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	<title>Ichbewusstsein - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T11:26:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ichbewusstsein&amp;diff=2187133&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2026-04-27T06:34:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ichbewusstsein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das [[Bewusstsein]] des Menschen zu seiner [[Ich]]-Identität oder das Wissen des Individuums um seine [[Identität]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;WPP&amp;quot;&amp;gt;[[Uwe Henrik Peters]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon Psychiatrie, Psychotherapie, Medizinische Psychologie]]&amp;#039;&amp;#039;. Urban &amp;amp; Fischer, München &amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;2007; ISBN 978-3-437-15061-6; Seite 256 [https://books.google.de/books?id=w5Rd6NFbMiAC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=W%C3%B6rterbuch+der+Psychiatrie+und+medizinischen+Psychologie+-+Uwe+Henrik+Peters&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=6aieTO_aGYqOjAeH24mWDQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false (online)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ichbewusstsein nach Karl Jaspers ==&lt;br /&gt;
Das Ichbewusstsein wird von [[Karl Jaspers|Jaspers]] als Ergebnis der inneren Wahrnehmung ([[Intuition]]) dem [[Gegenstandsbewusstsein]] als Ergebnis der äußeren Wahrnehmung gegenübergestellt. Er unterscheidet vier formale Merkmale des Ichbewusstseins:&amp;lt;ref name=&amp;quot;APP&amp;quot;&amp;gt;[[Karl Jaspers|Jaspers, Karl]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Psychopathologie&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin &amp;lt;sup&amp;gt;9&amp;lt;/sup&amp;gt;1973, ISBN 3-540-03340-8, zu Stw. &amp;#039;&amp;#039;Ichbewusstsein&amp;#039;&amp;#039;: 1. Teil: Die Einzeltatbestände des Seelenlebens, 1. Kap.: Die subjektiven Erscheinungen des kranken Seelenlebens (Phänomenologie), § 7 Ichbewußtsein, Seite 101 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* das Tätigkeitsgefühl als Aktivitätsbewusstsein&lt;br /&gt;
* das Bewusstsein der Einheit des Ichs im gleichen Augenblick&lt;br /&gt;
* das Bewusstsein der Identität von jeher, d.&amp;amp;nbsp;h. in der Zeitfolge, dem Ablauf der Zeit&lt;br /&gt;
* das Ichbewusstsein im Gegensatz zum Außen und zum Andern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktivitätsbewusstsein ===&lt;br /&gt;
Triebkomponenten werden durch [[Fühlen (Psychologie)|Gefühle]] vorangedrängt. Gleichgültig, ob es sich um Wahrnehmungen, Vorstellungen, Gedanken oder Gefühle handelt, alles Psychische erhält den „besonderen Ton“ des Persönlichen (des „mein“, des „ich“). Diesen Vorgang nennt Jaspers [[Personalisation]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;APP&amp;quot; /&amp;gt; Andere Autoren bezeichnen diese eigentümliche Qualität des Persönlichen als [[Ichqualität]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;VPS&amp;quot;&amp;gt;[[Hans Walter Gruhle|Gruhle, Hans Walter]]: &amp;#039;&amp;#039;Verstehende Psychologie&amp;#039;&amp;#039;. (Erlebnislehre). Georg Thieme, Stuttgart &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1956; Kap. VI Psychologie und Einzelwissenschaften. Abs. Religionswissenschaft – Frage des spezifisch religiösen Erlebnisses, Seite 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einheit des Ich ===&lt;br /&gt;
