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	<title>Hyperbolos - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T08:40:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hyperbolos&amp;diff=1266206&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tusculum: /* Literatur */ wikilink</title>
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		<updated>2023-07-23T17:01:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum gleichnamigen Koroplasten siehe [[Hyperbolos (Koroplast)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hyperbolos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Ὑπέρβολος}}; † [[411 v. Chr.]]) war ein [[Geschichte Athens|athenischer]] Lampenhändler und Politiker des 5. Jahrhunderts v. Chr., der um 422 v. Chr. führender [[Demagogie|Demagoge]] werden wollte und dafür vor allem den Spott der [[Komödie]] erntete. Um 417 v. Chr. wurde er als letztes Opfer des attischen [[Scherbengericht]]s aus [[Athen]] verbannt.&lt;br /&gt;
[[Datei:3309 - Athens - Stoà of Attalus Museum - 2nd century BC oil lamps - Photo by Giovanni Dall&amp;#039;Orto, Nov 9 2009.jpg|rechts|miniatur|hochkant=0.9|Griechische Öllampen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufstieg ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hyperbolos, Sohn des Antiphanes aus dem Demos Perithoides, hatte als Lampenhersteller oder -vertreiber in Athen ein Vermögen erworben, das er nach Ausbruch des [[Peloponnesischer Krieg|Peloponnesischen Kriegs]] einsetzte, um eine Karriere als Politiker zu starten. 425/24 v. Chr. war er zunächst [[Strategos|Stratege]] gewesen, ohne sich sonderlich auszuzeichnen. Nach dem Tod des [[Kleon (Athen)|Kleon]] in der [[Schlacht von Amphipolis]] avancierte Hyperbolos 422 v. Chr. zum Führer der radikalen Demokraten, die eine Aussöhnung mit [[Sparta]] ablehnten und deshalb 421 v. Chr. gegen den [[Nikiasfrieden]] opponierten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KlP|2|1274||Hyperbolos|Franz Kiechle}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Kleon, einem ehemaligen Gerber oder Lederhändler, übernahm Hyperbolos insbesondere den Part als Einpeitscher der unkultivierten Masse in der [[Ekklesia (Antike)|Volksversammlung]]. Die Sorgen der Bildungsbürger über diesen Aufstieg kamen daraufhin im politischen Kommentar der attischen Komödie zum Ausdruck, vor allem in den Stücken der Dichter [[Aristophanes]] und [[Eupolis]]. Als Führer der Kriegspartei wurde Hyperbolos jedoch bald durch den brillanten [[Alkibiades]] in den Schatten gestellt. Um 420 v. Chr. war er [[Bule|Ratsherr]]. Zu diesem Zeitpunkt hatte seine politische Karriere ihren Zenit wohl schon überschritten, da Aristophanes seine Dichterkollegen verhöhnte, weil sie immer noch auf den „ärmlichen Wicht“ einstampften, statt sich lohnendere Opfer für ihren Spott zu suchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Aristophanes, &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wolken]]&amp;#039;&amp;#039; 540–555.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ostrakismos ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AGMA Ostrakon Hyperbolos.jpg|rechts|miniatur|hochkant=0.9|[[Ostrakismos]]-Scherbe mit dem Namen des Hyperbolos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hyperbolos intrigierte indes weiter gegen die führenden Staatsmänner [[Nikias]] und Alkibiades. Vermutlich 417 v. Chr. (oder 415 v. Chr.) beantragte er einen &amp;#039;&amp;#039;Ostrakismos&amp;#039;&amp;#039; (Scherbengericht), um wenigstens einen seiner beiden Gegner loszuwerden. Die beiden ansonsten verfeindeten Parteiführer schlossen jedoch ein Zweckbündnis und bewirkten durch ihre Absprache, dass die meisten Stimmen auf Hyperbolos entfielen, der damit auf zehn Jahre aus Athen verbannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Herbert Heftner: &amp;#039;&amp;#039;Der Ostrakismos des Hyperbolos: Plutarch, pseudo-Andokides und die Ostraka.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinisches Museum für Philologie]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 143, 2000, [http://www.rhm.uni-koeln.de/143/Heftner.pdf PDF].&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Komiker [[Platon (Dramatiker)|Platon]] widmete dem überraschenden Ausgang einige Zeilen einer Komödie, die von [[Plutarch]] überliefert sind:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Plutarch]], &amp;#039;&amp;#039;Alkibiades&amp;#039;&amp;#039; 13 und &amp;#039;&amp;#039;Nikias&amp;#039;&amp;#039; 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Strafe, die ihn traf, war wohl zurecht verdient,&amp;lt;br /&amp;gt;doch unangemessen für den elenden Wicht.&amp;lt;br /&amp;gt;Für solche Stricke ward die Scherbe nicht erdacht.|Platon comicus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exil und Tod ==&lt;br /&gt;
