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	<title>Idzików - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Idzik%C3%B3w&amp;diff=1239062&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gak69: Bildbeschreibung eingefügt</title>
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		<updated>2026-01-28T23:24:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bildbeschreibung eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Polen&lt;br /&gt;
| Ort             = Idzików&lt;br /&gt;
| Woiwodschaft    = Niederschlesien&lt;br /&gt;
| Powiat          = Kłodzko&lt;br /&gt;
| PowiatLink      = Kłodzki&lt;br /&gt;
| Gemeinde        = Bystrzyca Kłodzka&lt;br /&gt;
| GemeindeLink    = Gmina Bystrzyca Kłodzka&lt;br /&gt;
| Breitengrad     = 50&lt;br /&gt;
| Breitenminute   = 16&lt;br /&gt;
| Breitensekunde  = 0&lt;br /&gt;
| Längengrad      = 16&lt;br /&gt;
| Längenminute    = 42&lt;br /&gt;
| Längensekunde   = 0&lt;br /&gt;
| OrtEinwohner    = 630&lt;br /&gt;
| OrtEinwDatum    = &lt;br /&gt;
| OrtFläche       = &lt;br /&gt;
| Höhe            = 420–520&lt;br /&gt;
| Postleitzahl    = 57-512&lt;br /&gt;
| Telefonvorwahl  = 74&lt;br /&gt;
| KFZ-Kennzeichen = DKL&lt;br /&gt;
| Straße1         = [[Bystrzyca Kłodzka]]–[[Stronie Śląskie]]&lt;br /&gt;
| Schienen1       = &lt;br /&gt;
| Flughafen1      = [[Flughafen Breslau|Breslau]]&lt;br /&gt;
| TERYT           = &lt;br /&gt;
| Webpräsenz      = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:2025 Kościół Wniebowzięcia NMP w Idzikowie (03).jpg|mini|Mariä-Himmelfahrt-Kirche in Idzików]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idzików&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Kieslingswalde&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Ort in der [[Gmina Bystrzyca Kłodzka|Stadt- und Landgemeinde Bystrzyca Kłodzka]] (&amp;#039;&amp;#039;Habelschwerdt&amp;#039;&amp;#039;) im [[Powiat Kłodzki]] der [[Woiwodschaft Niederschlesien]] in Polen. Es liegt sechs Kilometer südöstlich von [[Bystrzyca Kłodzka]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Idzików liegt im Süden des [[Glatzer Kessel]]s an der [[Droga wojewódzka 392]], die von Bystrzyca Kłodzka nach [[Stronie Śląskie]] (&amp;#039;&amp;#039;Seitenberg&amp;#039;&amp;#039;) führt. Nachbarorte sind [[Nowy Waliszów]] (&amp;#039;&amp;#039;Neuwaltersdorf&amp;#039;&amp;#039;) im Norden, [[Kamienna (Bystrzyca Kłodzka)|Kamienna]] (&amp;#039;&amp;#039;Steingrund&amp;#039;&amp;#039;) und [[Marcinków (Bystrzyca Kłodzka)|Marcinków]] (&amp;#039;&amp;#039;Martinsberg&amp;#039;&amp;#039;) im Nordosten, [[Marianówka (Bystrzyca Kłodzka)|Marianówka]] (&amp;#039;&amp;#039;Mariendorf&amp;#039;&amp;#039;) im Südosten, [[Wilkanów]] (&amp;#039;&amp;#039;Wölfelsgrund&amp;#039;&amp;#039;) im Südwesten, [[Pławnica]] (&amp;#039;&amp;#039;Plomnitz&amp;#039;&amp;#039;) im Westen und [[Stary Waliszów]] (&amp;#039;&amp;#039;Altwaltersdorf&amp;#039;&amp;#039;) im Nordwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Kieslingswalde wurde erstmals 1340 als „Kyselingswald“&amp;lt;ref&amp;gt;Marek Šebela, Jiři Fišer: &amp;#039;&amp;#039;České Názvy hraničních Vrchů, Sídel a vodních toků v Kladsku&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Kladský sborník]] 5, 2003, S. 383&amp;lt;/ref&amp;gt; urkundlich erwähnt. Es gehörte zum [[Bystrzyca Kłodzka|Habelschwerdter]] Distrikt im [[Grafschaft Glatz|Glatzer Land]], mit dem es die