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	<title>ILO-Motorenwerke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T04:55:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=ILO-Motorenwerke&amp;diff=458156&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leuni: /* Nach dem Zweiten Weltkrieg */</title>
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		<updated>2025-05-30T13:38:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nach dem Zweiten Weltkrieg&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ILO-Logo.svg|mini|hochkant|Logo aus den 1950er Jahren]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ILO-Motorenwerke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren einst die größten [[Zweitaktmotor]]enwerke [[Deutschland]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ILO stammt aus der Kunstsprache [[Esperanto]] und bedeutet „Werkzeug“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründungsjahre und Erster Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Empfangsgebäude der ILO-Motorenwerke.jpg|mini|Empfangsgebäude (2012)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:IloGleisstopf.jpg|mini|hochkant|Gleisstopfmaschine um 1920]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Jlo Motorrad.jpg|mini|Motorrad um 1930 mit ILO-Motor]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Einachsschieber.jpg|mini|links|[[Einachswagenschieber]] von ILO]]&lt;br /&gt;
[[Datei:JLO TEMPO 1930.jpg|mini|Dreiradlieferwagen mit ILO-Motor]]&lt;br /&gt;
Gegründet wurde das Unternehmen 1911 in [[Hamburg-Altona|Altona]] ([[Provinz Schleswig-Holstein]], heute [[Hamburg]]). Dort kaufte der Gründer Heinrich Christiansen eine in [[Insolvenz|Konkurs]] geratene [[Maschinenfabrik]]. Unter der [[Firma]] &amp;#039;&amp;#039;Norddeutsche Maschinenfabrik GmbH&amp;#039;&amp;#039; beschäftigte er zunächst circa 25&amp;amp;nbsp;[[Mitarbeiter]]. Hergestellt wurden insbesondere Geräte für den [[Gleisbau|Gleis-]] und [[Brückenbau]] der [[Königlich Preußische Staatseisenbahnen|Preußischen Staatseisenbahnen]]. Zwei Jahre nach der Unternehmensgründung waren die Betriebsräume in Altona zu klein geworden. Christiansen kaufte ein Gelände am [[Bahnhof]] von [[Pinneberg]]. Dort wurde für die Fertigung eine kleine Halle errichtet, in deren Anbau sich die Büroräume befanden. Auch während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde die für den Eisenbahnbau entwickelte [[Gleisstopfmaschine]] weiter gebaut. Diese war ein Gerät, das zur Verdichtung des [[Schotter]]s zwischen den [[Bahnschwelle|Schwellen]] benutzt wurde. Um 1918 wurde dann ein [[Zweitaktmotor]] entwickelt, der das Gerät unabhängig von anderen Kraftquellen machte. Dies war praktisch der erste ILO-Motor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung zwischen den Kriegen ==&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegsende 1918 hatte der [[Betrieb]] große wirtschaftliche Probleme. Die [[Rüstung (Militär)|Rüstungs]]-Aufträge blieben aus und viele [[Arbeiter]] mussten entlassen werden. Die [[Gleisstopfmaschine]]n brachten in den Folgejahren gute Verkaufserfolge. Die Produktion der Gleisstopfmaschinen in Pinneberg endete 1922, nachdem sich Christiansen 1921 entschloss, das [[Patent]] der Gleisstopfmaschinen an die [[Krupp AG]] zu verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun konzentrierte sich der Betrieb auf den Bau von Zweitaktmotoren für [[Motorrad|Motorräder]] und [[Kleinlaster]]. Fast alle wichtigen deutschen [[Hersteller]] von Motorrädern bauten die Motoren in ihre Fahrzeuge ein. Gegen 1927 wurde ein Fahrrad[[hilfsmotor]] entwickelt, der einer der ersten leistungsfähigen Antriebe für Fahrräder war. Ab 1929 wurden Zweitaktmotoren für die Landwirtschaft angeboten; es gab zum Beispiel [[Motorhacke]]n