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	<title>Hypocras - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T21:26:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hypocras&amp;diff=1382189&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eistreter: unbelegt, vgl. Diskussion</title>
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		<updated>2025-07-04T13:09:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;unbelegt, vgl. Diskussion&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ypocras.jpg|miniatur|Herstellung und Verkostung von Hypocras im Mittelalter]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hypocras&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ypocras&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, in anderen Schreibweisen auch &amp;#039;&amp;#039;Hipocras, Hippocrass, Ypocrasse, Hyppocras, Ipocras, Ippocras&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;üpikraz,&amp;#039;&amp;#039; war ein mit [[Honig]], später auch mit [[Zucker]], stark gesüßter roter Gewürzwein (Würzwein bzw. Kräuterwein&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://glossar.wein.plus/gewuerzwein www.glossar.wein.plus].&amp;lt;/ref&amp;gt;), dem man im [[Mittelalter]] medizinische Eigenschaften zuschrieb. Die weiße Sorte des Hypocras, früher auch &amp;#039;&amp;#039;lûtertranc&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung.&amp;#039;&amp;#039; In: Gundolf Keil (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Lorscher Arzneibuch.&amp;#039;&amp;#039; (Handschrift Msc. Med. 1 der Staatsbibliothek Bamberg); Band 2: Übersetzung von Ulrich Stoll und Gundolf Keil unter Mitwirkung von Altabt [[Albert Ohlmeyer]]. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1989, S. 7–14, hier: S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;claret&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walther Hermann Ryff]]: [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11105756?page=287 &amp;#039;&amp;#039;Confect Büchlin, und Hauß Apoteck&amp;#039;&amp;#039;] Franckfort : Egenolff 1544, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Claret ist eben der art und natur des Yppocras aber in hoch Teutschland nit als seer im brauch / als in Sachsen / und den Seestetten / hat solchen underscheyd mit dem Yppocras / daß der selbig von rotem Wein mit Zucker / dieser von weissen Wein mit Honig bereydt / unnd mit Safran gelb geferbet wirt.&lt;br /&gt;
 |Autor=Walther Hermann Ryff&lt;br /&gt;
 |Quelle=Confect Büchlin, und Hauß Apoteck. Franckfort: Egenolff 1544, S. 112.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt, heißt in angelsächsischen Wein- und Winzerbüchern &amp;#039;&amp;#039;clarrey&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Cindy Renfrow: [https://books.google.de/books/about/A_Sip_Through_Time.html?id=veAgAQAAIAAJ&amp;amp;redir_esc=y &amp;#039;&amp;#039;A Sip Through Time: A Collection of Old Brewing Recipes&amp;#039;&amp;#039;] USA 1995, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Ein klassisches Rezept von [[Guillaume Tirel|Taillevent]], dem Leibkoch [[Karl V. (Frankreich)|Karls V.]], sieht [[Zimt]], [[Gewürznelke]]n und [[Orangenblüte]]n als aromatisierende Zutaten vor. Weitere typische Zutaten sind [[Ingwer]], [[Grüner Kardamom|Kardamom]] und [[Rosenwasser]] anstelle von Orangenblüten, aber auch [[Majoran]], [[Muskatnuss]] und [[Pfeffer]] wurden verwendet.&amp;lt;!-- Quelle? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name des als Arznei angesehenen Gewürzweines ist vom Namen des griechischen Arztes [[Hippokrates von Kos|Hippokrates]] abgeleitet, der im Mittelalter auch als Appellativ für angesehene Ärzte&amp;lt;ref&amp;gt;Gundolf Keil: &amp;#039;&amp;#039;Ipokras. Personalautoritative Legitimation in der mittelalterlichen Medizin.