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	<title>INDECT - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-16T20:28:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Veraltet||Die fünf Jahre sind um, was ist daraus geworden?|seit= 2014}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;INDECT&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;Intelligent information system supporting observation, searching and detection for security of citizens in urban environment&amp;#039;&amp;#039;}}) war ein EU-Forschungsprojekt im Rahmen des 7.&amp;amp;nbsp;[[Forschungsrahmenprogramm]]s im Bereich der „intelligenten Sicherheitssysteme“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=FP7 Grant Agreement Annex II – General Conditions Marie Curies Actions Multi-beneficiary |Nummer=Version 4 |Verlag=[[Exekutivagentur für die Forschung|Research Executive Agency]] |Datum=2012-12-14 |Sprache=en |Online=https://ec.europa.eu/research/participants/data/ref/fp7/100090/rea-annex2-mc-multi_en.pdf |Format=PDF |KBytes=353 |Abruf=2016-06-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es lief von 2009 bis 2014. Hauptziel des Forschungsprojekts war es, eine zentrale Schnittstelle zu entwickeln, in der Überwachungsdaten aus vielen unterschiedlichen Quellen miteinander verknüpft und von Computerprogrammen automatisiert auf mögliche „Gefahren“ und „abnormes Verhalten“ untersucht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen charakteristischen Teil der „Testinstallation“, die im Rahmen des Forschungsprojekts entwickelt werden soll, bildet die umfassende [[Videoüberwachungsanlage|Videoüberwachung]] des [[Öffentlicher Raum|öffentlichen Raums]]. Dabei sollen Computer in den Bildern von [[Überwachungskamera]]s und von fliegenden [[Unbemanntes Luftfahrzeug|Drohnen]] vollautomatisch „[[Devianz|abnormal]]“ handelnde Menschen erkennen können, und so einen Beitrag zur [[Präventionsstaat|vorbeugenden Kriminalitätsbekämpfung]] leisten. Die so gewonnenen Daten sollten verknüpfbar sein mit Daten aus Chats und sozialen Netzwerken. Das Projekt wurde wegen seines [[Überwachung]]scharakters massiv kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Ziel des Projektes war es, durch die automatisierte Auswertung von Bildern aus der [[Videoüberwachungsanlage|Videoüberwachung]] des [[Öffentlicher Raum|öffentlichen Raums]] und deren Verknüpfung mit Informationen aus dem Internet und einer Vielzahl weiterer Datenquellen auf automatische Weise [[Strafrecht|strafrechtlich]] relevante Bedrohungen und Taten zu erkennen. Erreicht werden sollte dies vor allem durch die Bündelung und automatische, computergestützte Auswertung der Videodaten einer Vielzahl von [[Überwachungskamera]]s in [[Echtzeit]], um eine „[[Präventionsstaat|präventive Polizeiarbeit]]“ zu ermöglichen. Dazu sollte unter anderem durch [[Software]] in den Videoüberwachungsbildern „[[Devianz|abnormales Verhalten]]“ im öffentlichen Raum erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu zählt, neben vielen anderen Kriterien, etwa „zu langes Sitzen“ oder „Auf-dem-Boden-Sitzen“ in einem [[Öffentlicher Personennahverkehr|öffentlichen Verkehrsmittel]] oder in einem Flughafen, oder das Verlieren des eigenen Gepäcks.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stopp&amp;quot; /&amp;gt; Auf Überwachungsbildern als verdächtig identifizierte Personen sollen durch computergestützte Gesichtserkennung automatisch identifiziert und von ferngesteuerten fliegenden [[Unbemanntes Luftfahrzeug|Drohnen]] mit Überwachungskameras automatisch und selbständig verfolgt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Primäre Zielgruppen des Projekts sind Sicherheitsbehörden, Polizeibehörden und Gemeinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthias Monroy |url=https://www.heise.de/tp/features/Allround-System-fuer-europaeische-Homeland-Security-3383933.html |titel=Allround-System für europäische Homeland Security |werk=Telepolis |hrsg=Heise Medien |datum=2010-01-04 |abruf=2022-04-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konzept ==&lt;br /&gt;
