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	<title>Idyll - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T13:53:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Idyll&amp;diff=187299&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Halbgeviertstrich, deutsch</title>
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		<updated>2024-12-14T09:07:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Halbgeviertstrich, deutsch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:The shepherds of arcadia.jpg|mini|285px|[[Nicolas Poussin]]: &amp;#039;&amp;#039;Les Bergers d’Arcadie ou [[Et in Arcadia ego]]&amp;#039;&amp;#039; (1640)]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idyll&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Neutrum|n.]], von {{grcS|εἰδύλλιον|eidýllion}}, ursprünglich „Bildchen“, dann „kleines Gedicht“), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idylle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Femininum|f.]]), bezeichnet umgangssprachlich ein harmonisch verklärtes ländliches Leben. Man meint damit meist ein Bild oder einen Zustand, die auf den Betrachter beschaulich und friedlich wirken. Gestellte reizvolle Landschaftsaufnahmen, die häufig Burgen, Schlösser und einprägsame Naturobjekte oder Kulturlandschaften bildlich oder graphisch darstellen und in denen störende Objekte ausgeblendet bleiben, werden als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Postkartenidylle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben bezeichnet die &amp;#039;&amp;#039;Idylle&amp;#039;&amp;#039; (oder das &amp;#039;&amp;#039;Idyll&amp;#039;&amp;#039;) eine [[Gattung (Literatur)|Gattung]] der [[Epik]], die ebenso wie die umgangssprachliche Verwendung auf die &amp;#039;&amp;#039;Idylle&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Εἰδύλλια|Eidýllia}}) des altgriechischen Dichters [[Theokrit]] zurückgeht, in denen er in Form von Hirtengedichten ([[Bukolik]]) das ländliche Leben zum Hauptgegenstand machte. Die literarische Gattung der Idylle muss von dem gattungsübergreifenden Phänomenbereich des Idyllischen unterschieden werden, der in der Regel ein Komplex aus Merkmalen darstellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Felix Knode |Titel=Literarische Anthropologie und empfindsame Idyllik. Zum Verhältnis von Literatur und Philosophie im Erzählwerk Friedrich Heinrich Jacobis. |Auflage=1 |Verlag=transcript Verlag |Ort=Bielefeld |Datum=2024 |ISBN=978-3-8376-6858-2 |Seiten=79-90.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der literarischen Gattung der Idylle ==&lt;br /&gt;
Römische Dichter wie [[Vergil]] und [[Catull]] oder der englische Dichter [[Alfred Tennyson|Tennyson]] haben diese Dichtung nachgeahmt. In der [[Deutschsprachige Literatur|deutschsprachigen Literatur]] hatte die Idylle im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine Blütezeit. Besonders einflussreich war etwa [[Salomon Gessner]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Ende des 18.&amp;amp;nbsp;und Anfang des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts begann man mit der Umdeutung der Idylle, teils mit gesellschaftskritischer Absicht wie bei [[Johann Heinrich Voß]], teils mündend in eine [[Bürgertum|bürgerliche]] Idylle wie in [[Johann Wolfgang Goethe]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Hermann und Dorothea]]&amp;#039;&amp;#039; (1797) oder gar ganz in ein städtisches Milieu verpflanzt wie in [[Johann Martin Usteri]]s &amp;#039;&amp;#039;De Herr Heiri&amp;#039;&amp;#039; oder in [[Jonas Breitenstein]]s &amp;#039;&amp;#039;Der Her Ehrli&amp;#039;&amp;#039;. Zur literarischen Idylle gehört der [[Topos (Geisteswissenschaft)|Topos]] des [[locus amoenus]], des lieblichen Ortes, oft an einem abgelegenen Quell oder in einem ruhigen [[Hain]] gelegen. Eng verbunden ist die Idylle&amp;amp;nbsp;– zumindest in modernen Imagination&amp;amp;nbsp;– mit der Vorstellung eines mythischen [[Arkadien#Mythos Arkadien|Arkadien]], einem Ort jenseits aller gesellschaftlichen Zwänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Heinrich Voß löste den Begriff von der Bindung an das Landleben und vor allem vom Stimmungsgehalt der „heilen Welt“ und des harmonischen Miteinanders. Seine Idyllen stellen menschliche Grundhaltungen wie Liebe, Zufriedenheit, aber auch Aberglauben oder Freiheitsstreben in leicht überschaubaren Szenen dar. Mit seinem „ländlichen Gedicht in drei Idyllen“ &amp;#039;&amp;#039;[[Luise (Voß)|Luise]]&amp;#039;&amp;#039; bahnte er den Weg zum Klein-Epos, das mit Goethes &amp;#039;&amp;#039;Hermann und Dorothea&amp;#039;&amp;#039; begann und sogleich den Gipfel erreichte. Im Unterschied zur statischen Idylle schildert das Klein-Epos ein Geschehen, in dem ein unvorhergesehenes Ereignis zu neuen Entwicklungen führt.