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	<title>Hydrant - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Nassauer27: /* Geschichte */</title>
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		<updated>2026-02-15T09:32:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:12-09-26-eberswalde-by-RalfR-16.jpg|mini|Überflurhydrant]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hydrant&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|ὕδωρ|hydōr}} „Wasser“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Renate Wahrig-Burfeind |Titel=Wahrig. Illustriertes Wörterbuch der deutschen Sprache |Verlag=ADAC-Verlag |Ort=München |Datum=2004 |ISBN=3-577-10051-6 |Seiten=402}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine [[Armatur]] zur Entnahme von Wasser aus einem [[Wasserverteilungssystem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wasserversorger nutzen in regelmäßigen Abständen (in Wohngebieten üblicherweise 100 bis 150 Meter) eingerichtete Hydranten als Teil der zentralen [[Löschwasserversorgung]] von Städten und Gemeinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DFV AGBF&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.feuerwehrverband.de/fileadmin/Inhalt/FACHWISSEN/Fachempfehlungen/DFV_AGBF_FE_L%C3%B6schwasserversorgung_Okt_18.pdf |titel=Fachempfehlung – Löschwasserversorgung aus Hydranten in öffentlichen Verkehrsflächen |hrsg=Deutscher Feuerwehrverband - AGBF/DVGW |datum=2018-12-21 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20210822133047/https://www.feuerwehrverband.de/app/uploads/2020/06/2018-04_Fachempfehlung-Loeschwasserversorgung.pdf |archiv-datum=2021-08-22 |abruf=2018-12-21 |format=PDF; 185&amp;amp;nbsp;kB |offline=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ermöglichen der [[Feuerwehr]], aber auch öffentlichen (z.&amp;amp;nbsp;B. Straßenmeisterei, kommunale Betriebe) und privaten (z.&amp;amp;nbsp;B. Straßenreinigungsfirmen, Zeltfestveranstaltern) Nutzern die Wasserentnahme aus dem öffentlichen [[Wasserleitung]]snetz (Sammelwasserversorgung). Zusätzlich dienen Hydranten zur Wartung von Rohrleitungen: zum Spülen, zum Entlüften oder zum Entspannen (Druck ablassen). Beim Ausfall eines Leitungsabschnittes sind sie dafür gedacht, Notverbindungen mit Schläuchen herzustellen. Spezielle [[Hinweisschilder zu Straßeneinbauten|Hinweisschilder]] weisen im öffentlichen Raum auf Unterflurhydranten hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff ist auch für Entnahmestellen von anderen Flüssigkeiten, beispielsweise [[Kerosin]] aus einer [[Pipeline]], üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Vor dem Bau von Wasserleitungen waren [[Brunnen]] und [[Gewässer]] oft die einzige Trinkwasserquelle und dienten auch der [[Brandbekämpfung]]. Allerdings wurden dazu viele [[Eimer]] und Personen benötigt. Die in Dörfern und Städten für die Sicherheit der Bürger verantwortlichen Verwaltungen hatten frühzeitig das Verhalten im Brandfall in &amp;#039;&amp;#039;Feuer-Ordnungen&amp;#039;&amp;#039; festgeschrieben. So heißt es beispielsweise in der im Jahr 1764 veröffentlichten „Feuer-Ordnung der Hochfürstlichen Anhaltischen Residenzstadt [[Dessau]]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dessau1764&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Landesfeuerwehrverband Sachsen-Anhalt, Facharbeitsgruppe Feuerwehrhistorik |url=https://www.feuerwehr-sachsen-anhalt.de/uploads/media/27_0_Wasserversorgung.pdf |titel=Handbuch zur Feuerwehrgeschichte |titelerg=Schwerpunkt: Provinz Sachsen, Anhalt, Sachsen-Anhalt |hrsg= |werk=www.feuerwehr-sachsen-anhalt.de |datum=2010-09 |abruf=2024-01-10 |sprache=de |format= PDF; 4,38 MB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=(6.) Damit es auch an denen zum Löschen benötigten Eimern nicht fehlen möge, soll jedes Brauhaus sechs und jedes Budenhaus drei Feuereimer […] in gutem Stande zu haben schuldig sein. Dafern aber ein Hausbesitzer diese gehörige Zahl nicht hätte, solle der Rat dafür Sorge tragen, dass jene die Eimer zu einem billigeren Preise bekommen können.