Das Ichbewusstsein ist stets mit [[Rationalität#Psychologie|Wertvorstellungen]] verbunden. Sofern das Subjekt mit Wertvorstellungen konfrontiert ist, die seinem Wertesystem nicht entsprechen, kommt es zu Phänomenen der [[Persönlichkeit#Doppelte Persönlichkeit|Verdoppelung der Persönlichkeit]], des [[Schatten (Archetyp)|Schattens]], der Besessenheit,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pierre Janet|Janet, Pierre]]: &amp;#039;&amp;#039;Les obsessions et la psychasthénie&amp;#039;&amp;#039;. Paris &amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;1900, &amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;1908; 2. Auflage 1908, Seite 319–322.&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Ich-Anachorese]], der Fremdheit eigener Verhaltensweisen, z.&amp;amp;nbsp;B. bei Zwangshandlungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Wilhelm Ideler|Ideler, Karl Wilhelm]]: &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer Theorie des religiösen Wahnsinns.&amp;#039;&amp;#039; Ein Beitrag zur Kritik der religiösen Wirren der Gegenwart. Bd. I. Seite 392 ff. (Pater Surn).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;APP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Identität des Ichs ===&lt;br /&gt;
Von der gleichzeitigen Einheit oder Verdoppelung der Persönlichkeit ist die im Verlauf der Zeit sich gleichbleibende oder sich ändernde Einheit der Persönlichkeit zu unterscheiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;APP&amp;quot; /&amp;gt; Es ist nicht immer davon auszugehen, dass sich Menschen mit ihren früheren Verhaltensweisen identifizieren, da sich das persönliche Wertesystem im Verlauf der Zeit auch ändert. Ein Musterbeispiel stellen die verschiedenen Formen der [[Amnesie]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Innen- und Außenwelt ===&lt;br /&gt;
Die Unterscheidung von Innen- und Außenwelt erscheint selbstverständlich, kann jedoch in einzelnen Fällen mehr oder weniger aufgehoben sein. So liegen Schilderungen von [[Baudelaire]] über das Schwinden der Persönlichkeit möglicherweise Wirkungen einer Haschischvergiftung zugrunde. Dabei fühlte Baudelaire seine Pfeife als personifiziert ähnlich gewissen [[Pantheismus#Pantheistische Denkweisen|pantheistischen Denkweisen]], siehe das [[Das Eine|All-Eine]] oder die → [[Participation mystique]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Charles Baudelaire|Baudelaire, Charles]]: &amp;#039;&amp;#039;Les fleurs du mal / Die Blumen des Bösen&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Bücherei, [[Exempla classica|Exempla Classica]]&amp;amp;nbsp;63, 1963, Seite 116; &amp;#039;&amp;#039;La pipe&amp;#039;&amp;#039;: „Je suis la pipe d’un auteur …“ (Ich bin die Pfeife eines Autors).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;APP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ichbewusstsein nach C.G. Jung ==&lt;br /&gt;
=== Vorbemerkungen, Übersicht ===&lt;br /&gt;
Das Ich oder Ich-Bewusstsein steht im Zentrum des Bewusstseinfeldes. Es konstituiert sich aus einem [[Komplex (Psychologie)|Komplex]] von [[Vorstellung]] und [[Identifikation (Psychologie)|Identifikationen]], Jung nennt diesen auch ‚Ich-Komplex‘. Ein bewusstes [[Wahrnehmung|Wahrnehmen]] besteht nur für die Objekte, die mit diesem begrenzten Ich-Komplex assoziiert sind. Jung nahm neben diesem bewussten Ich-Komplexes noch weitere Ich-nahe Komplexe an. Sie sind unbewusst und werden in ihrer Gesamtheit auch als das persönliche Unbewusste bezeichnet. Unbewusste psychische Inhalte sind eng an die individuelle [[Lebensgeschichte]] des Menschen geknüpft und werden über zwei Zugänge mit Informationen versorgt. Einerseits handelt es sich dabei um [[Bewusstseinsinhalt|Inhalte]], die ehemals bewusst waren und im weiteren Verlauf der Biographie als Vergessenes oder Verdrängtes nachträglich aus dem Ich-Bewusstsein ausgeschlossenen wurden, andererseits um primär unbewusste Elemente, die noch nie völlig ins Bewusstsein gelangt waren, so etwa frühkindliche [[Engramm]]e und [[Subliminal (Psychologie)|subliminal]] Wahrgenommenes.&lt;br /&gt;
