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	<title>Hyperventilation - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hyperventilation&amp;diff=44047&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
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		<updated>2026-03-13T23:04:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Redundanztext&lt;br /&gt;
|3=Respiratorische Alkalose&lt;br /&gt;
|4=Hyperventilation&lt;br /&gt;
|12=f|2=Februar 2017|1=[[Benutzer:Nescimus|Nescimus]] ([[Benutzer Diskussion:Nescimus|Diskussion]]) 19:14, 22. Feb. 2017 (CET)}}&lt;br /&gt;
{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = R06.-&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Störungen der Atmung&lt;br /&gt;
| 02-CODE = R06.4&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Hyperventilation&lt;br /&gt;
| 03-CODE = F45.33&lt;br /&gt;
| 03-BEZEICHNUNG = Somatoforme autonome Funktionsstörung: Atmungssystem&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = MD11.7&lt;br /&gt;
| Data-01 = Hyperventilation&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Bei einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hyperventilation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|ὑπέρ|&amp;#039;&amp;#039;hypér&amp;#039;&amp;#039;|de=über}} und {{laS|ventilare}} ‚fächeln‘) handelt es sich um eine gesteigerte Belüftung der [[Lunge]]n. Sie geht mit einer Abnahme des [[Kohlenstoffdioxid]]-[[Partialdruck]]es (CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) und einem [[PH-Wert|pH]]-Anstieg ([[respiratorische Alkalose]]) im Blut einher. Eine Hyperventilation kann sich als Störung der Atemregulation aus psychischen oder körperlichen Gründen ereignen (&amp;#039;&amp;#039;Hyperventilationssyndrom&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;primäre Hyperventilation&amp;#039;&amp;#039;), als Reaktion auf eine Unterversorgung zeigen (bei Erkrankungen des [[Herz-Kreislauf-System]]s, &amp;#039;&amp;#039;sekundäre Hyperventilation&amp;#039;&amp;#039;) oder auch bei kontrollierter [[Beatmung]] auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem akuten Hyperventilationssyndrom, das durch anfallsweise auftretende beschleunigte und vertiefte Atmung mit den typischen [[Tetanus (Physiologie)|tetanischen Symptomen]] gekennzeichnet ist, wird das chronische Hyperventilationssyndrom unterschieden, das zur Gruppe der [[Somatisierungsstörung]]en gezählt wird und oft mit nicht eindeutigen Symptomen einhergeht. Die angstbedingte, akute Hyperventilation kann bisweilen ein zugrunde liegendes Problem (zum Beispiel [[Pneumothorax]]) überdecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bei einem erhöhten Atmungsbedarf angepasste Atemvolumen beim Arbeiten (körperliche Belastung) ist keine Hyperventilation. Das Gegenteil (zu viel Kohlenstoffdioxid im Blut) heißt [[Hypoventilation]]. Das Phänomen einer zu schnellen Atmung, ohne Berücksichtigung der Kohlenstoffdioxidkonzentration im Blut, bezeichnet man als [[Tachypnoe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Eine Hyperventilation ist eine Störung der Atmung, die meist psychisch bedingt ist und früher wie andere funktionelle Atemstörungen als „Atemneurose“ bezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Clauser]]: &amp;#039;&amp;#039;Funktionelle Atemstörungen („Atemneurosen“).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Heilmeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin / Göttingen / Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 1250–1252, hier: S. 1250 (&amp;#039;&amp;#039;Die Hyperventilation&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; Starke [[Affekt]]e wie  [[Angst]], [[Panik]] oder [[Erregung (Medizin)|Erregung]], aber auch [[Schmerz]]en können zu einer beschleunigten Atmung führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben kann eine Hyperventilation auch durch körperliche Erkrankungen wie [[Enzephalitis|Hirnentzündungen]], [[Hirntumor]]e, [[Schädel-Hirn-Trauma]], [[Schlaganfall]], Elektrolytstörungen, Vergiftungen und Infektionskrankheiten