Ziel des INDECT-Projekts war die Bündelung von [[Hardware|Hard-]] und [[Software]] verschiedener Überwachungstechnologien. Mittels „Predictive Analytics“ und „Relationship mining“ sollen Risiken analysiert und Straftaten vorhergesehen werden. Dazu setzt man einerseits auf die Überwachung des Internets mit Hilfe von [[Suchmaschine]]n zum schnellen Auffinden von Bildern und Videos mithilfe von [[Digitales Wasserzeichen|digitalen Wasserzeichen]] sowie automatisierte Suchroutinen zur Aufspürung von beispielsweise [[Gewalt]] oder „[[Devianz|abnormalem Verhalten]]“ sowohl im [[World Wide Web]] als auch im [[Usenet]] und in [[Peer-to-Peer|P2P]]-Netzwerken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Projektbeschreibung&amp;quot;&amp;gt;[http://cordis.europa.eu/fetch?CALLER=FP7_PROJ_EN&amp;amp;ACTION=D&amp;amp;DOC=4&amp;amp;CAT=PROJ&amp;amp;QUERY=011f30e52539:b685:00e1e967&amp;amp;RCN=89374 Offizielle Projektbeschreibung]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Die Zeit&amp;quot;&amp;gt;[[Kai Biermann]]: [https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2009-09/indect-ueberwachung Indect – der Traum der EU vom Polizeistaat]. &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 24. September 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird auch versucht, die [[Computerlinguistik]] dahingehend weiterzuentwickeln, dass die Suchroutinen in der Lage sind, Beziehungen zwischen Personen sowie den [[Kontext (Sprachwissenschaft)|Kontext]] einer Unterhaltung, z.&amp;amp;nbsp;B. in [[Chat]]s, bei der Interpretation der Sprache mit einzubeziehen.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.wikileaks.ch/w/index.php?title=EU_social_network_spy_system_brief,_INDECT_Work_Package_4,_2009&amp;amp;oldid=67685 &amp;#039;&amp;#039;EU social network spy system brief, INDECT Work Package 4, 2009&amp;#039;&amp;#039;.] [[WikiLeaks]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus sollte die Polizei mit Hilfe von INDECT bewegliche Objekte und Subjekte (Personen) beobachten können. Dazu sollen auch [[Prototyp (Technik)|Prototypen]] mobiler Geräte entwickelt werden. Für dieses mobile städtische Überwachungssystem &amp;#039;&amp;#039;(Mobile Urban Observation System)&amp;#039;&amp;#039; sollen fliegende Kameras – so genannte [[Unbemanntes Luftfahrzeug|Unmanned Aerial Vehicles]] (UAV, auch &amp;#039;&amp;#039;Drohnen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;unbemannte fliegende Fahrzeuge&amp;#039;&amp;#039; genannt) wie etwa [[Quadrocopter]] – zum Einsatz kommen. Diese UAV sollen &amp;#039;&amp;#039;intelligent und autonom&amp;#039;&amp;#039; vernetzt werden und miteinander [[Kooperation|kooperieren]], um verdächtige bewegliche Objekte oder Personen sowohl zu [[Identitätsfeststellung|identifizieren]] als auch im städtischen Raum verfolgen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Monroy: &amp;#039;&amp;#039;»Wir müssen vor die Lage kommen« – Die fortschreitende Digitalisierung der Polizeiarbeit eröffnet den europäischen Verfolgungsbehörden ungeahnte Möglichkeiten. Mit »intelligenter Strafverfolgung« will man »abweichendes Verhalten« sogar vorhersehen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[konkret (Zeitschrift)|konkret]]&amp;#039;&amp;#039;, Heft 3/2010, S. 36&amp;lt;/ref&amp;gt; Als verdächtig könnte damit bereits ein Rennen oder [[Flucht|Flüchten]] auf öffentlichen Straßen bewertet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://web.piratenpartei.de/100908-Piratenpartei-veroeffentlicht-INDECT-Dokumente | wayback=20100911004657 | text=piratenpartei.de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die daraus erhaltenen Daten sollten in einer [[Datenbank]] gespeichert und durch bereits vorhandene Daten ergänzt werden. Dazu gehören unter anderem die auf Grund der [[Vorratsdatenspeicherung]] erhobenen