Die [[Persona]] ist der repräsentative, nach außen gerichtete Aspekt des Ich-Bewusstseins und entspricht der äußeren Persönlichkeit. Die Persona dient der Anpassung ([[Anpassungsfähigkeit]]) an die [[Außenwelt]] im Sinne eines [[Normativ#Sozialwissenschaften|normativen]], sozialverträglichen Verhaltens bzw. [[Soziales Handeln|Handelns]]. Der [[Schatten (Archetyp)|Schatten]] ist hingegen die – [[Metapher|metaphorisch]] beschriebene – dunkle, im Schatten liegende Seite der Persönlichkeit. Der Schatten ist Teil des Ich-nahen persönlichen [[Das Unbewusste#Carl Gustav Jung|Unbewussten]] und setzt sich aus all jenen, mit den bewussten Identifikationen des Ich unvereinbaren Regungen, Aspekten, Neigungen und Eigenschaften eines Menschen zusammen. Solange keine bewusste Auseinandersetzung des Ich mit diesem unbewussten Schatten stattgefunden hat, kann dieser nur außerhalb des [[Strukturmodell der Psyche#Ich|Ich]] wahrgenommen werden und wird deshalb häufig auf andere Personen [[Projektion (Psychoanalyse)|projiziert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ichbewusstsein, Selbstkonzept und Spiritualität ===&lt;br /&gt;
Damit integriert sich das ‚Ichbewußtsein‘ in das Konzept der [[Analytische Psychologie|analytischen Psychologie]] vom „Selbst“, welches eine zentrale Stellung einnimmt. Das [[Selbst#Selbst in der Tiefenpsychologie nach C. G. Jung|Selbst]] wird in Abgrenzung zum Ichbewußtsein als Ganzheit und zugleich Zentrum der menschlichen Psyche betrachtet, welche das menschliche Ichbewusstsein und das Unbewusste umfasst. Im Selbst werden gewissermaßen die antagonistischen Strebungen der Persönlichkeit zusammengefasst und vereint.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Edward Edinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Anatomy of the Psyche. Alchemical Symbolism in Psychotherapy.&amp;#039;&amp;#039; Chicago  1985 (Open Court), S.&amp;amp;nbsp;81&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 6: § 814; GW 9/1: § 248, § 633; GW 12: § 309&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus jungianischer Sicht ist das ‚Selbst‘ die „psychische Totalität des Menschen“, in dieser Ganzheit wird das persönliche und das [[Kollektives Unbewusstes|kollektive Unbewusste]] erfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Persona-Schatten-Grafik BineMaja.jpg|mini|300px|Schematische Darstellung der [[Persona]] und des Ich-Bewusstseins sowie die Schattenanteile des Menschen nach C. G. Jung in ihrem Verhältnis zueinander.]]&lt;br /&gt;
Nach Jung besteht im Selbst eine starke Tendenz, sich im Menschen zu verwirklichen, sie wird von Jung auch als „[[Entelechie]] im Individuationsprozess“ benannt:&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 9/1: § 278; vgl. GW 11: § 755&amp;lt;/ref&amp;gt; auch „jenseits der Wünsche und Befürchtungen des Bewußtseins“&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 11: § 745; vgl. ebd. § 960&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit großer Durchsetzungskraft, der zu folgen vom Bewusstsein größte Anstrengungen abverlange,&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 12: § 248&amp;lt;/ref&amp;gt; einschließlich moralischer Konflikte.&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 14/2: § 433&amp;lt;/ref&amp;gt; In der menschlichen [[Individuation#Individuation nach Carl Gustav Jung|Individuation]] decken sich die Symbole des Selbst oft mit einem „transpersonalen Zentrum der Psyche“&amp;lt;ref&amp;gt;Edward Edinger: &amp;#039;&amp;#039;The Creation of Consciousness. Jung&amp;#039;s Myth for Modern Man.&amp;#039;&amp;#039; Inner City Books, Toronto 1984, ISBN 978-0-9191-2313-7, S.&amp;amp;nbsp;85.&amp;lt;/ref&amp;gt; und insofern mit einem Gottesbild:&amp;lt;ref&amp;gt;Edward Edinger: &amp;#039;&amp;#039;The Creation of Consciousness. Jung&amp;#039;s Myth for Modern Man.&amp;#039;&amp;#039; Inner City Books, Toronto 1984, S.&amp;amp;nbsp;53.&amp;lt;/ref&amp;gt; „… was einerseits als psychologische Erfahrung die psychische Ganzheit bedeutet, drückt andererseits die Idee der Gottheit aus“; diese Gleichheit von Symbolen treffe aber keine Aussage darüber, ob auch eine metaphysische Identität bestünde.&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 10: § 644; vgl. GW 18/2: § 1630, GW 5: § 612&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Definition und Abgrenzung ===&lt;br /&gt;