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Weiterleitung von Wasser zu bewohnten Siedlungen verlegte man bereits frühzeitig auch im Boden versenkte, hölzerne Rohre, als &amp;#039;&amp;#039;Pipen&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Eine solche frühe Anlage ist etwa aus Augsburg um das Jahr 1410 überliefert. Die längs durchbohrten Baumstämme transportierten das Wasser ohne Druck ausschließlich mittels Gefälle. So waren die erreichbaren Stellen der Rohre für eine Brandbekämpfung schlecht geeignet. Wenn diese Stellen durch Anbohren von oben entstanden waren, wurden sie nach Benutzung mit einem längeren Holzstopfen wieder verschlossen, der von der Straßendecke aus sichtbar blieb. Diese Methode gilt als Vorläufer der heute gebräuchlichen „Hydrantenleitungen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dessau1764&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung von &amp;#039;&amp;#039;[[Feuerspritze]]n&amp;#039;&amp;#039;, also handbetriebenen Wasserpumpen, löste die Eimerkette langsam ab. Da die Wasserentnahmemöglichkeiten nicht überall in bewohnten Orten gegeben waren, entwickelte man &amp;#039;&amp;#039;Sturmfässer&amp;#039;&amp;#039; zur Zwischenlagerung von Wasser. Dabei lobten Ratsherren Prämien für denjenigen Pferdebesitzer aus, der im Brandfall mit seinem Wagen als erster am Standort der Sturmfässer eintraf und diese dann zum Brandherd transportierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dessau1764&amp;quot; /&amp;gt; Auch wurden Regenwasser[[zisterne]]n zur Wasserbevorratung genutzt oder künstliche [[Löschwasserteich]]e angelegt, deren Lage am Straßenrand markiert wurde. Zum Teil wurden Hochbehälter errichtet, wenn deren Befüllung durch Pumpen möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine große Erleichterung brachten die ersten fest verlegten metallenen Wasserleitungen mit ständig verfügbaren Entnahmestellen. Diese erhielten die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Hydrant&amp;#039;&amp;#039;. Dabei halten mit Dampfpumpen oder später [[Elektrizität|elektrischen]] Pumpen befüllte [[Wasserturm|Wassertürme]] oder höher gelegene Reservoirs den notwendigen Wasserdruck [[Hydrostatischer Druck|hydrostatisch]] aufrecht. So wurden um das Jahr 1850 in [[Wien]] die ersten Hydranten, noch als &amp;#039;&amp;#039;Feuerwechsel&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.firefighter.at/site/historisches/article/90.html Die Geschichte der Wiener Feuerwehr], abgerufen am 15. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit kann Wasser schneller und mit geringerem Aufwand zur Verfügung gestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Franz-Josef Sehr]] |Titel=Der Bau der ersten Wasserleitung für Obertiefenbach |Sammelwerk=Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 1999 |Verlag=Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg |Ort=Limburg-Weilburg |Datum=1998 |Seiten=274-276}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ähnliche Vorrichtung zur leichteren Wasserentnahme war der Wasserkasten nach Lambert&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anonymus |Titel=Lambert&amp;#039;s Wasserkasten, welcher in dem Straßenpflaster eingelassen ist, um aus den Hauptwasserleitungsröhren bei Feuersbrünsten etc. Wasser ablassen zu können. |Sammelwerk=Polytechnisches Journal |Band=113 |Datum=1849 |Seiten=190–191 |Online=http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj113/ar113044 |Abruf=2019-03-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; von 1849, heute würde dieser als Unterflurhydrant bezeichnet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wassergewinnung]] und [[Wasserversorgung]] gehören ebenso zur Wasserbereitstellung von Hydranten wie der Schutz des Wassers. Es sind technische Maßnahmen zu ergreifen, um ein Rückfließen von entnommenem Wasser in das Trinkwassernetz zu verhindern. Dies war hin und wieder vorgekommen, seit einigen Jahren wird jedoch sehr viel Wert auf die Verhinderung dessen gelegt. Dies fand sich auch in der im Jahr 2001 novellierten [[Trinkwasserverordnung]] wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Überflurhydrant ==&lt;br /&gt;