verursacht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Differenzialdiagnose|Differenzialdiagnostisch]] müssen körperliche Störungen ausgeschlossen werden, die eine kompensatorische Steigerung der Atmung verursachen, wie etwa [[Herzinsuffizienz]] und Erkrankungen der Lunge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonderer Fall der (willentlichen, aber nicht beabsichtigten) Hyperventilation kann auftreten bei der [[Zirkularatmung]], wie sie [[Blasinstrument]]enspieler, vor allem beim [[Didgeridoo]], verwenden. Einige [[Atemtherapie]]n und Atemlehren verwenden absichtliche Hyperventilationen, so [[Kapalabhati]], eine Übung der indischen Atemlehre [[Pranayama]], oder das [[Holotropes Atmen|holotrope Atmen]] zur Erreichung von [[Transzendenzerfahrung]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Hubert: &amp;#039;&amp;#039;Entzauberte Transzendenz – Wissenschaftler möchten das religiöse Erleben erklären&amp;#039;&amp;#039;. Hörbeitrag. [[Deutschlandfunk]], Reihe &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft im Brennpunkt&amp;#039;&amp;#039;, 24. Dezember 2003; [https://www.deutschlandfunk.de/entzauberte-transzendenz.740.de.html?dram:article_id=111289 deutschlandfunk.de] abgerufen am 26. Oktober 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Freitaucher]] (Taucher ohne Hilfsmittel) lehnen die Hyperventilation als einfache Möglichkeit zur Verlängerung der Tauchzeit ohne Geräteunterstützung wegen deren Gefährlichkeit weitgehend ab. Ungeübte Schwimmer können beim [[Kraulschwimmen|Kraulen]] hyperventilieren, wenn keine ausreichende Kohlenstoffdioxid-Balance erreicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Atemregulation im Körper ==&lt;br /&gt;
Das [[Atemminutenvolumen]] des Menschen wird primär durch die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration im arteriellen Blut geregelt. Die Messung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration erfolgt zum einen durch im [[Hirnstamm]] gelegene zentrale Chemorezeptoren und zum anderen durch periphere Chemorezeptoren, die sich im [[Glomus caroticum]] und in den [[Glomera aortica]] befinden. Steigt der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt im Blut, erhöht sich das Atemzeitvolumen (Vermittlung durch das [[Atemzentrum]]). Eine sekundäre Atemsteuerung (unter Normalbedingungen deutlich geringerer Einfluss) übernehmen Sauerstoff- (kann nur in peripheren Chemorezeptoren gemessen werden) und pH-Rezeptoren, die bei zu niedriger Sauerstoffversorgung bzw. zu niedrigem pH-Wert das Atemzeitvolumen erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathophysiologie ==&lt;br /&gt;
Eine überhöhte Luftwechselrate führt kaum zur Mehraufnahme von Sauerstoff in den Körper, da die [[Sauerstoffsättigung|Sättigung des Blutes mit Sauerstoff]] schon bei normaler Atmung etwa 97 % beträgt. Allerdings kommt es bei Hyperventilation zur vermehrten Abatmung von Kohlenstoffdioxid, welches ständig aus dem Blut in die Atemluft [[Diffusion|diffundiert]]. Dadurch kann der Anteil des Kohlenstoffdioxids im Blut unter den [[physiologisch]]en Wert fallen, was zu einer Störung des [[Säure-Basen-Haushalt]]s führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kohlenstoffdioxid (CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;) ist im Blut größtenteils als [[Kohlensäure]] (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) gebunden. Die im Blut gelöste Kohlensäure reagiert in Abhängigkeit von den Umständen entweder zu freiem Kohlenstoffdioxid oder zu [[Hydrogencarbonat]] (HCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;). Bei der Umwandlung von Kohlensäure in Kohlendioxid wird ein H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O (Wasser) abgespalten. Bei der Umwandlung von Kohlensäure in Hydrogencarbonat wirkt die Säure als [[Protonendonator]]. Das abgegebene [[Proton (Chemie)|Proton]] (H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;) verbindet sich mit dem umgebenden Wasser (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O) zu [[Oxonium]] (H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;).&lt;br /&gt;
