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	<title>Hyperoxide - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T11:40:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hyperoxide&amp;diff=118408&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Orci: /* Einzelnachweise */ +Navileiste</title>
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		<updated>2025-09-26T19:40:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; +Navileiste&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:superoxide.svg|150px|mini|Dioxid(1−) [[Anion]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hyperoxide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Superoxide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind chemische Verbindungen, die das vom [[Sauerstoff]] abgeleitete &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dioxid(1−)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-[[Anion]] (&amp;lt;sup&amp;gt;•&amp;lt;/sup&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;) enthalten. Der Sauerstoff hat in diesen Verbindungen die [[Oxidationszahl]] −½.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbindungen mit dem O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;sup&amp;gt;2−&amp;lt;/sup&amp;gt;-Anion, wie [[Wasserstoffperoxid|H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]] und [[Bariumperoxid|BaO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]], sind&lt;br /&gt;
[[Peroxid]]e, keine Hyperoxide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
In der deutschsprachigen Fachliteratur wird häufig Hyperoxid als Name verwendet. Obwohl „Superoxid“ in der biochemischen Nomenklatur genannt wird, wird dieser im Deutschen nicht empfohlen und stattdessen die Verwendung des systematischen Namens &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dioxid(1−)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; empfohlen, da das Präfix „Super“ nicht in allen Sprachen dieselbe Bedeutung hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Liebscher, Ekkehard Fluck: [http://books.google.com/books?id=i5HdWb6iWrgC&amp;amp;pg=PA108 &amp;#039;&amp;#039;Die systematische Nomenklatur der anorganischen Chemie.&amp;#039;&amp;#039;] Springer, 1998, ISBN 3-540-63097-X, S. 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Englischen ist „superoxide“ von der [[International Union of Pure and Applied Chemistry|IUPAC]] als alternativer Name zur systematischen Bezeichnung akzeptiert. „Hyperoxide“ wird dagegen von IUPAC als obsolet betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[International Union of Pure and Applied Chemistry|IUPAC]]: [http://old.iupac.org/publications/books/rbook/Red_Book_2005.pdf &amp;#039;&amp;#039;Red Book.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 4,3&amp;amp;nbsp;MB). S.&amp;amp;nbsp;73 und 320.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die Hyperoxide der Alkali- und Erdalkalimetalle sind gelbe bis orange, kristalline, [[paramagnetisch]]e Festkörper. Beim Erhitzen unter Sauerstoffabschluss zerfallen sie unter Bildung der entsprechenden [[Peroxide]] und Sauerstoffentwicklung. Hyperoxide [[Disproportionierung|disproportionieren]] in Gegenwart von Wasser unter Sauerstoffentwicklung und Bildung von Wasserstoffperoxid sowie der Hydroxide:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \mathrm{ 2 \ {}^\bullet\mathrm{O}^-_2 \ + \ 2 \ H_2O \ \longrightarrow \ H_2O_2 \ + \ 2 \ OH^- \ + \ O_2} &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+ Alkalisuperoxide&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background: #DDFFDD;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! [[Lithiumsuperoxid]]&lt;br /&gt;
! [[Natriumsuperoxid]]&lt;br /&gt;
! [[Kaliumsuperoxid]]&lt;br /&gt;
! [[Rubidiumsuperoxid]]&lt;br /&gt;
! [[Caesiumsuperoxid]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Formel&lt;br /&gt;
| LiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
| NaO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
| KO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
| RbO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
| CsO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Aussehen&lt;br /&gt;
| gelb&lt;br /&gt;
| gelb bis orange&lt;br /&gt;
| gelb&lt;br /&gt;
| hellgelb&lt;br /&gt;