=== Überblick ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mh Ueberflurhydrant ohne Fallmantel.jpeg|mini|links|hochkant|Überflurhydrant ohne Fallmantel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Überflurhydrant (in Österreich Oberflurhydrant) ist oberirdisch fest installiert und hat mehrere Abgänge mit genormten [[Storz-Kupplung|Kupplungen]], üblicherweise in der Nenngröße B oder C und seltener auch A. Dies ist auch abhängig vom Innendurchmesser der Zuleitung. Der A-Abgang wird meist in der Industrie und bei größeren Wohnanlagen benutzt, um größere Wassermengen aus dem Netz entnehmen zu können. An diesen A-Abgang dürfen keine A-[[Feuerwehrschlauch#Saugschläuche|Saugschläuche]] angeschlossen werden, da unter ungünstigen Umständen im Rohrnetz ein [[Unterdruck]] entstehen könnte&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot; name=&amp;quot;gemeinsam&amp;quot; /&amp;gt; und es damit zu Schäden im Rohrnetz kommen könnte. Für die Feuerwehr ist die Fördermenge des Hydranten von Bedeutung. Als Faustformel ergibt sich die Fördermenge in Liter/Minute für den Überflurhydranten aus dem 12- bis 15-fachen des Nenndurchmessers (zum Beispiel H100: min. 1200 l/min bis max. 1500 l/min).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorteil von Überflurhydranten ist ihre Sichtbarkeit, durch die sie im Notfall schnell aufgefunden werden können, zudem können sie nicht so leicht durch abgestellte Fahrzeuge verdeckt werden wie Unterflurhydranten. Nachteilig ist die schwierigere Positionierung, da sie ein Verkehrshindernis darstellen und daher nicht überall aufgestellt werden können, auch die Gefahr der Beschädigung durch Fahrzeuge ist gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fallmantelhydrant ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ueberflurhydrant fallmantel.jpg|mini|hochkant|Überflurhydrant mit Fallmantel, neue Bauform]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hydrant - 01.jpg|mini|hochkant|Überflurhydrant mit Fallmantel, alte Bauform]]&lt;br /&gt;
Der Fallmantelhydrant ist eine Unterart der &amp;#039;&amp;#039;Überflurhydranten&amp;#039;&amp;#039;. Die B-Abgänge, die jeweils ein eigenes Absperrorgan haben, werden mit einem Fallmantel verdeckt, der sie vor Verschmutzung und Beschädigung schützt. Der Abgang mit der Nenngröße A wird meist bei besonders gefährdeten Objekten, wie Flughäfen oder Industrieanlagen, verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Inbetriebnahme des Hydranten wird mit dem Innendreikant am [[Schieberschlüssel|Hydrantenschlüssel]] eine Halterung im Hydrantenkopf gelöst, wodurch der Fallmantel herabgleitet und die oberen Entnahmeventile freigibt. Durch Drehen des gesamten Kopfes wird der Ventilkegel geöffnet, die in der Säule enthaltene Luft entweicht durch das einströmende Wasser über ein Entlüftungsventil, auch [[Merkbolzen]] genannt. Der Merkbolzen verhindert auch das Verschließen des Fallmantels, bevor der Hydrant nicht geschlossen und die Wassersäule über die selbsttätige Entleerung abgebaut wurde. So wird ein Einfrieren verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kippmantelhydrant oder „Alter Münchner“ ===&lt;br /&gt;
In München existieren &amp;#039;&amp;#039;Kippmantelhydranten&amp;#039;&amp;#039;, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts installiert worden waren. Im 21. Jahrhundert gibt es davon nur noch wenige funktionsfähige Armaturen. Diese Hydranten benötigen zum Betrieb einen besonderen Hydrantenschlüssel. Eine weitere Besonderheit sind die linksschließenden Ventile.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://jugend.feuerwehr-sendling.de/fileadmin/JF-Sued/Ausbildung/Handout_Hydrantenkunde.pdf |text=Hydrantenkunde |wayback=20121202213008}} (PDF; 287&amp;amp;nbsp;kB), Jugendfeuerwehr Sendling&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterflurhydrant ==&lt;br /&gt;