Geschichte seiner politischen und kirchlichen Zugehörigkeit teilte. Bereits 1384 war es Pfarrort für die umliegenden Dörfer; für dieses Jahr ist Kieslingswalde im Verzeichnis der Pfarrkirchen im Glatzer [[Dekan (Kirche)|Dekanat]] aufgeführt. Es bestand in älterer Zeit aus den drei [[Rittersitz]]en &amp;#039;&amp;#039;Nieder&amp;#039;&amp;#039;-, &amp;#039;&amp;#039;Mittel&amp;#039;&amp;#039;- und &amp;#039;&amp;#039;Oberhof&amp;#039;&amp;#039; sowie einem [[Freirichter]]- und einem [[Freibauer (Mittelalter)|Freibauerngut]], die zumeist verschiedenen Besitzern gehörten. Alle Güter waren zunächst landesherrliche [[Lehen]], die in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts vom [[Krone Böhmen|böhmischen Landesherrn]] ins [[Allod|Erbe]] gesetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde Kieslingswalde 1622 von polnischen Truppen, die auf Seiten der [[Kaiserliche Armee (HRR)|Kaiserlichen]] kämpften, geplündert und die Kirche ausgeraubt. Dabei wurden in Kieslingswalde 35, in Plomnitz 17 und in Glasegrund zwei Personen getötet. 1629 brachen Diebe in die Kirche ein. Neuerliche Plünderungen erfolgten 1647 durch die Kaiserlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1720 und 1730 gelangten alle Anteile von Kieslingswalde an den General [[Franz Paul von Wallis]] auf Plomnitz. Dieser starb um 1737 ohne leibliche Erben, so dass die Grafschafter Güter Plomnitz, Kieslingswalde, [[Szklary (Bystrzyca Kłodzka)|Glasegrund]], [[Niedźwiedna|Weißbrod]], Altwaltersdorf und [[Lasówka|Kaiserswalde]] sowie [[Bedřichovka (Orlické Záhoří)|Friedrichswald]] im böhmischen [[Königgrätzer Kreis]] an seinen Bruder [[Georg Olivier von Wallis]] fielen, dem bereits die Herrschaften [[Trzebieszowice|Kunzendorf]], [[Wolany|Wallisfurth]], Seitenberg u. a. gehörten. Bei seinem Tod 1743 hinterließ Georg Olivier den unmündigen Sohn Stephan Oliver, der Georg Oliviers zweiten Ehe mit Maria Theresia von [[Kinsky]] entstammte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Schlesischer Krieg|Ersten Schlesischen Krieg]] 1742 und endgültig mit dem [[Hubertusburger Frieden]] 1763 fiel Kieslingswalde zusammen mit der Grafschaft Glatz an [[Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1783 verkaufte Stephan Olivier von Wallis Kieslingswalde zusammen mit allen seinen in der Grafschaft Glatz ererbten Herrschaften dem Friedrich Wilhelm von [[Schlabrendorf (Adelsgeschlecht)|Schlabrendorf]] auf Hassitz und [[Stolec (Ząbkowice Śląskie)|Stolz]]. Dieser veräußerte Kieslingswalde mit Plomnitz sowie die Herrschaft Seitenberg dem Franz Bernhard von [[Mutius (Adelsgeschlecht)|Mutius]] auf [[Stary Zdrój|Altwasser]] und [[Jeleniów|Gellenau]]. Dieser verkaufte 1792 Kieslingswalde mit Glasegrund dem Ernst von [[Sack (Adelsgeschlechter)#Die schlesisch-sächsischen Säcke|Sack]] sowie Plomnitz, Weißbrod und Kaiserswalde an dessen Bruder Friedrich von Sack. Um 1792 legte Ernst von Sack auf Kieslingswalder Grund die Kolonie [[Kamienna (Bystrzyca Kłodzka)|Steingrund]] an. 1795 verkaufte er den Niederhof dem Johann Carl Pelke und den Ober- und Mittelhof sowie Glasegrund und Steingrund dem königlich preußischen Obristen Gisbert Freiherr von der Hemm auf Neuwaltersdorf und [[Konradów (Lądek-Zdrój)|Konradswalde]]. Dieser erwarb ein Jahr später auch den Niederhof, wodurch alle Kieslingswalder Anteile wieder unter einem Besitzer vereint waren. 