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	<title>Ibrahim Pascha - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-12-14T11:43:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix nach Verschieben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit dem ägyptischen Wali und General. Für andere Personen dieses Namens siehe [[Ibrahim Pascha (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Portrait d&amp;#039;Ibrahim Pacha 2.JPG|miniatur|Porträt Ibrahim Paschas von [[Charles-Philippe Larivière]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ibrahim Pascha al Wali&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|إبراهيم باشا|}}) (* 1789 in Nusretli, [[Osmanisches Reich]]; † [[10. November]] [[1848]] in [[Kairo]]) kämpfte als osmanisch-ägyptischer General im [[Osmanisch-saudischer Krieg|Osmanisch-saudischen Krieg]], in der [[Griechische Revolution|Griechischen Revolution]], eroberte [[Syrien]] und war daraufhin bis 1841 [[Wali (Gouverneur)|Wali]] (Gouverneur) der osmanischen Provinzen in der Levante (Akkon, Damaskus, Tripolis und Aleppo). Als sein Vater [[Muhammad Ali Pascha|Muhammad Ali]] 1848 zunehmend in geistige Umnachtung verfiel, war er für kurze Zeit erblicher Wali der osmanischen Provinz [[Ägypten]]. Er starb am 10. November [[1848]] noch vor seinem Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kampf gegen die Mamluken und Wahhabiten ===&lt;br /&gt;
Ibrahim wurde als ältester Sohn von [[Muhammad Ali Pascha|Muhammad Ali]] und Emine in Nusretli (dem heutigen Dorf [[Nikiforos]] im [[Drama (Regionalbezirk)|Regionalbezirk Drama]]) geboren. Mitte des 19. Jahrhunderts, inmitten der Nachfolgestreitigkeiten innerhalb der [[Dynastie des Muhammad Ali|Dynastie um die Herrschaft Ägyptens]], tauchte die (bisher unbelegte) Behauptung auf, Ibrahim sei nicht leiblicher, sondern adoptierter Sohn Muhammad Alis und entstamme der vorherigen Ehe Amines. Ibrahim verbrachte seine Kindheit und Jugend in [[Kavala]]. Nachdem Muhammad Ali sich im auf der [[Ägyptische Expedition|französischen Besetzung]] folgenden Machtkampf gegen die [[Mameluken]] und gegen die osmanische Zentralregierung behaupten konnte und am 9. Juli 1805 zum osmanischen Gouverneur ernannt wurde, ließ er seine Frau und Kinder, darunter Ibrahim, nach Kairo kommen. Ibrahim ernannte er sogleich zum Festungskommandanten der [[Zitadelle von Saladin|Zitadelle von Kairo]]. 1806 verpflichtete sich Muhammad Ali ein Tribut in mehreren Raten an die osmanische Regierung zu zahlen als Gegenleistung für Gewährung weiterhin im Amt bleiben zu dürfen (ursprünglich war seine Absetzung beabsichtigt). Als Pfand schickte er Ibrahim nach [[Konstantinopel]], kehrte noch vor Begleichung der Schuld nach einem Jahr zurück und wurde [[Defterdar]]. Als [[Kommandeur]] beteiligte er sich am Feldzug gegen die Mamelucken. Nachdem die Mamelucken 1810 in [[Oberägypten]] besiegt waren, wurde er 1812 zum Gouverneur von [[Unterägypten]] ernannt und vertrieb dort die Mamelucken, die in den Sudan flüchteten. Als Defterdar war er verantwortlich für die Enteignung und Vermessung aller privaten Landbesitztümer (1811 in Oberägypten, 1814 in Unterägypten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Muhammad Ali 1811 im Auftrag des osmanischen Sultans in den [[Osmanisch-saudischer Krieg|Krieg gegen die Wahhabiten]] zog, wurde Ibrahim als Befehlshabender in [[Oberägypten]] zurückgelassen. Er setzte die Vertreibung der Mamluken fort. 1816 folgte er seinem Bruder Tusun als Befehlshaber der ägyptischen Streitkräfte in Arabien nach. Muhammad Ali hatte bereits begonnen, europäische Disziplin in die [[Ägyptische Militärgeschichte|Armee]] einzuführen, und Ibrahim hatte wahrscheinlich eine entsprechende Ausbildung erhalten, aber seine ersten Feldzüge führte er mehr im alten asiatischen Stil als seine späteren Operationen. Der Feldzug in Arabien dauerte zwei Jahre und endete in der Vernichtung der Wahhabiten als politischer Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ibrahin-pasha-english.jpg|miniatur|Der Feldzug Ibrahims gegen die Wahhabiten]]&lt;br /&gt;