=== Überblick ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 DIN Unterflurhydrant .jpg|DIN-Hydrant&lt;br /&gt;
 Unterflurhydrant_armatur_cropped.jpg|Straßenkappe eines DIN-Hydranten (ausgebaut)&lt;br /&gt;
 Hydrantenschild Beispielgrafik 2009-01-29.svg|Hinweisschild zu einem Unterflur-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ydranten [[Nennweite|DN]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;300&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Nennweite 300 mm) &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1,1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Meter links und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;8,4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Meter vor dem Schild&lt;br /&gt;
 Deckel Württemberger Schachthydrant.jpg|[[Württemberger Schachthydrant]]&lt;br /&gt;
 Defekter unterflurhydrant goettingen.jpg|Fontäne eines defekten Unterflurhydranten&lt;br /&gt;
 Airbus A321-231 - British Airways - G-EUXH - EHAM (5).jpg|Flugzeugbetankung aus einem Hydranten einer [[Pipeline]] auf einem [[Flughafen]]&lt;br /&gt;
 Dn80-rost.jpg|DN80 Leitung mit starkem Rost&lt;br /&gt;
 Schozach Hydrant.jpg|Unterflurhydrant mit Aufsatzrohr und Tankschlauch&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Unterflurhydranten befinden sich unterhalb einer Hydrantenkappe, die in die Straße eingebaut wird. Der Deckel der Hydrantenkappe wird mit dem [[Schieberschlüssel]] ausgehoben und zur Seite geschwenkt, wodurch der Hydrantenfuß zugänglich wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterflurhydrant ermöglicht den Anschluss eines Standrohres. Unterflurhydranten haben den Nachteil, dass sie von Kraftfahrzeugen zugeparkt werden können oder durch Schnee oder Eis ihre Deckel festgefroren und somit oft nicht benutzbar sind. Das Festfrieren des Deckels in der [[Straßenkappe|Hydrantenkappe]] kann durch Einfetten beider Teile oder durch Einfügen einer Plastikfolie weitgehend vermieden werden, setzt jedoch eine regelmäßige Pflege voraus. [[Württemberger Schachthydrant]]en sind gängig in Teilen Württembergs. Sie wurden bevorzugt, da diese etwa einen Meter tiefer als die normalen Unterflurhydranten sitzen, und somit die Gefahr des Zufrierens in kalten Wintern verringert wird. Schnee stellt dennoch insofern ein Problem aller Unterflurhydranten dar, dass die Schächte unter der Schneedecke verschwinden und erst gesucht werden müssen. Somit ist eine genaue Bezeichnung durch [[Hinweisschilder zu Straßeneinbauten|Hinweisschilder]] erforderlich, die die exakte Lage des Hydranten angeben. Die Hinweisschilder geben die seitliche und vorwärtige Entfernung des Hydranten vom Schild in Metern an. Die Fördermenge (in Litern/Minute) eines Unterflurhydranten kann mittels einer Faustformel aus dem 7- bis 10-fachen des Nenndurchmessers abgeschätzt werden (zum Beispiel: H80 ergibt min. 560 l/min bis max. 800 l/min). Die Faktorspanne ergibt sich aus dem Nutzungsgrad der Leitung, an die der Hydrant angeschlossen ist. Die maximale Fördermenge wird bei einer sauberen Leitung erreicht. In alten und wenig verwendeten Leitungen setzen sich Sedimente und Verkrustungen ab, die den nutzbaren Querschnitt der Leitung minimieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kennzeichnung im öffentlichen Raum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hydrantenaufbau schmatisch.svg|300px|right|Schematischer Aufbau der Hydrantenabschiebfunktion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spezielle [[Hinweisschilder zu Straßeneinbauten#Hinweisschilder für Wasserleitungen|Hydrantenhinweisschilder]] weisen im öffentlichen Raum auf Unterflurhydranten hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Standrohr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Standrohr unterflurhydrant.jpg|mini|hochkant|Standrohr im Unterflurhydranten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Unterflurhydrant