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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hydrodesulfurierung</id>
	<title>Hydrodesulfurierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T05:56:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hydrodesulfurierung&amp;diff=1102346&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-41554-36: koennen &gt; können</title>
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		<updated>2025-12-18T15:43:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;koennen &amp;gt; können&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert die Entschwefelung von Mineralölprodukten; für die Entschwefelung anderer Stoffe siehe [[Entschwefelung]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hydrodesulfurierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;HDS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hydrofinishing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hydrofining&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hydrotreating&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist die Entschwefelung von Mineralölprodukten durch [[Hydrierung]] (Reaktion der Schwefelverbindungen mit [[Wasserstoff]]). Das Verfahren hat erhebliche Bedeutung in der Mineralölindustrie. Es werden Komponenten für die Herstellung von Gasölen ([[Dieselkraftstoff]], [[Heizöl]] EL) hydriert, es werden aber auch Zwischenprodukte ([[Naphtha]]) für die Weiterverarbeitung ([[Katalytisches Reforming]], [[Isomerisierung]]) behandelt, um empfindliche Katalysatoren vor Schwefelkontamination zu schützen, zum Beispiel die Edelmetallkatalysatoren [[Platin]] oder [[Rhenium]], welche bereits durch sehr geringe Schwefelkonzentrationen [[Katalysatorgift|vergiftet]] werden. Während dieses Prozesses werden neben Schwefelverbindungen auch [[Olefine]], Stickstoff- und Sauerstoffverbindungen hydriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Obwohl manche Reaktionen bereits bekannt waren, die katalytische Hydrogenierung organischer Substanzen beinhalteten, wurde die Eigenschaft von feinverteiltem Nickel, die Fixierung von Wasserstoff an Kohlenwasserstoff-Doppelbindungen zu katalysieren, erst 1897 vom französischen Chemiker [[Paul Sabatier (Chemiker)|Paul Sabatier]] entdeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Sabatier, J.-B. Senderens |Titel=Action du nickel sur l&amp;#039;éthylène. Synthèse de l&amp;#039;éthane  |Sammelwerk=[[Comptes rendus hebdomadaires des séances de l’Académie des sciences]] |Sprache=fr |Band=124 |Datum=1897 |Seiten=1358–1361 |Online={{Gallica |ID=bpt6k3080s |Seite=1358}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Sabatier, J.-B. Senderens |Titel=Hydrogénations directes réalisées en présence de nickel réduit : préparation de l&amp;#039;hexahydrobenzène |Sammelwerk=[[Comptes rendus hebdomadaires des séances de l’Académie des sciences]] |Sprache=fr |Band=132 |Datum=1901 |Seiten=210–212 |Online={{Gallica |ID=bpt6k30888 |Seite=226}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Armand Lattes |Titel=De l&amp;#039;hydrogénation catalytique à la théorie chimique de la catalyse : Paul Sabatier, chimiste de génie, apôtre de la décentralisation |Sammelwerk=[[Comptes rendus de l’Académie des sciences]] - Series IIC - Chemistry |Band=3 |Nummer=9 |Datum=2000 |Seiten=705–709 |DOI=10.1016/S1387-1609(00)01184-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch seine Arbeit wurde gezeigt, dass [[Alkene|ungesättigte Kohlenwasserstoffe]] in der Dampfphase mithilfe von Wasserstoff und einem katalytischen Metall in [[Alkane|gesättigte]] umgewandelt werden können. Dies war die Grundlage für den modernen katalytischen Hydrierungsprozess. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald danach zeigte der deutsche Chemiker [[Wilhelm Normann]], dass katalytische Hydrogenierung für die Hydrierung von ungesättigten [[Fettsäuren]] oder [[Acylglycerine|Glyceriden]] in der Flüssigphase verwendet werden konnte. Er meldete das Verfahren im Jahr 1902 in Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=141029| Code=C| Titel=Verfahren zur Umwandlung ungesättigter Fetsäuren oder deren Glyzeride in gesättigte Verbindungen| A-Datum=1902-08-14| V-Datum=1903-05-04| Anmelder=Herforder Maschinenfett- und Oelfabrik Leprince &amp;amp; Siveke}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in und 1903&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent |Land=GB |V-Nr=190301515 |Titel=Process for Converting Unsaturated Fatty Acids or their Glycerides into Saturated Compounds |A-Datum=1903-01-21|V-Datum=1903-11-26 |Erfinder=Wilhelm Normann}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Britannien zum Patent an. Dies war der Beginn einer heute weltweiten Industrie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1950er Jahre wurde der erste katalytische Edelmetall-Reformierungsprozess kommerzialisiert, der sogenannte [[Katalytisches Reforming|Platformer-Prozess]]. Zur selben Zeit wurde auch die katalytische Hydrodesulfurierung des Naphtha-Feeds für Reformer kommerzialisiert. Heute haben nahezu alle Erdölraffinerien weltweit eine oder mehrere HDS-Einheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:HDS deutsch.svg|mini|300px|Reaktionsschema der Entschwefelung an einem Molybdän-Katalysator]]&lt;br /&gt;
Durch die strengen Umweltschutzauflagen bestehen heutzutage fast alle wichtigen mineralischen Brenn- und Kraftstoffe aus hydrierten Komponenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Motorenbenzin]]spezifikation von 10&amp;amp;nbsp;mg/kg Schwefel kann durch Hydrierung sämtlicher Komponenten erzielt werden. Dieser niedrige Wert ist erforderlich, um den schwefelempfindlichen platindotierten Fahrzeugkatalysator zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein erheblicher Anteil des Kerosins wird hydriert. Dies geschieht jedoch nicht, um den Schwefel zu entfernen (Jet A1 darf einen Schwefelgehalt von 3000&amp;amp;nbsp;mg/kg aufweisen), sondern, um andere schädliche Verbindungen ([[Naphthensäure]]n, gemessen über die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;[[Säurezahl|Total Acid Number]]&amp;#039;&amp;#039;=TAN), zu hydrieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herstellung von Dieselkraftstoff mit 10&amp;amp;nbsp;mg/kg Schwefel erfordert eine Hydrierung sämtlicher Komponenten ([[Kerosin]], [[Gasöl]]e). Im Motor verbrennt der Schwefelanteil zu SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;, bzw. SO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;. Feinste SO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Tröpfchen stellen Kondensationskeime für Kohlenstoffpartikel dar, hohe Schwefelkonzentrationen führen somit zu verstärkter Rußbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heizöl#Heizöl Extra Leicht (HEL)|Heizöl EL]] muss einen Schwefelgehalt &amp;lt; 50&amp;amp;nbsp;mg/kg aufweisen und somit ebenfalls nur noch aus hydrierten Komponenten bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Raffinerien mit einer Cat-Cracker-Anlage ([[Cracken|FCC]]) wird das [[Vakuumdestillation|Vakuumgasöl]] hydriert, um den Schwefelgehalt der FCC-Fertigprodukte zu reduzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Herstellung medizinischer [[Weißöl]]e und von [[Vaseline]] aus [[Grundöl]]en der Erdölverarbeitung kommt die Hydrodesulfurierung zur industriellen Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prozess ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hydrodesulfurierung Prozess.png|mini|801px|Schema einer typischen Hydrodesulfurierungseinheit (HDS) in einer Erdölraffinerie]]&lt;br /&gt;