| gelb bis orange&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt&lt;br /&gt;
| zersetzt sich ab 25 °C&lt;br /&gt;
| 551,7 °C&lt;br /&gt;
| 560 °C&lt;br /&gt;
| zersetzt sich zwischen 280 und 360 °C&lt;br /&gt;
| 600 °C&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildung ==&lt;br /&gt;
Hyperoxide entstehen bei der Verbrennung der [[Alkalimetall]]e [[Kalium]], [[Rubidium]] und [[Caesium]] in Gegenwart von Sauerstoff. [[Natrium]] verbrennt dagegen hauptsächlich zum [[Peroxid]]. [[Lithium]] – auch bei großem Sauerstoffüberschuss – überwiegend zum [[Oxid]]. Der Grund für das unterschiedliche Verhalten liegt im Anwachsen des [[Ionenradius]] mit steigender Periode des Alkalimetalls, der Zunahme der [[HSAB-Konzept|Weichheit]] der Kationen und im Gewinn an [[Gitterenergie]]: während das kleine, [[HSAB-Konzept|harte]] Lithium-Kation das ebenfalls kleine und harte Oxid-Anion als Bindungspartner im Ionenkristall bevorzugt, tritt ab Kalium, aber insbesondere beim Rubidium bzw. Caesium das große, wesentlich weichere Hyperoxid-Anion an dessen Stelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biochemie ==&lt;br /&gt;
Hyperoxide entstehen auch bei normalen Stoffwechselprozessen im Zuge der Reduktion molekularen Sauerstoffs z.&amp;amp;nbsp;B. in der [[Atmungskette]] und können infolge ihrer hohen Reaktivität Zellstrukturen ggf. irreversibel zerstören. Sie werden daher den [[Reaktive Sauerstoffspezies|reaktiven Sauerstoffspezies]] (&amp;#039;&amp;#039;RSS&amp;#039;&amp;#039; oder englisch &amp;#039;&amp;#039;ROS&amp;#039;&amp;#039;) zugeordnet. Für den schnellen Abbau solcher freien Radikale ist das [[Enzym]] [[Superoxid-Dismutase]] zuständig. Die Reaktion erfolgt ähnlich wie die Zersetzung in wässriger Lösung über eine Disproportionierung des Hyperoxids in Sauerstoff und Peroxid. Letzteres wird als Wasserstoffperoxid frei, welches durch eine [[Katalase]] weiter zu Sauerstoff und Wasser entgiftet wird. Das Wasserstoffperoxid kann aber auch über [[Peroxidase]]n (z.&amp;amp;nbsp;B. Abbau von [[Lignin]] oder [[Aromaten]]) und [[Haloperoxidase]]n Verwendung im Organismus finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuere Studien schreiben [[Reaktive Sauerstoffspezies|RSS]] wie dem Hyperoxid und dem [[Wasserstoffperoxid]] neben der Generierung [[Oxidativer Stress|oxidativen Stresses]] eine wichtige Signalfunktion z.&amp;amp;nbsp;B. im Gehirn bei der Signalübertragung, der [[Synaptische Plastizität|synaptischen Plastizität]] und der Gedächtnisbildung zu. Sie wirken dort zudem stark vasodilatierend (gefäßerweiternd) und scheinen daher wichtig für die Steigerung des [[Gehirn|zerebralen]] Blutflusses und des zerebrovaskulären [[Tonus]] zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;K. T. Kishida, E. Klann: &amp;#039;&amp;#039;Sources and targets of reactive oxygen species in synaptic plasticity and memory.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Antioxid Redox Signal]].&amp;#039;&amp;#039; 9, 2007, S. 233–244. PMID 17115936.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Dass Hyperoxide bei der Reaktion von Alkalimetallen mit Sauerstoff eine Rolle spielen und die bisherigen Reaktionsgleichungen (die die Bildung von Tetroxiden annahmen) dafür falsch waren, fand 1931 [[Linus Pauling]] heraus. Pauling schlug auch den Namen vor. 1934 wurde das experimentell von [[Edward W. Neuman]] (1904–1955) bestätigt, indem er zeigte, dass Kaliumhyperoxid die magnetischen Eigenschaften freier Radikale hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Derek Lowe, Das Chemiebuch, Librero 2017, S. 296&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Hyperoxide auch in Lebewesen eine Rolle spielen, schlug zuerst 1954 [[Rebecca Gershman]] (1903–1986) vor, und [[Irwin Fridovich]] schlug in den 1960er Jahren vor, dass sich Hyperoxide frei in lebenden Zellen bewegen, konnte sich mit dieser Ansicht aber damals noch nicht durchsetzen. 1968 identifizierte [[Joe Milton McCord]] (* 1945) ein schon bekanntes, häufig vorkommendes Enzym als Hyperoxid-Einfänger in Zellen und nannte es Hyperoxid-Dismutase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Sauerstoff-Stoffgruppen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hyperoxid| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Orci</name></author>
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