Kommunikationsdaten, Überwachungskameras, [[GSM-Ortung|Handyortung]], Gesichtserkennung und [[Telekommunikationsüberwachung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch eine [[Vernetzung]] all dieser Informationsquellen können Menschen, die einmal durch anormales Verhalten auffallen, leicht überwacht werden. Beispielsweise könnte eine Person, die einen [[Videoclip]] mit illegalen Inhalten im WWW postet, über die automatischen Suchroutinen online überwacht und gegebenenfalls identifiziert werden. Fotos aus dem Personalausweis können verwendet werden, um mit Hilfe von Überwachungskameras, die zur Gesichtserkennung ausgestattet sind, die Person erkennen zu lassen. Alternativ oder zusätzlich dazu kann das [[Mobiltelefon]] der Zielperson mit Hilfe von [[Global System for Mobile Communications|GSM]] oder [[Global Positioning System|GPS]] geortet und die Person so rund um die Uhr überwacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Europäische Union finanzierte das Projekt mit 10,91 Mio. Euro; es lief von 2009 bis 2014. Die Gesamtkosten lagen bei knapp 15 Mio. Euro.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Projektbeschreibung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Erkennung von „abnormalem Verhalten“ ===&lt;br /&gt;
Regeln für die Erkennung von „abnormalem Verhalten“ in Überwachungskamera-Bildern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Beispiele für „abnormales Verhalten“, das den automatisierten Auswahlregeln des Projekts zum Beispiel für die computergestützte Auswertung von Überwachungskameras zugrunde läge, nennt die kritische Initiative Stopp INDECT unter anderem:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stopp&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Rennen, Kämpfen oder zu schnelles Fahren auf öffentlichen Straßen,&lt;br /&gt;
* Auf-dem-Fußboden-Sitzen und „zu langes“ Sitzen, oder Vergessen des Gepäcks im [[Öffentlicher Nahverkehr|öffentlichen Nahverkehr]],&lt;br /&gt;
* sowie Vergessen des Gepäcks oder „zu langes“ Sitzen auf Flughäfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Programm zur Erfassung abnormen Verhalten ist SAMURAI &amp;#039;&amp;#039;(Suspicious and Abnormal behaviour Monitoring Using a netwoRk of cAmeras &amp;amp; sensors for sItuation awareness enhancement)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://cordis.europa.eu/project/rcn/89343_en.pdf SAMURAI] (PDF) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erwartete Ergebnisse ==&lt;br /&gt;
Folgende Punkte werden als Ergebnisse des INDECT-Projekts erwartet:&lt;br /&gt;
* Testinstallation von Überwachungssystemen zur Gefahrenerkennung in großstädtischen Bereichen,&lt;br /&gt;
* Geräte zur mobilen Objektverfolgung,&lt;br /&gt;
* Erstellung einer Suchmaschine mit der Möglichkeit einer [[semantisch]]en Suche in Dokumenten, basierend auf Wasserzeichen,&lt;br /&gt;
* System zur Verfolgung krimineller Aktivität und Gefahrenerkennung im Internet,&lt;br /&gt;
* Sicherstellen von Datensicherheit und Schutz der Privatsphäre durch den Einsatz von Wasserzeichentechnologien und [[Kryptographie|kryptografischen]] [[Algorithmus|Algorithmen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beteiligte Organisationen ==&lt;br /&gt;
Am INDECT-Projekt arbeiteten mehrere Universitäten sowie Unternehmen aus verschiedenen EU-Ländern mit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.indect-project.eu/ |wayback=20110108165259 |text=Offizielle indect-project.eu Website |archiv-bot=2019-09-11 10:36:14 InternetArchiveBot }}. Abgerufen am 3. März 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Das deutsche [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|BKA]] lehnte eine Beteiligung „aufgrund des umfassenden Überwachungsgedankens des Projektes“ ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.bka.de/nn_236770/SharedDocs/Downloads/DE/Presse/Pressearchiv/Presse__2011/pm111013__EU-ProjektINDECT.html |wayback=20121211021900 |text=Pressemeldung des BKA |archiv-bot=2019-04-18 11:12:20 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Akademische Partner ===&lt;br /&gt;
