<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hypallage</id>
	<title>Hypallage - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hypallage"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hypallage&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T21:28:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hypallage&amp;diff=45704&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Beispiele */ Tippfehler entfernt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hypallage&amp;diff=45704&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-24T21:11:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beispiele: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hypallage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|hypalaˈgeː, hyˈpalage}}] (von {{grcS|ὑπαλλαγή|de=Verwechslung}}) ist eine [[rhetorische Figur]], die dadurch gekennzeichnet ist, dass der (gemeinte) inhaltliche Bezug eines Wortes von seinem (formulierten) [[grammatisch]]en Bezug abweicht, genauer gesagt der [[Semantik#Linguistische Semantik|semantische]] vom [[syntaktisch]]en Bezug. Damit ist die Beziehung zwischen den Wörtern einer Aussage quasi „verschoben“, sodass die Aussage [[Mehrdeutigkeit#Eine Bedeutung beabsichtigt, eine andere steht da|doppeldeutig]] wird. Bei [[Idiomatisierung|idiomatisierten]] Hypallagen wird diese Doppeldeutigkeit im alltäglichen Sprachgebrauch häufig nicht wahrgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigste Form der Hypallage ist die Zuordnung eines [[Attribut (Grammatik)#Attribute beim Substantiv|attributiven]] Adjektivs zum falschen Substantiv, die gewollt oder unfreiwillig komisch wirken kann. Auch wenn Grammatiken und Stillehren von solchen „reitenden Artilleriekasernen“ abraten und sie wegen eigentlich regelwidriger Bezugnahme als „falsche Fügungen“ bezeichnen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heuer&amp;quot;&amp;gt;Walter Heuer, Max Flückiger, Peter Gallmann: &amp;#039;&amp;#039;Richtiges Deutsch. Vollständige Grammatik und Rechtschreiblehre.&amp;#039;&amp;#039; 32.&amp;amp;nbsp;Auflage. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2017, S.&amp;amp;nbsp;503&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; tritt diese Form der Hypallage auch im schriftlichen Sprachgebrauch auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hypallagen können auf ganz unterschiedliche Weise Verfremdungseffekte bewirken, von kaum bemerkbaren Abweichungen von der sprachlichen Norm über verblüffende [[Paradox]]ien bis zu schlankweg widersinnigen Formulierungen. In ihren kühneren Formulierungen werden sie bevorzugt von [[Manierismus|manieristischen]] Dichtern verwendet, in der Antike vor allem denen der [[Silberne Latinität|Silbernen Latinität]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HWRh 107&amp;quot;&amp;gt;Sonia Branca-Rosoff, Thomas Zinsmaier: &amp;#039;&amp;#039;Hypallage.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gert Ueding]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Rhetorik]].&amp;#039;&amp;#039; Band 4, Max Niemeyer, Tübingen 1998, Sp. 106–110, hier Sp. 107.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidung von anderen Stilmitteln ==&lt;br /&gt;
In den [[antike]]n Lehrbüchern der Rhetorik und Grammatik, die im [[Mittelalter]] die weiteste Rezeption erfuhren, wird die Hypallage nicht als eigene Stilfigur beschrieben. Daher wird das Wort seitdem gelegentlich synonym mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Enallage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und [[Metonymie]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Sonia Branca-Rosoff, Thomas Zinsmaier: &amp;#039;&amp;#039;Hypallage.&amp;#039;&amp;#039; In: Gert Ueding (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Rhetorik.&amp;#039;&amp;#039; Band 4, Max Niemeyer, Tübingen 1998, Sp. 106–110, hier Sp. 107 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei der &amp;#039;&amp;#039;Enallage&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ɛnʔalaˈgeː, ɛnˈʔalage}}] (von altgriechisch {{lang|grc|ἐναλλαγή|de=Vertauschung}}) führt die grammatische Zuordnung des [[Attribut (Grammatik)|Attributes]] zu einem Wort oder Wortbestandteil, zu dem es inhaltlich nicht gehört. &amp;#039;&amp;#039;Herders Conversations-Lexicon&amp;#039;&amp;#039; (1854) bezeichnet die Enallage als Vertauschung von Wörtern der gleichen Wortklasse auch als &amp;#039;&amp;#039;Heterosis&amp;#039;&amp;#039; und unterscheidet davon die von Wörtern unterschiedlicher Wortklassen als &amp;#039;&amp;#039;Allöosis&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeno.org/Herder-1854/A/Enallage Herders Conversations-Lexicon 1854]&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Wahrigs Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039; sieht jedoch wenig Unterschied zwischen Hypallage und Enallage: Dort wird die Enallage als „Verschiebung der Beziehung von Wörtern zueinander“ definiert, die Hypallage als „Veränderung der Beziehungen von Wörtern zueinander, Veränderung und Vertauschung von Satzteilen“.&amp;lt;ref&amp;gt;https://educalingo.com/de/dic-de/hypallage&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In einer &amp;#039;&amp;#039;Metonymie&amp;#039;&amp;#039; werden nicht syntaktische und semantische Bezüge, sondern logische Verbindungen vertauscht. So wird das Teil statt des Ganzen, der Autor statt des Werks oder das Material statt des daraus gefertigten Gegenstand genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gero von Wilpert]]: &amp;#039;&amp;#039;Sachwörterbuch der Literatur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe&amp;#039;&amp;#039;, Band 231). 4., verbesserte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 1964, S. 288 und 424.