Der Schweizer Psychologe [[Carl Gustav Jung]] definierte das Ich als das „Zentrum des Bewusstseinsfeldes, … Subjekt aller persönlichen Bewusstseinsakte.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 9/2: §1 &amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ich beruhe einerseits „auf dem &amp;#039;&amp;#039;gesamten Bewusstseinsfeld&amp;#039;&amp;#039;, andererseits auf der &amp;#039;&amp;#039;Gesamtheit unbewusster Inhalte&amp;#039;&amp;#039;“, wobei zu den unbewussten Grundlagen gehören: das nur zeitweise unbewusste, dem Ich zugängliche [[Gedächtnis]], „zweitens nicht willkürlich reproduzierbare, unbewusste, und drittens überhaupt nicht bewusstseinsfähige Inhalte“ der [[Das Unbewusste|unbewussten Psyche]].&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 9/2: §4 &amp;lt;/ref&amp;gt; „Trotz der unabsehbaren Reichweite seiner Grundlage ist das Ich nie mehr und nie weniger als das Bewusstsein überhaupt.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 9/2: §7 &amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Sinne verstand Jung das Ich als einen Teil der Gesamtpersönlichkeit, des Selbst:&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 9/2: §18 f. &amp;lt;/ref&amp;gt; „Ich unterscheide daher zwischen &amp;#039;&amp;#039;Ich&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Selbst&amp;#039;&amp;#039;, insofern das Ich nur das Subjekt des Bewusstseins, das Selbst aber das Subjekt meiner gesamten, also auch der unbewussten Psyche ist.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 6: §730. &amp;lt;/ref&amp;gt; Die „Energie oder Intensität des Ichkomplexes, der sich durch Willenskraft manifestiert“, werde in seiner Wirkung schwächer, je näher man dem Grenzbereich zum Unbewussten mit seinen Affekten und ins Bewusstsein einbrechenden Vorstellungen komme.&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 18/1: §91 und Abb. 4 &amp;lt;/ref&amp;gt; – Ebenfalls gegen das Ich abgegrenzt sind bei Jung die [[Persona]] (&amp;#039;Theatermaske&amp;#039;): „als was einer sich selber und der Umwelt &amp;#039;&amp;#039;erscheint&amp;#039;&amp;#039;“,&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 6: §370&amp;lt;/ref&amp;gt; und der [[Schatten (Archetyp)|Schatten]], welcher dem Ich-Ideal eines Menschen entgegensteht und dieses mitunter grob auszugleichen tendiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung des Ichbewusstseins aus dem Unbewussten ===&lt;br /&gt;
Jung sagte: „Das [[Das Unbewusste|Unbewusste]] ist die Mutter des Bewusstseins.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 9/1: § 501&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Bildung eines Ichbewusstseins in der Menschheitsentwicklung wie auch der des einzelnen Menschen setzten sich „multiple[r] Luminositäten“&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 8: § 388&amp;lt;/ref&amp;gt; (von lat. &amp;#039;&amp;#039;lumen&amp;#039;&amp;#039; = Licht), also Keime annähernden Bewusstseins oder aufflackernde Bewusstseinsfunken, „die aus dem Dunkel des Unbewussten hervorleuchten“,&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 8: § 389&amp;lt;/ref&amp;gt; nach und nach zu einem „festgefügten Ichkomplex“&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 8: § 387&amp;lt;/ref&amp;gt; zusammen. „Das Licht des Bewusstseins hat … viele Helligkeitsgrade, und der Ichkomplex viele Abstufungen seiner Betonung.“&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 8: § 387&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefährdung des Ichbewusstseins durch das Unbewusste ===&lt;br /&gt;