: &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{&lt;br /&gt;
CO_2 + 2\ H_2O&lt;br /&gt;
\leftrightharpoons&lt;br /&gt;
H_2CO_3 + H_2O&lt;br /&gt;
\leftrightharpoons&lt;br /&gt;
HCO_3^- + H_3O^+}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn durch eine vertiefte bzw. beschleunigte Atmung zu viel Kohlendioxid mit der Atemluft abgegeben wird, verschiebt sich das [[Chemisches Gleichgewicht|Reaktionsgleichgewicht]]. Als [[Prinzip vom kleinsten Zwang#Stoffmengenänderung|Folge der Stoffmengenänderung]] reagiert H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;CO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; so lange vermehrt zu CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;, bis sich ein neues Gleichgewicht einstellt. Dabei kommt es zwangsläufig zu einer Abnahme der Konzentration von HCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt; und H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;. Je weniger H&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; sich im Blut befindet, desto höher ist dessen [[pH-Wert]]. Infolge der Hyperventilation wird so zunehmend eine [[respiratorische Alkalose]] erzeugt, was ein potentiell lebensbedrohlicher Zustand ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Verständnis der Folgen der Hyperventilation ist eine grundlegende Kenntnis über den Zustand der Hirngefäße in Abhängigkeit von der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration im Blut erforderlich: Eine hohe CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration geht im Allgemeinen mit einer niedrigen O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration einher. In diesem Fall erweitern sich die Gefäße des Gehirns, um eine adäquate Versorgung der Nervenzellen mit Sauerstoff zu gewährleisten. Bei der Hyperventilation tritt nun der umgekehrte Fall ein: Die abnorm geringe CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration führt zu einer [[Konstriktion]] der Hirngefäße. Dies führt zu der paradoxen Situation, dass eine vermehrte Atemtätigkeit trotz maximaler Sauerstoffsättigung zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|Die Calcium-Hypothese ist zwar ein Klassiker der physiologischen Lehre, der einzige mir bekannte Versuch eines experimentellen Nachweises (J. Steurer, P. Pei, W. Vetter: Einfluß einer kurzzeitigen Hyperventilation auf die Konzentration des ionisierten Serumcalciums. Dtsch med Wschr 1997; 122: S. 887–889) schlug jedoch fehl. -- [[Benutzer:Nescimus|Nescimus]] ([[Benutzer Diskussion:Nescimus|Diskussion]]) 18:55, 14. Mär. 2017 (CET)|Der folgende Absatz}}&lt;br /&gt;
Durch die pH-Verschiebung kommt es außerdem zu Störungen des Elektrolythaushaltes, insbesondere zu einer relativen [[Hypokalziämie]] (relativ, weil nicht die Konzentration des Calciums abnimmt, sondern der Anteil des frei gelösten ionisierten Calciums am Gesamt-Calcium im Blut) durch die vermehrte Bindung an negativ geladene Plasmaproteine. Dies ist dadurch zu erklären, dass Plasmaproteine bei erhöhten Blut-pH-Werten verstärkt Protonen an das Blut abgeben und damit eine negativ geladene Bindungsstelle frei wird.&lt;br /&gt;
Calcium hat eine membranstabilisierende Wirkung. Sinkt nun die relative Konzentration, führt dies zu einer Übererregbarkeit des Nervensystems und der Muskulatur und damit zu den typischen neuromuskulären Symptomen (z.&amp;amp;nbsp;B. Krämpfe, „Pfötchenstellung“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Bei den Betroffenen liegt eine hohe Atemfrequenz ([[Tachypnoe]]) vor, sie klagen gleichzeitig über starke Luftnot, den Zwang, tief einatmen zu müssen, und ein Engegefühl über der Brust. [[Gähnen]], [[Seufzer]] und ein [[Reizhusten]] können ebenfalls auftreten. Typisch sind die neuromuskulären Symptome. Charakteristischerweise treten Gefühllosigkeit und Missempfindungen ([[Parästhesie]]n, als „Ameisenlaufen“ empfunden) auf, begleitet von Verkrampfungen der Hände („Pfötchenstellung“) und Lippen („Karpfenmaul“), Zittern, Muskelschmerzen und gelegentlich Lähmungen der Extremitäten. Begleitend sind oft Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen und Benommenheit, teilweise bis zur [[Synkope (Medizin)|Synkope]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Kardiologie|kardiale Symptome]] können auftreten und sich als thorakale Schmerzen (über dem Brustkorb), Herzstechen und Herzklopfen ([[Palpitation]]en) äußern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei chronischem Krankheitsbild können weiterhin Verdauungsprobleme (Aufstoßen, Blähungen, Schluckstörungen) auftreten, die oft dem Krankheitsbild des [[Reizdarmsyndrom]]s entsprechen. [[Müdigkeit]], Schläfrigkeit, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Reizbarkeit, Wetterfühligkeit sowie [[Phobische Störung|phobische-]] oder [[Panik]]zustände sind ebenfalls mögliche Symptome des chronischen Verlaufs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
Im Vordergrund der Behandlung einer akuten Hyperventilation steht eine Beruhigung des Betroffenen mit der Anleitung zu bewusst langsamer und verminderter Atmung. Wenn dies aufgrund von Angst und Erregung nicht möglich ist, ist eine [[Rückatmung]] (in eine Plastik- oder Papiertüte bzw. eine Hyperventilationsmaske oder Sauerstoffmaske bei ausgeschaltetem Sauerstoffzufluss) angezeigt. Durch das mehrmalige Ein- und Ausatmen der eigenen kohlenstoffdioxidhaltigen Atemluft steigt die CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Konzentration im Blut des Patienten wieder an, und die zuvor konstringierten Hirngefäße weiten sich wieder. Zuweilen ist eine pharmazeutische [[Sedierung]], z.&amp;amp;nbsp;B. mit einem [[Benzodiazepine|Benzodiazepin]], notwendig. Heute nicht mehr praktiziert wird ein Ausgleich des [[Säure-Basen-Haushalt]]s oder die [[intravenös]]e Verabreichung von [[Calcium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das chronische Hyperventilationssyndrom wird durch psychotherapeutische Behandlung sowie mit Physio- und Atemtherapie und Entspannungsverfahren behandelt. Bei etwa 60 % der Patienten kommt es darunter zu einer Besserung. Innerhalb der Atemtherapie ist die Atemtechnik der [[Buteyko-Methode]] eine wirksame Methode zur Behandlung. Durch die Erhöhung der CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Toleranz des Körpers, verlangsamt sich der Atemrhythmus, was positiv auf das [[Vegetatives Nervensystem|autonomen Nervensystems]] wirkt und den [[Parasympathikus]] aktiviert. Gleichzeitig verbessert sich die Sauerstoffversorgung der Körperzellen (speziell der Gehirnzellen) aufgrund des [[Bohr-Effekt]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hyperventilation als Therapietechnik ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen [[Körperpsychotherapie|körperpsychotherapeutischer]] Verfahren wie [[Bioenergetische Analyse]] ([[Alexander Lowen]]), [[Rebirthing]] und [[holotropes Atmen]] wird Hyperventilation bewusst in therapeutischer Absicht eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Werner Stangl |url=https://lexikon.stangl.eu/8295/hyperventilation/ |titel=Hyperventilation |werk=Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik |abruf=2018-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als [[Konfrontationstherapie|Expositionstechnik]] kommt Hyperventilation in der [[Verhaltenstherapie]] zum Einsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tobias Teismann, Jürgen Margraf |Hrsg= |Titel=Exposition und Konfrontation |Sammelwerk=Standards der Psychotherapie |Band=3 |Nummer= |Auflage= |Verlag=Hogrefe |Ort= |Datum= |ISBN=978-3-8444-2825-4 |Seiten=135}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jörg Michael Herrmann]], A. Radvila: [https://www.aerzteblatt.de/archiv/16088 &amp;#039;&amp;#039;Funktionelle Störungen – Funktionelle Atemstörungen – Das Hyperventilationssyndrom&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Dtsch Arztebl&amp;#039;&amp;#039;, 1999; 96 (11), S. A-694/B-532/C-490.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4161100-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Pneumologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gib Senf dazu!</name></author>
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