1794 verkaufte er Neuwaltersdorf und Konradswalde und residierte nachfolgend auf dem Mittelhof in Kieslingswalde, wo er die Kolonien &amp;#039;&amp;#039;Neudorf&amp;#039;&amp;#039; und [[Marianówka (Bystrzyca Kłodzka)|Marienau]] gründete. 1804 verzog er nach [[Grodków|Grottkau]] und verkaufte Kieslingswalde mit den zugehörigen Ortschaften Glasegrund, Steingrund, Neudorf und Marienau dem Reichsgrafen [[Anton Alexander von Magnis]] auf [[Bożków|Eckersdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1805 sind in Kieslingswalde nachgewiesen: Eine Pfarrkirche, ein Pfarrhaus, eine Schule, drei herrschaftliche [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerke]], drei [[Kretscham]]e, vier Mehl- und zwei [[Sägewerk|Brettmühlen]], 30 Bauern, 136 [[Gärtner#Der Gärtner als Kleinbauer|Gärtner]]-, [[Häusler]]- und andere Stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Neugliederung Preußens gehörte Kieslingswalde ab 1815 zur [[Provinz Schlesien]] und war zunächst dem [[Landkreis Glatz]] und ab 1818 dem [[Landkreis Habelschwerdt]] eingegliedert, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. 1874 wurde der [[Amtsbezirk (Preußen)|Amtsbezirk Kieslingswalde]] gebildet, zu dem die [[Landgemeinde (Preußen)|Landgemeinden]] Kieslingswalde, Glasegrund, Marienau, Martinsberg, Neudorf, Plomnitz, Steingrund und Weißwasser sowie der [[Gutsbezirk]] Kieslingswalde gehörten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.territorial.de/ndschles/habelsch/kiesling.htm Amtsbezirk Kieslingswalde]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Folge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] fiel Kieslingswalde 1945 wie fast ganz [[Schlesien]] an Polen und wurde zunächst in &amp;#039;&amp;#039;Żwirów&amp;#039;&amp;#039; und 1946 in &amp;#039;&amp;#039;Idzików&amp;#039;&amp;#039; umbenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde 1946 [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]]. Die neu angesiedelten Bewohner stammten zum Teil aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war. Da in den Nachkriegsjahren zahlreiche Häuser und landwirtschaftliche Gehöfte dem Verfall preisgegeben wurden, ging die Einwohnerzahl deutlich zurück. 1975–1998 gehörte Idzików zur [[Woiwodschaft Wałbrzych]] (&amp;#039;&amp;#039;Waldenburg&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Niederhof ===&lt;br /&gt;
Der Niederhof (auch &amp;#039;&amp;#039;Niederkieslingswalde&amp;#039;&amp;#039;) war ein Rittersitz, dessen erster bekannter Besitzer 1578 Dipprand von [[Gellhorn (Adelsgeschlecht)|Gellhorn]] war, dem auch Wölfelsdorf und [[Jaworek (Międzylesie)|Urnitz]] gehörten. Da er ohne Nachkommen starb, fiel der Niederhof als [[Heimfall|erledigtes Lehen]] an den [[Krone Böhmen|Landesherrn]], der ihn 1590 dem Georg Primster von Kammerstein verkaufte, nach dem der Niederhof auch als der &amp;#039;&amp;#039;Primster&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. Er war mit Margaretha von [[Pannwitz (Adelsgeschlecht)|Pannwitz]] aus [[Wambierzyce|Albendorf]] verheiratet und starb 1610. Erbe des Niederhofs wurde sein gleichnamiger Sohn Georg, der mit Magdalena von [[Mosch (Adelsgeschlecht)|Mosch]] aus [[Gorzanów|Arnsdorf]] verheiratet war. 1614 wurde er auf dem Altwaltersdorfer Mittelhof bei seinem Schwager Georg von Pannwitz durch Friedrich von Zischwitz aus [[Tłumaczów|Scheidewinkel]] erstochen. Erbin wurde seine unmündige Tochter, die sich 1639 mit Hans Friedrich von Deichsel