mit Standrohr.png|mini|links|hochkant|Oberirdisch aufgebauter Unterflurhydrant mit Standrohr]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Standrohr&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Wasserführende Armaturen im Brandschutz|wasserführende Armatur]] zur Wasserentnahme aus dem öffentlichen Versorgungsnetz über Unterflurhydranten. Es besteht aus einem langen Standrohrunterteil mit einem Griffstück, einer [[Klauenmutter]] am Fuß des Rohres mit einem Dichtring sowie einem kurzen Standrohroberteil mit [[Stopfbuchse]] und [[Stopfbuchsbrille]]. Oberhalb davon befinden sich zwei Niederschraubventile mit ein bis zwei [[Feuerwehrkupplung#Festkupplung|Festkupplungen]]. In neueren Standrohren werden immer häufiger auch [[Rückflussverhinderer]] eingebaut, um das Zurückfließen von Wasser aus dem angeschlossenen Schlauch zu verhindern, da es auf diese Weise zu Verunreinigungen des Trinkwassernetzes kommen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Standrohr wird mit dem Griffstück durch Rechtsdrehen auf dem [[Hydrantensitz]] befestigt, wobei die Klauenmutter in der Klaue des Unterflurhydranten festgehalten und hochgeschraubt wird; dadurch wird der Dichtring fest auf den Unterflurhydranten gepresst und schließt diesen auch bei höheren Drücken dicht ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stopfbuchsbrille ist durch zwei Schrauben mit dem Griffstück verbunden, somit kann das Standrohroberteil durch die Stopfbuchse in eine günstigere Lage gedreht werden; dies sollte grundsätzlich durch Rechtsdrehen geschehen, um zu verhindern, dass sich die Klauenmutter aus der Klaue herausdreht und das Standrohr unter Druck in die Höhe schießt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Festkupplungen ermöglichen den gleichzeitigen Anschluss von zwei Schlauchleitungen an das Standrohr. Vor ihnen befinden sich die Niederschraubventile, welche in geöffnetem Zustand den gesamten Durchflussquerschnitt freigeben müssen. Dabei müssen etwaige Undichtigkeiten durch die Konstruktion der Ventile leicht zu beheben sein. Die Ventilteller sind drehbar und gegen selbstständiges Lösen gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standrohre für die Feuerwehr sind mit zwei [[Feuerwehrkupplung|B-Festkupplungen]] nach DIN 14375 genormt. Sie wiegen nicht mehr als 7,5&amp;amp;nbsp;kg und sind bei 25&amp;amp;nbsp;[[Bar (Einheit)|bar]] auf Dichtigkeit geprüft, die Absperrorgane jeweils auf 16&amp;amp;nbsp;bar. Standrohre mit zwei C-Festkupplungen sind nicht mehr genormt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um ein Standrohr verwenden zu können, wird ein [[Schieberschlüssel]] benötigt, mit welchem der Hydrantenschacht sowie der Hydrant selbst geöffnet werden. Bevor die Schlauchleitung an den Hydranten angeschlossen wird, muss dieser über das Standrohr gespült werden, damit Steine und Verunreinigungen aus der Leitung die [[Feuerlöschpumpe]] nicht beschädigen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FwDV 1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ausschuss „Feuerwehrangelegenheiten, Katastrophenschutz und zivile Verteidigung“ (AFKzV) |url=https://hlfs.hessen.de/sites/hlfs.hessen.de/files/2022-09/FwDV%201%20-%20Hompage.pdf |titel=Feuerwehr-Dienstvorschrift 1 (FwDV 1) |titelerg=Grundtätigkeiten – Lösch- und Hilfeleistungseinsatz |hrsg=[[Hessische Landesfeuerwehrschule]] |werk=hlfs.hessen.de |datum=2006-01 |abruf=2023-12-06 |format=PDF; 14,32 MB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem muss das Standrohr gegen den Straßenverkehr gesichert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem durch die DIN 14375 einheitlich genormten Standrohr werden gelegentlich auch die 1,95&amp;amp;nbsp;m langen Standrohre für [[Württemberger Schachthydrant]]en eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schnitt Unterflurhydrant.jpg|mini|hochkant|Teilschnitt eines Unterflurhydranten mit Fußventil]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Hydrantentypen