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Hypallage&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Metonymie&amp;#039;&amp;#039; findet sich beispielsweise bei [[Cicero]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Ueding, [[Bernd Steinbrink]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundriß der Rhetorik. Geschichte – Technik – Methode.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Metzler, Stuttgart 1986, ISBN 3-476-00557-7, S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Deutschen ist die Abgrenzung deutlicher als im Lateinischen, denn die Metonymie ersetzt gewisse Wörter durch Wörter mit verwandten Bedeutungen, während die Hypallage Beziehungen zu nicht gemeinten Wörtern eines Satzes enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* [[Vergil]], &amp;#039;&amp;#039;[[Georgica]]&amp;#039;&amp;#039; IV, 429f.: {{&amp;quot;|Sprache=la|cum Proteus consueta petens e fluctibus antra / ibat […]|Übersetzung=als [[Proteus (Mythologie)|Proteus]] seine gewohnte Grotte aufsuchte und aus den Fluten stieg […]}}. Das [[Partizip]] &amp;#039;&amp;#039;consueta&amp;#039;&amp;#039; drückt grammatisch aus, dass die Grotte sich daran gewöhnt hat, dabei ist es eigentlich Proteus.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Adelaide Hahn: &amp;#039;&amp;#039;Source of Vergilian Hypallage.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Vergilian Digest&amp;#039;&amp;#039; 1957, No. 3, S. 12 ff., hier S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vergil, &amp;#039;&amp;#039;[[Aeneis]]&amp;#039;&amp;#039;, VI, 268: Von den Toten in der [[Unterwelt]]: {{&amp;quot;|Sprache=la|Ibant obscuri sola sub nocte per umbram|Übersetzung=Dunkel gingen sie in einsamer Nacht durch den Schatten}}. Hier liegt eine doppelte Hypallage vor, da sich semantisch &amp;#039;&amp;#039;dunkel&amp;#039;&amp;#039; auf den Schatten und &amp;#039;&amp;#039;einsam&amp;#039;&amp;#039; auf die Toten bezieht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HWRh 107&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ovid]], [[Metamorphosen (Ovid)|&amp;#039;&amp;#039;Metamorphosen&amp;#039;&amp;#039;]], I, 1 f.: {{&amp;quot;|Sprache=la|In nova fert animus mutatas dicere formas / corpora|Übersetzung=Der Geist drängt mich, von den in neue Körper verwandelten Formen zu sprechen}}. Näherliegend wären „in neue Formen verwandelte Körper“ gewesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HWRh 107&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Marcus Annaeus Lucanus]], &amp;#039;&amp;#039;De bello civili&amp;#039;&amp;#039; V, 326: {{&amp;quot;|Sprache=la|invenient haec arma manus|Übersetzung=Diese Waffen werden Hände finden}}. [[Julius Caesar]] droht mit diesen Worten meuternden Soldaten, dass er Gewalt gegen sie wird anwenden lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Hübner: &amp;#039;&amp;#039;Hypallage in Lucans Pharsalia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hermes (Zeitschrift)|Hermes]].&amp;#039;&amp;#039; Band 100, Heft 4, 1972, S. 577–600, hier S. 580.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Stéphane Mallarmé]], {{&amp;quot;|Sprache=fr|Victorieusement fui le suicide beau|Übersetzung=Siegreich floh der schöne Selbstmord}} (1886) erwähnt das {{lang|fr|&amp;#039;&amp;#039;tombeau absent&amp;#039;&amp;#039;}}, das ‚abwesende Grab‘ – gemeint ist, dass das [[lyrisches Ich|lyrische Ich]] nicht darin liegt, also selber abwesend vom Grab ist.&amp;lt;ref&amp;gt;William Kels: &amp;#039;&amp;#039;La science étymologique de Mallarmé. Une lecture de „Victorieusement fui… “&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Études Stéphane Mallarmé.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4, 2016, S. 77–112, hier S. 82 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Paul Valéry]], &amp;#039;&amp;#039;Le cimetière marin&amp;#039;&amp;#039; (1920): {{&amp;quot;|Sprache=fr|Où tant de marbre est tremblant sur tant d’ombre|Übersetzung=Wo so viel [[Marmor]] auf so viel Schatten zittert}} – gemeint sind eigentlich die sich bewegenden Schatten der Blätter auf dem an sich unbeweglichen Marmor.&amp;lt;ref&amp;gt;Sonia Branca-Rosoff, Thomas Zinsmaier: &amp;#039;&amp;#039;Hypallage.&amp;#039;&amp;#039; In: Gert Ueding (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Rhetorik.&amp;#039;&amp;#039; Band 4, Max Niemeyer, Tübingen 1998, Sp. 106–110, hier 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „die schlanke Baukunst der [[Gotik]]“. Gemeint ist nicht, dass die Baukunst selbst schlank wäre, sondern die gotischen Bauten sind es.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hadumod Bußmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0, S. 285.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „der kalte Druck ihrer Hände“ (statt „… ihrer kalten Hände“).&amp;lt;ref&amp;gt;Elisabeth Vollers; &amp;#039;&amp;#039;Enallage&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Helmut Glück]], [[Michael Rödel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache&amp;#039;&amp;#039;. 6., aktualisierte und überarbeitete Auflage, J.B. Metzler, Heidelberg/Berlin 2014, ISBN 978-3-476-05984-0, S. 164.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Lausberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Elemente der literarischen Rhetorik.&amp;#039;&amp;#039; Hueber, München 1963, §&amp;amp;nbsp;315, 324, S. 102, 105.&lt;br /&gt;
* Sonia Branca-Rosoff, Thomas Zinsmaier: &amp;#039;&amp;#039;Hypallage.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gert Ueding]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Rhetorik]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4, Max Niemeyer, Tübingen 1998, Sp. 106–110.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Hypallage}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Metonymie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhetorischer Begriff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>