vermählte. Er verkaufte sein [[Wolany|Wernersdorfer]] Gut und erwarb den Kieslingswalder Niederhof. Nach seinem Tod 1659 folgte ihm sein Sohn Georg Siegmund von Deichsel. Dieser war Mannrechtsbeisitzer und erwarb einen Anteil von Altwaltersdorf sowie um 1691 auch den Kieslingswalder Mittelhof mitsamt dem Freirichtergut. Da er 1701 ohne Nachkommen starb, wurde seine verwitwete Schwester Elisabeth von [[Sandersleben (Adelsgeschlecht)|Sandersleben]] Erbin seiner Besitzungen. Sie verkaufte 1706 den Mittelhof mit dem Freirichtergut sowie den Anteil von Altwaltersdorf ihrem Sohn Johann Heinrich. Den Niederhof verkaufte sie ihrem zweitgeborenen Sohn Johann Siegmund, der um 1724 den Niederhof dem Reichsgrafen Franz Paul von Wallis auf Plomnitz verkaufte, der nachfolgend auch alle anderen Anteile von Kieslingswalde erwarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Mittelhof ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Mittelhof&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Mittelkieslingswalde&amp;#039;&amp;#039;) war ebenfalls ein Rittersitz und gehörte um 1400 der Familie von [[Podtynie|Poditau]]. 1465 gehörte er dem Heinze [[Schaffgotsch (Adelsgeschlecht)|Schaffgotsch]] auf [[Doboszowice|Hertwigswalde]], von dem er vermutlich an dessen gleichnamigen Sohn kam, der auf Heinzendorf residierte und dem auch Anteile von [[Jaszkowa Górna|Ober]]- und [[Jaszkowa Dolna|Niederhannsdorf]], Altwaltersdorf und [[Krosnowice|Rengersdorf]] gehörten. Dessen Tochter heiratete um 1520 den Christoph Rederer (&amp;#039;&amp;#039;Röderer&amp;#039;&amp;#039;), der den Mittelhof 1530 dem Hans von [[Reichenbach (schlesisches Adelsgeschlecht)|Reichenbach]] veräußerte. Dessen Sohn Balthasar erwarb 1578 das Freirichtergut hinzu. Nach seinem Tod um 1600 folgte ihm sein Sohn Georg Hieronymus von Reichenbach, der 1603 das Freirichtergut dem Georg Ölsner verkaufte. Da Georg Hieronymus von Reichenbach am [[Ständeaufstand in Böhmen (1618)|böhmischen Ständeaufstand]] beteiligt war, wurden seine Güter nach der [[Schlacht am Weißen Berg]] und der Rückeroberung der Grafschaft Glatz durch die [[Kaiserliche Armee (HRR)|Kaiserlichen]] 1625 vom böhmischen Landesherrn [[Ferdinand II. (HRR)|Ferdinand II.]] konfisziert. 1627 besaß den Mittelhof Dipprand von [[Seydlitz (Adelsgeschlecht)|Seidlitz]], 1652 Johann George von Seidlitz. Für 1661 ist Johann Friedrich Krumkrieger von Ziersberg als Besitzer des Mittelhofs verzeichnet, dem auch [[Ołdrzychowice Kłodzkie#Oberhof|Oberullersdorf]] gehörte. Um 1664 verkaufte er den Mittelhof dem Oberregenten der [[Böhmische Kammer|Kammergüter]] der Grafschaft Glatz, Edmund von Götten, dem auch das Freirichtergut gehörte. Über dessen Witwe bzw. deren Erben gelangten der Mittelhof und das Freirichtergut 1690 an Georg Siegmund von Deichsel. Dieser starb 1701 ohne Nachkommen, seine Güter erbte seine verwitwete Schwester Anna Elisabeth von Sandersleben. Ihr Sohn Johann Heinrich von Sandersleben verkaufte den Mittelhof mitsamt dem Freirichtergut um 1720 dem Reichsgrafen Franz Paul von Wallis auf Plomnitz, dem bereits der Niederhof gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Oberhof ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Oberhof&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Oberkieslingswalde&amp;#039;&amp;#039;) lag am obersten Ende des Dorfes und gehörte um die Mitte des 14. Jahrhunderts dem Bernhard von Poditau, bei dessen