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	<title>Hyperkaliämie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T10:24:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hyperkali%C3%A4mie&amp;diff=66052&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Literatur */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hyperkali%C3%A4mie&amp;diff=66052&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-05T06:56:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = E87.5&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Hyperkaliämie&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = 5C76&lt;br /&gt;
| Data-01 = Hyperkaliämie&lt;br /&gt;
| Code-02 = KB63.31&lt;br /&gt;
| Data-02 = Hyperkaliämie beim Neugeborenen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hyperkaliämie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Griechische Sprache|griechisch]] &amp;#039;&amp;#039;hyper-&amp;#039;&amp;#039; „– über, viel“; &amp;#039;&amp;#039;-ämie&amp;#039;&amp;#039; „– im Blut“) (auch &amp;#039;&amp;#039;Kaliumüberschuss&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet eine mitunter lebensgefährliche [[Elektrolytstörung]], bei der die Konzentration von [[Kalium]] im [[Blut]] erhöht ist. Von einer Hyperkaliämie wird bei Menschen ungefähr ab mehr als 5,0&amp;amp;nbsp;[[Stoffmengenkonzentration|mmol/l]] (bei Kindern 5,4) im [[Blutserum]] gesprochen. Ein Mangel an Kalium im Blut wird als [[Hypokaliämie]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Hier fehlt: Wie wird Kalium im Blut denn grundsätzlich gemessen?! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein einzelner erhöhter Wert sollte immer kontrolliert werden, da durch [[Hämolyse]] bei unsachgemäßer [[Blutabnahme]] zu hohe Kaliumwerte gemessen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fehlerquellen bei falsch erhöhten Werten (Pseudohyperkaliämie) können sein:&lt;br /&gt;
* Bei der Blutprobe ist zu lange gestaut oder zu lange mit der Hand gepumpt worden. Dadurch ist es zur Hämolyse gekommen. Das intrazelluläre Kalium der Erythrozyten tritt durch die Hämolyse ins Serum über.&amp;lt;ref&amp;gt;Ian R. Bailey, Vanessa R. Thurlow: &amp;#039;&amp;#039;Is suboptimal phlebotomy technique impacting on potassium results for primary care?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annals of Clinical Biochemistry.&amp;#039;&amp;#039; Mai 2008, S. 266–269. [[doi:10.1258/acb.2007.007123]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Schnelle [[Aspiration (Medizin)|Aspiration]] durch zu kleinlumige [[Kanüle]]&lt;br /&gt;
* Das Blut wurde vor der [[Zentrifugation]] zu lange stehen gelassen und hat sich bereits zu stark zersetzt. Es kommt zur Hämolyse.&lt;br /&gt;
* Kaliumfreisetzung in der Blutprobe bei exzessiver [[Thrombozytose]] oder [[Leukozytose]] (z. B. bei [[Chronische myeloische Leukämie|CML]])&lt;br /&gt;
[[Datei:Hyperkaliämie.jpg|mini| Flache P-Welle, spitze hohe T-Welle und verbreiteter QRS-Komplex bei einer Patientin mit akuter Hyperkaliämie (8,7 mmol/l)]]&lt;br /&gt;
Bei einer Hyperkaliämie fallen im [[Elektrokardiogramm|EKG]] eine spitze hohe T-Welle, der Verlust der P-Welle und eine Verbreiterung des gesamten QRS-Komplexes (insbesondere [[Rechtsschenkelblock]]) auf. Die EKG-Veränderungen weisen aber eine nur geringe [[Beurteilung eines binären Klassifikators#Sensitivität und Falsch-negativ-Rate|Sensitivität]] und [[Spezifität]] auf. EKG-Kontrollen ersetzen daher bei der Überwachung einer kaliumsenkenden Therapie nicht regelmäßige Kalium-Kontrollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Brian T. Montague u. a.|Titel=Retrospective Review of the Frequency of ECG Changes in Hyperkalemia|Jahr=2008|Sammelwerk=[[Clinical Journal of the American Society of Nephrology]]|Nummer=3|Seiten=324–330|Online=[https://cjasn.asnjournals.org/content/3/2/324.abstract Abstract]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Zu erhöhten Kaliumspiegeln kommt es, wenn über die Niere nicht genug Kalium ausgeschieden werden kann.&lt;br /&gt;