* [[Berg- und Hüttenakademie Krakau]] (Polen)&lt;br /&gt;
* [[Technische Universität Danzig]] (Polen)&lt;br /&gt;
* [[Institut polytechnique de Grenoble]] (Frankreich)&lt;br /&gt;
* [[Technische Universität Posen]] (Polen)&lt;br /&gt;
* [[Universität Carlos III]] zu Madrid (Spanien)&lt;br /&gt;
* [[Technische Universität Sofia]] (Bulgarien)&lt;br /&gt;
* [[Bergische Universität Wuppertal]] (Deutschland)&lt;br /&gt;
* [[University of York]] (Großbritannien)&lt;br /&gt;
* [[Technische Universität Ostrava]] (Tschechien)&lt;br /&gt;
* [[Technische Universität Košice]] (Slowakei)&lt;br /&gt;
* [[Fachhochschule Technikum Wien]] (Österreich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmen aus Deutschland und Österreich ===&lt;br /&gt;
* [[Innotec Data GmbH]] (Deutschland)&lt;br /&gt;
* [[X-Art ProDivision]] (Österreich)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Projektbeschreibung&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Moechel: [https://www.fuzo-archiv.at/artikel/1631054v2 „Indect“: Videotechnik aus dem Burgenland]. futurezone.orf.at, 9. November 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[PSI AG]] (Deutschland)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
In den Medien, von [[Bürgerrechtsorganisation]]en, [[Datenschutz|Datenschützern]] und unabhängigen Fachleuten wurde das Projekt massiv kritisiert und häufig auf den [[George Orwell|Orwell’schen]] Charakter hingewiesen, in Anlehnung an den bekannten Roman [[1984 (Roman)|1984]] von [[George Orwell]], in dem ein allgegenwärtiger, allmächtiger und [[Diktatur|diktatorischer]] [[Überwachungsstaat]] mit überall präsenten Überwachungskameras geschildert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine als Reaktion auf die massive Kritik eingesetzte projektbezogene Ethikkommission wurde teilweise wegen ihrer angeblich polizei- und industrienahen Zusammensetzung kritisiert. Die Kommission stellte im März 2011 fest, dass das Projekt „voll den [[Ethik|ethischen]] Grundsätzen und Bestimmungen der EU entsprechen würde.“ In ihrer Stellungnahme hieß es, dass durch die projektgemäße Automatisierung der Auswertung der Videobilder das Risiko des Missbrauchs der Daten geringer und dadurch letztlich die „[[Bürgerrechte|Rechte des Individuums]] gestärkt“ würden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stellungnahme&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die britische Zeitung [[The Daily Telegraph]] schrieb im Zusammenhang mit INDECT von einem &amp;#039;&amp;#039;Orwell’schen Plan&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Ian Johnston: [http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/6210255/EU-funding-Orwellian-artificial-intelligence-plan-to-monitor-public-for-abnormal-behaviour.html &amp;#039;&amp;#039;EU funding &amp;#039;Orwellian&amp;#039; artificial intelligence plan to monitor public for „abnormal behaviour“&amp;#039;&amp;#039;]. The Daily Telegraph, 19. September 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Zeit]] bezeichnet das Projekt als den &amp;#039;&amp;#039;Traum der EU vom Polizeistaat&amp;#039;&amp;#039;, in dem &amp;#039;&amp;#039;Begriffe wie Unschuldsvermutung oder gerichtsfester Beweis&amp;#039;&amp;#039; keine Bedeutung mehr haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Die Zeit&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem am 5. Dezember 2009 im Rahmen der Nachrichtensendung [[Zeit im Bild]] ausgestrahlten Beitrag mit dem österreichischen Datenschützer [[Hans Gerhard Zeger]] sagte er,  die technische Überwachung würde den &amp;#039;&amp;#039;Heuhaufen an Datenschrott vergrößern&amp;#039;&amp;#039; und man würde &amp;#039;&amp;#039;die Nadel, also den gefährlichen Verbrecher nämlich, immer schwerer