Nachkommen er bis Ende des 15. Jahrhunderts verblieb. Nachdem Hans von Poditau ohne Nachkommen gestorben war, fiel der Oberhof als erledigtes Lehen an Herzog [[Heinrich I. (Münsterberg-Oels)|Heinrich d. Ä.]] in seiner Eigenschaft als Graf von Glatz, der ihn wiederum als Lehen der Witwe seines Stallmeisters, Margareta geborene von Pock vergab. Sie verkaufte den Oberhof 1517 ihrem Bruder Albrecht von Pock. 1540 gelangte der Oberhof an Fabian von Reichenbach, der ihn zwei Jahre später dem Niklas von [[Burghauß (Adelsgeschlecht)|Burghaus]] veräußerte. 1560 gehörte der Oberhof dem Wolfgang von Geisler, dem 1565 sein Sohn Karl von Geisler folgte. Nach dessen Tod 1591 fiel der Oberhof als erledigtes Lehen an den Landesherrn [[Rudolf II. (HRR)|Rudolph II.]], der ihn 1603 dem Georg von Ullersdorf verkaufte. Er war 1607 Mannrechtsbeisitzer zu Glatz und wurde 1609 bei einem Taufessen in [[Mielnik (Bystrzyca Kłodzka)|Melling]] von Bernhard von [[Haugwitz]] auf [[Żelazno (Kłodzko)|Eisersdorf]], dem Bruder seines Schwiegersohnes, bei einem Duell erstochen. Sein Sohn Hans von Ullersdorf verkaufte 1622 den Oberhof und den Mittelhof seinem Vetter Hans von Ullersdorf, der mit Susana von Pannwitz auf Albendorf verheiratet war. Wegen seiner Beteiligung am Böhmischen Ständeaufstand von 1618 verlor auch er 1625 die Hälfte seiner Besitzungen. Nach seinem Tod erwarb 1642 Kaspar [[Schenckendorff (Adelsgeschlecht)|von Schenkendorf]] den Oberhof, dem 1643 sein Sohn Wolfgang Heinrich folgte. 1653 erwarb den Oberhof Wolfgang Bernhard von Güsner, von dem er 1709 an seinen Sohn Georg Sigmund von Güsner überging. Dieser verkaufte im Juni 1723 den Oberhof dem Reichsgrafen Franz Paul von Wallis auf Plomnitz, dem bereits – bis auf das Freibauerngut – alle anderen Anteile von Kieslingswalde gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Freirichtergut ===&lt;br /&gt;
Erster namentlich bekannter Freirichter war ein Glaser Reichel, der 1412 ein Hüttengut verkaufte und dessen Nachkomme Hanus Reichel 1465 erwähnt wird&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dietmar Zoedler]]: &amp;#039;&amp;#039;Schlesisches Glas – schlesische Gläser&amp;#039;&amp;#039;. Würzburg 1996, ISBN 3-87057-208-6, S. 219&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nach zahlreichen Besitzerwechseln gelangte das Freirichtergut 1664 an den Oberregenten der Kammergüter in der Grafschaft Glatz, Edmund von Götten. Nachdem dieser auch den Mittelhof erworben hatte, verband er das Freirichtergut mit diesem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Freibauerngut ===&lt;br /&gt;
Das [[Freibauer (Mittelalter)|Freibauerngut]] war ursprünglich vermutlich ein Lehen, das von Adeligen erworben und nachfolgend von [[Frondienst#Robath, Robot|Roboten]] befreit und ins Erbe gesetzt wurde. Um 1600 eignete es Jakob Kisling, dessen Erben es 1604 dem Georg von Ullersdorf verkauften, dem bereits der Oberhof gehörte. 1631 gelangte es an Kaspar von Schenkendorf, der auch den Oberhof erwarb. Das Freibauerngut verkaufte er um 1650 dem Georg Milde. Für 1682 ist Georg Ölsner als Besitzer des Freibauernguts verzeichnet, dem zwei Jahre später dessen Sohn Heinrich folgte. 1730 war es im Besitz des Johann Georg von Ölsner, der es im selben Jahr dem Reichsgrafen General Franz Paul von Wallis verkaufte, der bereits alle anderen Anteile von Kieslingswalde besaß und das Freirichtergut mit seinem [[Dominium]] vereinte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchliche Verhältnisse ===&lt;br /&gt;