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Heinrich Voß: &amp;#039;&amp;#039;Die kleinen Idyllen&amp;#039;&amp;#039;; herausgegeben von Klaus Langenfeld (= &amp;#039;&amp;#039;Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik&amp;#039;&amp;#039; Nr. 416). Heinz, Akademischer Verlag Stuttgart, Stuttgart 2004, ISBN 3-88099-421-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Amerikanische Literatur|amerikanischen Literatur]] hat die Idylle mit der [[Amische Literatur|Amish Romance Novel]] seit den 2000er Jahren eine gewisse Wiederbelebung gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Carsten Behle: &amp;#039;&amp;#039;„Heil dem Bürger des kleinen Städtchens“. Studien zur sozialen Theorie der Idylle im 18. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 2001, ISBN 3-484-36571-4 (Kurzfassung der Dissertation Justus-Liebig-Universität Gießen 2000, 413 Seiten).&lt;br /&gt;
* Jan Gerstner/Jakob C. Heller/Christian Schmitt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Idylle. Verfahren – Traditionen – Theorien.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2022.&lt;br /&gt;
* Jan Gerstner/Christian Riedel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Idyllen in Literatur und Medien der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Aisthesis, Bielefeld 2018, ISBN 978-3-8498-1279-9. [http://www.aisthesis.de/epages/63645342.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63645342/Products/978-3-8498-1279-9 Leseprobe]&lt;br /&gt;
* Karin Kluger: &amp;#039;&amp;#039;Der letzte Augenblick der hübschen Idylle: Rezeptionsästhetische und rezeptionsgeschichtliche Überlegungen zur Problematisierung der Idylle bei Wilhelm Raabe&amp;#039;&amp;#039;, UMI, Ann Arbor, MI 1999 {{DNB|956059244}} (Dissertation Universität New York, 256 Seiten).&lt;br /&gt;
* [[York-Gothart Mix]]: &amp;#039;&amp;#039;Idylle.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Dieter Lamping]] in Zusammenarbeit mit Sandra Poppe, Sascha Seiler, Frank Zipfel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der literarischen Gattungen.&amp;#039;&amp;#039; Kröner, Stuttgart 2009, S. 393–402, ISBN 978-3-520-84101-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Christian Schmitt: Labiles Gleichgewicht. Vermittlungen der Idylle im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Wehrhahn Verlag 2022, ISBN 978-3865258847.&lt;br /&gt;
* Helmut J. Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerliche Idylle: Studien zu einer literarischen Gattung des 18. Jahrhunderts am Beispiel von [[Johann Heinrich Voss]].&amp;#039;&amp;#039; Bonn 1975, {{DNB|760673586}} ([[Dissertation]] [[Universität Bonn]] 1975, 202 Seiten).&lt;br /&gt;
* Helmut J. Schneider (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Idyllen der Deutschen. Texte und Illustrationen.&amp;#039;&amp;#039; Insel, Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-458-05031-0.&lt;br /&gt;
* Johann Heinrich Voß: &amp;#039;&amp;#039;Die kleinen Idyllen&amp;#039;&amp;#039;; herausgegeben von Klaus Langenfeld (= &amp;#039;&amp;#039;[[Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 416). Heinz, Akademischer Verlag Stuttgart, Stuttgart 2004, ISBN 3-88099-421-8.&lt;br /&gt;
* [[Gero von Wilpert]]: Stichwort &amp;#039;&amp;#039;„Idylle“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Sachwörterbuch der Literatur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 231). 8., verbesserte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2001, ISBN 3-520-23108-5.&lt;br /&gt;
* Julia Wirxel: &amp;#039;&amp;#039;Idyllen in der zeitgenössischen Kunst&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kunst und Kulturwissenschaft in der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, Band 5), Athena, Oberhausen 2012, ISBN 978-3-89896-516-3 (Dissertation Universität Duisburg 2008, 392 Seiten mit Illustrationen, 24 cm).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Idylle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturgattung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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