haben ein Fußventil, das auch gleichzeitig der Entleerung dient. Dieses [[Ventil]] wird über ein Gestänge von oben her mit dem Hydranten- bzw. Schieberschlüssel beim Unterflurhydranten bewegt. Im Normalfall ist der Hydrant wasserfrei und kann daher auch nicht einfrieren. Die Entleerung erfolgt entweder über ein Schotterbett oder die [[Kanalisation|Regenwasserkanalisation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Standrohre werden auch durch die [[Wasserversorgung|Wasserversorger]] für die Trinkwasserversorgung bei Volksfesten, [[Messe (Wirtschaft)|Messen]] und ähnlichen Veranstaltungen genutzt. Häufig sind sie dann mit einem [[Wasserzähler]] ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hydrantenverzeichnis ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;Hydrantenverzeichnis&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hydrantenplan&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man einen Straßenplan, in dem alle Hydranten, offene Gewässer und unterirdische [[Löschwasserbehälter]] eingetragen sind. Die Karte wird meist vom zuständigen Wasserversorger oder städtischen Amt gepflegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.essen.de/Deutsch/Rathaus/Aemter/Ordner_37/Loeschwasserversorgung.asp |text=Amt für Löschwasserversorgung der Stadt Essen |wayback=20070921174428}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland sind in vielen Fällen diese Pläne auch digital abrufbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kai König |url=https://www.schadenprisma.de/pdf/sp_2010_3_2.pdf |titel=Digitales Hydrantenverzeichnis |titelerg= |hrsg= |werk=www.schadenprisma.de |datum=2010-03 |abruf=2023-05-01 |sprache= |format= PDF; 415 kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Feuerwehren halten Hydrantenverzeichnisse inzwischen im [[Feuerwehrfahrzeug]] oder im Mannschaftsraum bereit, damit die Lage von Hydranten bereits bei der Anfahrt zur Einsatzstelle erkundet und die Fahrzeugaufstellung entsprechend festgelegt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Hydrantenverzeichnis in [[Deutschland]] als Teil der Beladung eines {{Webarchiv|url=http://www.fwnwb.de/fahrzeuge/tlf/beladung.shtml |wayback=20140714123406 |text=Freiwillige Feuerwehr Blieskastel, Löschbezirk Niederwürzbach: LHF 16/25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch mittels Smartphone sind oft Hydrantenstandorte abrufbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gemeindebund.at/schneller-handeln-mit-hydranten-app/ Schneller Handeln mit Hydranten-App] auf der Seite des österreichischen Gemeindebundes vom 3. November 2016, abgerufen am 15. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb des Projektes [[OpenStreetMap]] ist für den D-A-CH-Bereich die Spezialkarte OpenFireMap&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.openfiremap.org/ OpenFireMap]&amp;lt;/ref&amp;gt; im Aufbau. Diese zeigt die Lage und weitergehende Informationen zu Feuerwehrhäusern, Hydranten und medizinischen Notaufnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevante Normen / Regelwerke ==&lt;br /&gt;
In Deutschland und Österreich sind die maßgeblichen Normen größtenteils mit der [[Europäische Norm|Europäischen Norm]] harmonisiert. Außerdem sind innerhalb der Normen noch Freiräume sowohl in der Anwendung als auch in der Konstruktion, die hier nicht detailliert beschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* DIN EN 14339 „Unterflurhydranten“ (Ersatz für DIN 3221)&lt;br /&gt;
* DIN EN 14384 „Überflurhydranten“ (Ersatz für DIN 3222)&lt;br /&gt;
* DIN 3321 „Anforderungen und Anerkennungsprüfungen für Hydranten“&lt;br /&gt;
* [[ÖNORM]] F 2010&lt;br /&gt;
* EN 1074-6 „Armaturen für die Wasserversorgung – Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit und deren Prüfung – Teil 6: Hydranten“&lt;br /&gt;
* DVGW e.&amp;amp;nbsp;V.: &amp;#039;&amp;#039;Technische Mitteilung, Merkblatt W 331, Auswahl, Einbau und Betrieb von Hydranten&amp;#039;&amp;#039;. DVGW Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfachs e.&amp;amp;nbsp;V., Bonn 2006, {{ISSN|0176-3504}}.&lt;br /&gt;