und [[Pumpe]]n mit ILO-Motoren. Seit 1922 wurde der Betrieb ständig vergrößert, bis um 1930 der Name ILO über dem Eingang stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1923 bis 1925 stellte die &amp;#039;&amp;#039;Norddeutsche Maschinenfabrik GmbH&amp;#039;&amp;#039; Motorräder mit 117-cm³- und 147-cm³-Zweitaktmotoren und eigenen Zweiganggetrieben her; 1924 kamen die Modelle &amp;#039;&amp;#039;E. G. 53&amp;#039;&amp;#039; mit 132 cm³ und &amp;#039;&amp;#039;*D. B. 60&amp;#039;&amp;#039; mit 170 cm³ Hubraum heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erwin Tragatsch]]: &amp;#039;&amp;#039; Motorräder - Deutschland, Österreich, Tschechoslowakei. 1894–1971&amp;#039;&amp;#039;. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2. Auflage 1971&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren waren die Zweitaktmotoren für [[Dreirad]]lieferwagen ein großer Umsatzschlager. In den Modellen [[Tempo (Fahrzeug)|Tempo]] (Vidal &amp;amp; Sohn) und [[Goliath (Automobilhersteller)|Goliath]] ([[Borgward]]) liefen Motoren von ILO. 1931 wurde ein [[Einachswagenschieber]] zum Verschieben von [[Güterwagen|Eisenbahnwaggons]] auf den Markt gebracht. Er wurde viele Jahre erfolgreich verkauft. Die ILO-Zweiradmotoren hatten es immer schwerer, sich gegen die Konkurrenz von [[DKW]], [[NSU Motorenwerke|NSU]] und [[Fichtel &amp;amp; Sachs|Sachs]] durchzusetzen. Die [[Bastert-Werke]] in [[Bielefeld]] hingegen bezogen ihre gesamte Motorenpalette von ILO. Bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wuchs die Anzahl der Beschäftigten auf 300.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkrieges wurden fast ausschließlich Motoren gefertigt. Da diese hauptsächlich zu militärischen Zwecken Verwendung fanden, wurde das Werk zum [[Rüstungsbetrieb]] erklärt und Christiansen zum [[Wehrwirtschaftsführer]] ernannt. In der Zeit des Krieges wurden etwa 160 [[Zwangsarbeiter]] eingesetzt. Sie wohnten in [[Baracke]]n auf dem Werksgelände. Die Werksanlagen blieben während des Krieges unversehrt; keine Bomben trafen das Werk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg war das ILO-Werk voll einsatzbereit und Heinrich Christiansen jun. übernahm seine Leitung. Auch eine [[Demontage (Reparation)|Demontage]] durch die englische [[Besatzungsmacht]] fand kaum statt. Man fing an mit dem Herstellen von [[Gehhilfe|Krücken]], [[Eierbecher]]n, [[Feuerzeug]]en und sonstigen Gegenständen, die man nach Kriegsende dringend benötigte. An den Motorenbau war erstmal nicht zu denken, aber es wurden Motoren der [[Britische Rheinarmee|britischen Rheinarmee]] repariert und die ersten Aufträge für Fahrzeugmotoren kamen ebenfalls von der Besatzungsmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mars Monza.jpg|mini|[[Mars-Werke|Mars-Monza]] mit 49-cm³-ILO-Motor]]&lt;br /&gt;
Die ersten Zweitaktmotoren für zivile Zwecke wurden wieder ab 1947 gefertigt. Zu den ersten Nachkriegskunden gehörte auch die Hamburger Firma [[Vidal &amp;amp; Sohn Tempo-Werk|Vidal &amp;amp; Sohn]]. Sie begann erneut mit der Produktion der TEMPO-Dreiradlastfahrzeuge und baute weiterhin ILO-Motoren ein. Ab 1948 setzte zudem eine Motorisierungswelle ein&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.oldiemofa.de/html/ilo_f_48.html |titel=ILO F 48 |abruf=2019-11-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie begann für die meisten mit dem Kauf eines [[Motorrad]]es. So erlebte ILO in den folgenden Jahren einen Auftragsboom, aber man war für diese Herausforderung gut gerüstet, da das Werk ja fast vollständig erhalten geblieben war. Die Motoren aus den Vorkriegsjahren wurden immer weiter verbessert. Viele Motorradhersteller entschieden sich für den ILO-Motor. Darunter waren bekannte Motorradkonfektionäre wie zum Beispiel [[Bücker