Das Ichbewusstsein könne auch in Zerfallszustände geraten: [[Dissoziation (Psychologie)|Dissoziation]] in einen „dunklen Zustand der Desorientierung“ oder gar Auflösung als [[Schizophrenie]]:&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 16: §476&amp;lt;/ref&amp;gt; eine latente [[Psychose]] könne durch die Konfrontation mit dem Nicht-Ich, dem Unbewussten, ausgelöst werden. – Eine unter Umständen erwünschte (zeitweise) Auflösung des Ichbewusstseins kann in der religiösen Erfahrung geschehen: Weil das Ichbewusstsein auch durch Akte bewusster „Unterscheidung von der unbewussten Dynamis“ konstituiert wurde, so könne es „durch eine Identifikation des Ich mit der treibenden Dynamis des Unbewussten wieder aufgehoben“ werden und z.&amp;amp;nbsp;B. wie in der religiösen Erfahrung [[Meister Eckhart]]s in einer Art mystischer Allbezogenheit (zeitweise) aufgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;C.G. Jung, GW 6: § 430&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur neurotischen Gefährdung des Ichbewusstseins durch autonome Komplexe siehe auch [[Komplex (Psychologie)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Disziplinen ==&lt;br /&gt;
Heute ist die Forschung zum Ichbewusstsein interdisziplinär. Die Kerndisziplinen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Philosophie, insbesondere die Philosophie des Geistes&lt;br /&gt;
* die Psychologie, insbesondere die Kognitions- und Entwicklungspsychologie&lt;br /&gt;
* die Neurowissenschaften, insbesondere die kognitiven Neurowissenschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch andere Fachbereiche befassen sich wissenschaftlich mit der Thematik:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Medizin, insbesondere die Neurologie und die Psychiatrie&lt;br /&gt;
* die Religionswissenschaft&lt;br /&gt;
* die Theologie der verschiedenen Religionen&lt;br /&gt;
* die Anthropologie mit den verschiedenen Ansätzen&lt;br /&gt;
* die Informatik, insbesondere die KI-Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hermann Düringer, Hubert Meisinger &amp;amp; Wolf-Rüdiger Schmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das rätselhafte Ich. Neurowissenschaft und Evolutionsbiologie vor der Frage, wie aus dem Körperorgan „Gehirn“ ein Ich-Bewusstsein entstehen konnte&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Arnoldshainer Texte.&amp;#039;&amp;#039; Band 144). Haag + Herchen, Hanau 2010, ISBN 978-3-89846-603-5.&lt;br /&gt;
* Carl Gustav Jung: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke&amp;#039;&amp;#039;, Sonderausgabe 1995, Walter Verlag Düsseldorf, ISBN 3-530-40081-5.&lt;br /&gt;
* [[Moritz Löwi]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Ich und Ichbewußtsein. Ein Beitrag zur Grundlagenforschung der Denkpsychologie.&amp;#039;&amp;#039; In: Die Arbeitsgemeinschaft (11) 1930, S. 19–26.&lt;br /&gt;
* Thomas Metzinger: &amp;#039;&amp;#039;Der EGO Tunnel&amp;#039;&amp;#039; (Eine neue Philosophie des Selbst: Von der Hirnforschung zur Bewusstseinsethik), BvT Berliner Taschenbuch Verlags GmbH, Berlin, 3. Auflage März 2011, ISBN 978-3-8333-0719-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.zeit.de/zeit-wissen/2012/02/Mensch-Individuum-Selbstbewusstsein/komplettansicht Ich-Bewusstsein: Was ist das Ich?]&amp;#039;&amp;#039;, Artikel von Ulrich Bahnsen &amp;amp; [[Ulrich Schnabel]] in der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit|Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, 8. April 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie des Geistes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeine Psychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Analytische Psychologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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