit. Ein Beitrag zur Vaterlands- und Ortskunde für Jedermann, doch zunächst für die Bewohner Iftas&amp;#039;&amp;#039;. Jacobi, Eisenach 1867.&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Else Krapf  | Herausgeber=Gemeindeverwaltung Ifta |Titel=Ifta, ein Dörfchen im Wartburgland  |Sammelwerk=  | Band= |Verlag=Druck- und Verlagshaus Frisch | Ort=Eisenach   | Jahr=1996  | Seiten=260 |ISBN= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Treffurt}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4760723-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Treffurt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Wartburgkreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Wartburgkreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1260]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2019]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Legov20</name></author>
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