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	<title>IKEA-Effekt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T10:19:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=IKEA-Effekt&amp;diff=2422314&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eduevokrit: 1 Link als tot markiert</title>
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		<updated>2025-03-11T09:10:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;1 Link als tot markiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den verhaltensökonomischen IKEA-Effekt; zur städteplanerischen Auswirkung der Ansiedlung eines IKEA-Marktes siehe [[IKEA#Kritik|dort]].}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;IKEA-Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Verhaltensökonomik]] der Zuwachs an Wertschätzung bezeichnet, der selbst entworfenen oder zumindest selbst zusammengebauten Gegenständen im Vergleich zu fertig gekauften [[Massenproduktion|Massenprodukten]] entgegengebracht wird. Die Benennung nach dem Möbelhersteller [[IKEA]] und dessen durch den Kunden zu montierenden Produkten wurde 2009 durch den Wirtschaftswissenschaftler [[Michael Norton]] geprägt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Norton_2009&amp;quot;&amp;gt;Michael I. Norton: &amp;#039;&amp;#039;The IKEA Effect: When Labor Leads to Love&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Harvard Business Review&amp;#039;&amp;#039;. Vol. 87, Nr. 2 (Februar 2009), S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Quantitativ erreicht die gesteigerte Wertschätzung durch die selbst durchgeführte Montage eines Massenartikels fast die Wertschätzung für ein individuell durch einen [[Handwerk]]er gefertigtes Einzelstück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Norton_2011&amp;quot;&amp;gt;Michael I. Norton, Daniel Mochon, Dan Ariely: &amp;#039;&amp;#039;The IKEA effect: When labor leads to love&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Consumer Psychology&amp;#039;&amp;#039;. Vol. 21, Nr. 4 (9. September 2011).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichbar ist der [[Endowment-Effekt]] (deutsch Besitztumseffekt), der besagt, dass Menschen dazu tendieren, ein Gut wertvoller einzuschätzen, wenn sie es besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorläufer in der Forschung ==&lt;br /&gt;
Eine frühe Beschreibung des IKEA-Effekts findet sich in der Untersuchung der Ablehnung von Kuchen-[[Backmischung]]en durch amerikanische Hausfrauen in den 1950er Jahren. Der Absatz dieser Mischungen stagnierte, da sie von den Hausfrauen als zu einfach empfunden wurden: Ihre Arbeitskraft und ihre Fähigkeiten in der Essenszubereitung wurden nicht mehr benötigt. Erst als die Hersteller ihre Werbung dahingehend änderten, dass die Eigenleistung der Hausfrau, etwa durch Hinzufügen frischer Eier und/oder frischer Milch oder durch aufwändige Dekoration des fertigen Kuchens, betont wurde, konnten die Backmischungen sich endgültig durchsetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shapiro_2004&amp;quot;&amp;gt;Laura Shapiro: &amp;#039;&amp;#039;Something from the oven: Reinventing dinner in 1950s America&amp;#039;&amp;#039;. Viking, New York 2004, ISBN 978-0-670-87154-4, S. 74–80; [https://www.snopes.com/business/genius/cakemix.asp snopes.com: Adding an Egg to Cake Mix]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;REF&amp;gt;Vance Packard: &amp;#039;&amp;#039;Die geheimen Verführer.&amp;#039;&amp;#039; übers. v. Hermann Kusterer. Econ-Verlag, 1958.&amp;lt;/REF&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studie von Norton und Kollegen ==&lt;br /&gt;
Durch die Arbeit von Norton und Kollegen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Norton_2011&amp;quot;/&amp;gt; konnte der IKEA-Effekt wissenschaftlich bestätigt und quantifiziert werden: Die Testpersonen mussten vorausgewählte, zusammengebaute Möbel in Augenschein nehmen und dann die entsprechenden Möbel nach Anleitung selbst zusammenbauen. Danach konnten sie Gebote für beide Möbel abgeben. Es zeigt sich eine [[Präferenz]] für die selbst zusammengebauten Möbel. Die Ergebnisse konnten mit [[Origami]]-Figuren sowie beim Zusammenbau von einfachen [[Lego|Bausätzen]] mit Partnern bestätigt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Norton_2011&amp;quot;/&amp;gt; Durch die Nutzung von fertigen Bausätzen ohne die Möglichkeit zur Modifikation konnte ausgeschlossen werden, dass die erhöhte Wertschätzung der eigenen Arbeit auf einer [[Individualisierung]] des Massenproduktes beruht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Norton_2011&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin konnte die [[Hypothese]], dass zum Auftreten des IKEA-Effekts der erfolgreiche Abschluss der eigenen