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	<title>Ideeller Wert - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T16:01:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ideeller_Wert&amp;diff=908941&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2024-01-12T16:08:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ideeller Wert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist allgemein eine [[Subjektivität|subjektive]] – d.&amp;amp;nbsp;h. hier: &amp;#039;&amp;#039;auf die [[Wertvorstellung]](en) des Einzelnen bezogene&amp;#039;&amp;#039; – [[Wertform]], die aufgrund einer [[emotion]]alen Bindung zu dem betreffenden ([[Konkretum|konkreten]] oder [[Abstraktum|abstrakten]]) [[Gegenstand]] unter Umständen einen weitaus höheren Wert darstellt, als dies unter wirtschaftlich-finanziellen bzw. materiellen &amp;lt;small&amp;gt;(‚materiell‘ als [[Antonym]] zu ‚ideell‘)&amp;lt;/small&amp;gt; Gesichtspunkten eigentlich der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im allgemeinen Begriffsverständnis unterscheidet sich der &amp;#039;&amp;#039;ideelle&amp;#039;&amp;#039; Wert von dem meist messbaren [[Wert (Wirtschaft)|&amp;#039;&amp;#039;materiellen Wert&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung und Entstehungszeit ==&lt;br /&gt;
Der ideelle Wert wird schon von [[Plutarch]] beschrieben, wenn er sagt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Mancher fragt: Was haben wir denn im Grunde eigentlich? Was haben wir denn nicht? Der eine [[Ruhm]] und [[Ehre]], der andere Haus und Hof, ein anderer eine liebe [[Gattin]] oder einen treuen Freund.|Plutarch „Von der Heiterkeit der Seele“ 9 (Text redigiert)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ruhm und Ehre“, „eine liebe Gattin“ oder ein treuer „Freund“ sind hier als ideelle Werte aufzufassen, während „Haus und Hof“ [[Gebrauchswert]]e bzw. [[Tauschwert]]e darstellen. Plutarch setzt hier also – jedoch zunächst nur für den [[privat]]en Bereich – den Gebrauchs- und Tauschwerten die ideellen Werte gleich. Kurz darauf sagt er dann noch weiter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Man soll dabei aber auch nicht vergessen, wie es [[schmerz]]t, solche [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]] zu verlieren, wenn man sie besessen hat. Denn es ist nicht so, daß sie erst im Augenblick des Verlustes Größe und Wert erhalten, vorher aber nichts bedeuten.“ „Das Nichtsein kann keiner Sache einen Wert geben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Man vergleiche damit die „vulgär-ökonomische“ Ansicht, der [[Tauschwert|Wert]] (nicht der [[Preis (Wirtschaft)|Preis]]) einer [[Ware]] werde von ihrer Seltenheit bestimmt, wonach nicht vorhandene Waren den höchsten Wert haben müssten.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es ist aber doch auch ein Widerspruch, wenn wir diese Dinge zunächst für so wichtig halten, daß wir uns um sie bemühen und vor ihrem Verlust furchtsam zittern, als seien sie unersetzlich, wenn wir aber als glückliche Besitzer kaum Wert auf sie legen und sie als unbedeutend verachten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ideelle Wert war also schon in der [[Antike]] bekannt. Er trat vermutlich auch bei der Festlegung der [[Edelmetalle]] als [[Geld]] in Erscheinung, denn es ist mehr als wahrscheinlich, dass diese Festlegung wegen der allgemeinen Wertschätzung dieser [[Metalle]] erfolgte, also wegen ihres ideellen Wertes, der sie auch über enge [[region]]ale [[Grenze]]n hinaus als „allgemeines [[Gleichwertigkeit|Äquivalent]]“ zur Ablösung des vorher verwendeten, aber schlecht [[transport]]ierbaren [[Nutztier|Viehs]] brauchbar machte. Siehe dazu schon [[John Locke]] in „Some Considerations etc.“ in: Works Ed.1777, Vol.II, Seite 15:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Da die Menschen übereingekommen sind, [[Gold]] und [[Silber]] einen vorgestellten“ [wörtlich: „imaginären“] „Wert“ [= ideellen (Tausch-)Wert] „zu verleihen … “&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach: Karl Marx, „Das Kapital“ Band I (MEW 23), Seite 139, Fortsetzung der Fußnote 80 von Seite 138, Text redigiert&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhältnis zum Handel ==&lt;br /&gt;
Der Handelsprofit orientierte sich in der Antike noch nicht an den Ausgaben der Händler für [[Lagerhaltung|Lager]], [[Verkehr|Transport]] usw. vermehrt um den [[Neuwert (Marxismus)|Neuwert]].