Der Historiker [[Thukydides]] berichtet, dass Hyperbolos nach [[Samos]] ins Exil ging, wo er im Jahr 411 v. Chr. von [[Oligarchie|oligarchischen]] [[Putsch]]isten ermordet wurde. Thukydides nennt ihn „einen niedrigen Kerl, den das Scherbengericht verbannt hatte nicht aus Angst vor seiner Macht und seinem Ansehen, sondern wegen seiner Schlechtigkeit und als Schande der Stadt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thukydides]], VIII 73,3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Während seiner kurzen Karriere als Führer in der Volksversammlung enthüllte Hyperbolos offenbar eine überdurchschnittliche Zahl menschlicher Schwächen, die ihn bald zum bevorzugten Ziel der attischen Komödie machten. Besonders hartnäckig zeigte sich Aristophanes, der ihn zwischen 425 und 405 v. Chr. in mindestens sieben Stücken erwähnte. Gewöhnlich wird er dabei als hässlich, ungebildet, verworfen, hinterhältig und gemein dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Aristophanes]], &amp;#039;&amp;#039;[[Die Acharner]]&amp;#039;&amp;#039; 846; &amp;#039;&amp;#039;[[Die Ritter]]&amp;#039;&amp;#039; 739, 1304, 1363; &amp;#039;&amp;#039;Die Wolken&amp;#039;&amp;#039; 551, 557, 623, 876, 1065; &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wespen]]&amp;#039;&amp;#039; 1007; &amp;#039;&amp;#039;[[Der Frieden]]&amp;#039;&amp;#039; 681, 921, 1319; &amp;#039;&amp;#039;[[Die Thesmophoriazusen]]&amp;#039;&amp;#039; 840; &amp;#039;&amp;#039;[[Die Frösche]]&amp;#039;&amp;#039; 570.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Komödie &amp;#039;&amp;#039;[[Der Frieden]]&amp;#039;&amp;#039; heißt es, dass das Volk ihm in seiner Verzweiflung nur deshalb nachlief, weil es von seinen Lampen Erleuchtung erwartete.&amp;lt;ref&amp;gt;Aristophanes, &amp;#039;&amp;#039;Der Frieden&amp;#039;&amp;#039; 690f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aristophanes stand mit seinem Spott jedoch nicht allein, und in der Komödie &amp;#039;&amp;#039;Marikas&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Μαρικᾶς}}) seines Konkurrenten Eupolis wird Hyperbolos als „Sklave barbarischer Herkunft karikiert, der seine Bildung in Barbierstuben aufgeschnappt hat“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KlP|2|438|439|Eupolis|Walther Kraus}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Dramatiker [[Hermippos (Athen)|Hermippos]] dichtete auf Hyperbolos und seine vermutlich trunksüchtige Mutter seine &amp;#039;&amp;#039;Brodweiber&amp;#039;&amp;#039;, und der Komiker [[Platon (Dramatiker)|Platon]] widmete beiden sogar ein ganzes Stück mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Hyperbolos&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Aristophanes]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Acharner]]&amp;#039;&amp;#039; 846; &amp;#039;&amp;#039;[[Die Ritter]]&amp;#039;&amp;#039; 739, 1304, 1363; &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wolken]]&amp;#039;&amp;#039; 551, 557, 623, 876, 1065; &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wespen]]&amp;#039;&amp;#039; 1007; &amp;#039;&amp;#039;[[Der Frieden]]&amp;#039;&amp;#039; 681, 921, 1319; &amp;#039;&amp;#039;[[Die Thesmophoriazusen]]&amp;#039;&amp;#039; 840; &amp;#039;&amp;#039;[[Die Frösche]]&amp;#039;&amp;#039; 570.&lt;br /&gt;
* [[Eupolis]]: &amp;#039;&amp;#039;Fragmente&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Plutarch]]: &amp;#039;&amp;#039;Alkibiades&amp;#039;&amp;#039; 13; &amp;#039;&amp;#039;Nikias&amp;#039;&amp;#039; 11.&lt;br /&gt;
* [[Thukydides]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Peloponnesischer Krieg#Literatur|Peloponnesischer Krieg]]&amp;#039;&amp;#039; 8, 73.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Die Politik Athens nach dem Nikiasfrieden und die Datierung des Ostrakismos des Hyperbolos.&amp;#039;&amp;#039; In [[Klio (Zeitschrift)|Klio]] 29, 1936, S.&amp;amp;nbsp;36–49, {{DOI|10.1524/klio.1936.29.29.36}}.&lt;br /&gt;
* {{KlP|2|1274||Hyperbolos|[[Franz Kiechle]]}}&lt;br /&gt;
* W. R. Connor: &amp;#039;&amp;#039;The new politicians of fifth-century Athens.&amp;#039;&amp;#039; 1971.&lt;br /&gt;
* Peter J. Rhodes: &amp;#039;&amp;#039;The Ostracism of Hyperbolos.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Robin Osborne]], [[Simon Hornblower]] (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Ritual, Finance, Politics: Athenian Democratic Accounts presented to David Lewis.&amp;#039;&amp;#039; Oxford, 1994, S.&amp;amp;nbsp;85–99.&lt;br /&gt;
* [[Herbert Heftner]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Ostrakismos des Hyperbolos: Plutarch, pseudo-Andokides und die Ostraka.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinisches Museum für Philologie]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 143, 2000, S.&amp;amp;nbsp;32–59, [http://www.rhm.uni-koeln.de/143/Heftner.pdf PDF].&lt;br /&gt;
* {{DNP|5|802||Hyperbolos|Peter J. Rhodes}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12298398X|LCCN=n2002039547|VIAF=232045926}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Athen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Athen in der Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Peloponnesischer Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grieche (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 5. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 411 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hyperbolos&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ὑπέρβολος (griechisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=athenischer Staatsmann und Demagoge&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Athen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=411 v. Chr.&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Samos]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tusculum</name></author>
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