Ibrahim landete am 30. September 1816 in [[Yanbu&amp;#039; al-Bahr|Yanbu]], dem Hafen von [[Medina]]. Im März 1818 erreichte Ibrahim [[Dirʿiyya]], die Keimzelle des Wahabismus. Er erzwang nach sehr heftigen Kämpfen und sechs Monate dauernder Belagerung mit schwerer [[Artillerie]] im September die Kapitulation der Stadt. Damit konnte er den Wahhabiten-Führer [[Abdallah I. ibn Saud]] zur Aufgabe zwingen. Am 11. Dezember 1819 zog er triumphal in [[Kairo]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Griechische Revolution ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr unterstützte er den französischen Oberst [[Soliman Pascha|Sève (Süleyman Pascha)]], der beauftragt worden war, die Armee nach dem europäischen Modell zu drillen. Ibrahim setzte ein Beispiel, indem er sich als Rekrut selbst dem Drill unterwarf. 1821 wurde er von seinem Vater beauftragt, am Feldzug seines Bruders Ismael zur Eroberung [[Sudan]]s teilzunehmen. Ibrahim brach im Januar 1821 von Kairo auf und vereinigte sich mit seinem Bruder am 22. Oktober in [[Sannar (Sudan)|Sennar]]. 1822 musste er, krankheitsbedingt, nach Kairo zurückkehren. Als 1824 Muhammad Ali vom Sultan zum Wali von [[Morea]] ernannt worden war, um gegen die aufständischen Griechen zu helfen, schickte er Ibrahim mit einem [[Geschwader|Flottengeschwader]] und einer Armee von 17.000 Mann. Die Expedition stach im Juli 1824 in See, war aber monatelang nicht zu mehr als einem stetigen „Kommen-und-Gehen“ in der Lage. Die Angst vor den griechischen [[Brander]]n hielt seine Fahrt zum [[Peloponnes]] (damals: Morea) auf. Als seine griechischen Matrosen wegen ausstehender Lohnzahlungen meuterten, landete er am 26. Februar 1825 in [[Methoni (Messenien)|Modon]]. Ibrahims Operationen waren energisch und grausam. Er besiegte die Griechen mühelos im offenen Feld, und obwohl die Belagerung [[Messolongi]]s seinen eigenen und den türkischen Truppen schwere Verluste brachte, führte er sie am 24. April 1826 zu einem erfolgreichen Ende. Die griechische [[Guerilla]] jedoch plagte seine Armee, und als Vergeltung verwüstete er das Land und schickte Tausende von Einwohnern in die [[Sklaverei]] nach Ägypten. Diese Repressionsmaßnahmen erregten große Empörung in Europa und führten erst zur Intervention der englischen, französischen und russischen Geschwader (siehe [[Schlacht von Navarino]]), dann zur Landung einer französischen Expeditionstruppe, der [[Morea-Expedition]]. Er kämpfte auf der Peloponnes, bis er am 1. Oktober 1828 von den westlichen Mächten zur Kapitulation gezwungen wurde und verließ gemäß den Kapitulationsbedingungen das Land. Englische Offiziere, die ihn bei Navarino sahen, beschrieben ihn als klein, dick und von Pocken entstellt, aber  seine Fettleibigkeit hätte seine Aktivitäten auf dem Schlachtfeld nicht vermindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Eroberung Syriens ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ibrahim Pascha Litho.jpg|miniatur|Ibrahim Pascha, Lithographie von [[Gabriel Decker]]]]&lt;br /&gt;
Nachdem 1831 die Auseinandersetzung seines Vaters mit der [[Hohe Pforte|Pforte]] offenkundig geworden war, wurde Ibrahim beauftragt, Syrien und [[Palästina (Region)|Palästina]] zu erobern. Er führte seine Aufgabe mit bemerkenswerter Energie durch. Er nahm am 27. Mai 1832 nach schwerer Belagerung [[Akko]] ein, wo er dann für die vielen Verwundeten in [[Zitadelle (Akkon)|der Zitadelle]] ein Lazarett einrichtete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dichter et al. 2000 p53&amp;quot;&amp;gt;Bernhard Dichter mit Salman Baumwoll (Bearb.), Alex Carmel (Bearb.) und Ejal Jakob Eisler (Bearb.), &amp;#039;&amp;#039;עַכּוֹ - אֲתָרִים מִיָּמֵי הַתּוּרְכִּים&amp;#039;&amp;#039; / {{ar|عكا: مواقع من العهد التركي&amp;amp;lrm;}} (Zusatztitel: &amp;#039;&amp;#039;Akko, Bauten aus der türkischen Zeit / Akko, sites from the Turkish period&amp;#039;&amp;#039;), Universität Haifa / {{he|הַמָּכוֹן עַל שֵׁם גֹוֹטְלִיבּ שׁוּמַכֶר לְחֵקֶר פְּעִילוּת הָעֹולָם הַנּוֹצְרִי בְּאֶרֶץ יִשְׂרָאֵל בַּמֵּאָה הַ-19&amp;amp;lrm;}} (Gottlieb-Schumacher-Instituts zur Erforschung des christlichen Beitrags zum Wiederaufbau Palästinas im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert; Hrsg.), Haifa: {{he|הַמָּכוֹן עַל שֵׁם גּוֹטְלִיבּ שׁוּמַכֶר לְחֵקֶר פְּעִילוּת הָעֹולָם הַנּוֹצְרִי בְּאֶרֶץ יִשְׂרָאֵל בַּמֵּאָה הַ-19&amp;amp;lrm;}}, 2000, S.&amp;amp;nbsp;53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er besetzte am 18. Juni [[Damaskus]], besiegte am 8. Juli die [[Osmanische Armee|türkische Armee]] bei [[Homs]] und am 29. Juli eine weitere bei [[Beilan]]. Nach diesen Siegen fiel Ibrahim Pascha in Anatolien ein und stieß Richtung [[Istanbul]] vor. Am 21. Dezember schlug er den Großwesir vernichtend bei [[Konya]]. Zweifellos waren Colonel Sève und die europäischen Offiziere in der Armee eine Hilfe, aber seine Gelehrigkeit gegenüber ihren Ratschlägen und seine persönliche Kühnheit und Energie stehen vorteilhaft gegen die Trägheit, Ignoranz und Eitelkeit der ihm gegenüberstehenden türkischen Generäle. Er kann für sich selbst diplomatisches Urteilsvermögen und Feingefühl dafür beanspruchen, die Unterstützung der Bevölkerung sichergestellt und Vorteil aus ihren Rivalitäten gezogen zu haben. Am 8. April 1833 wurde der Frieden von [[Kütahya]] geschlossen und Muhammad Alis Herrschaft über Syrien vorerst anerkannt. Nach dem Feldzug von 1832/33 blieb Ibrahim als Wali in Syrien. Seine Regierung wurde wesentlich durch die Steuern beeinträchtigt, die er für seinen Vater eintreiben musste, so dass Rebellionen ausbrachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wali von Syrien und Palästina ===&lt;br /&gt;