Zusammen mit dem Glatzer Land gehörte Kieslingswalde von Anfang an zum [[Erzbistum Prag]]. Die bereits 1384 erwähnte Kieslingswalder Kirche bestand aus Holz und wurde 1480 aus Stein neu errichtet. Zum Pfarrgut gehörten drei Bauern aus Plomnitz sowie ein Gärtner aus Kieslingswalde, die zins- und [[robotpflicht]]ig waren. Während der Zeit der [[Reformation]] wandte sich die Bevölkerung den [[Kaspar Schwenckfeld|Schwenckfeldern]] und den [[Täufer]]n zu, nach deren Verbot 1548 dem [[Luthertum]]. Die Kirche von Kieslingswalde diente mehrere Jahrzehnte als evangelisches Gotteshaus. An ihr wirkte von 1580 bis 1593 der lutherische Prediger [[Caspar Elogius]]. Nachdem die Kaiserlichen 1622 die Grafschaft Glatz zurückeroberten, setzten [[Gegenreformation|gegenreformatorische]] Maßnahmen ein, als deren Folge die Bevölkerung rekatholisiert wurde. 1623 wurden die lutherischen Prediger vertrieben. Vermutlich wegen Mangel an katholischen Priestern war Kieslingswalde von 1623 bis 1665 [[Filialkirche]] von Wölfelsdorf. Die während der Zeit der religiösen Wirren von den Lehnsherren konfiszierten zins- und robotpflichtigen drei Bauern aus Plomnitz und der Gärtner aus Kieslingswalde wurden der Kirche nicht wieder zurückgegeben. Das bis dahin von den Grundherren ausgeübte [[Patronatsrecht]] über die Kirche von Kieslingswalde fiel 1625 wieder an den böhmischen Landesherrn. Später wurde das Patronatsrecht vom Kaiser Ferdinand III. geteilt. Die eine Hälfte wurde den Besitzern des Ober- und des Niederhofs verliehen, die zweite verkaufte die kaiserliche Versteigerungskommission 1684 für 100 [[Gulden|Floren]] dem Hyazinth Ebner von Kriglachstein auf Plomnitz. Nach der Vereinigung der Anteile unter einem Besitzer stand das Patronatsrecht dem Besitzer des Dorfes Kieslingswalde allein zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wiedererrichtung der Pfarrei Kieslingswalde 1665 amtierte hier als katholischer Pfarrer Georg Maximilian von Podhorský. Er stammte aus [[Lanškroun|Landskron]] in Böhmen und wurde im Juli 1666 als Pfarrer nach [[Roztoki (Międzylesie)|Schönfeld]] versetzt. Später stieg er zum [[Apostolischer Protonotar|Apostolischen Protonotar]] und Domherrn von [[Bistum Leitmeritz|Leitmeritz]] auf und erhielt 1677 das Vikariat- und Dekanatsamt der Grafschaft Glatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 18. Jahrhunderts gehörten folgende Dorfschaften zur Pfarrei Kieslingswalde: Plomnitz, Glasegrund, Steingrud, Neudorf, Marienau und Neuplomnitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Idzików, kościół Wniebowzięcia NMP (Kieslingswalde, Kirche).jpg|mini|[[Mariä Himmelfahrt (Idzików)|Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt]]]]&lt;br /&gt;
* Die [[Mariä Himmelfahrt (Idzików)|Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt]] (&amp;#039;&amp;#039;Kościół Wniebowzięcia NMP&amp;#039;&amp;#039;) wurde erstmals 1340 erwähnt. Der spätgotische Steinbau wurde zwischen 1450 und 1480 errichtet und im 16. Jahrhundert sowie 1630 umgebaut. 1794 wurde die Kirche vergrößert und barock umgestaltet. Sie besitzt eine reiche Innenausstattung: Die [[Pietà]] ist von 1515, der [[Renaissance]]-Taufstein mit [[Kartusche (Kunst)|Wappenkartuschen]] von 1588 und die frühbarocke Kanzel von 1679. Der Hochaltar mit der [[Mondsichelmadonna|Madonna im Strahlenkranz]] sowie den Skulpturen der hll. Barbara, Katharina, Johannes Nepomuk, Antonius und über den Pforten Florian und Georg aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts werden [[Michael Klahr der Jüngere|Michael Klahr d. J.]] zugeschrieben. Das Deckengemälde der „Krönung Mariä“ schuf der [[Ząbkowice Śląskie|Frankensteiner]] Maler Josef Krachwitz. Der Kirchturm ist von 1674.&lt;br /&gt;