finden&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://tvthek.orf.at/programs/71280-ZiB-13/episodes/1018955-ZIB-13-Uhr/1021309-Datenschuetzer-warnen-vor-EU-Forschungsprogramm |text=&amp;#039;&amp;#039;Datenschützer warnen vor EU-Forschungsprogramm&amp;#039;&amp;#039;. |archivebot=2018-04-15 16:26:41 InternetArchiveBot}} ORF ZIB&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Thilo Weichert]], Leiter des Unabhängigen Datenschutzzentrums Schleswig-Holstein, räumt ein: &amp;#039;&amp;#039;Man kann nichts gegen die Grundidee sagen, technische Mittel zur Effektivierung der Tätigkeit von Sicherheitsbehörden einzusetzen&amp;#039;&amp;#039;, das Projekt INDECT jedoch stehe &amp;#039;&amp;#039;konzeptionell mit europäischem und deutschem Datenschutz- und [[Staatsrecht (Deutschland)|Verfassungsrecht]] im Widerspruch.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Salter: [https://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/die-moderne-verbrecherjagd/ &amp;#039;&amp;#039;Die moderne Verbrecherjagd – Augen am Himmel der Städte – dank EU&amp;#039;&amp;#039;]. taz.de, 24. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders kritisiert wurde, dass Teile des Projekts der Geheimhaltung unterliegen. Im September 2010 wurden die [[Geheimnis|Geheimhaltungsvorschriften]] weiter verschärft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Ein [[Ethikrat]] entscheidet seitdem über die Veröffentlichung von Informationen, die das INDECT-Projekt betreffen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.fuzo-archiv.at/artikel/1659751v2 Kontrolle – EU-Überwachung: INDECT auf Tauchstation.]&amp;#039;&amp;#039; ORF Futurezone, 3. September 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethikkommission ===&lt;br /&gt;
Am 15. März 2011 wurde das Projekt durch eine Ethikkommission&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.indect-project.eu/ethics-board-members Homepage der Ethik-Kommission.] Indect-Projektseite&amp;lt;/ref&amp;gt; aus Experten aus Österreich, Frankreich, den Niederlanden und England überprüft. Dabei wurden keine Verletzungen ethischer Grundsätze festgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stellungnahme&amp;quot;&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20190202040920/http://www.indect-project.eu/approach-to-ethical-issues Approach to ethical issues.] Stellungnahme der Ethikkommission auf der Indect-Webseite.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kommission bestätigte, dass alle Forschungsaktivitäten im Rahmen des Programms voll den ethischen Grundsätzen und Bestimmungen der EU entsprechen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So stellte die Ethikkommission in ihrer Stellungnahme fest:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=The algorithms and methodologies underlying the project rely primarily on previously available, usually public, information sources. These include monitoring cameras, public Web pages, etc. The research covered by the INDECT grant, will not consider processing of highly sensitive material, such as telephone intercept, VoIP, etc.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Die dem Projekt zu Grunde liegenden [[Algorithmus|Algorithmen]] und Methoden basieren in erster Linie auf bereits verfügbaren, in der Regel öffentlichen Informationsquellen. Dazu zählen Überwachungskameras, öffentliche Web-Seiten, etc. Hochsensible Daten wie abgehörte Telefongespräche oder [[IP-Telefonie|VoIP]]-Telefonie-Gesprächsdaten usw. werden nicht im Rahmen des Projekts erfasst.