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	<title>IX fortas - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T16:06:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=IX_fortas&amp;diff=2159271&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kompetenter: /* Besatzungszeit */ Erg. zur Geschichte vor 1940</title>
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		<updated>2026-02-15T23:40:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Besatzungszeit: &lt;/span&gt; Erg. zur Geschichte vor 1940&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:IX forto kareivinės, 1915 m.tif|mini|Die während des Ersten Weltkriegs zerstörte Kaserne des Forts (1919)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:IX Fort (2008-09-20)02.jpg|mini|Rekonstruktion des Fort]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IX fortas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;IX. Fort&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Fort IX&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Neuntes Fort&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Devintas fortas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) in [[Kaunas]] ist eine unmittelbar vor dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] fertiggestellte [[Festung]]sanlage der [[Festung Kowno]], die heute als Gedenkstätte für die Opfer [[stalin]]istischer Verfolgung und nationalsozialistischen [[Massenmord]]es dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bau ==&lt;br /&gt;
Das IX. Fort wurde ab 1902 erbaut. Dies geschah im Rahmen des Ausbaus der Festungsanlagen, mit dem die damals zum zaristischen Russland gehörende Stadt Kaunas (damals &amp;#039;&amp;#039;Kowno&amp;#039;&amp;#039;) zu einer militärischen Festung ausgebaut werden sollte. Im Jahr 1924 wurde im Fort eine Außenstelle des [[Gefängnis Kaunas|Gefängnisses von Kaunas]] eingerichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;9.Fort&amp;quot;&amp;gt;[https://www.muziejai.lt/Kaunas/9_fortas.DE.htm Museum im 9. Fort Kaunas Museum], aufgerufen am 10. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besatzungszeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kauno IX forto vaizdas.jpg|mini|Luftbildaufnahme (2017)]]&lt;br /&gt;
Zur Zeit der [[Republik Litauen (1918–1940)|Ersten Republik Litauen]] waren im Fort neben Straftätern auch politische Gefangene inhaftiert, hauptsächlich Mitglieder der verbotenen [[Kommunistische Partei Litauens|Kommunistischen Partei Litauens]] wie [[Motiejus Šumauskas]] und [[Antanas Sniečkus]], die später zu hohen Staats- und Parteiämtern gelangten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gintarė Malinauskaitė |Titel=Holocaust Narrative(s) in Soviet Lithuania: The Case of the Ninth Fort Museum in Kaunas |Hrsg=Kata Bohus, Peter Hallama, Stephan Stach |Sammelwerk=Growing in the Shadow of Antifascism: Remembering the Holocaust in State-Socialist Eastern Europe |Verlag=Central European University Press |Ort=Budapest |Datum=2022 |Seiten=109–128 |Fundstelle=hier: S. 113 |DOI=10.1515/9789633864364-009}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der [[Geschichte Litauens#Erste sowjetische Besatzung 1940/1941|ersten sowjetischen Besatzungszeit]] in den Jahren 1940 und 1941 diente es dem sowjetischen [[NKWD]] als Gefängnis. Während der [[Reichskommissariat Ostland|deutschen Besatzungszeit]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurden im IX. Fort mindestens 18.500&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=1939–1944 Timeline–Kovno, United States Holocaust Museum |url=http://www.ushmm.org/museum/exhibit/online/kovno/timeline/timeline.htm |wayback=20121208021017 }}, aufgerufen am 10. März 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; jüdische Menschen aus Litauen und ganz Europa ermordet. Nach dem Einmarsch der Deutschen wurden zwischen Ende Juni und im Juli 1941 Tausende von Juden ins Fort verschleppt, von litauischen Wächtern misshandelt und erschossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gutman&amp;quot;&amp;gt;[[Israel Gutman]] u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie des Holocaust&amp;#039;&amp;#039;. München und Zürich 1995, ISBN 3-492-22700-7, Bd. 2, S. 804.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 28. Oktober 1941 wurde die so genannte „große Aktion“ durchgeführt, in deren Verlauf 9000 Juden, die Hälfte davon Kinder, im Fort umgebracht wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gutman&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem 25. und dem 29. November 1941 wurden Juden aus Berlin, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M., Breslau, Wien und München im Fort erschossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Gottwaldt, Diana Schulle: &amp;#039;&amp;#039;Die „Judendeportationen“ aus dem Deutschen Reich 1941–1945: eine kommentierte Chronologie.