Fahrzeugbau|Bücker]], [[Dürkopp]], [[Geier Werke|Geier]], [[Göricke]], [[Hercules (Motorrad)|Hercules]], [[Hoffmann-Werke Lintorf|Hoffmann]], [[Maico]], [[Ruhrtal-Motorradwerke|RMW]], [[Rixe]] und [[Tornax]]. Auch einige wenige kleine Automobilhersteller, wie [[Kleinschnittger]], [[Staunau]] und [[Wendax]], rüsteten ihre Kleinwagen mit ILO-Motoren aus. Bis 1950 stieg die Zahl der produzierten Motoren auf circa 56.000&amp;amp;nbsp;Stück und die Zahl der Beschäftigten war auf etwa 600 gestiegen. Man fing an, in drei Schichten zu arbeiten, um der Nachfrage gerecht zu werden. Doch reichte die vorhandene Produktionsfläche nicht mehr aus. So wurde 1950 das Werk auf 8.750&amp;amp;nbsp;m² vergrößert. Gleichzeitig entstand ein weiteres Werk in [[München]], die ILO-Werke Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Necko Jlo Moped2.jpg|mini|Moped mit ILO-Piano-Motor Baujahr 1957]]&lt;br /&gt;
[[Datei:MiniMo 30.JPG|mini|[[Minimo 30]] Baujahr 1969 mit ILO-540-Motor]]&lt;br /&gt;
Dort wurden hauptsächlich [[Mokick]]-Motoren und der berühmte ILO-Piano-Motor gebaut, der Piano (ital.=leise) hieß, weil Kurbelwelle und Kupplung nicht über eine laute Kette verbunden waren, sondern durch einen leisen Zahnriemen, im Getriebe lief aber weiterhin eine Kette.&amp;lt;ref&amp;gt;https://web.archive.org/web/20230811162003/https://www.ebay.at/itm/175581476230?hash=item28e178b586:g:S8UAAOSwkq1itINQ&amp;amp;amdata=enc%3AAQAIAAAA4OHRw3X7VCa0QztaLvvGrgwFCc6%2BhP14dejmhgaWI6cn5T%2BOFmiVeq3vtkseVaeWLz%2BZUnvo%2B1S49hg%2FNYekZzrl%2B8RY7FN1fewYA0QRmg0QV%2B0CEDv513cKD7VK5Z9krK%2Fx9hqBTrkAzxCYLuXZ6EALN4QGWFP5rX25i2DR5nfMeq2X6T17%2FePWJxKn6pymY5nueK52YCypE5qiaNgp4fYrRqFmbb2lvqObVP1quqxCbtqa8gLjUVKbtGwctEpqhyMlJz8eGoeL7D1JcH9z7yZScWVAew1nsRqwme1LGROI%7Ctkp%3ABFBMopXA1bxi&amp;lt;/ref&amp;gt; Der wohl bekannteste und erfolgreichste Motor war jedoch der ILO Twin (M&amp;amp;nbsp;2 × 125) mit 250&amp;amp;nbsp;cm³, der in Pinneberg hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte 1954 arbeiteten etwa 1500 Beschäftigte in beiden Werken und produzierten etwa 184.000 Motoren. Damit war ILO nicht nur größter Arbeitgeber im [[Kreis Pinneberg]], sondern auch größter Hersteller für Zweitaktmotoren in Deutschland. Weiterhin baute man noch den bereits vor dem Krieg entwickelten und weiter verbesserten Einradwagenschieber, Stationärmotoren bis 1,1 L Hubraum und Außenbordmotoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Mitte der 1950er Jahre endete der Boom für motorisierte Zweiräder. Zahlreiche [[Motorradhersteller]] meldeten [[Geschichte des Konkurs- und Insolvenzrechts in Deutschland|Konkurs]] an, denn der [[Personenkraftwagen|Pkw]] wurde zum Liebling der Deutschen. Die Herstellung von Motorrad- und [[Motorroller|Roller]]-Motoren lief gegen 1959 aus. Das Unternehmen musste circa 600&amp;amp;nbsp;Beschäftigte entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übernahme, Rekorde und Niedergang ==&lt;br /&gt;
Mit der [[Rockwell International|Rockwell Manufacturing Company]] war Ende 1959 ein Käufer gefunden worden. Christiansen jun. verblieb noch bis 1960 als [[Geschäftsführung (Deutschland)|Geschäftsführer]] im Unternehmen. Es wurde eine neue Fertigungshalle für [[Armatur]]en gebaut. Das Geschäft mit den vernachlässigten Industriemotoren entwickelte sich positiv und die Zahl der Beschäftigten stieg wieder auf 1200. Ab 1963 reichten die Produktionshallen nicht mehr aus und man verlagerte die Armaturenfertigung nach [[Prisdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen 1960 begann die Entwicklung von [[Schneemobil]]-Motoren für den [[Nordamerika|nordamerikanischen]] und [[Skandinavien|skandinavischen]] Markt, da in den [[USA]] und [[Kanada]] das Schneemobil zu einem Sportgerät geworden war. Ab 1963 investierte das Unternehmen in entsprechende Motoren. Eine breite Motorenpalette stand bald zur Verfügung und der Erfolg blieb nicht aus. Auch in [[Kart|Go-Karts]], die auf Volksfesten zum Einsatz kamen, wurden ILO-Motoren verbaut. In den Anfangsjahren des [[Kart]]sports wurden deutsche und internationale Meistertitel mit ILO-Motoren gewonnen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://gebr-ihle-autoskooter-forum.de/homepage82012/seite63.