Als Einsatzprodukte können im Verfahren je nach Anforderung wahlweise Naphtha, Kerosin und Gasöle verschiedener Herkunft eingesetzt werden. Als [[Katalysator]]en dienen [[Nickel]]-[[Molybdän]] oder [[Kobalt]]-Molybdän-Katalysatoren. Das flüssige Einsatzprodukt wird (zusammen mit wasserstoffreichem Gas) mittels [[Wärmetauscher]] vorgewärmt, in einem Ofen auf die nötige Reaktionstemperatur von ca. 320 bis 360&amp;amp;nbsp;°C gebracht und anschließend in den Reaktor geführt. Der Feed ist am Reaktoreintritt dann – je nach Bedingungen – gasförmig (Naphtha, Kerosin) oder befindet sich im 2-Phasenzustand (gasförmig/flüssig, z.&amp;amp;nbsp;B. Gasöle). Unter Drücken von 20 bis 80&amp;amp;nbsp;bar, abhängig von der Auslegung der Anlage und dem spezifischen Einsatzprodukt, reagiert das Gemisch am Katalysator (befindet sich das Feed in einem 2-Phasenzustand, so bezeichnet man das System Katalysator-gasförmige Kohlenwasserstoffe -flüssige Kohlenwasserstoffe als &amp;#039;&amp;#039;trickle phase&amp;#039;&amp;#039; System). Die am Katalysator ablaufende Hydrierungsreaktion (siehe Bild) führt letztendlich zu H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S und dem hydrierten Kohlenwasserstoffrest. Im Reaktoraustritt befindet sich das schwefelreduzierte Produkt, unverbrauchter [[Wasserstoff]] sowie geringe Mengen durch Cracken entstandene leichte Kohlenwasserstoffe (C1-C4), und [[Schwefelwasserstoff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer ersten Stufe wird das Gemisch abgekühlt und ein wasserstoffreiches Gas im Kreislauf zurück zum Einsatz geführt (sogenanntes Recyclegas). Manchmal befindet sich im Recycle eine (Hochdruck-)[[Aminwäsche]] um das H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S aus dem Recyclestrom zu entfernen (Erhöhung des Wasserstoffpartialdruckes). In einem nächsten Schritt wird das Produktgemisch zur Entfernung des H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S sowie der leichten Bestandteile [[Strippung|gestrippt]]. Das abgestrippte Gas (H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S,C1-C4) wird in einer sogenannten Aminwäsche von H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S befreit und als Raffineriebrenngas benutzt. Das am [[Amine|Amin]] gebundene H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;S wird in einem Regenerator („Strippkolonne“ für Aminlösung) aus der Lösung wieder freigesetzt und zur sogenannten [[Claus-Prozess|Claus-Anlage]] gefahren. Dort erfolgt die Umsetzung zu reinem [[Schwefel]]. Der Schwefel aus Entschwefelungsanlagen trägt mittlerweile erheblich zur weltweiten Schwefelgewinnung bei.&lt;br /&gt;
Als Fertigprodukt der HDS-Anlage entsteht schwefelarmes Naphtha, Kerosin, Gasöl oder [[Vakuumdestillation|Vakuumgasöl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hydrodesulfurization and Hydrodenitrogenation&amp;#039;&amp;#039; (Gebundene Ausgabe) von Toshiaki Kabe, Atsushi Ishihara, Weihua Qian, Verlag Wiley-VCH (2000), ISBN 978-3-527-30116-4.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
  |Autor=L. Harwell, S. Thakkar, S. Polcar, R. E. Palmer, P. H. Desai&lt;br /&gt;
  |Titel=Study outlines optimum ULSD hydrotreater design&lt;br /&gt;
  |Sammelwerk=Oil &amp;amp; Gas Journal&lt;br /&gt;
  |Band=101&lt;br /&gt;
  |Nummer=29&lt;br /&gt;
  |Datum=2003-07-28&lt;br /&gt;
  |Seiten=50–56&lt;br /&gt;
  |Online=[http://www.ogj.com/articles/print/volume-101/issue-29/processing/study-outlines-optimum-ulsd-hydrotreater-design.html online]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Sunggyu Lee&lt;br /&gt;
   |Titel=Encyclopedia of Chemical Processing (Print)&lt;br /&gt;
   |Verlag=Taylor &amp;amp; Francis&lt;br /&gt;
   |Ort=New York&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |Seiten=1289&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-0-8247-5563-8&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=tSu--K8OUykC |Seite=1289}}}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=James G. Speight&lt;br /&gt;
   |Titel=The Desulfurization of Heavy Oils and Residua&lt;br /&gt;
   |Auflage=2&lt;br /&gt;
   |Verlag=M. Dekker-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=New York&lt;br /&gt;
   |Datum=1999&lt;br /&gt;
   |Seiten=226&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-0-203-90992-8&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=ZykZMoJm6V8C |Seite=226}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Petrochemisches Verfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwefel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-41554-36</name></author>
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