&amp;#039;&amp;#039; Marix, Wiesbaden 2005, ISBN 3-86539-059-5, S. 98–109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ermordung dieser 4934 [[Deportation von Juden aus Deutschland|Deportierten]] ist im [[Jäger-Bericht]] dokumentiert. Sie wird überwiegend als eigenmächtige Aktion eingeschätzt, die von [[Friedrich Jeckeln]] bzw. [[Karl Jäger]] ohne Befehl oder Zustimmung [[Heinrich Himmler|Himmlers]] erfolgt sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Dieckmann: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Besatzungspolitik in Litauen 1941–1944&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein-Verlag, Göttingen 2011, ISBN 978-3-8353-0929-6, Bd. 2, S. 962.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1943 wurde im Zuge der [[Aktion 1005]] befohlen, die dortigen Massengräber zu öffnen und die Leichen zu beseitigen. Die ersten Gräber an der Westseite des Forts wurden von Hand ausgegraben, später kam ein Greifbagger hinzu. Bis zum Juli 1944 dürften bis zu 70.000 Leichen enterdet und auf Scheiterhaufen verbrannt worden sein. Das verbliebene Häftlingskommando wurde – wie bei solchen Aktionen üblich – als Geheimnisträger erschossen. Allerdings waren 63 Häftlinge im Dezember 1943 ausgebrochen, von denen 14 das Ghetto erreichten und dort berichteten.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrej Angrick: &amp;#039;&amp;#039;„Aktion 1005“ – Spurenbeseitigung von NS-Massenverbrechen 1942–1945&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein-Verlag, Göttingen 2018, ISBN 978-3-8353-3268-3, Bd. 2, S. 695–717.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Kriegsende ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht|Ende]] des Zweiten Weltkrieges wurde das Fort einige Jahre wieder als Gefängnis genutzt. Ab 1948 siedelten sich Gewerbebetriebe an, die im Fort bauliche Veränderungen durchführten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;9.Fort&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr 1958 wurde im Fort ein Museum eingerichtet. Die Ausstellungen im Fort befassen sich jedoch nicht nur mit den Vorgängen in Kaunas, sondern haben auch den gesamten [[Holocaust in Litauen]] zum Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museum und Mahnmal ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|KZ Kauen #Museum und Mahnmal – Fort IX}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[KZ Kauen]]&lt;br /&gt;
* [[Erster Deportationszug von München]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christoph Dieckmann: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Besatzungspolitik in Litauen 1941–1944.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2011, ISBN 978-3-8353-0929-6, Band 2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|IX Fort}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.9fortomuziejus.lt/muziejaus-lankymas/?lang=en |titel=IX. Fort – Museum und Mahnmal – Besucherinformationen|werk=9fortomuziejus.lt |hrsg=Kauno IX forto muziejus |sprache=en |abruf=2022-02-02 |abruf-verborgen=1 |kommentar=IX. Fort: Žemaičių plentas 73, Kaunas}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.ushmm.org/learn/timeline-of-events/1939-1941/massacre-in-fort-ix |titel=Massacre in Fort IX |hrsg=[[United States Holocaust Memorial Museum]] |sprache=en |abruf=2022-02-02 |abruf-verborgen=1 |kommentar=Timeline of Events: 1939–1941}}&lt;br /&gt;
* [https://www.unearthing-project.org/ &amp;#039;&amp;#039;Unearthing Project web link Fort IX Kaunas&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* VEJ Band 7 -  Dokument 7/215, Seite 580–581 - Tagebuchaufzeichnung eines Opfers [https://www.ifz-muenchen.de/edition-judenverfolgung/baende-der-vej/band-7-sowjetunion-mit-annektierten-gebieten-i?type=98 im Internet]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=54.945062|EW=23.869903|dim=500|type=landmark|region=LT-KU}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:#:9 fortas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Europa|#]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefängnis (Litauen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NKWD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaust in Litauen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzentrationslager]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holocaustgedenkstätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum in Kaunas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte (Kaunas)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinrichtungsstätte in Litauen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte (Kaunas)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gouvernement Kowno]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Litauen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedenkstätte für Opfer des Stalinismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Massengrab in Litauen|Kaunas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Kaunas)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kompetenter</name></author>
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