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1960er Jahre kamen für ILO neue Absatz- und Produktionsrekorde. Der Verkauf von Schneemobilmotoren nach den USA und Kanada stieg auf über 39.000 Stück, was etwa die Hälfte des gesamten ILO-[[Export]]s darstellte. Ab 1965 steigerte sich der Absatz in größeren Stückzahlen. Bis Ende 1969 produzierte ILO circa 283.000&amp;amp;nbsp;Motoren. 1968 wurde schließlich eine neue [[Druckguss]]gießerei gebaut. Damit stieg die Produktionsfläche auf über 20.000&amp;amp;nbsp;m². Auch die [[Investition]]en erreichten Rekordhöhen, 1969 betrugen sie 10&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;DM. Allein der Umbau und die Erweiterung der Sozialräume kosteten 500.000&amp;amp;nbsp;DM und der Bau eines vollautomatischen [[Hochregallager]]s kostete 1,5&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;DM. Es war geplant, den Umsatz auf über 100&amp;amp;nbsp;Mio.&amp;amp;nbsp;DM zu steigern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971 ging der Umsatz mit Schneemobilmotoren jedoch drastisch zurück, denn die [[Japan|japanische]] [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Konkurrenz]] war zu groß geworden. Wie fast überall machten sie mit qualitativ guten und preiswerten Produkten den deutschen und europäischen Herstellern zu schaffen. Außerdem führten Überkapazitäten bei der Motorenproduktion weltweit zu einem Preisverfall. Die Aufwertung der [[Deutsche Mark|DM]] erschwerte das Auslandsgeschäft. 1969&amp;amp;nbsp;lieferte ILO noch 283.000&amp;amp;nbsp;Motoren. Ein Jahr später waren es nur noch 128.300. Der Verkauf von Industriemotoren war zwar in den Jahren des Schneemobilbooms parallel fortgesetzt worden. Doch neue Produkte gab es nicht, denn man hatte sich zu sehr auf die Schneemobilmotoren konzentriert. Es folgten Jahre mit [[Kurzarbeit]] und Personalabbau. Die Zahl der Beschäftigten sank auf 800. Mitte 1975 stellte ILO die Produktion von Schneemobilmotoren ein. Die Druckgussgießerei wurde Anfang 1976 geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten noch 320&amp;amp;nbsp;Beschäftigte in den großen Hallen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Moto Zodiaco Tuareg 223-2 mit Motor ILO Rockwell 1F250-1.jpg|mini|Moto Zodiaco Tuareg 223-2 mit Motor ILO Rockwell 1F250-1]]&lt;br /&gt;
1977 wurde das Unternehmen an die amerikanische [[Tecumseh Products Company]] verkauft. Die neue Gesellschaft baute [[Verdichter|Kompressoren]], [[Getriebe]] und, wie früher, Zwei- und [[Viertaktmotor]]en. Mit dem Kauf des ILO-Werks sollte ein „Standbein“ auf dem europäischen Markt und die Stärkung der Position als Motorenanbieter erfolgen. Es wurde ein Ersatzteillager zur Versorgung der europäischen Tecumseh-Motorenkunden eingerichtet. ILO baute nun Allzweckmotoren für die [[Landwirtschaft]], den [[Bauwirtschaft|Bau]] und die [[Industrie]]. ILO-Motoren liefen nun in [[Kehrmaschine]]n, [[Rasenmäher]]n, Kompressoren und [[Vibrationsstampfer|Erdverdichter]]n. Nun wurde wieder an weiteren technischen Verbesserungen des Motorenprogramms gearbeitet. Man erzielte auch wieder einen leichten Zuwachs beim Motorenabsatz. Die Auftragsfertigung und Lieferung von [[Kurbelwelle]]n für andere Hersteller brachten kaum Gewinne ein. So wurden leerstehende Hallen an [[Toyota]] Deutschland vermietet, die dort ein [[Zentralersatzteillager]] betrieb, und man schrieb „schwarze Zahlen“.&lt;br /&gt;