Arbeit eine Voraussetzung sei, bestätigt werden: Mussten die Versuchspersonen vor der Gebotsabgabe die selbst zusammengebauten Objekte wieder zerlegen, zeigte sich keine statistisch signifikante Erhöhung der Wertschätzung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Norton_2011&amp;quot;/&amp;gt; Durften die Teilnehmer die IKEA-Möbel nur zur Hälfte zusammenbauen, so stellte sich der IKEA-Effekt nicht ein: Ihre Gebote waren weniger als die Hälfte derer, die ihre Möbel fertig bauen konnten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Norton_2011&amp;quot;/&amp;gt; Ungeklärt ist noch, ob der IKEA-Effekt auch bei anspruchsvolleren oder hochpreisigen Projekten auftritt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Norton_2011&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Forschung ==&lt;br /&gt;
In einer 2010 veröffentlichten [[Laborstudie]] stellten [[Neurowissenschaften|Neurowissenschaftler]] der [[Johns Hopkins University]] fest, dass ein ähnlicher Effekt auch bei [[Hausmaus|Mäusen]] zu beobachten sei. In dem Experiment hatten die Labormäuse die Auswahl zwischen zwei Nahrungsquellen: Um die zuckrige Flüssigkeit mit dem Geschmack A zu erhalten, mussten sie einen von zwei Hebeln drücken. Um die zuckrige Flüssigkeit mit dem Geschmack B zu erhalten, mussten sie den anderen Hebel drücken. Nach und nach wurde für eine der beiden Geschmacksrichtungen der Arbeitsaufwand erhöht, d.&amp;amp;nbsp;h. die Mäuse mussten den entsprechenden Hebel bis zu 15 Mal drücken. Für die jeweils andere Geschmacksrichtung blieb der Aufwand gleich. Nach der Rückkehr in den Heimatkäfig zeigten die Mäuse eine [[Statistische Signifikanz|signifikante]] Präferenz für diejenige Geschmacksrichtung, für die sie härter arbeiten mussten.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander W. Johnson, Michela Gallagher: &amp;#039;&amp;#039;Greater effort boosts the affective taste properties of food&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the Royal Society&amp;#039;&amp;#039;, Series B (Biological Sciences). Vol. 278, Nr. 17011 (22. Mai 2011), S. 1450–1456, {{DOI|10.1098/rspb.2010.1581}}. (Erstmals online veröffentlicht am 3. November 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael I. Norton: &amp;#039;&amp;#039;The IKEA Effect: When Labor Leads to Love&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Harvard Business Review&amp;#039;&amp;#039;. Vol. 87, Nr. 2 (Februar 2009), S. 30. ([{{Toter Link |inline=1 |date=2025-03-11 |url= http://hbr.org/web/2009/hbr-list/ikea-effect-when-labor-leads-to-love}} Online] als Teil der [[Harvard Business Review|HBR]]-List 2009)&lt;br /&gt;
* Michael I. Norton, Daniel Mochon, Dan Ariely: &amp;#039;&amp;#039;The IKEA effect: When labor leads to love&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Consumer Psychology&amp;#039;&amp;#039;. Vol. 21, Nr. 4 (9. September 2011), {{DOI|10.1016/j.jcps.2011.08.002}} (Pre-print [http://www.people.hbs.edu/mnorton/norton%20mochon%20ariely.pdf online] (PDF; 909&amp;amp;nbsp;kB) auf der [[Harvard Business School|HBS]]-Homepage von Michael Norton).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Rundfunk Berlin-Brandenburg|RBB]]: Menschen und Muster: [https://www.youtube.com/watch?v=Js_5uW52qlo Ikea-Effekt: Selbst gemacht, mehr gemocht] auf [[YouTube]], 19. Juli 2023, abgerufen am 6. Juni 2024.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bnet.com/blog/mba/the-ikea-effect-why-customer-labor-builds-loyalty/1456 The IKEA Effect: Why Customer Labor Builds Loyalty]&amp;#039;&amp;#039; – Interview mit Michael Norton vom 11. November 2009.&lt;br /&gt;
* Zachary Crockett: &amp;#039;&amp;#039;[https://thehustle.co/how-ikea-tricks-you-into-buying-more-stuff/ How Ikea tricks you into buying more stuff]&amp;#039;&amp;#039;, thehustle.co, 26. Februar 2022.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.wired.com/wiredscience/2010/11/why-making-dinner-is-a-good-idea/ Why Making Dinner Is a Good Idea]&amp;#039;&amp;#039; – [[Wired]]-Artikel von Jonah Lehrer vom 11. November 2010 (Übertragung des IKEA-Effektes auf Nahrungszubereitung und Zunahme von [[Adipositas]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialpsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kognitive Verzerrung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Experiment in der Psychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:IKEA]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesprochener Artikel&lt;br /&gt;
|artikel      = IKEA-Effekt&lt;br /&gt;
|dateiname    = De-IKEA-Effekt-article.ogg&lt;br /&gt;
|dauer        = 04:37&lt;br /&gt;
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|artikeldatum = 2013-06-21&lt;br /&gt;
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