Das geschieht bei akutem [[Nierenversagen]], [[Chronisches Nierenversagen|chronischer Niereninsuffizienz]] und Nebennierenrinden-Insuffizienz ([[Morbus Addison]]).&lt;br /&gt;
Weiterhin können verschiedene Medikamente den Blutkaliumspiegel erhöhen. Dazu gehören [[ACE-Hemmer]] und [[AT1-Antagonist|Sartane]], [[Aldosteronantagonist]]en, [[Triamteren]], [[Zytostatikum|Zytostatika]], kalte [[Erythrozytenkonzentrat]]e und hormonelle [[Kontrazeptiva]] mit dem Gestagen [[Drospirenon]] (Yasmin/Petibelle), denn Drospirenon ähnelt strukturell [[Spironolacton]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Serumkaliumspiegel wird akut durch [[pH-Wert]]-Änderungen des Blutes beeinflusst. Eine Änderung des pH-Werts um 0,1 führt zu einer gegensinnigen Änderung des Kaliumspiegels von etwa 0,5&amp;amp;nbsp;mmol/l. Sinkt der pH-Wert, kommt es zur [[Azidose]]. Im Bestreben, dies auszugleichen, kommt es zur Umverteilungshyperkaliämie. Dabei werden überschüssige [[Proton (Chemie)|H&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt;-Ionen]] von [[Extrazellularraum|intravaskulär]] nach intrazellulär und die Kalium-Ionen entgegengesetzt umverteilt. Eine Azidose durch organische Säuren wie [[Laktat]] und [[Keton]]körper führt nicht zu einer Steigerung des Kaliumspiegels im Blut, da diese in die Zelle eindringen können und so der Kaliumshift in den Extrazellulärraum ausbleibt. Respiratorische Azidosen führen zu einer geringer ausgeprägten Hyperkaliämie als metabolische Azidosen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Kuhlmann, Joachim Böhler, [[Friedrich C. Luft]], [[Mark Dominik Alscher]], Ulrich Kunzendorf: &amp;#039;&amp;#039;Nephrologie - Pathophysiologie - Klinik - Nierenersatzverfahren&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart, 2015, S. 327&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwere Verletzungen der Muskulatur mit [[Rhabdomyolyse]], aber auch Verbrennungen führen ebenfalls zu einer Verlagerung des intrazellulären Kaliums in den [[Extrazellularraum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders in Kombination mit verminderter Ausscheidung kann auch eine erhöhte Zufuhr zur Hyperkaliämie führen.&lt;br /&gt;
Kaliumreiche Infusionen sowie bei fortgeschrittener [[Niereninsuffizienz]] auch schon größere Mengen Trockenobst oder kaliumreiche Früchte (Bananen) können dazu beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Hyperkaliämie äußert sich häufig unspezifisch, gelegentlich durch [[Parästhesie]]n oder Muskelzuckungen. Im weiteren Verlauf sind [[Herzrhythmusstörung]]en und [[Bradykardie]]n typisch, es kann zum Herz-Kreislauf-Stillstand kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Renz-Polster]] u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Basislehrbuch Innere Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Urban &amp;amp; Fischer-Verlag, ISBN 3-437-41052-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie: kaliumumverteilende und kaliumsenkende Maßnahmen ==&lt;br /&gt;
* Calciumgluconat 10 % 10 ml i. v., Wirkungsdauer ca. 30 Minuten. Stabilisiert das [[Ruhemembranpotential]] der Herzmuskelzellen und des Reizleitungssystems, wodurch [[Arrhythmie]]n verhindert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sood MM&amp;quot;&amp;gt;M. M. Sood, A. R. Sood, R. Richardson: &amp;#039;&amp;#039;Emergency management and commonly encountered outpatient scenarios in patients with hyperkalemia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mayo Clinic proceedings.&amp;#039;&amp;#039; Band 82, Nummer 12, Dezember 2007, S.&amp;amp;nbsp;1553–1561, {{ISSN|0025-6196}}. {{DOI|10.1016/S0025-6196(11)61102-6}}. PMID 18053465. (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* hochdosierte Inhalation mit β&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Mimetika, z. B. [[Salbutamol]], alternativ subkutane Verabreichung von [[Terbutalin]]. Verschiebung von Kalium nach intrazellulär.