* DVGW e.&amp;amp;nbsp;V.: &amp;#039;&amp;#039;Technische Regel, Arbeitsblatt W 405, Bereitstellung von Löschwasser durch die öffentliche Trinkwasserversorgung&amp;#039;&amp;#039;. DVGW Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfachs e.&amp;amp;nbsp;V., Bonn 2008, {{ISSN|0176-3504}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Unterschiede ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Teterow hydrants.jpg|mini|Hydranten am Feuerwehr-Museum in [[Teterow]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das öffentliche [[Wasserleitung]]snetz ist in Mitteleuropa unterhalb der [[Frostgrenze#Frostgrenzen im Boden|Frostgrenze]] im Erdreich verlegt. Hydranten verfügen über ein Absperrelement (Schieber), das ebenfalls in entsprechender Erdtiefe angebracht ist. Nach dem Schließen des Absperrelements wird die Rohrleitung zwischen Absperrelement und Hydrant (Steigleitung) mittels eines Ventils entleert, so dass die Frostsicherheit wiederhergestellt wird. Im internationalen Sprachgebrauch spricht man hier von einem „dry barrel“-Hydranten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gebieten ohne Frostgefahr ist diese Anordnung nicht notwendig. Die [[Steigleitung]] bleibt wassergefüllt. Absperrelemente sind nur oberirdisch bzw. direkt unter Erdgleiche vorhanden. Dieser Typ wird „wet barrel“-Hydrant genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Portal:Feuerwehr/Themenliste|Themenliste Feuerwehr]]&lt;br /&gt;
* [[Wandhydrant]]&lt;br /&gt;
* [[Elektrant]]&amp;amp;nbsp;– elektrisches Analogon zum Hydranten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Lothar Schott, Manfred Ritter |Titel=Aktuelles Grundwissen Feuerwehr |TitelErg=Feuerwehr Grundlehrgang |Verlag=Wenzel Verlag UG |Ort=Marburg |Auflage=22 |Datum=2025 |Seiten= |ISBN=978-3-88293-222-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Lutz Rieck |Titel=Feuerlöscharmaturen |Reihe=Die Roten Hefte |BandReihe=Heft 6 |Auflage=11., überarb. |Verlag=Kohlhammer |Ort=Stuttgart |Datum=2000 |Seiten=44-46 |ISBN=978-3-17-015171-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Ulrich Kortt (Bearb.) |Titel=Hamilton – Handbuch für die Feuerwehr |Verlag=Boorberg |Ort=Stuttgart |Datum=2012 |ISBN=978-3-415-04560-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Fire hydrants|Hydranten|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ryter-hermann.ch/wissen/wissen_5_hydr.html Wie ein Hydrant funktioniert] – Bilder von Unter- und Überflurhydranten auf www.ryter-hermann.ch&lt;br /&gt;
* [https://wiki.einsatzleiterwiki.de/doku.php?id=brand:allgemein:loeschwasser_lange_wegstrecke Löschwasserversorgungsberechnungsprogramm auf Einsatz-Wiki]&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20140714190348/http://www.hti-hezel.de/pdf/wuerttembergerschacht.pdf Entwicklung des Württemberger Schachtsystems] (PDF; 534&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.beuth.de/app/nv/nv-rest/normviewer/resources/321479855/x1cb12b6.fig-1.090.gif?lang=de Konstruktionszeichnung für eine Unterflurhydranten-Straßenkappe]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;A&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref group=&amp;quot;A&amp;quot; name=&amp;quot;gemeinsam&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Lutz Rieck |Titel=Die Roten Hefte, Heft 27a – Die Löschwasserversorgung, Teil I Die Sammelwasserversorgung |Auflage= 4 |Verlag=Kohlhammer |Ort=Stuttgart |Datum=2000 |Seiten=61 |Fundstelle=zweiter Absatz |ISBN=3-17-015011-1}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7566089-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Löschwasserversorgung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtmöbel]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Wasserführende Armatur der Feuerwehr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nassauer27</name></author>
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