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Peter Wunderli]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Herkunft und Ursprung. Historische und mythische Formen der Legitimation. Akten des Gerda-Henkel-Kolloquiums, veranstaltet vom Forschungsinstitut für Mittelalter und Renaissance der […] Universität Düsseldorf, 13. bis 15. Oktober 1991.&amp;#039;&amp;#039; Jan Thorbecke, Sigmaringen 1994, S. 157–177, hier: S. 165 und 168.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie als werbewirksames Aushängeschild von Heilmitteln oder Wunderdrogen handelnden Verkäufern.&amp;lt;ref&amp;gt;H. G. Schwieger, Gottfried Zöbl: &amp;#039;&amp;#039;Die alte Apotheke.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. anlässlich des Deutschen Apothekertages 1954. [[Hartmann Gruppe|Verbandstoff-Fabriken Paul Hartmann AG]], Heidenheim 1954, S. 12–13.&amp;lt;/ref&amp;gt; auftaucht. Die Bezeichnung „Hippokrates“ findet sich auch in der Sachbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Manica Hippocratis&amp;#039;&amp;#039; („Hippocras-Sack“&amp;lt;ref&amp;gt;Zedler: &amp;#039;&amp;#039;Grosses vollständiges Universal-Lexicon aller Wissenschafften und Künste …&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Carl Günther Ludovici, 1739 &amp;#039;&amp;#039;(Manica Hippocratis)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) einem damals von Apothekern genutzten textilen Filtersack aus Filz, der zur Zubereitung des „Hypocras“ verwendet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Gewürzweine kannten schon die Römer. Sie verbreiteten Weine als Nahrungs- und Heilmittel in ihre Provinzen. So sind drei Rezepte in der &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia|Naturgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; [[Plinius der Ältere|Plinius des Älteren]] verzeichnet. Genannt wurden diese Weine in Rom [[Conditum Paradoxum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tempelritter und Mediziner [[Arnau de Vilanova]] erwähnte in seinen Schriften Hippokrates, im alten [[Katalanische Sprache|Katalanisch]] Ipocras, und gab ein Rezept an, das Zimt verwendete. Die Gewürzweine erinnern an die heute getrunkenen [[Glühwein]]e und [[Feuerzangenbowle]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ein Wein? Ein Bier? Ein Hippokras mit Ingwer?“ wird in [[Richard Strauss]]’ Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Der Rosenkavalier]]&amp;#039;&amp;#039; angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Basler Hypokras ==&lt;br /&gt;
Der im schweizerischen [[Basel]] beliebte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hypokras&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird aus verschiedenen [[Rotwein|Rot-]] und [[Weißwein]]sorten, Zucker, Zitronenschale sowie den Gewürzen [[Ingwer]], [[Grüner Kardamom]], [[Koriander]], [[Muskatnussbaum|Muskat]], [[Gewürznelke|Nelken]] und [[Zimt]] hergestellt. Erstmals erwähnt wird das Getränk bereits im [[Mittelalter]];&amp;lt;!-- Quelle? --&amp;gt; 1523 gestattete der [[Grosser Rat (Basel)|Grosse Rat]] von Basel den Handel mit dem süßen Wein. Traditionellerweise getrunken wird er in der Stunde vor und nach dem [[Jahreswechsel]], üblicherweise werden dazu [[Basler Läckerli]] serviert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[badische-zeitung.de]] 16. Dezember 2023, Nicole Quint: [https://www.badische-zeitung.de/weg-mit-dem-gluehwein-her-mit-dem-basler-hypokras &amp;#039;&amp;#039;Weg mit dem Glühwein, her mit dem Basler Hypokras&amp;#039;&amp;#039;] (17. Dezember 2023)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[badische-zeitung.de]] 16. Dezember 2023 &amp;#039;&amp;#039;Infobox&amp;#039;&amp;#039;, Ronja Vattes:  [https://www.badische-zeitung.de/hypokras-und-laeckerli-in-basel &amp;#039;&amp;#039;Hypokras &amp;amp; Läckerli in Basel&amp;#039;&amp;#039;] (17. Dezember 2023)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brauch, am [[Neujahr]]stag Hypokras zu trinken, wurde 1996 im öffentlichen Raum von der &amp;#039;&amp;#039;Zunft zum Goldenen Sternen&amp;#039;&amp;#039; wiederbelebt. Die Zunft lädt hier die Bevölkerung zur &amp;quot;Neijoorsaadringgede&amp;quot; (Neujahrantrinken) ein, der Hypokras wird dabei aus den Hähnen des [[Basler_Brunnen|Dreizackbrunnens]] auf dem Münsterberg ausgeschenkt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bazonline.ch/basel-neijoorsaadringgede-mit-hypokras-am-dreizackbrunnen-183275980927&amp;lt;/ref&amp;gt; In traditionsreichen Basler Familien lebt der Brauch ebenso weiter.&amp;lt;!-- Quelle? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Clairet]]&lt;br /&gt;
* [[Glühwein]]&lt;br /&gt;
* [[Mulsum (Getränk)]]&lt;br /&gt;
* [[Smoking Bishop]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[André Dominé]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst des Aperitif. Rezepte, Getränke, Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Kunstverlag Weingarten, 1989, ISBN 3-8170-0013-8, S. 21.&lt;br /&gt;
* [[Willem Frans Daems]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Clareit- und Ypocrasrezepte in Thomas van der Noots „Notabel boecxken van cokeryen“ (um 1510).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gundolf Keil]], Rainer Rudolf, Wolfram Schmitt, Hans J. Vermeer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fachliteratur des Mittelalters. Festschrift für Gerhard Eis.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 1968, S. 205–224.&lt;br /&gt;
* Kurt Lussi: &amp;#039;&amp;#039;Liebestrünke Mythen, Riten und Rezepte.&amp;#039;&amp;#039; AT Verlag, Aarau 2006, ISBN 978-3-03800-271-0&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerisches Idiotikon]],&amp;#039;&amp;#039; Band II, Spalte 1481&amp;amp;nbsp;f., Artikel &amp;#039;&amp;#039;Hippokras&amp;#039;&amp;#039; [https://digital.idiotikon.ch/p/lem/134190 Digitalisat].&lt;br /&gt;
* [[Amalie Schneider-Schlöth]]: &amp;#039;&amp;#039;Basler Kochschule – eine leichtfassliche Anleitung zur bürgerlichen und feineren Kochkunst.&amp;#039;&amp;#039; 14. Auflage, vollständig neu bearbeitet von Andreas Morel. Basel 1983, ISBN 3-7245-0529-9, S. 70 (Nr. 56).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.oldcook.com/en/medieval-hippocras Geschichte des Hypocras] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{KECH|240|Hypokras}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://hyppocras.blogspot.de/2011/05/buch-73-chronologische-hyppocras.html | archive-is=20121129030351 | text=Rezepte mit Originalquellen und Zutaten des Hyppocras (Privater Blog)}}&lt;br /&gt;
* [https://books.google.de/books?id=IdFIAAAAIAAJ&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA212#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Hypocrasrezepte] von 1863&lt;br /&gt;
* [https://www.bazonline.ch/basel/stadt/suesser-der-brunnen-nie-sprudelt/story/19685254 &amp;#039;&amp;#039;Süsser der Brunnen nie sprudelt&amp;#039;&amp;#039;] auf bazonline.ch&lt;br /&gt;
* [https://www.faz.net/aktuell/stil/essen-trinken/wuerzwein-oder-gloegg-dem-gluehwein-auf-der-spur-12705994.html Würzwein oder Glögg. Dem Glühwein auf der Spur].&lt;br /&gt;
* [https://www.t-online.de/leben/essen-und-trinken/id_66910822/das-aelteste-gluehwein-rezept-deutschlands-fuehrt-nach-sachsen.html Würzwein aus dem 19. Jahrhundert. Das älteste Glühwein-Rezept Mitteldeutschlands].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinhaltiges Getränk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulinarisches Erbe der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Mittelalter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essen und Trinken (Mittelalter)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eistreter</name></author>
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