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	<title>Idinen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-06-12T19:00:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate|NS=25/15/07/N|EW=10/13/0/E|dim=5000|type=mountain|region=LY}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Sahara 2002 127 Ghat Idinen.jpg|mini|Idinen (2002)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Idinen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|جبل ادينين|Jabal Idinen}}&amp;amp;lrm;) ist der Name eines {{Höhe|1100}} hohen Felsmassivs in der [[Sahara]] (südwestliches [[Libyen]]) an den Ausläufern des [[Tassili n&amp;#039;Ajjer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Idinen gehört zu den kleineren Bergmassiven der südlibyschen Provinz [[Fezzan]] neben dem [[Tadrart Acacus|Tadrart Akakus]]. Die nächstgelegene Stadt ist die alte, etwa 40 km entfernte Karawanenstadt [[Ghat (Libyen)|Ghat]]. Aus der Ferne wirkt die Silhouette des aus der Hochebene emporragenden Idinen wie eine Burgruine mit Türmen und Zinnen. Bei den [[Tuareg]]-Nomaden heißt der Berg mit Spitznamen &amp;quot;Tadrart-n-Kel Eru&amp;quot; (arab.: Dschebel adsch-Dschenun), d. h. &amp;quot;Geisterberg&amp;quot;, oder &amp;quot;Bordj-n-Kel Eru&amp;quot; (arab.: Qasr adsch-Dschenun), also &amp;quot;Geisterburg&amp;quot;. Der Überlieferung nach ist das Felsmassiv der Sitz von Geistern und [[Wiedergänger]]n, deren Stimmen man im Sturm hören kann. Der österreichische Völkerkundler Kurt Jaritz, der um 1955 den Gebirgsstock besuchte, glaubt, dass der arabische Name &amp;quot;qahaf ğnûn (Höhle des Wahnsinns)&amp;quot; lauten müsse, was aber unwahrscheinlich ist, während der Name &amp;quot;Geisterburg&amp;quot; von anderen Besuchern (Barth, Hachette e. a.) bestätigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionell wird das Massiv von den Tuareg gemieden. Der Sage nach sind der Idinen und der gegenüber liegende Tadrart Akakus verfeindet und bekämpfen einander in der Nacht. Wer sich in den Bergstock begibt, verliert sein Leben oder taucht erst nach vielen Jahren wieder auf, weil die Geister bzw. Wiedergänger ihn so lange festhalten. Als 1850 der deutsche [[Afrikaforscher]] [[Heinrich Barth]] in Sichtweite der Felsen kam, wurde ihm berichtet, dass in den Felsen die Seelen der Menschen hausten, die vor den [[Muslim|muslimischen]] Tuareg das Land bevölkert hätten. Der [[Archäologie|archäologisch]] vorgebildete Barth hatte bereits mehrfach in den Felsmassiven des Landes Inschriften in [[Tifinagh-Schrift|Tifinagh]], der alten Schrift der Tuareg, gefunden und auch [[Felsbilder]] entdeckt – die ersten, die überhaupt jemals in Afrika beschrieben und in ihrer Bedeutung für die Erforschung der Geschichte des Kontinents gedeutet wurden. In der Hoffnung, im Idinen-Massiv weitere Spuren frühzeitlicher Besiedlung, etwa durch das [[Berber]]volk der [[Garamanten]], zu finden, begab sich Barth gegen den Rat seiner Begleiter dorthin und verirrte sich, ohne die erhofften Gräber oder Felsmalereien zu finden. Er wäre wohl verdurstet, wenn sich nicht ein mutiger [[Tuareg|Targi]] in das Felsmassiv gewagt hätte, um den Christen zu retten.&lt;br /&gt;
Heute ist der Idinen lediglich eine Zwischenstation für Sahara-Reisende auf dem Weg zum benachbarten [[Tadrart Acacus|Tadrart Akakus]], einer der bedeutendsten Ansammlungen von prähistorischen [[Felszeichnung|Felsbildern]]. Die lokalen Sagen über vorzeitliche Götter und Geister im Idinen-Massiv wurden in den 1950er Jahren von dem französischen Offizier Hachette, der im benachbarten südalgerischen Teil des Adscher-Gebirges eine Abteilung einheimischer Reitersoldaten kommandierte, aufgezeichnet und von dem österreichischen Völkerkundler Kurt Jaritz bearbeitet und wissenschaftlich ausgewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Idinen.jpg|mini|Idinen-Massiv, wie Heinrich Barth es 1850 sah]]&lt;br /&gt;
* Heinrich Barth, &amp;#039;&amp;#039;Reisen und Entdeckungen in Nord- und Centralafrika.&amp;#039;&amp;#039; Gotha 1857–58, Bd. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Sagen über den Idinen)&lt;br /&gt;
* Kurt Jaritz, &amp;quot;Göttersagen vom Berg Idinen in der Sahara&amp;quot;, &amp;#039;&amp;#039;Wiener völkerkundliche Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039; N. F. 3 (1960), 41–50.&lt;br /&gt;
* Es-Saraoui (pseud. für Lt. Hachette), &amp;quot;Les oasis légendaires&amp;quot;, &amp;#039;&amp;#039;Bulletin de Liaison Saharienne&amp;#039;&amp;#039; 5.16 (1954), 54–59.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.flickr.com/photos/34414294@N04/4872012013/ Bild aus Flickr]&lt;br /&gt;
* [https://www.faz.net/aktuell/reise/fern/felsmalereien-alte-meister-leben-in-der-wueste-1148464.html FAZ-Artikel über Heinrich Barth und die Felsbilder]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirge in Libyen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirge in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Munizip Ghat]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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