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stellungnahme&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Projektziel sei vielmehr, den Auswertungsprozess für die vielfältig erhobenen Daten (etwa aus Überwachungskameras und aus dem Internet) „automatischer“ zu machen, wodurch das Risiko menschlicher Fehler ausgeschaltet und eine „informiertere Entscheidungsfindung &amp;#039;&amp;#039;(informed decision making)&amp;#039;&amp;#039; möglich“ würde. Zudem würde durch die Automatisierung der Auswertung das „Risiko des Missbrauchs der Daten geringer“ und dadurch letztendlich die „Rechte des Individuums gestärkt“; Polizeibeamte könnten als Ergebnis sinnvollere Frontarbeit tun, als ständig vor [[Videoüberwachungsanlage]]n (CCTV) für den öffentlichen Raum zu sitzen:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=The main objective of INDECT research is to make the monitoring and search process (and procedures) more automatic. This will ultimately allow for more informed decision-making. The value that will be added by deployment of INDECT research outcomes is that existing systems would operate with less human intervention, which will lower the level of subjective assessment and the number of human mistakes. This means less staff will be required for supervision of surveillance activities (e.g. monitoring of [[Videoüberwachungsanlage|CCTV]] camera networks). This will resulting in less opportunities for illegitimate use of such information, or for human error to result in violations of the rights of the individual. There will also be economic benefits, in terms of the reduced staffing requirements. Police officers could be freed up to carry out frontline policing tasks.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem EU-Parlament wurden die Ergebnisse der Begutachtung durch die Kommission in der Diskussion um den Bericht über die Zwischenbewertung des 7. Rahmenprogramms&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=REPORT&amp;amp;reference=A7-2011-0160&amp;amp;language=DE Bericht über die Zwischenbewertung des 7. Rahmenprogramms der Europäischen Union für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (2011/2043(INI)), 18. April 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt; vom polnischen Abgeordneten [[Paweł Kowal]] ([[Polska Jest Najważniejsza|PJN]]/[[Europäische Konservative und Reformisten|ECR]]) vorgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+CRE+20110608+ITEM-007+DOC+XML+V0//DE Plenardebatten Mittwoch, 8. Juni 2011 – Straßburg]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[n:en:Listening to you at last: EU plans to tap cell phones|Listening to you at last: EU plans to tap cell phones]]&amp;#039;&amp;#039;. [[Wikinews]], 19. Oktober 2009.&lt;br /&gt;
* [https://nomenom.blogspot.com/2011/01/projekt-indect_15.html &amp;#039;&amp;#039;Projekt INDECT – Einblicke in das Europäische Sicherheitsforschungsprogramm&amp;#039;&amp;#039;] – Research Paper am 15. Januar 2011 bei &amp;#039;&amp;#039;nomenom.blogspot.com&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://jacobjung.wordpress.com/2011/05/18/thilo-weichert-interview-indect-jacob-jung/?csspreview=true Über Indect: Dr. Thilo Weichert (ULD) im Interview mit Jacob Jung] (18. Mai 2011)&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=aMjyL8VFMrQ |titel=Die totale Überwachung der Bürger}} (Videobeitrag der WDR-Sendung Westpol)&lt;br /&gt;
* [https://cordis.europa.eu/project/id/218086/reporting/de &amp;#039;&amp;#039;Final Report Summary - INDECT (Intelligent Information System Supporting Observation, Searching and Detection for Security of Citizens in Urban Environment)&amp;#039;&amp;#039;], Cordis (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stopp&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle |url=http://www.stopp-indect.info/?page_id=2&amp;amp;lang=de |titel=Um was geht es? |werk=Stopp INDECT |hrsg=Piratenpartei Landesverband Bayern |datum= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120525225850/http://www.stopp-indect.info/?page_id=2&amp;amp;lang=de |archiv-datum=2012-05-25 |abruf=2022-04-17}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungsprojekt in FP7]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Terrorismusbekämpfung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abkürzung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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