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID11723313&amp;quot;&amp;gt;A. Rastegar, M. Soleimani, A. Rastergar: &amp;#039;&amp;#039;Hypokalaemia and hyperkalaemia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Postgraduate medical journal.&amp;#039;&amp;#039; Band 77, Nummer 914, Dezember 2001, S.&amp;amp;nbsp;759–764, {{ISSN|0032-5473}}. PMID 11723313. {{PMC|1742191}}. (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Glukose]]lösung + Alt-[[Insulin]], Wirkungsbeginn nach 30 Minuten, Wirkungsdauer 4 bis 6 Stunden. Insulin induziert gleichzeitigen Shift von Glukose und Kalium nach intrazellulär.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sood MM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Natriumhydrogenkarbonat]], Wirkungseintritt nach ca. 10 Min., Wirkungsdauer 2 Stunden. [[Alkalose]] → Natriumprotonen-Austauscher (NHE) aktiv → Shift von Natrium nach intrazellulär → erhöhte Aktivität der [[Natrium-Kalium-Pumpe]] → Kaliumsenkung extrazellulär&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID14551344&amp;quot;&amp;gt;K. S. Kamel, C. Wei: &amp;#039;&amp;#039;Controversial issues in the treatment of hyperkalaemia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nephrology Dialysis Transplantation]].&amp;#039;&amp;#039; 2003, Band 18, S.&amp;amp;nbsp;2215–2218. PMID 14551344. (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Furosemid]] intravenös mit 0,9%iger NaCl-Lösung, um gezielt die Kaliumelimination zu fördern&lt;br /&gt;
* [[Hämodialyse]] für 2 bis 4 Stunden oder [[Hämofiltration]]&amp;lt;ref&amp;gt;Amitava Majumder, Anne Paschen: &amp;#039;&amp;#039;Ärztliche Arbeitstechniken.&amp;#039;&amp;#039; In: Jörg Braun, Roland Preuss (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klinikleitfaden Intensivmedizin.&amp;#039;&amp;#039; 9. Auflage. Elsevier, München 2016, ISBN 978-3-437-23763-8, S. 29–93, hier: S. 62–66 (&amp;#039;&amp;#039;Dialyseverfahren&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kationenaustauscher (oral oder rektal): [[Poly(styrol-co-divinylbenzol)sulfonsäure|Polystyrolsulfonat]] (Handelsname &amp;#039;&amp;#039;Resonium&amp;#039;&amp;#039;), [[Patiromer]] (&amp;#039;&amp;#039;Veltassa&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;ref name=&amp;quot;EPAR&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/veltassa|title=VELTASSA (Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen) |publisher=[[Europäische Arzneimittelagentur]]|lang=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Natrium-Zirconium-Cyclosilicat]] (&amp;#039;&amp;#039;Lokelma&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;label&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/lokelma|title= LOKELMA (Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen) |publisher=[[Europäische Arzneimittelagentur]]|lang=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Absetzen von [[Eplerenon]], [[Spironolacton]], [[Triamteren]], [[ACE-Hemmer]]n&lt;br /&gt;
* Einschränkung der [[Künstliche Ernährung|enteralen]] Kaliumzufuhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Danilo Fliser: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.aerzteblatt.de/archiv/37332 Symptomatische Hyperkaliämie: Was notfallmäßig zu tun ist.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ärzteblatt.&amp;#039;&amp;#039; Band 100, 2003, Nr. 24, S. A-1657 / B-1374 / C-1290&amp;lt;!-- ff.?--&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Heinz Zumkley: &amp;#039;&amp;#039;Die Kaliumfibel.&amp;#039;&amp;#039; Einhorn-Presse Verlag, Reinbek 1986, ISBN 3-88756-450-2, S. 55–67.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hyperkaliamie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitssymptom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektrolytstörung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metalle und Gesundheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kalium]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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