&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [[Aristoteles]]’ Forderung des [[gerechter Preis#Geschichte|gerechten Preises]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Entscheidend war, welche Wertschätzung die [[Ware]]n von Seiten der Konsumenten genossen und daher auch den ideellen Wert betraf, was im Wesentlichen von ihrer Seltenheit abhing. Dazu schreibt [[Karl Marx|Marx]] im Band III des „[[Das Kapital|Kapital]]“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx „Das Kapital“ Band III (MEW 25), Seite 343 (Text redigiert)&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Solange das Handelskapital den Produktaustausch unentwickelter [[Gemeinwesen]] vermittelt, erscheint der kommerzielle Profit“ [= &amp;#039;&amp;#039;Handelsprofit&amp;#039;&amp;#039;] „nicht nur als Übervorteilung und Prellerei, sondern entspringt grossenteils aus ihr“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Marx hier als „Übervorteilung und Prellerei“ bezeichnet, ist der Verkauf der Waren zu ihrem ideellen Wert statt zu ihrem Tauschwert. Genau dies berichtet auch [[Herodot]]&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot „Historien“ IV,152 (Text redigiert)&amp;lt;/ref&amp;gt; anhand eines historischen Beispiels:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Dann wurde aber ein samisches Schiff“ [= &amp;#039;&amp;#039;ein Schiff von der Insel Samos&amp;#039;&amp;#039;], „dessen Eigentümer ein gewisser Kolaios war und das nach Ägypten fuhr, nach diesem Platea“ [&amp;#039;&amp;#039;der Name einer anderen Insel im Mittelmeer&amp;#039;&amp;#039;] „verschlagen, und als die Samier von Korobios die ganze Geschichte erfuhren, lassen sie ihm Vorräte für ein ganzes Jahr &amp;lt;&amp;#039;&amp;#039;auf der Insel&amp;#039;&amp;#039;&amp;gt; zurück. Sie selber stachen von der Insel in See und hielten auf Ägypten zu, wurden aber durch einen Ostwind von ihrem Kurs abgetrieben. Und sie fuhren durch die Säulen des Herakles, – denn der starke Wind ließ nicht nach – und kamen nach Tartessos, und das war Gottesgeleit. Dieser Handelsplatz war nämlich zu der Zeit noch unberührt, so daß diese Leute bei ihrer Heimkehr aus ihren Warenprodukten tatsächlich von allen Hellenen, von denen wir es mit Genauigkeit wissen, den größten Gewinn geschlagen haben …“ (&amp;#039;&amp;#039;nämlich 60 Talente, wie sich aus dem bei Herodot Folgenden ergibt&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Praxis blieb zumindest bis in das [[Mittelalter]] erhalten, wie [[Adam Smith]] andeutet, wenn er von Marx&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx „Das Kapital“ Band III (MEW 25) Seite 341 Fußnote 47 (Text redigiert)&amp;lt;/ref&amp;gt; zitiert wird:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Bewohner der Handelsstädte führten aus reichen Ländern verfeinerte [[Manufaktur]]waren- und kostspielige Luxusartikel ein und boten so der [[Eitelkeit]] der großen [[Grundeigentum|Grundeigentümer]] Nahrung, die diese Waren begierig kauften und dafür große Mengen von Rohprodukt ihrer Ländereien bezahlten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit des [[Merkantilismus]], der Herrschaft des Handelskapitals innerhalb des Bürgertums, wurde von Etienne-Bonnott de Condillac 1795 in seinem Werk „Le Commerce et le Gouvernement“ der subjektive Charakter des Tauschwertes betont und auf das persönliche Urteil zurückgeführt, das sich auf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:* die Nützlichkeit und&lt;br /&gt;
:* die Seltenheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Ware gründe. Er unterschied sogar schon zwischen „gegenwärtigen“ und „zukünftigen“ Bedürfnissen, was allerdings in Anbetracht der damaligen langen Transportzeiten nicht verwundern kann. Eine ähnliche Bestimmung findet sich etwa gleichzeitig beim italienischen Ökonomen Graf Verri.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach [[Nikolai Bucharin]] „Das Elend der subjektiven Wertlehre“ Seite 31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Bedeutung ==&lt;br /&gt;
In [[Deutschland]] wird der ideelle Wert oft auch mit dem [[Liebhaberwert]] gleichgesetzt. Zu ersetzen ist im Falle eines Verlusts oder einer Beschädigung gemäß {{§|251|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] jedoch nur der tatsächlich entstandene [[Sachschaden]], der auch den [[Entgangener Gewinn|entgangenen Gewinn]] ({{§|252|bgb|juris}} BGB) und den [[Merkantiler Minderwert|merkantilen Minderwert]] ({{§|249|bgb|juris}} BGB) umfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=hV0jAAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA252&amp;amp;dq=liebhaberwert+schadensersatz&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiR5cmn7KDbAhWRYVAKHYFSBV0Q6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=liebhaberwert%20schadensersatz&amp;amp;f=false Heinz Hübner, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeiner Teil des Bürgerlichen Gesetzbuches&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 252]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marxistische Werttheorie ==&lt;br /&gt;
{{Quellen}}&lt;br /&gt;
Für das Auftreten eines ideellen Werts muss aus Sicht des [[Marxismus]] mindestens eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt sein:&lt;br /&gt;
* entweder eine höher entwickelte [[Gesellschaft (Ethnologie)|Gesellschaft]] trifft auf eine Gesellschaft einer niedrigeren [[Kulturstufentheorie|Kulturstufe]] und treibt mit dieser Handel (Bsp.: Glasperlen gegen Gold);&lt;br /&gt;
* eine relativ hoch entwickelte [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] ist noch nicht in der Lage oder nicht (mehr) willens, den [[Tauschwert]] exakt zu berechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liebhaberwert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marxistische Werttheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wertvorstellung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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