Als Wali in Syrien und Palästina führte er Reformen im Sinne der französischen Revolution durch; durch die Installierung säkularer Gerichtshöfe brach er erstmals im Islam mit der unbeschränkten Gültigkeit der [[Scharia]]; jetzt konnten auch [[Christen]] und [[Juden]] z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Jerusalem]] in den Gemeinderat gewählt werden. Als die religiösen Institutionen im Islam zur Revolte aufriefen, ließ er diese mit ägyptischen Truppen niederschlagen. Erstmals durften jetzt im Islam Christen Waffen tragen. Im Libanon wurde die Reformpolitik vom Amir Bashir II. al-Shehabi unterstützt, der 1840 mit Hilfe der Engländer vertrieben wurde. Bemerkenswert ist, dass er erstmals im Islam das Prinzip der Gleichheit von Muslimen und Christen durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1838 fühlte sich die Pforte stark genug, den Kampf wiederaufzunehmen. Ibrahim errang am 24. Juni 1839 seinen letzten Sieg für seinen Vater bei [[Nizip]]. Aber Großbritannien und Österreich intervenierten, um die Integrität des Osmanischen Reichs zu bewahren. Ihre Geschwader unterbrachen seine Kommunikation über See mit Ägypten, eine allgemeine Revolte isolierte ihn in Syrien, und er war schließlich gezwungen, im Februar 1841 das Land zu räumen. Ibrahim verbrachte den Rest seines Lebens in Frieden, aber seine Gesundheit war ruiniert. 1846 stattete er Westeuropa einen Besuch ab und wurde dort mit Respekt und großer Neugier empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sein Vater 1848 geistesschwach wurde, reiste Ibrahim im August 1848 nach Konstantinopel, um durch Sultan [[Abdülmecid I.]] zum Wali ernannt zu werden. Da er allerdings vor seinem Vater starb, folgte diesem sein Neffe [[Abbas I. (Ägypten)|Abbas]] nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkommen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* Ahmad Rifat (8. Dezember 1825 – 15. Mai 1858)&lt;br /&gt;
* [[Ismail Pascha|Ismail]] (31. Dezember 1830 – 2. März 1895)&lt;br /&gt;
* [[Mustafa Bahgat &amp;#039;Ali Fazil]] (22. Februar 1830 – 11. November 1875)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1950 wurde in [[Kairo]] die „Ibrahim-Pascha-Universität“ gegründet (heute: [[Ain-Schams-Universität]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Pierre Crabitès: &amp;#039;&amp;#039;Ibrahim of Egypt.&amp;#039;&amp;#039; George Routledge, London 1935 (Reprint: (= &amp;#039;&amp;#039;Routledge Library Editions. Egypt.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 8). Routledge, London u. a. 2013, ISBN 978-0-415-81121-7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise == &lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ibrahim Pasha of Egypt|Ibrahim Pascha}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Muhammad Ali Pascha]]|NACHFOLGER=[[Abbas I. (Ägypten)|Abbas I.]]|AMT=[[Dynastie des Muhammad Ali|Wali von Ägypten]]|ZEIT=1848}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119011395|LCCN=n/83/26489|VIAF=90061784}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied der Dynastie des Muhammad Ali]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouverneur (Osmanisches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pascha]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Ägypten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1789]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1848]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ibrahim Pascha&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ibrahim Pascha al Wali (vollständiger Name); إبراهيم باشا (arabisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=General und Wali von Ägypten&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1789&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Nusretli]], Makedonien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. November 1848&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kairo]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grullab</name></author>
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