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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Ideophon</id>
	<title>Ideophon - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T05:09:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ideophon&amp;diff=761822&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: https, Kleinkram</title>
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		<updated>2023-12-13T19:46:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;https, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ideophone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bilden in vielen Sprachen eine Klasse von Wörtern, die phonologische und morphologische Besonderheiten aufweisen (zum Beispiel [[Reduplikation (Sprache)|Reduplikation]] und Konsonantenfolgen, die sonst in der Sprache unüblich sind) und auf lautmalerische Art auf ihre Bedeutung verweisen, zum Beispiel [[Ewe (Sprache)|Ewe]] &amp;#039;&amp;#039;lilili&amp;#039;&amp;#039;, „angenehmer Geruch“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine oft angeführte Definition findet sich bei [[Clement M. Doke|Doke]] (1935, S. 119): „Eine lebhafte Darstellung einer Idee in Lautgestalt. Ein Wort, oft ein [[Onomatopoesie|Onomatopoetikon]], das ein Verb, ein Adjektiv oder ein Adverb in Bezug auf Art und Weise, Farbe, Geräusch, Geruch, Handlung, Zustand oder Intensität beschreibt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ideophone sind vor allem aus Afrika bekannt, aber auch Sprachen aus anderen Kontinenten (Australien, Ost- und Südostasien, Südamerika, [[finno-ugrische Sprachen]]) weisen sie auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe die Artikel im Sammelband von Voeltz, Kilian-Hatz, 2001&amp;lt;/ref&amp;gt; In der deutschen Umgangssprache gibt es ebenfalls Wörter, die Ideophonen ähneln, wie z. B. &amp;#039;&amp;#039;Zickzack&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;holterdipolter&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;ratzfatz&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;pille-palle&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;plemplem&amp;#039;&amp;#039;. Die besondere phonologische Eigenschaft dieser Wörter ist die [[Reduplikation (Sprache)|Reduplikation]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Richard Wiese |Titel=Über die Interaktion von Morphologie und Phonologie: Reduplikation im Deutschen |Sammelwerk=Zeitschrift für Phonetik, Sprachwissenschaft und Kommunikationsforschung |Band=43 |Nummer=5 |Datum=1990 |Seiten=603-624}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel Kenga ==&lt;br /&gt;
Im Wörterbuch von Palayer (2004) sind für die Sprache [[Kenga]] im [[Tschad]] 150 Ideophone verzeichnet. Alle Einträge haben die Gemeinsamkeit, auf einen Konsonanten zu enden, während Nomen und Verben alle auf einen Vokal enden. Viele können redupliziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!Kenga&lt;br /&gt;
!Verwendung&lt;br /&gt;
!Kenga&lt;br /&gt;
!Verwendung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|{{IPA-Text|ɓ}}{{IPA-Text|ɛ}}rt{{IPA-Text|ɛ}}t&lt;br /&gt;
| groß (von Augen)&lt;br /&gt;
| culuk culuk&lt;br /&gt;
| Geräusch von Wassertropfen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|daŋ&lt;br /&gt;
| knall (in Bezug auf rot)&lt;br /&gt;
| kap kap&lt;br /&gt;
| vollständig (ein Gefäß zerschlagen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|gurlul&lt;br /&gt;
| einen großen Bauch zeigend (von Kröten)&lt;br /&gt;
| kar kar&lt;br /&gt;
|  strahlend (in Bezug auf weiß)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|kalak&lt;br /&gt;
| senkrecht (von Bäumen)&lt;br /&gt;
|  takal takal&lt;br /&gt;
|  verschmutzt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|l{{IPA-Text|ɔ}}d{{IPA-Text|ɔ}}giñ&lt;br /&gt;
|  weich, sanft&lt;br /&gt;
|  yel yel&lt;br /&gt;
|  rein (vom Wasser)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ideophone im Kenga werden meist wie Adverbien gebraucht, das heißt zusammen mit einem Verb, vergleiche das folgende Beispiel mit der Bedeutung „Die Kalebasse ist vollständig in Stücke gegangen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| kaa{{IPA-Text|ɗ}}a&lt;br /&gt;
| t{{IPA-Text|ɔ}}{{IPA-Text|ɔ}}k&lt;br /&gt;
|kap kap&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Kalebasse&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;zerbrach&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;IDEOPHON&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ideophone und Onomatopoetika ==&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung zu den [[Onomatopoetika]] ist unklar; ihre Bedeutungsbereiche überschneiden sich. Folgende Merkmale lassen sich gegenüberstellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Ideophone&lt;br /&gt;
!Onomatopoetika&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Von Ideophonen spricht man vor allem in außereuropäischen Sprachen, besonders in Afrika.&lt;br /&gt;
|Onomatopoetika sind in jeder Sprache vorhanden, auch in den bekannten europäischen Nationalsprachen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ideophone bilden oft eine durch gemeinsame phonologische Merkmale definierte Wortklasse in der Sprache. Reduplikation spielt dabei eine prominente Rolle.&lt;br /&gt;
|Onomatopoetika weisen auch phonologische Besonderheiten auf, aber keine gemeinsamen Merkmale.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ideophone gibt es auch für semantische Bereiche, die nicht hörbar sind (zum Beispiel Farben).&lt;br /&gt;
|Onomatopoetika sind auf hörbare Laute und Geräusche beschränkt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Anzahl der Ideophone in einer Sprache kann bis zu mehreren Tausend betragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Samarin (1970) gibt an, dass er über 2500 Ideophone für das [[Gbaya (Sprache)|Gbaya]] (Zentralafrikanische Republik) gesammelt hat.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Die Anzahl der Onomatopoetika ist schätzungsweise auf einige Hundert beschränkt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beiden gemeinsam ist eine phonologisch auffällige Lautgestalt, (siehe etwa die Reduplikation in &amp;#039;&amp;#039;Kuckuck&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Wauwau&amp;#039;&amp;#039;) und die Möglichkeit, in verschiedenen Wortarten aufzutauchen – vor allem in Adverbien, aber auch in Substantiven und Verben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* Reduplikation&lt;br /&gt;
* [[Japanische Onomatopoesie]]&lt;br /&gt;
* [[Idiophon]], nicht zu verwechselnde Kategorie von Musikinstrumenten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Clement M. Doke]]: &amp;#039;&amp;#039;Bantu linguistic terminology&amp;#039;&amp;#039;. Longmans, Green, London/New York 1935&lt;br /&gt;
* Pierre Palayer: &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire kenga (Tchad)&amp;#039;&amp;#039;. SELAF, Paris 2004&lt;br /&gt;
* William J. Samarin. &amp;#039;&amp;#039;Field procedures in ideophone research.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;JAL&amp;#039;&amp;#039; 9.1, 1970, S. 27–30.&lt;br /&gt;
* F K. Erhard Voeltz, Christa Kilian-Hatz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ideophones&amp;#039;&amp;#039;. John Benjamins, Amsterdam/Philadelphia 2001 ([https://linguistlist.org/issues/13/13-936.html/ Rezension])&lt;br /&gt;
* Jana Kellersmann: &amp;#039;&amp;#039;Hindi-Ideophone.&amp;#039;&amp;#039; Paul Schmitt, Berlin 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Christian Lehmann: [https://www.christianlehmann.eu/ling/lg_system/grammar/index.php?open=ideophon &amp;#039;&amp;#039;Ideophon&amp;#039;&amp;#039;.] Universität Erfurt 2023. (Definition und Klassifikation)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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