[[Datei:Jlo Sammlung.jpg|mini|ILO-Motorensammlung aus dem Stadtmuseum in Uetersen]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1986 feierte ILO das 75-jährige Firmenjubiläum. Vor Beschäftigten und Ehrengästen zeigte sich die Geschäftsführung optimistisch, dass in den Folgejahren die Auftragslage verbessert werden könnte. Doch 1988 wurde allen Beschäftigten klar, dass es nicht so war. Nach dem Konkurs einiger wichtiger Abnehmer sank der Umsatz bis 1989 auf 6&amp;amp;nbsp;Millionen DM. Ein neu entwickelter Rasenmähermotor musste wegen technischer Probleme vom Markt genommen werden. Seit 1987 machte das Unternehmen Verluste. Mitte 1990 beschloss Tecumseh die Schließung des Werks in Pinneberg, denn weltweit bestand eine Überkapazität im Bereich der Motorenfertigung. Die noch verbleibenden 186&amp;amp;nbsp;Beschäftigten bekamen eine Abfindung nach einem [[Sozialplan]]. Auch die Ansprüche auf [[Betriebsrente]] wurden noch gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 31. Dezember 1990 schlossen sich die Werkstore für immer. Am 13. März 1991 kamen der Maschinenpark, die Betriebseinrichtungen sowie große Teile des [[Werksmuseum]]s der ILO-Werke zur [[Versteigerung]]. So ging eine achtzigjährige Firmengeschichte zu Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Motorensammlung kam ins Pinneberger [[Stadtmuseum]] und in das [[Stadtgeschichtliches Heimatmuseum Uetersen|stadtgeschichtliche Heimatmuseum Uetersen]]. Seit 1999 findet jährlich im Mai die [[Pinneberg Mobil]] statt, ein [[Veteranentreffen]] mit einer Ausfahrt durch den [[Kreis Pinneberg]] für [[Automobil]]e, Motorräder und [[Traktor]]en zum Gedenken an die ILO-Werke, mit Treffen der ehemaligen ILO-Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch zu „guten“ Zeiten hat sich das ILO-Werk um die Förderung des [[Maschinenbau]]-Handwerkes gekümmert. Oft wurden Führungen für interessierte Schulklassen durchgeführt. Ein Relikt dieser Zusammenarbeit ist ein Teil einer großen tonnenschweren ausrangierten ILO-Fertigungsstraße, das noch heute im Haupteingang der beruflichen Schulen des Kreises Pinneberg in Pinneberg steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem ILO-Gelände sollen mehr als 400 Wohnungen gebaut werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | autor=Katja Engler | titel=Wohnung mieten Pinneberg: Investoren planen mehr Wohnraum im Ilo-Park | url=https://www.abendblatt.de/region/pinneberg/article234414545/wohnung-mieten-pinneberg-ilo-park-neubau-sozialwohnung.html | werk=[[Hamburger Abendblatt|abendblatt.de]] | datum=2022-01-27 |abruf=2024-01-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://home.arcor.de/motorenbau/herstell/ilo/ilo.htm |text=Chronik der ILO Werke, mit Bildern |wayback=20100225184431 |archive-today=}}&lt;br /&gt;
* [http://www.extremzertifikator.de/workbench/goggo/motor/motor.html Bebilderte Restauration eines ILO M200V-Motors mit BOSCH-Schwungradlichtmagnetzündung]&lt;br /&gt;
* [https://www.oldtimer-pilsting.de/index.php/ilo-informationen/allgemeines Seite mit sehr umfangreichen Details über die ILO Motorenbaureihen MG150 und M200]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ilo-Motorenwerke}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Motorenhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Motorradhersteller (Vereinigtes Königreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Kreis Pinneberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Pinneberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altonaer Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Kreis Pinneberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Hamburg)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leuni</name></author>
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