* Die Sandsteinfigur des böhmischen Landesheiligen [[Johannes Nepomuk]] vor der Kirche entstand 1740–1747.&lt;br /&gt;
* Von den ehemaligen Gutshäusern sind noch teilweise erhalten:&lt;br /&gt;
** Der &amp;#039;&amp;#039;Mittelhof&amp;#039;&amp;#039; lag etwa in der Mitte des Straßendorfes und wurde erstmals 1477 erwähnt. Er diente seit 1804 als Sitz der Güterverwaltung der Familie [[Magnis (Adelsgeschlecht)|von Magnis]].&lt;br /&gt;
** Im östlichen Dorfteil befindet sich die Ruine des &amp;#039;&amp;#039;Oberhofes&amp;#039;&amp;#039; aus dem 16. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
** Der &amp;#039;&amp;#039;Niederhof&amp;#039;&amp;#039; wurde 1569 erbaut, 1705 umgebaut und im 19. Jahrhundert grundlegend umgestaltet.&lt;br /&gt;
* Am Berghang nördlich des Oberdorfes befinden sich fünf große Felsen, die als Hirtensteine ({{plS|Pasterskie Skały}}) bezeichnet werden. Es sind Reste einer [[Konglomerat (Gestein)|Konglomeratbank]], die beim Absinken der [[Kreide (Geologie)|Kreideschichten]] entstanden sind. Der Sage nach sollen hier vier Hirtenjungen und ein Bauer wegen [[Gotteslästerung]] in Felsen verwandelt worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Caspar Elogius]] (1530–1593), lutherischer Theologe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dokumentierte Beschreibung der Herrschaft Kieslingswalde&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Joseph Kögler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Chroniken der Grafschaft Glatz&amp;#039;&amp;#039;. Neu bearbeitet von [[Dieter Pohl (Heimatforscher)|Dieter Pohl]]. Bd. 4: &amp;#039;&amp;#039;Die Chroniken der Dörfer, Pfarreien und Herrschaften des Kreises Habelschwerdt&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 3-927830-18-6, S. 171–203.&lt;br /&gt;
* Peter Güttler u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Das Glatzer Land.&amp;#039;&amp;#039; [[Aktion West-Ost]] e. V., Düsseldorf 1995, ISBN 3-928508-03-2, S. 60.&lt;br /&gt;
* [[Dehio-Handbuch]] der Kunstdenkmäler in Polen &amp;#039;&amp;#039;Schlesien&amp;#039;&amp;#039;, München/Berlin 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 362.&lt;br /&gt;
* [[Aloys Bach]], &amp;#039;&amp;#039;Urkundliche Kirchen-Geschichte der Grafschaft Glaz&amp;#039;&amp;#039; [sic], Breslau 1841, S. 453.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://polska-org.pl/504562,Idzikow.html Historische und Aktuelle Aufnahmen sowie geographische Lage]&lt;br /&gt;
* [https://polska-org.pl/504562,Idzikow.html Historische und aktuelle Aufnahmen]&lt;br /&gt;
* [https://www.grafschaft-glatz.de/bilder/habelsch/kiesli.htm Alte Ansichten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Idzikow}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Niederschlesien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gmina Bystrzyca Kłodzka]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1340]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gak69</name></author>
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